Taufe verheiratet, uneheliches Kind

9 Antworten

Offenbar ist die Mutter des unehelichen Kindes katholisch und hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann.

Die Entscheidung zur Taufe des Kindes bleibt der Mutter vorbehalten und nicht dem Liebhaber, der ohnehin einer anderen Konfession angehört. Die Ehefrau des Mannes hat gar nichts mitzureden. Sie könnte sich auf Grund des Ehebruches vielleicht von ihrem Mann trennen, aber keine Entscheidung über dessen gezeugtes Kind treffen.

Vor jeder Taufe findet ein Taufgespräch zwischen dem Pfarrer und den Eltern bzw. mit der Mutter statt. Dies ist deshalb notwendig, weil eine Taufe ohne nachfolgende christliche (in diesem Fall katholische) Erziehung wenig Sinn macht. Das Kind soll ja auch den Glauben kennen lernen und in den Eltern oder Paten einen Ansprechpartner haben. Es ist also Sache des Pfarrers, dies im Gespräch zu klären. Die Mutter muss sich evtl. die Frage gefallen lassen, wie wichtig ihr selbst der Glaube ist.

Grundsätzlich wird einem unehelichen Kind die Taufe ebenso wenig verwehrt wie einem ehelichen Kind.

ohne seine Ehefrau zu fragen?

Nach deutschem Recht muss er die Mutter des unehelichen Kindes Fragen; seine Ehefrau hat damit nichts zu tun - sie ist ja nicht die Mutter des Kindes.

Darf der Priester das Kind taufen?

Nach katholischem, innerkirchlichem Recht darf er das nicht, wenn er davon ausgehen muss, dass das Kind nicht "katholisch" erzogen wird - wobei mit einer "katholischen Erziehung" wohl eher eine "christliche Erziehung" gemeint ist.

Falls er davon ausgehen muss, dass das Kind entsprechend erzogen wird und beide Eltern dies wünschen, darf er die Taufe nicht ablehnen.

Die Ehefrau des Vaters hat zu der Erziehung dieses Kindes- rechtlich gesehen - nichts zu sagen. Entweder hat die Mutter des Kindes das alleinige Sorgerecht, dann kann sie solche Sachen alleine entscheiden, oder die Mutter des Kindes und der Vater haben es gemeinsam, dann entscheiden sie solche Fragen gemeinsam, aber die Frau des Vaters hat da nicht mitzureden (wenn sie nicht die Mutter ist).

Von der Kirche ausgesehen: die freuen sich doch über jedes Mitglied, die nehmen das Kind noch so gerne...

Wenn der Vater auch erziehungsberechtigt ist, kann er mitreden. In diesem Fall wird es jedoch vermutlich allein die Mutter sein, die das entscheiden kann.


Ja das darf er. Auch wenn er die Beziehung der Eltern nicht gutheißen kann. Aber da kann er nichts machen. Das Kind wird getauft wie jedes andere Kind dessen Eltern nicht verheiratet sind. Die Ehefrau hat damit nichts zu tun, weil sie nicht die Mutter ist.

Was möchtest Du wissen?