Suizidgedanken muss/soll ich es meiner Therapeutin sagen?

11 Antworten

Wie auch immer : Schlussendlich hast du ja deine eigene Meinung, aber du solltest immer noch im Kopf haben, dass es ihr Job ist, dir zu helfen. Und sie kann dir nicht helfen, wenn du dich nicht helfen lässt. Suizidgedanken sind auf keinen Fall okay und man sollte sie nicht für sich behalten. Wenn allerdings wirklich das Problem besteht, dass du Angst hast, das deine Eltern davon erfahren, kannst es ihr ja sagen, Sprich mit ihr, dass es dir sehr wichtig ist, dass sowas nicht weitererzählt wird. Es sollte dir auch nicht peinlich sein. Therapeutinnen wissen, wie man damit umgeht und können dir helfen!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Und was is wenn sie es dann trotzdem meinen Eltern sagt?

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Hi. In der Therapie ist der richtige Platz, darüber zu sprechen. Deine Therapeutin würde erst mit Deinen Eltern in Kontakt treten, wenn Du damit einverstanden bist. Das wird eigentlich immer miteinander abgestimmt.

Was ich Dir aber spiegeln will: Du machst klar, dass ein großer Teil der Probleme mit Deiner Mama zu tun hat. Du machst auch klar, dass Du nicht willst, dass dies mal auf den Tisch kommt - das macht auch klar, dass es sich nicht verändern kann. Ich würde Dir mal die Frage stellen (zum Nachdenken, nicht zum Antworten): Wie könnte es denn gehen, die Mama zu involvieren und eine Veränderung zu bewegen? Ihr vielleicht mal mitzuteilen, welche Form von Nähe oder Distanz Du für Dich brauchst, etc?!

Hallo Criss953,

Ich würde es deiner Therapeutin auf jeden Fall erzählen, da es dich vermutlich eher weiterbringt und du auch Tipps und Möglichkeiten zur Verbesserung und/oder auch für Notfälle bekommst ( wenn es mal gar nicht mehr geht). Eigentlich sind Therapeuten dazu verpflichtet die Suizidgedanken deinen Eltern mitzuteilen, da du noch unter 18 bist, zu deiner eigenen Sicherheit.

Du kannst aber mit der Therapeutin vereinbaren, dass sie es deinen Eltern sagt, sie aber dazu sagen soll, dass du nicht mit ihnen darüber sprechen möchtest und dies nicht zielführend ist.

Die Angst, dass deine Mutter es nicht zu 100% verstehen wird, finde ich persönlich sehr nachvollziehbar. Die Frage ist, ob deine Mutter es denn zu 100% verstehen muss? Verstehst du diese Gedanken zu 100%?

Ich denke für Eltern ist es sehr schwer, Gedankengänge psychisch kranker Menschen nachzuvollziehen und es ist sehr schwierig für sie es zu akzeptieren. Du solltest deinen Eltern, aber auch besonders dir, Zeit geben es zu verarbeiten und zu verstehen.

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Beste Grüße!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Und genau das will ich nicht, dass sie es meiner Mutter erzählt. Natürlich muss sie es nicht zu 100% verstehen und ich werde es wohl auch nie, aber allein zu sehen wie traurig und unbeholfen sie sein wird lässt mich nur noch mehr in dem Gedanken, dass es besser ist, wenn ich es ihr nicht sage und einfach gehe...

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@Criss953

Ich weiß das klingt vielleicht hart und ich weiß genau, wie du dich fühlst weil es mir ähnlich geht.

Meine Therapeutin hat mir immer wieder gesagt, dass es okay ist. Du sollst dich nicht um deine Mutter kümmern. Deine Mutter muss sich um dich kümmern und da gehört sowas auch dazu. Das sie sich sorgen macht und unbeholfen ist, ist ja eigentlich logisch, aber deine Gesundheit geht vor!

Es gibt auch Therapien oder Gruppen für Eltern, mit psychisch erkrankten Kindern, wo sie lernen damit umzugehen und klarzukommen. Ich weiß nicht wie das Verhältnis zu deiner Mutter ist, aber vielleicht könntest du ihr das mal vorschlagen.

Das Vorzuschlagen ist aber auch alles, was du tun kannst. Deine Mutter ist erwachsen und du bist noch ein Jungendlicher und da ist es an einer Stelle, wo deine Gesundheit gefährdet ist definitiv nicht deine Aufgabe Rücksicht auf andere Menschen zu nehmen, auch wenn es hart klingt.

Wie gesagt, deine Gesundheit geht vor!

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@lauri327

Das Verhältnis zu meiner Mutter hat sich seitdem sie weiß, dass ich mich selbstverletze leider stark verändert. Ich bin sehr distanziert und sie rückt mir auf die Pelle, was mich wahnsinnig macht, aber ich kann ihr das nicht antun, ich kann einfach nicht...

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@Criss953

Okay das ist schade.

Vielleicht denkst du nochmal in Ruhe darüber nach, schreibst eine Pro und Contra Liste, schläfst eine Nacht drüber, vielleicht hast du Freunde mit denen du darüber reden kannst.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Falls was ist kannst du gerne nochmal schreiben (habe ähnliche Erfahrungen gemacht)

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@lauri327

Ich werd jetzt erstmal schlafen gehen...

danke

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Ja, ich finde dass man das unbedingt der Therapeutin sagen sollte! Sie versucht dir zu helfen und solche Infos machen es ihr auch leichter

Erzähl es der Therapeutin das hilft. Außerdem steht diese unter eine Schweigepflicht und deshalb darf sie es nicht deiner Mutter erzählen

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@UnkreativJ

Funfact: wenn sie es tut, rufst du augenblicklich bei der polizei an und meldest sie, Lehn dich dann zurück und genieße wie ihr Leben den Bach runtegeht

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@Criss953

du bist noch nicht erwachsen und bei Selbst- oder auch Fremdgefährdung könnte sie es deiner Mutter schon erzählen

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@TrAKaY

Ich bin viel zu nett und zu rücksichtsvoll um sowas zu tun

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@Criss953

also du kannst versichern, dass du dich nicht umbringen wirst, weil du "nur" SuizidGEDANKEN hast?

bei Suizidgedanken muss die Therapeutin es nicht unbedingt melden

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@Criss953

wenn du das deiner Therapeutin so sagst, wird sie das mit Sicherheit deiner Mutter erzählen und sie wird dir wahrscheinlich auch empfehlen in eine psychiatrische Klinik zu gehen

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@DasPferdchen

Die Klinik wäre mir grundsätzlich egal aber des mit meiner Mutter eben nicht...

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@Criss953

OK, dann sag doch einfach von dir aus, dass du in eine psychiatrische Klinik willst

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@DasPferdchen

Ich bin 1. viel zu schüchtern dafür und 2. will ich es immer jedem Recht machen, also werd ich das sicher nie im Leben sagen

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@Criss953
viel zu schüchtern dafür und 2. will ich es immer jedem Recht machen, 

OK, genau das hat dazu beigetragen, dass du jetzt psychisch krank bist

deswegen bist du ja auch in Therapie

du musst lernen für dich selber einzustehen, zu sagen, was du willst und nicht willst, auch mal das einzufordern, was du brauchst und anderen Grenzen zu setzen

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@DasPferdchen

Du redest schon gleich wie meine Therapeutin.... ich kann einfach nicht.... ich will nicht mehr...

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@Criss953

XD hab ja auch Psychologie studiert

also mir persönlich geht es erst mal nur darum, dass du am Leben bleibst und regelmäßig zur Therapie gehst

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@DasPferdchen

Jetzt versteh ich einiges....

du würdest es eh nicht mitbekommen, wenn ich es tun würde...

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@Criss953

nein, würde ich nicht!

und da muss ich sagen: zum Glück!

aber ich weiß auch, dass die meisten Menschen mit Suizidgedanken eigentlich gar nicht sterben wollen, sondern einfach nur nicht mehr leiden

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@DasPferdchen

Ja vielleicht will ich nicht mehr leiden... und trotzdem habe ich diese Gedanken und es hilft kein bisschen wenn mir jeder immer versucht zu sagen „Ach du willst doch nicht wirklich sterben“. So auf die Art „is doch nur ne Phase da wirst du schon wieder raus wachsen“

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@Criss953

ne, das würde ich nicht sagen!

du bist ernsthaft psychisch krank und deshalb würde ich mich persönlich wohler fühlen, wenn du in einer psychiatrischen Klinik wärst, wo man dich im Auge behält

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@Criss953

Ich mach mir zu viele Sorgen über andere als, dass ich es jemals irgendwem antun wollte zu wissen wie es mir geht

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@Criss953

Aber es einfach vergessen geht auch nicht.... ich steh im Zwiespalt mit mir selbst und so sehr ich die Hilfe von anderen auch annehmen will hab ich einen automatischen Abwehrmechanismus, damit ich nicht noch mehr verletzt werde als ich ohnehin schon bin...

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Hi,

du solltest mit jmd drüber reden und du kannst sie darum bitten zu schweigen. Gruß

Als ich ihr das letzte Mal erzählt habe, dass ich mich wieder selbstverletzt hab, war sie schon kurz davor, dass sie es meiner Mutter sagt, weil ich noch keine 18 bin. Was wird sie wohl jetzt tun ich will auf gar keinen Fall, dass es meine Mutter erfährt, weiß aber, dass es böse enden kann/wird...

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@Criss953

ja ich weiß... komm schon sprich mit ihr, du solltest nicht in dieser Spirale alleine sein, das nicht gut, Mum egal.

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@CliffBaxter

Ich bin schon zu lange in dieser Spirale gefangen...

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@Criss953

noch nicht, weil solange du da bist, besteht Hoffnung, sie zu besiegen...

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@Criss953

lange, sehr lange (bleibst du), es ist nur eine Phase, nicht das Ende

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@CliffBaxter

Warum kann es nicht einfach das Ende sein, warum kann ich mich nicht einfach umbringen, dann wäre endlich Alles vorbei

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@Criss953

weil du erst am Anfang stehst (ohne es zu sehen), wenn du es aber siehst, wirst du glücklich sein. Du willst doch nicht gehen, ohne glücklich gewesen zu sein. Wo ist da der Sinn.

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@CliffBaxter

Es gibt generell keinen Sinn.... in den letzten Jahren ist mir so viel passiert... so viele Sachen, von denen ich nie gedacht hätte ich würde sie überleben... jeden Tag wache ich mit dem Gedanken auf, dass Alle besser ohne mich dran wären und jeden Tag gehe ich mit diesem Gedanken zu Bett... ich hab keine Lust mehr... ich bin von so vielen Leuten verarscht worden und jedes Mal wenn ich versucht habe mich irgendwie zu öffnen ist es immer schlimmer geworden, also wozu soll ich mir die ganze Scheiße die viele „ein schönes Leben“ nennen noch antun?

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@Criss953

du steckst in einem Tal, welches von einem Dämon bewacht wird. Gib ihm nicht das, was er verlangt. Er hasst es, dich glücklich zu sehen.

Dazu musst du aufstehen und eine Faust machen. Die Leute, die dich verarc**t haben und das was passiert ist liegt hinter dir. Jede Lebensphase hat ihre Herausforderungen aber auch ihre guten Seiten.

Du bist nicht hierher gekommen um es jetzt zu beenden. Das Leben wird schön, wenn du es willst, es hat noch unendlich viele Seiten, die darauf warten, dass du sie eroberst. Mach den ersten Schritt, lass nicht den Dämon über dich entscheiden, sondern entscheide du über ihn.

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@CliffBaxter

Und was ist, wenn ich will, dass er für mich entscheidet?

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@Criss953

Es wäre so schön einfach zu gehen, den einfach Weg zu nehmen...

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@CliffBaxter

Du kennst mich doch nicht mal... es könnte ja auch sein, dass ich eine grauenhafte Person bin und es verdient habe

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@Criss953

mh, mh, ich spüre, dass du das nicht bist. Nein, das hast du nicht verdient.

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@CliffBaxter

Doch das habe ich, ich habe jeden in meinem Leben enttäuscht...

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@Criss953

mh, mh, das ist nicht schlimm. Du kannst nur andere bewegen, wenn du selbst leuchtest und stark bist. Da du das nicht warst, kann es dir niemand zum Vorwurf machen. Es macht dich also nicht schlechter.

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@CliffBaxter

Ich bins noch immer nicht und werde es auch nie sein...

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@Criss953

ich glaube schon, überleg was du dann alles zurückgeben könntest, wäre das nicht ein gutes Gefühl

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@CliffBaxter

Was soll ich zurückgeben? Die Trauer, die Wut, die Verzweiflung? Das Gefühl nicht genug zu sein, nicht wertvoll zu sein? Jeden Tag weinend einzuschlafen und sich einfach nur zu wünschen, nie mehr aufzuwachen?

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@Criss953

mh, mh, das nicht, etwas schönes, wenn es in deinem Inneren auch schön sein würde. Der Sieger wird dein Wille sein, weiterzumachen und dein Leben in die Hand zu nehmen, wie du es willst, er wird sie alle beugen, die Trauer, die Wut und auch die Verzweiflung. Wenn du einen unbekannten Weg gehen willst, dann frage jemanden, der ihn bereits gegangen ist. Deswegen ist es wichtig, dass du ihn nicht alleine gehst. Dann wird es klappen.

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