Lernen mit Musik | Neurologe vs. Pädagogen | Mathe vs. Sprachen?

Hey ->

Bevor ihr die Frage voreilig missversteht, bzw. antwortet - lest sie euch durch. Danke dafür ;) Meine eigentliche (explizite) Frage kommt unten, da ich erstmal ausholen muss!

Vorwort:

Lernen mit Musik als Hilfe ist ein umstrittenes Thema und im Internet findet man verschiedene Ergebnisse (- mit Quellbezüge auf sämtliche Authoritätspersonen oder Studien), aber eines steht fest und das wollten bestimmt viele von euch direkt antworten (ohne es euch zu unterstellen - nur Vermutung) Also, was die meisten denken:

"Es hängt vom Lerntyp bzw. Lernenden ab, ob Musik ihm/ihr hilft oder nicht"
Denn: Schlussendlich ist es ja sowieso dem Studenten überlassen zu entscheiden, ob er mit oder ohne Musik im Hintergrund lernen will oder nicht. Manche sagen es hilft ihnen bei der Effizienz oder Konzentration, andere wiederum sagen, dass es sie ablenkt und nervös macht. Ich denke, dass dies jeder für sich am besten weiss, besser als ein Wissenschaftler

Was auch noch oft zusätzlich behauptet wird:

Auch kommt es auf den Musikstil / Musiktyp an, welcher hilft oder nicht.

Denn nun ist es so. Als ich beim Neurologen war hatte der mir erzählt,

dass es nicht auf die Person ankommt und nicht auf den Musikstil *,

sondern auf etwas anderes (darauf komme ich gleich) -> D.h erstmal, dass er ja eigentlich dem widerspricht, was die meisten Leute im Internet usw. behaupten.

Die Antwort bzw. Aussage meines Neurologen war: "

*und nicht auf den Musikstil...Es kommt auf den Lernstoff an. Ist das zu lernende etwas mathematisches, wie Mathematik, Chemie, Physik etc... also alles, was das logische Denken fördert und beansprucht, so folgt dieses Denken einem Rhytmus und da ist Musik durchaus ein Faktor, welcher beim Lernen zur Effizienz und Konzentration helfen kann"
Geht es aber um Auswendiglernen oder Lesen, bsp. Vokabeln, so ist Musik bei jeder Person ein Faktor, welcher die Effizienz und Konzentration verschlechtert.

Meine Frage lautet: "Stimmt die Aussage meines Neurologen, bzw. hat er recht, hat jemand mal dasselbe gehört, findet jemand gut verquellte Internetausschnitte dazu, kennt sich jemand da genauso gut aus usw". -> Noch keine Zeit gehabt mit ihm genauer darüber zu quatschen - er ist halt viel beschäftigt.

DANKE UND MFG

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Hi. Also wissenschaftlich ist das Thema nicht geklärt. Wir wissen, dass es bei manchen Personen hilft und bei anderen nicht. Ich würde das viel über die Motivation erklären: Es braucht Menschen, die "am Ball" gehalten werden müssen und Musik hilft ihnen, länger zu lernen bzw. nicht so schnell mit den Gedanken wo anders oder frustriert zu sein. Viele Studien nutzen jedoch Experimentalsettings, bei denen binnen z.B. 30 Minuten Lernzeit unterschiedlichste Menschen mal Musik und mal keine Musik bekommen - Dabei zeigen sich keine generellen Vor- oder Nachteile.

Also: Die Psychologie sagt, dass es nicht pauschal gut oder schlecht ist, sondern jeder für sich selbst entscheiden muss. Fakt ist aber: wer laut seinen Lieblingssong hört und dabei nicht mehr lernt, der ist natürlich abgelenkt. Das ist deutlich was Anderes, als leise plätschernde Hintergrundmusik.

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Hallo! Ja, frag doch mal nach einer Überweisung zu einer Therapie. Dort wird binnen der ersten 4 Sitzungen geschaut, ob es eine Diagnosis gibt.

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Kann eine Sozialarbeiterin mir einen Termin bei meinem alten Psychotherapeuten machen oder ist das verboten?

ich habe vor 2 Jahren bisschen im Internet recherchiert und mir ist aufgefallen, dass ich alle „Symptome“ von Depressionen habe. Ich habe immer alles gut geredet und meinte, dass es nur die Pubertät ist, aber ich habe das Gefühl, dass alles nur noch schlimmer wird ( bin mittlerweile schon 16).

Ich habe vor paar Tagen nach langem nach denken, mich getraut Hilfe bei einer Schulsozialarbeiterin zu holen, aber seit Tagen nichts von ihr gehört. Ich habe keine Zeit mehr zu warten, weil meine Noten durch das ganze immer schlechter werden udn ich auch dieses Jahr meine Prüfungen habe.

Ich weiß zwar nicht ob das jz so wichtig ist, aber ich lag schon mal vor mehr als 2Jahren in der Intensivstation, wegen selbstmord Versuch. Damals war es eher wegen familiären Problemen. Nach ca, einem halben Jahr, hat sich von heute auf morgen alles verändert.

Irgendwas stimmt nicht mit mir. Habe sogar meine Ärztin gefragt ob sie mein Blut checken kann, weil ich immer erschöpft bin und mir die Energie fehlt, aber bin kerngesund.

Ich kenne eine Sozialarbeiterin, die aber nicht mehr auf unserer Schule ist. Glaubt ihr ich kann sie fragen, ob sie einen Termin für mich machen kann, weil ich es einfach selber nicht schaffe. Zur Not könnte auch mein Halbbruder einen Termin machen, aber ich will eigentlich ungern, dass jmd aus meiner Familie das weiß.

Sorry für diesen langen Text und Danke an die, die sich das durchgelesen haben !!!

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Hi!

Darf ich mal fragen: Du könntest auch zu Deinem Hausarzt/ Kinderarzt gehen und dort fragen, ob Du eine Überweisung bekommst bzw. einen Therapeuten empfohlen bekommst. Hast du das mal probiert? Ich finde auch gut, wenn Du noch mal der Sozialarbeiterin der Schule schreibst.

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Hi Josh,

iwie mischt sich in dieser Frage ja: "wirken Impfungen?" vs. "warum tragen wir einen MNS"?

Zu Impfungen: ja, sie wirken. Dafür gibt es sehr breite Studien. Auch wenn sie nicht zu 100% einen Schutz gewährleisten, reichen >90% für eine Herdenimmunität und Ausrottung einer Krankheit (das ist das Problem mit Masern: weil es noch immer Leute gibt, die das verweigern, gibt es keine 90%-Abdeckung und auch keine Ausrottung. Leider.).

Zum MNS: Wir versuchen die Ansteckung zu verringern, weil es auch noch keine Therapie (also Medikation im Falle einer Erkrankung) gibt. Bei Diphterie, Masern und oft auch Keuchhusten sind besonders Kinder erkrankt, die ein besseres Immunsystem haben als Alte (die bereits immun waren). Auch hier kam es zu schweren Folgen der Erkrankung und heute sind diese Fälle meldepflichtig und werden ebenso isoliert. Masken gab es damals (z.B. 60er) in der Hülle und Fülle noch nicht, dass man sie einsetzen könnte. Ergo: Wenn wir wissen, wie Corona zu behandeln ist und es ggf. auch eine Impfung gibt, wird die Maskenpflicht wieder runtergefahren.

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Hi. Muss mal kurz einen Mythos brechen: es gibt nicht viele Narzissten.

Es gibt einfach nur viel Laien-Literatur, die halbschlau was von Narzissmus erzählt, weil Laien sich gerne als Opfer sehen (Buchempfehlung: das Opfer ist der neue Held) und Narzissmus im Volksmund wie eine A**schloch-Erkrankung verstanden und geliebt wird. Bücher/ Artikel, die das schön reißerisch umschreiben, verkaufen sich einfach gut.

Narzissmus ist ein kompliziertes und sehr seltenes Krankheitsbild. Es stammt aus der Tiefenpsychologie und kann auch nur dort sinnvoll diagnostiziert werden & gilt dort als nicht behandlungsfähig.

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Welche psychische (Persönlichkeits-) Störung ist das?

Mein Freund ist ein sehr liebevoller, fürsorglicher Mensch, will dass wir fair miteinander umgehen, unterstützt mich bei allem was ich mir in den Kopf gesetzt habe und ist nahezu perfekt. Leider gibt es auch Schattenseiten in unserer Beziehung die mich sehr verändert haben und mich belasten. Er wurde schon als kleines Kind stark körperlich misshandelt von seinem Vater (ob auch sexuell weiß ich nicht), hat deswegen als Kind gestottert und ist durch die Schläge auf einem Ohr fast taub. In der Schule wurde er deshalb viel gemobbt, jedoch wusste er sich schon immer zu wehren, zeigte sich stark vor anderen Kindern und setzte sich auch für andere ein. Mit ihm ist nicht zu spaßen, wenn ihm einer dumm kommt. Bis heute nicht. Ich bewundere das sehr, da er doch so eine schlimme Vergangenheit hatte. Seine Mutter ist bis heute für ihn sein Heiligtum und er liebt und vergöttert sie über alles. Er kommt generell besser mit Frauen als mit Männern klar. Von außen zeigt er sich stark, von innen ist er sehr sensibel und zerbrechlich. Oft stürzt er sich in kleine Projekte und verschließt sich komplett, konzentriert sich nur darauf und es ist schwer mit ihm über solche ernsten Themen zu reden. Er ist eigentlich ein sehr lebensfroher Mensch, hat aber einen festen Freundeskreis und vertraut auch nur wenigen Menschen. Dinge die ihn beschäftigen behält er meist für sich, oder er redet nur mit mir darüber. Er wird sehr schnell eifersüchtig und misstrauisch und scheint generell ein starkes Vertrauensproblem zu haben. Trotz alledem lügt er ständig. Schon bei den kleinsten Sachen, die gar keinen Sinn ergeben oder unwichtig sind, lügt er wie ein Kind. Zu Beginn unserer Beziehung gab es außerdem einige Vorfälle mit Frauen, wodurch mir klar war, der er ein falsches Spiel mit mir spielte. Er stieß jedoch immer alle Schuld von sich und ich habe ihm später verziehen. Wenn wir uns streiten wird er extrem manipulativ und dreht den Spieß um, sodass ich mich immer schlecht fühle am Ende. Generell sieht er kaum eigene Fehler ein und scheint auch manche Probleme regelrecht abzublocken und nicht verstehen zu wollen. Er ist so liebevoll und verletzlich und ich weiß dass ich sehr wichtig für ihn bin. Jedoch sind Dinge vorgefallen die ich einfach nicht nachvollziehen kann und nicht verstehe. Ich weiß dass seine schwierige Art mit seiner Vergangenheit zu tun hat und dass er psychisch nicht gesund ist. Ich würde gerne mehr über ihn erfahren und würde gerne wissen ob er eine Persönlichkeitsstörung hat, weiß jedoch dass er niemals zu einem Psychologen gehen würde. Vielleicht kennt sich hier einer mehr damit aus.

Wir sind seit sechs Jahren zusammen und die Beziehung ist meist schön, aber auch sehr toxisch und mein Vertrauen & meine eigene Psyche leidet sehr darunter. Vielleicht kennt sich jemand in diesem Feld aus und kann mir helfen ihn besser zu verstehen. Über eine Trennung denke ich oft nach, jedoch liebe ich ihn sehr und möchte ihn vorher einfach besser verstehen bevor ich es bereue.

LG

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Hi Sunshine!

Wenn ich Deine Frage lese, sehe ich darin eigentlich 3 zentrale Fragen: Was ist "toxisch"? Was hat er für eine Störung? Was ist mit Dir los?

Der Begriff "toxisch" wird seit ca. 1 Jahr extrem häufig verwendet. Viele Menschen haben plötzlich den Eindruck, in giftigen/ schädlichen Beziehungen zu hängen: zu Partnern, zu Arbeitgebern, zu Freunden, in WGs, etc. Das passiert regelmäßig, dass irgendein komischer Begriff wie die letzte Kuh durchs Dorf getreten wird. Jede Beziehung hat immer toxische Seiten, das ist ziemlich normal. Nicht alles im Leben ist unangenehm und bei Streits ist es Natur der Sache, dass man sich auch gegenseitig schaden will. Es ist aber vor allem ein völlig schräger Begriff, denn er sucht die Schuld immer bei dem Anderen. Man tut ja so, als sei der Andere der Böse und man selbst sei Opfer. Dabei wird relativ klar: dieses toxische Thema zieht Dich ja in dem Fall magisch an. Irgendwie "brauchst" Du das scheinbar, so intensive Gefühle. Schmerz ist natürlich auch was tolles, was uns sinnstiftend erfüllen kann. Also zum Begriff toxisch: es geht um zwei Seiten, die sich gegenseitig abstoßen und anziehen - am besten fängst Du an Dich zu fragen, wieso Dir das so gefällt und was Dich da so drinhält.

Was hat Dein Freund für eine Störung? Puh, das kann Vieles sein. Angefangen von einer posttraumatischen Belastung, über Anpassungsstörung, etc. etc. etc. Eine Persönlichkeitsstörung ist ein kleiner Teil der psychischen Erkrankungen und ist aus dem Bereich der schwereren Erkrankungen. Es geht nicht, per Ferndiagnose. Erstrecht nicht, wenn wir die Beschreibung zu ihm nur über Dich kennen. Aber es macht auch keinen Sinn, dass Du jetzt einen Begriff dafür findest. Der hilft Dir nämlich nicht. Dann findest Du vielleicht ein paar Diagnosekriterien oder Muster - dann ist das aber wie ein Horoskop: Du wirst in Zukunft nur noch diese Muster bei Deinem Freund suchen wollen und das würde sich auch alles bestätigen... ABER es würde sich nicht ändern. Deshalb macht ein Label keinen Sinn: er müsste ja eine Therapie machen wollen, denn dafür ist eine Diagnose nur sinnvoll...

Ich hab ja schon geschrieben, dass "toxisch" auch heißt, dass es DICH immer mit betrifft. Das heißt Du müsstest Dir mal selbst Fragen stellen: wann kann ich wie offen mit ihm reden? Warum will ich ihn eigentlich immer nötigen über seine verletzlichen Seiten zu sprechen? Warum grenze ich mich nicht davon ab, wieso will ich ihn retten? Wie kann ich auf meine eigenen Themen schauen? Wo provoziere ich manchmal auch einen Streit und Lügen? Wo gebe ich den Anschein, dass Druck herrscht und er deshalb Lügen produziert? Wo werde ich wie magisch von Streit angezogen? Warum gehe ich nicht bzw. entziehe mich bestimmten Situationen? Wann ist es für mich eigentlich schädlich, weiter in den Konflikt hineinzusteigern...

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Hi Tufan. Strittiges Thema, ehrlich gesagt und die Bemessung ist unglaublich schwer, weil beide Seiten (die konsumierenden Fans von Gras sowie die Gegner) jeweils irgendwelche Studien und Argumente anführen, die an und für sich erst mal logisch aussehen.

Ich hab Mehreres davon gelesen, weiß ehrlicherweise nicht ob Cannabis vielleicht therapeutisch unterschätzt ist - dennoch bin ich relativ klar darin, dass Graskonsum idR nicht nützlich, sondern schädlich ist. Der Großteil der Studien belegt das in dieser Form - und mein alltäglicher Eindruck auch.

An die Community: ich möchte nicht (schon wieder) diskutieren. Ihr mögt das anders sehen, dann verfasst gerne einen eigenen Beitrag.

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Gibt in der Theorie 2 kleine Unterscheidungen:

  • HochSENSITIV: Besonders stark Reize aus der Umgebung wahrnehmen
  • HochSENSIBEL: besonders emotional von Reizen aus der Umgebung betroffen sein.

Beide Konzepte sind in der Psychologie nicht klar abgegrenzt, denn angeblich fallen 30% darunter - damit wäre das ziemlich nah an der Normalität. Die Psychologie hat zum Problem, Vieles als Erkrankung/ Einschränkung zu diagnostizieren, was eigentlich völlig normal ist.

Ergo: behandle die Person bitte einfach normal. Du behandelst ja auch nicht jede 3. Person in Deinem Alltag anders, oder?

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Magst Du vielleicht etwas konkretisieren, was Du genau damit meinst bzw. was geschehen ist? Dafür ist dieses Forum ja weitestgehend anonym...

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Hi!

Was sind denn die Themen, die gerade angegangen werden sollen? Bzw. Diagnosen? Warum sind die stationären Aufenthalte nicht geglückt, woran lag es? Mit wem stellst Du gerade diesen Antrag? Gemeinsam mit Therapeut(in)?

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Leben in einem anderen Körper?

Hallo liebe Community 🙋

von meiner befreundeten Nachbarin, lebt ihre 15 jährige Tochter in einem anderen Körper. Als sie es den Eltern mitteilte, brach meine Nachbarin in Tränen aus und schiebt wie so eine Psychopatin Stress, sie ist meiner Meinung nach, mit der Situation ihrer Tochter völlig überfordert. Das kannte ich von ihr so überhaupt nicht. Der Mann gibt seiner Frau die Schuld dafür, da sie die gemeinsame Tochter nicht richtig erzogen habe. Die Tochter ist jetzt bei mir und völlig zerstört, weiß nicht wie sie sich verhalten soll. Sie schämt sich dem Papa gegenüber. Ich möchte ihr helfen und die Unterstützung geben, die sie nun in dieser Situation braucht.In wie weit darf ich dem Mädel seelisch wie auch psychisch helfen ohne das die Eltern mir Schwierigkeiten bereiten können. Denn von der Mutter kann sie in der Hinsicht kaum Hilfe erwarten, die hatte sich so dareingesteigert, bis ärztliche Hilfe kommen musste, der Vater wird dem Mädel auch keine Unterstützung geben, da er sehr streng katholisch ist und das nicht akzeptiert, das seine Tochter im falschen Körper lebt. Ich persönlich kann das Verhalten dieser Eltern nicht verstehen, meine Ansicht nach, übermitteln sie ihrer Tochter noch ein schlechtes Gewissen. Ich habe sie schon in meine Arme geschlossen und das Gefühl übermittelt, das ich für sie da bin und alles versuche, ihr zu helfen, damit sie mit dieser Situation für sich klar kommt. Die Tochter ist sehr sensibel und ich habe Angst, das sie alleine nicht klar kommt. Welche Wege kann ich begleitend mit ihr gemeinsam gehen, außer noch eine Jugendpsycholigin mit ins Boot zu holen?! 🤔

VlG und danke, für Eure hilfreichen Antworten! 😊

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Hi. Ja, schwierige Situation.

Also wichtig ist, dass Du in einer versöhnlichen Rolle auftrittst. Sie sollte Dich als einen Ort erleben, der nicht zu Polarisierungen/ Konfrontation/ Anstachelung führt, sondern eher sanft ist, beschwichtigt, Druck rausnimmt. Also vielleicht auch nicht bestärken in irgendeiner Rolle, sondern eher akzeptieren.

Ich kann den Fall nicht einschätzen, dafür kenne ich sie zu wenig - mit 15 ist aber eben eine Persönlichkeit nicht fertig. So etwas kann (!) phasenweise sein - dann ist wichtig, dass auch hier ein weg zurück möglich wird und nicht dass der einzige vertrauliche Punkt in ihrem Umfeld das nicht zulässt, weil die rebellische, neue (Geschlechter-)Rolle so bestärkt wurde.

Ja, ich finde den Weg zu einem Jugendtherapeuten gut. Vielleicht gibt es sogar jmd. mit Spezialisierung in der Gegend?

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Hi - was genau ist daran toxic? Glaube Du verwendest den Begriff bisschen falsch, oder?!

Er sagt ja erst mal nur, was für ihn okay ist und was nicht. Und es ist völlig in Ordnung, wenn Partner etwas nicht schön finden - so sehr, dass es für sie ein Trennungsgrund ist. Er ist eigentlich auch keine Begründung schuldig bzw. muss das nicht kausal darlegen - also die Vergleiche zur Religion sind irgendwie unnötig (hey, ist bisschen was anderes als TikTok, oder? Und wenn Du TikTok mit Religion gleichsetzt, klingt das nach kraaaaassser social-media-abhängigkeit!).

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Ja, das ist sinnvoll.

Die Frage ist: Sinnvoll wofür? Für die Behandlung einer Erkältung oder Grippe? Super! Für die Behandlung von Knochenkrebs? Nicht sinnvoll...

Der Placebo wird weitestgehend unterschätzt, obwohl Studien sehr klar zeigen wie wirkvoll er ist. In der Klinik wird deshalb immer (!) gegen ein Placebo getestet, wenn neue Medikamente zugelassen werden, da der Placebo ein solch starker Effekt ist.

Also: Ja sicherlich wirkt und hilft er, aber bei schweren Erkrankungen sollte auf gute Wirkmechanismen gesetzt werden.

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Also ich definiere das mal mit Freud. Freud hatte die Haltung, dass alles, was nicht Missionarsstellung zum Nachwuchs-Zeugen pervers ist. Pervers meint übrigens übersetzt nur "anders". Und er war der Auffassung, dass jeder pervers sein sollte, weil er dies für gesund hielt. Er hatte damals noch keine festen Kategorien (ich finde es übrigens verrückt, dass man immer neue Schubladen dafür aufmacht), sondern er hatte Sexualität immer als etwas verstanden, was man heute so und morgen so ausleben kann. Und ehrlicherweise verändert sich das auch, insbesondere in Reifungsphasen.

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Wie kann ich meiner Mutter in der Beziehung zu meinem Vater (Narzist?) unterstützen (Achtung ist etwas länger)?

Danke im Voraus für alle Gedankenansätze und Antworten die ich hiermit vielleicht erreiche.

Stetig und schleichend wurde mein Vater nun über Jahre zu einer sehr schwierigen Person und zeigt sehr narzisstisches Verhalten. Er ist in seinen Fünfzigern, trinkt und raucht jeden Tag (keine Ausnahmen, circa 3 - 7 Bier am Abend plus eine halbe bis manchmal dreiviertel oder ganze Flasche Schnapps am Wochenende), Er ist sehr auf sich selbst bezogen, lässt in Unterhaltungen kaum jemanden zu Wort kommen, unterbricht gerne und reden generell sehr gerne über sich und seine Arbeit und ist kaum bis garnicht bereit für emotionale Gespräche.

Er hat einen gut bezahlten Job und lebt mit meiner Mutter und meinem jüngstem Geschwisterkind (14j.) in einem Haus zusammen und kümmert sich praktisch nur um seine Arbeit, kommt abends nach hause und trinkt dann.

Die Beziehung die er mit meine Mutter hat kann man kaum eine Partnerschaft nennen denn obwohl sie den umfangreichen Haushalt und die Finanzen schmeisst und jeden Abend kocht ist mein Vater kein wirklich dankbarer Mensch. Er hat diese irrationalen Macken dass jedesmal wenn Sie in seinen Augen etwas falsch macht ( kann sowas sein wie das "falsche" Essen kochen, zu spät nach Hause oder ins Bett kommen oder wenn sie den Schnaps oder das Bier vergessen hat zu kaufen) dann schweigt er sie an/ ignoriert, manchmal mehrere tage lang ... praktisch wie ein Kleinkind. Er würde den Konflikt nicht suchen und ist auch sonst nicht offen für emotionale Gespräche. Er wurde noch nie gewalttätig oder sonstiges aber tendiert stark zum Brüllen und manchmal auch Beleidigungen.

Meine Mutter hat sich leider an diesen immer schlimmer werdenden Umgang gewöhnt. Sie sagt oft dass sie einfach mal abhauen will um zu sehen was er dann macht und ob er sie dann mehr schätzt aber sie weiss genau so gut wie ich dass sie das nicht tun würde besonders weil sie ja auch noch ein Kind zuhause hat. Auch wenn Sie schonmal von Trennung sprach sieht es auch nicht danach aus als würde das passieren.

Problematisch ist dass ich und mein grosser Bruder schon ausgezogen sind und im Ausland wohnen, also nicht immer auf die schnelle vorbeischauen können und durch die Pandemie haben wir länger nicht mehr kommen können. Ich weiss wie sehr ihr unsere Anwesenheit hilft also suche ich das Telefonat (sie tut das nicht von alleine) oder Videogespräch aber ich kann sie dann nicht vor dem Alltag schützen wenn er mal wieder seine Macken hat... Ich finde irgendwas muss sich drastisch ändern und langsam gehen mir die Ideen aus.

Wir haben versucht das Gespräch zu suchen um ihn in Therapie zu schicken, findet er lächerlich sowas und wird nur wieder distanziert. Auch zum Arzt haben wir ihn geschickt um zu sehen ob ihm vielleicht was fehlt aber wonach suchst man da überhaupt? Und wie macht man dem Arzt klar etwas zu suchen/ zu empfehlen, denn es ist ein erwachsener Mann. Kam alles normal zurück.

Ist sowas überhaupt Narzissmus? Was kann ich tun aus meiner Position?

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Hi!

Also Narzissmus ist im Internet das neue A*R*schlo*ch-Label geworden. Zumindest lesen einige halbherzig irgendwelche Blogartikel und meinen dann bei Menschen, die sie nicht leiden können, einen Narzissmus zu diagnostizieren. Das ist Quatsch und hilft nicht weiter.

Du kannst Deine Mutter unterstützen, indem Du da bist für sie. Aber: du musst in erster Linie gucken, dass es Dir gut geht. Viele Betroffene gehen nicht aus solche Beziehungen raus bzw. entwickeln sogar Muster danach in genau solch einer Beziehung wieder zu landen. Deshalb kannst Du sie nicht rausdrängen, sondern sie müsste es von selbst wollen - dabei wiederum kannst du sie unterstützen. Und guck, dass sie sich auch mit ihrem Freundeskreis trifft. Sie sollte ihre sozialen Kontakte nicht einbrechen lassen, die sind wichtig.

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Ist es nicht irgendwie schräg, sich darauf vergleichen zu wollen wer die "krassere" Erkrankung hat?

Ich glaube zwischen Borderline und Borderline gibt es deutliche Unterschiede. So ist ein gebrochenes Bein und ein anderes gebrochenes Bein eben auch nicht gleich. Da gibt es schlicht unterschiedliche Arten/ Spielformen. Hast Du schon mal überlegt ob das Gefühl nicht genug (krank) zu sein auch Teil der Erkrankung ist?

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Hi Geschi, da ja relativ viele pauschalisierte Unterstellungen drin. Magst du das vielleicht weniger provokant schreiben und uns erzählen, was Dir passiert ist? Du wirkst irgendwie einfach nur sauer - aber Bashing macht es ja nicht besser. Was los, erzähl mal!

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Hallo Herr Meier,

entschuldigen Sie, die Mail kommt sicher überraschend. Schon etwas länger kämpfe ich mit dem Essen und zeitweise sehr dunklen Gedanken, die ich nicht los werde. Ich schreibe Ihnen in der Hoffnung, dass Sie mir weiterhelfen können, an wen ich mich mit solchen Fragen wenden kann.

Viele Grüße,

XYZ

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War sie eine verdeckte Narzisstin?

Guten Tag,

Meine Frau hat sich von mir nach mehreren Jahren ehe getrennt. Wir haben zwei gemeinsame Kinder, die mittlerweile bei ihr wohnen.

Ich will jetzt gar nicht so viel auf die einzelnen Merkmale oder Macken eingehen, sondern nur wissen, ob auch andere Erfahrungen damit gemacht haben.Ich meine ich kann nicht der einzige gewesen sein, der mit einer verdeckten narzisstin verheiratet war.

Ich weiß auch, das sich narzissten nicht hinterfragen, dennoch tuhe ich es und frage mich ob ich das Problem bin bzw war. Vielleicht ist es selbstverarsche, denn wenn ich es hinterfrage kann ich es ja nicht sein und bin das "Opfer".

Ich habe seit 3 Jahren psychische Symptome, ich hatte ein Ärzte Marathon hinter mir, anscheinend bin ich gesund, fühle mich aber als ob ich bald sterben müsste.

Ich war vor der ehe ein glücklicher Mann, gesund, gepflegt und voller Lebensenergie. Heute fühle ich mich ob die ganze Energie nur noch reicht um nicht umzukippen um danach nicht einfach liegen zu bleiben.

Ich habe genau so viele Fehler gemacht, ich bin bei weitem nicht unschuldig. Habe Sachen gemacht die ich selber von mir nicht erwartet hätte, war manchmal von mir selber angeekelt.

Ich könnte sagen, dass sie mich dazu gebracht hätte aber das wäre nicht ehrlich mir gegenüber.Denn am Ende hatte ich die Entscheidung und Kontrolle über mich in der Hand.

Wenn ich das Problem war, will ich nicht so ein Mensch bleiben. Wenn sie es war, will ich ihr nicht mehr hinterher trauern und jede Nacht mit panikattacken aufwachen und in der Wohnung auf und ab laufen.

Die Postet ständig Bilder von sich, die mir sagen sollen "guck mal, ich bin viel glücklicher ohne dich". Ich habe nicht einmal die Kraft zum essen aber sie tanzt auf irgendwelchen Feiern, geht zum Sport und und und. Bin ich wirklich so leicht zu vergessen, all die Jahre und Erinnerung, haben die keinen Wert? Wie geht sowas?

Sie sagt zu mir finde dir eine neue, die dich glücklich mach und du sie. Das würde sie anscheinend ebenso glücklich machen, wenn ich es bin. Obwohl sie mir noch paar Wochen am Telefon weinend erzählt, sie hätte die Liebe ihres Lebens verloren. Ich habe das Gefühl, ich kann keine andere Frau anfassen außer sie, ich will und tuhe es auch nicht, weil ich kein Stück Interesse daran habe.

Ich habe das Gefühl sie will mich fertig machen, mit ihrer Glückseligkeit und Gleichgültigkeit.

Mein Kopf ist beneblt...

Ich hoffe jemand versteht mein Problem..

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Hi.

Also zum Narzissmus: Dabei handelt es sich um eine sehr seltene psychische Erkrankung aus dem Bereich der Persönlichkeitsstörungen. Im Moment ist im Netz diese Krankheit im Netz, weil sie den schönen Beigeschmack von "Ars*hl*ch" enthält und gerne genutzt wird, um aus Expartnern täter zu machen. Dabei haben die meisten Leute gefährliches Halbwissen von der Erkrankung und verteilen diesen Stempel einfach so. Ob wir Dir dabei helfen wollen? Sicherlich nicht.

Du hattest eine Ehe, Du scheinst sehr hineingerutscht und auch eine Abhängigkeit von ihr entwickelt zu haben und versucht nun Abgrenzun. Das schaffst Du aber nicht, indem Du sie als Täterin mit A-Stempel versiehst. Sondern eher, indem Du endlich mal auf eigenen Beinen stehst, ihr nicht mehr hinterherschaust usw.

Du bist (und das ist wie ein zweites Thema) zusätzlich in Deinem Leben etwas vor die Wand gefahren. Über allem liegt der Schleier der Erschöpfung. Statt dass Du eine Psychotherapie beginnst läufst Du von Arzt zu Arzt. Das ist übrigens etwas, das viele Männer durchmachen: bevor sie an möglicherweise "weiche" Formen der Erkrankung denken, wird erst jedes Organ gecheckt. Das ist übrigens etwas, das ich Dir dringend raten würde: Psychotherapie. Dadurch kannst Du lernen wieder selbst stabiler zu stehen und auch Abgrenzung zu Deiner Ex zu finden.

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