Soll ich meiner Freundin von der Magersucht erzählen?

Hallo, ich habe eine Frage, für die ich etwas weiter ausholen muss, also macht es euch gemütlich. Ich schreibe einfach mal, was passiert ist.

Also, mal ganz zu Anfang: ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass ich fast in die Magersucht reingerutscht wäre, Ich weiß, vermutlich würde eine magersüchtige Person das nicht so sagen, aber egal.

Erst habe ich mich sehr ausführlich über das Thema Anorexie informiert. Ich wollte so aussehen, wie eine Person aus einer Serie. Diese ist allerdings magersüchtig. Aber ich fand sie schön. Dann habe ich angefangen, ich mehrmals am Tag zu wiegen. (Momentan w/15 1,68m/56,5 kg; meine Freundinnen wiegen alle bedeutend weniger :/)

Irgendwann habe ich angefangen, in der Schule nichts mehr zu essen. Zu Hause habe ich aber manchmal noch was gegessen. Deshalb habe ich ein wirklich schlechtes Gewissen. Ich habe Angst, dass ich all das unterbewusst nur für Aufmerksamkeit getan habe. (Zur Erklärung: Ich habe eine Freundin, die alles dafür tut um im Mittelpunkt zu stehen, ich möchte nicht so sein wie sie) Aber wen ich essen würde, hätte ich das Gefühl, dass alle denken, ich würde das eh nur für Aufmerksamkeit machen. Außerdem fühle ich mich, als würden alle, die mich essen sehen, denken: "Wieso isst sie denn so viel?" Hinzu kommt, das ich, wie soll ich sagen, es gar nicht sooooooo schlimm fände, magersüchtig zu sein bzw. deswegen behandelt zu werden. Vielleicht liegt das daran, dass ich lange Zeit meinen Freundinnen mit ihren Problemen geholfen habe, obwohl ich selbst welche hatte. Aber diese erschienen mir nicht so wichtig. Das klingt egoistisch, aber vielleicht möchte ich unterbewusst einfach nur mit jemandem reden. Ich habe irgendwann angefangen, wenn ich alleine war, so lange wie möglich nichts zu essen und saß teilweise 1,5 Stunden am Tisch und habe überlegt, ob ich esse. Ich habe so kalt geduscht, dass mir schwindelig war und ich Kopfschmerzen hatte, habe auf nüchternen Magen 100 Hampemänner gemacht. Allerdings war ich nie untergewichtig und habe es nie geschafft, länger durchzufasten.

Ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich einfach mit jemandem reden möchte. Die Person, die in Frage käme, wäre meine BFF. Sie versteht allerdings Menschen mit Anorexie nicht und denkt teilweise vielleicht auch nicht objektiv darüber. Ich habe Angst, dass sie sich danach von mir abwendet bzw. sagt, ich solle mich nicht so anstellen.

Meine Fragen:

  1. War bzw. bin ich schon magersüchtig, auch wenn ich nicht untergewichtig bin und es nur Gedanken sind?
  2. Soll ich meiner BFF davon erzählen?
  3. Wenn ich ihr davon erzähle, hatte ich vor einen Brief zu schreiben, den ich ihr gebe oder ggf. vorlese, da ich spontan nie die richtigen Worte finde. Ist das kitschig oder okay?

Vielen Dank für eure Antworten! :-)

Moonlightfairy4

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Du hast doch die Frage schon mal gestellt... was fehlt Dir noch an Antworten?

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Hi. Für Treue gibt es weder Beweise noch Garantien. Sich auf andere Menschen einzulassen ist immer auch mit einem Risiko verbunden. Das gibt einem viel, kann aber auch viel kränken. So ist das Leben...

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Wie würdet Ihr mit derartigem umgehen?

So nun möchte auch ich einmal die Anonymität des Internets nutzen und mir die Meinung anderer einholen. Es ist eine sehr pikante Thematik, weswegen es mir ziemlich unangenehm und unpassend erscheint, mit Freunden, oder gar Familie darüber zu reden.

Es ist ein eher spezielleres Beziehungsproblem?

Also ich mache die Sache mal ausführlich:
Ich bin jetzt seit sechs Jahren mit meiner Freundin zusammen und wir sind sehr glücklich miteinander. Wir reden über wirklich alles und natürlich auch über unsere Bedürfnisse und Gelüste. So hat es sich vor etwa fünf Jahren ergeben, dass sie mir gebeichtet hat, dass sie sex mit ihrer besten Freundin hatte.
Ich persönlich fand das garnicht sonderlich tragisch und um ehrlich zu sein fand ich es auch ziemlich heiß (jaja, ich weiss, typisch Mann). Naja nach ausführlichem Gespräch ergab sich dann halt, dass sie es einfach mal ausprobieren wollte und es ihr gefiel. Ich hatte ihr dann meinen Segen gegeben und ja, natürlich fragte ich, ob ich mal mitmachen könne. Dies ergab sich dann im Laufe der Zeit auch hin und wieder mal und ihre anfänglichen Sorgen, ich würde dann selbstständig fremdgehen verschwanden auch schnell.

Nun sind wir in einer Beziehung, in der sie hin und wieder mal mit Frauen verkehrt und ab und an bin ich sogar dabei. Soweit so gut, jetzt fängt das Problem nämlich erst an.

Vor etwa vier Monaten traf sie sich dann doch recht häufig mit einer "Freundin". Zuerst witterte ich eine Affäre mit einem Typen und nachdem ich leider aus purer Eifersucht heraus ein wenig gestalkt habe, traf mich der Schlag. Sie trifft sich mit meiner Schwester. Ich habe sie darauf dann natürlich angesprochen und ein für mich extrem unangenehmes Gespräch kam zustande.

Sie hat mir recht offen erzählt, dass sie mit meiner Schwester schläft und sehr gut mit ihr befreundet ist. Sie kamen immer schon gut miteinander aus, aber das es in diese Richtung gehen würde, hätte ich jedoch nie gedacht. Das Gespräch was wir führten kam zu keinem wirklichen Ergebnis und verbieten wollte ich ihr auch nichts, nur läuft es sexuell jetzt ziemlich schlecht bei uns. Der Gedanke den Mund und Körper zu küssen, welcher mit meiner Schwester intim war, ist mir sehr zuwider und die Situation ist mir allgemein sehr, sehr unangenehm und es kränkt mich auch ein bisschen.

Jetzt frage ich mich, ob ich mich einfach nur anstelle und zu prüde bin, oder ob ich das schlichtweg unterbinden sollte. Ich kann mir vorstellen, dass sie das verstehen würde, aber wie sie sagte, ist das sehr reizvoll für sie und wenn es dann quasi trotzallem passiert, trotz Versprechen, dann wäre das sehr verletzend.

Naja soviel dazu, ist doch einiges an Text geworden. Ich hoffe sehr das ernst gemeinte Antworten kommen und mir keiner einen Dreier, oder ähnliches rät. Auch Schluß machen ist für mich keine Option, da ich sechs Jahre Beziehung, gemeinsame Wohnung usw. nicht wegwerfen werde.

Ich danke schonmal für eure Hilfe!

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Hi. Ich finde etwas merkwürdig, wie die Antworten immer auf "schwarz oder weiß" hinauslaufen... da ist ja doch etwas mehr Differenzierung drin.

Zunächst: Du hast früher den "Segen" gegeben. Zwischen den Zeilen scheint es fast so, als würdest Du Dich für den damaligen 3er-Egoismus etwas schämen. Das musst Du nicht. Es ist völlig legitim, so etwas auch mal mit ausprobieren zu wollen. Dann heißt ein "Dein Verkehr mit Frauen ist okay" nicht gleich, dass man mal die moralischen Grenzen bis zur Schwester ausdehnen soll. Gleichzeitig ist hier ja auch ein offener Umgang miteinander vereinbart worden; die Schwester wurde jedoch verheimlicht - ich gehe hier mal davon aus, dass Deine Freundin sehr wohl geahnt hat, dass die Schwester nicht mehr okay ist. Möglicherweise ist darin auch der große Reiz zu erkennen?

Was mir in den meisten Antworten verloren geht: Auch wer früher einmal ja sagt, darf seine Haltung ändern und nun nein sagen. Wir Menschen entwickeln uns, permanent. Sonst würden wir heute noch Kinderlieder hören wollen und unsere Geschmäcker wären stets die Gleichen. Sind sie aber nicht. Deshalb ist es legitim, die Form der Beziehung, die eine ZEIT LANG okay war, erneut auf den Plan zu rufen und zu eröffnen, dass man davon weg möchte. Das ist legitim!

Was ich Dir glaube ich mitgeben will: Lust auf einen 3er haben ist okay (schäm Dich nicht, sie hatte auch eine Menge davon)! Ja sagen ist okay. Gemeinsam Vergnügen finden ist okay. Das Verhältnis zur Schwester nicht mehr wollen ist auch okay! Sprich: Grenzen haben ist okay. Ekel vor dem Mund empfinden, der gerade die Schwester küsste, ist auch okay! Meinung ändern ist okay! Gespräch suchen ist okay!

Du kannst Deiner Freundin davon erzählen. Mit dem Wissen darum wie es Dir geht, kann sie reagieren. Wie sie reagiert, können wir hier grad nicht absehen. Es kann dazu führen, dass ihr wieder monogam werdet. Oder dazu, dass sie es nicht aufgeben will und Du vor der Entscheidung stehst es zu erdulden oder zu gehen... All diese Wege werden erst nach einem Gespräch möglich.

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Hi. Das kann hier natürlich aus der Ferne niemand einschätzen.

Ja, es gibt psychische Erkrankungen, bei welchen Betroffene Dinge erleben, die faktisch nicht da sind. Das sind oft Fabelwesen (Engel, Ratten, Spinnen...) oder Stimmen, die man hört... kann sich aber natürlich auch anders äußern.

Ja, es ist natürlich gesund, sich mit dem Kuscheltier bestimmte Situationen vorzustellen und mal zu schwärmen...

Was ist das Kriterium, ob es noch gesund oder schon krank ist? Das Kriterium fragt danach, ob Deine Freundin massive Einschränkungen ihres Alltags hat (ob sie z.B. sich nicht mehr traut rauszugehen, der Schule nicht mehr nachkommen kann, etc.) und ob sie diese verändern will (wer die Probleme nicht lösen will, kann keine Therapie machen - gegen den eigenen Willen funktioniert das nicht).

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Hi. Solch retrospektive Fragen sind schwer zu beantworten. Ehrlicherweise kann keine verlässliche Aussage darüber getroffen werden. Immer wenn es um Fragen des "warum" geht, müssen wir raten. Das ist so, auch in der Wissenschaft.

So wissen wir z.B., dass überhaupt erst in den vergangenen Jahren psychologische Erkrankungen langsam akzeptiert werden und man sich diesen zuwenden darf. Früher hat man sie eben auch versteckt. Wer diese versteckt, kommt halt nicht heraus --> Vielleicht hat also die zunehmende soziale Akzeptanz von Erkrankungen dazu geführt, dass mehr Menschen eine Therapie statt Suizid machen. Wir können es aber nicht sicher sagen, das ist eher Rätselraten.

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Hi. Ehrlich gesagt: wir Menschen sind ja unterschiedlich. Nur weil jetzt andere darauf eingehen oder es entschieden ablehnen heißt das ja nicht, dass es für DICH der richtige Weg ist. Die Entscheidung musst am Ende Du alleine treffen. Es ist übrigens beides okay: es ist okay das zu erlauben und sich auszuleben und es ist auch okay, das nicht zu wollen.

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Hi. Ich finde es nicht richtig, ihm eine Diagnose aufdrücken zu wollen. Hier ist auch nicht ersichtlich, weshalb er eine Therapie bräuchte - der Rat ist von manchen Usern hier fachlich falsch gegeben.

Für mich handelt es sich eher um eine Frage der Freundschaft: Ich verstehe meinen Kumpel nicht so richtig, der ist anders als ich und manchmal nervt mich sein Gejammer. Na klar darfst Du das mal zwischen Euch thematisieren - warum das so ist, ob ihr nicht über was anderes sprechen sollst... oder einfach, dass Du nicht so richtig was anzufangen weißt mit den Themen. WIE Du das machst, musst Du jedoch selbst für Dich rausfinden.

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Soll ich meiner Freundin von meiner Magersucht erzählen?

Hallo, ich habe eine Frage, für die ich etwas weiter ausholen muss, also macht es euch gemütlich. Ich schreibe einfach mal, was passiert ist.

Also, mal ganz zu Anfang: ich bin mir nicht sicher, aber es könnte sein, dass ich fast in die Magersucht reingerutscht wäre, Ich weiß, vermutlich würde eine magersüchtige Person das nicht so sagen, aber egal.

Erst habe ich mich sehr ausführlich über das Thema Anorexie informiert. Ich wollte so aussehen, wie eine Person aus einer Serie. Diese ist allerdings magersüchtig. Aber ich fand sie schön. Dann habe ich angefangen, ich mehrmals am Tag zu wiegen. (Momentan w/15 1,68m/56,5 kg; meine Freundinnen wiegen alle bedeutend weniger :/)

Irgendwann habe ich angefangen, in der Schule nichts mehr zu essen. Zu Hause habe ich aber manchmal noch was gegessen. Deshalb habe ich ein wirklich schlechtes Gewissen. Ich habe Angst, dass ich all das unterbewusst nur für Aufmerksamkeit getan habe. (Zur Erklärung: Ich habe eine Freundin, die alles dafür tut um im Mittelpunkt zu stehen, ich möchte nicht so sein wie sie) Aber wen ich essen würde, hätte ich das Gefühl, dass alle denken, ich würde das eh nur für Aufmerksamkeit machen. Außerdem fühle ich mich, als würden alle, die mich essen sehen, denken: "Wieso isst sie denn so viel?" Hinzu kommt, das ich, wie soll ich sagen, es gar nicht sooooooo schlimm fände, magersüchtig zu sein bzw. deswegen behandelt zu werden. Vielleicht liegt das daran, dass ich lange Zeit meinen Freundinnen mit ihren Problemen geholfen habe, obwohl ich selbst welche hatte. Aber diese erschienen mir nicht so wichtig. Das klingt egoistisch, aber vielleicht möchte ich unterbewusst einfach nur mit jemandem reden. Ich habe irgendwann angefangen, wenn ich alleine war, so lange wie möglich nichts zu essen und saß teilweise 1,5 Stunden am isch und habe überlegt, ob ich esse. Ich habe so kalt geduscht, dass mir schwindelig war und ich Kopfschmerzen hatte, habe auf nüchternen Magen 100 Hampemänner gemacht. Allerdings war ich nie untergewichtig und habe es nie geschafft, länger durchzufasten.

Ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich einfach mit jemandem reden möchte. Die Person, die in Frage käme, wäre meine BFF. Sie versteht allerdings Menschen mit Anorexie nicht und denkt teilweise vielleicht auch nicht objektiv darüber. Ich habe Angst, dass sie sich danach von mir abwendet bzw. sagt, ich solle mich nicht so anstellen.

Meine Fragen:

  1. War bzw. bin ich schon magersüchtig, auch wenn ich nicht untergewichtig bin und es nur Gedanken sind?
  2. Soll ich meiner BFF davon erzählen?
  3. Wenn ich ihr davon erzähle, hatte ich vor einen Brief zu schreiben, den ich ihr gebe oder ggf. vorlese, da ich spontan nie die richtigen Worte finde. Ist das kitschig oder okay?

Vielen Dank für eure Antworten! :-)

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Hi. Bei Magersucht gibt es kein "an" oder "aus". Wäre es eine richtige Diagnose, müsstest Du auch dringend in Therapie. Übrigens ist es total doof diese Frage zu stellen, weil Magersüchtige sich auch oft über die Diagnose freuen, getreu dem Motto "endlich habe ich es geschafft" - deshalb halte ich es ganz psychologisch: vielleicht hast Du das. Es geht in die Richtung... aber ganz sicher kann man nie sein.

Was viel entscheidender ist: Du erlebst eine gewisse Problematik. Du tust Dich mit Ernährung schwer und merkst, dass Dich das im Alltag belastet. Das reicht, damit es für Dich ein hinreichendes Problem darstellt, an welchem Du arbeiten kannst. Bei Essstörungen steht oft noch was ganz Anderes im Vordergrund als nur die Figur und das Gewicht. Zum Beispiel Kontrolle: ich kann auf das Lebenswichtige (essen) verzichten und meinen Körper trotzdem richtig zu Leistungen zwingen (Hampelmänner ohne Energie trotzdem machen). Dabei zeigt man sich, wie unabhängig man von Anderen ist - oft auch von den Eltern (oft Mütter, aber auch Väter).

Ich finde es gut, dass Du Dich damit beschäftigst. Ich finde auch richtig, sich darüber auszutauschen - vielleicht nicht mit "schau her, ich habe endlich diesen Aufkleber Magersucht"... sondern eher "weißt Du, in letzter Zeit bin ich da reingerutscht, dass ich mich viel zu viel mit Essen beschäftige und das belastet mich im Moment - weiß nicht, wie ich das Thema aus dem Kopf bekomme".

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Hast Du mal Deiner Mutter gegenüber den Wunsch geäußert, dass sie mehr Zeit mit Dir verbringt?

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Hi. In der Therapie ist der richtige Platz, darüber zu sprechen. Deine Therapeutin würde erst mit Deinen Eltern in Kontakt treten, wenn Du damit einverstanden bist. Das wird eigentlich immer miteinander abgestimmt.

Was ich Dir aber spiegeln will: Du machst klar, dass ein großer Teil der Probleme mit Deiner Mama zu tun hat. Du machst auch klar, dass Du nicht willst, dass dies mal auf den Tisch kommt - das macht auch klar, dass es sich nicht verändern kann. Ich würde Dir mal die Frage stellen (zum Nachdenken, nicht zum Antworten): Wie könnte es denn gehen, die Mama zu involvieren und eine Veränderung zu bewegen? Ihr vielleicht mal mitzuteilen, welche Form von Nähe oder Distanz Du für Dich brauchst, etc?!

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BORDERLINE Keine eigene Persönlichkeit?

Hallo liebes Forum,

Ich habe ein Problem was mich immer mehr belastet . Ich bin als Borderlinerin diagnostiziert worden weil bei mir wohl alles dafür spricht . Impulsivität, panische Angst vor dem allein sein , verlassen werden , Manipulation usw. Ich glaube ich muss das nicht näher beschreiben. Das größte Problem für mich ist allerdings das, was diese Störung am meisten ausmacht ... Der fehlende Bezug zum eigenen ICH . Wie beschreibe ich das am besten .... Ich habe weder Interessen noch Hobbys, Ziele , Wünsche etc. Das Leben zieht an mir vorbei und ich schaue tatenlos zu .Wie ein Zombie . Jeder Versuch dies zu ändern scheitert kläglich . Ich habe verschiedene Jobs durch und keiner gefällt mir. Ich mache ihn einfach und empfinde nichts dabei außer im schlimmsten Fall trauer . Ich habe nicht mal einen Traumjob. Außerdem habe ich verschiedene Hobbys ausprobiert, doch auch die interessieren mich nicht . Ich empfinde einfach keine Zufriedenheit oder gar Freude / Glück . Das was ich "gerne" mache ist immer von meinen Partnern abhängig . Beispiel : Partner mag Fußball und ich mag Fußball plötzlich auch obwohl ich es davor gehasst habe . Sobald die Beziehung vorbei ist hasse ich Fußball wieder . Meine Psychologin sagte, das der Grund für diese Problematik der ist , das ich von klein auf niemals eine eigene Meinung, Interessen usw. haben durfte sondern immer das toll finden musste was meine Eltern toll fanden oder das empfinden und denken musste was sie dachten . Aus diesem Grund habe ich auch heute noch keine eigene Meinung oder Wünsche sondern passe mich anderen an . Ja verdammt ich kenne mich selber nicht . Ich bin immer das was mein Gegenüber ist obwohl ich weiss das es nicht richtig ist . Ich weiss absolut nicht ob ich in wirklichkeit ein netter Mensch bin , oder was auch immer. Ich habe absolut keine Ahnung wer von diesen ganzen " angelernten Persönlichkeiten " ICH bin oder was meine eigenen Gedankengänge und Meinungen sind, denn sie ändern sich sobald mein Gegenüber ein anderer ist . Da hilft auch keine Therapie und auch kein " tief in mich gehen" . Ich will mich einfach selber kennenlernen und vielleicht irgendwann mal etwas positives empfinden . Aber ich habe einfach kein ICH . Keine eigene Identität. Und das frisst mich auf weil das Leben so sinnlos erscheint . Ich kann auch keine Bestätigung in irgendwas finden .Beispiel : Ich habe etwas wirklich gut gemacht und werde dafür gelobt , dann interessiert es mich einfach nicht . Es ist einfach so . Ich hake die Sache ab und hinterfrage nicht weiter . Andere Menschen wären stolz auf sich aber mich lässt Lob absolut kalt . Ich weiss nicht mehr weiter . Was kann ich tun ? Meine ganzen Therapien haben absolut nichts gebracht . Wie schaffe ich es mich selbst kennenzulernen ? Oder ist meine eigene Persönlichkeit nie enstanden ?

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Hi.

Zunächst mal zur Wandelbarkeit des ICHs. Niemand kann beschreiben, wer er denn eigentlich wirklich ist. Dass es sich beim ICH um eine konsistente, gleichbleibende Persönlichkeit handelt, ist Unfug - Persönlichkeit ist eher etwas wie ein Spielraum. Wir sind im Job die Fleißigen, zu Hause die Faulen, auf der Theaterbühne die Mutigen und bei Freunden die Schüchternen. Draußen lachen wir und weinen daheim... wir sind eben einfach auch vielfältig und adaptieren gewisse Rollen. Das ist ein Stück weit normal und gesund.

Das Gefühl, sich selbst nicht zu kennen, ist im Moment RICHTIG großer Trend. Alle machen Selbstfindung. Alle beim Yoga, alle in Selbsterfahrung, alle Resilienz, alle ICH-Suche. Das wird so extrem, das man meinen könnte: mit einem Satz in den Narzissmus geschlüpft.

Dabei ist es bei einer BPS so, dass es besonders intensive/ extreme Persönlichkeiten sind: heiß liebend, kalt fallen lassend. Sie sind Beziehungsmenschen, alles hat damit zu tun. Sie fahren Gefühlsachterbahnen - nur sie können so weit oben sein und dann wieder runter sausen. Das gehört zu Deinem ICH dazu. Und es ist auch so, dass heutzutage immer weniger eine Passion für sich entdecken - Vereine gehen ein, das Ehrenamt verschwindet (so läuft z.B. gerade wieder eine riesige Kampagne in allen Kinos zur Stärkung des Ehrenamts)...

Versuch es doch mal verrückt zu sehen: Das Wechselhafte, das bist Du. Das mag nicht Jeder von außen greifen können...

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Psychotherapie (tiefenpsych.): Hat die individuelle Persönlichkeit des Therapeuten irgendeine Art Einfluss auf den Behandlungserfolg des Patienten/Klienten?

Hallo zusammen,

ich (m/40J.) mache seit 2 Jahren (ca. 70 Sitzungen gehabt) einzeln eine Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundiert.

Nach meinem Verständis resultiert der Behandlungserfolg aus dem erfolgreichen "Durcharbeiten" der "Übertragungswiderstände" ggü. dem Therapeuten. Er und ich sprechen diesbzgl. die gleiche Sprache, mittlerweile. Am Anfang der Therapie habe ich ihm öfter diese und jene Verhaltensweisen vorgeworfen. Er meinte dann immer, diese Vorwürfe hätten etwas mit mir zu tun und dass die Persönlichkeit des Therapeuten (neben aller ihm bewussten Stärken und Schwächen) in meiner Therapie keine Rolle spielen würde/sollte bzw. keine Bedeutung hätte/haben sollte.

Nun habe ich gehört, dass "...die erfolgreiche Durcharbeitung der Übertragungswiderstände beim Patienten auch in unterschiedlichem Ausmaß von der spezifischen Interaktion mit dem Analytiker, dessen Gegenübertragung, persönlichkeitsstrukturellen Eigenarten und neurotischen Konflikten abhängig sein kann." --> Was ich mittlerweile nach so langer Zeit auch vermute. Weil: ich stecke total fest, habe während der lfd. Therapie über Monate hinweg gleichbleibende massive Erstickungsgefühle, keinerlei Kraft und bin starr im ganzen Körper, deswegen arbeitsunfähig (Therapeut weiß davon)..... außer der Geist funktioniert noch halbwegs.

Ein Bauchgefühl gibt es bei mir schon lange nicht mehr! Daher kann ich im Moment keine Entscheidung treffen, was die Therapie angeht.

Was sagt ihr dazu ? Spielt die Person des Therapeuten eine Rolle ? (Fachlich vertraue ich ihm eigentlich!) Was habt ihr für Erfahrungen ?

1000 Dank für eure Beiträge !!!

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Hallo Xray...

zunächst: Ich finde toll, dass Du schon so lange an einem Weg für Dich arbeitest. 70 Sitzungen sind eine Menge und ich glaube die meisten Klienten brechen vorher ab. Getreu dem Motto: wenn es mit dem Therapeuten nicht sofort "rund" läuft, gehe ich schnell wo anders hin.

Ich finde schräg, wie viele hier direkt einen Rat an Dich haben - denn die Situation ist für uns gar nicht klar. Deshalb würde ich auch keine Empfehlung aussprechen oder einen "Täter" für das Stocken der Therapie festmachen, sondern ganz einfach fragen: Was stört Dich denn da an dem Therapeuten? "Persönlichkeit" kann ja alles und nichts sein - worin genau äußert sich das, an welchen Beispielen/ Situationen?

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Hallo Diloh,

erst mal sorry - viele Leute haben eine sehr strenge Vorstellung davon, was als "psychische Belastung" gelten darf und was nicht. Was Du schilderst ist natürlich genau so berechtigt, wie alles Andere. Es ist aber gleichzeitig auch kränkend für Personen, die sich nach mehr Nachfrage sehnen und dies nun als herablassend empfinden, weil sie irgendwie in Vergleiche mit Dir hineingezogen werden.

Ich muss noch etwas nachfragen, was nun das Problem ist. Viele Mädchen fragen nach Dir. Ist das schon das Störende? Oder ist das Störende, dass es nachlässt, wenn sie Dir etwas näher sind (also persönlich bekannter)? Oder Du Sorge hast, dass Du eben als Person bzw. im Inneren nicht "schön" bist?

Ander gefragt: Du könntest Dich ja von Mädchen lossagen und Dein Ding machen. Dennoch bringst Du Dich selbst ja immer wieder in die Situation hinein.

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Hi - das ist etwas Spannendes... ich drehe gerne diese Perspektive "alle beurteilen mich"...

Zunächst steckt da ja drin, dass man für alle eine Rolle spielen würde. Das ist gar nicht der Fall. Ganz im Gegenteil: man ist zunächst erst mal bedeutungslos für Andere. Und es ist sehr selbstüberschätzt, wenn man glaubt, Andere würden stets ihre Gedanken damit verbringen, Dich zu verurteilen.

Andere sind oftmals nur Repräsentationen von uns selbst. Soll heißen: Du stellst Dir in dem Moment ja die Welt aus den Augen der Anderen vor. Dabei fühlst Du Dich ein, wie das wäre - und das kannst Du nur auf Deine Art und Weise. Das heißt: Die Verurteilung, die Dich da eigentlich anschaut, ist Deine Eigene. Würdest Du ohne Urteil auf die Welt schauen, ginge es auch für Dich leichter. Versuch es doch mal ;)

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Sind das Stress Symptome?

Können Magen und Galle bei Stress Schmerzen verursachen?

Immer dann, wenn ich (16/männlich/10.Klasse Gymnasium) an eine schulische Sache denke, die mir Angst und Sorge bereitet, sticht es in meiner Galle. Habe auch komischen Geruch aus dem Magen, in den letzten Tagen, in denen ich vor lauter Lernen kaum geschlafen hatte, kam es zu einem Druckgefühl im Magen sowie zu einem unangenehmen Brennen. Viele Magengeräusche machten mir zu schaffen (gurgeln, glucksen, quietschen), hatte kaum hunger, ständig trockenen Mund. Außerdem musste ich oftmals ohne Grund aufstoßen/rülpsen. Seit Freitagnachmittag sind die schmerzen sofort weniger stark bzw. überhaupt nicht mehr wahrnehmbar, bin aber extrem müde und habe leichte Kopfschmerzen. Hatte kürzlich den ersten 6er meines Lebens in einer Abfrage bekommen, die ich aufgrund von nervlicher Überlastung durch eine vorherige Schulaufgabe in Englisch versabbelt habe, obwohl ich gelernt hatte. Bekam auf die Fragen keine Antwort über meine Lippen und fühlte mich total lost. (Die Pause zwischen den betroffenen stunden, die wir aber wegen der Englischschulaufgabe nicht hatten, wurde uns wie gesagt einfach gestrichen)

Außerdem hatte ich totalen Lernstress in den letzten Tagen, hatte z.B. am Mittwoch bis 17 Uhr Schule und musste vom einem auf dem anderen Tag einen doppelseitig bedruckten DinA3 Bogen mit englischen Phrasalverbs und idioms büffeln (insgesamt 60 !!! wendungen), da ein Vokabeltest drohte. Ende vom Lied: Bin um 02:30 Uhr ins Bett und musste um 5:30 Uhr aufstehen, da der Schulbus um 06:15 fährt. Meinen Klassenkameraden erging es nicht anders, da sie fahrplanbedingt auch erst so spät nach Hause kamen.

Kaum ist Wochenende, gehts meinem Bauch wieder besser. Das gesamte Gefühl im Magen hat sich verändert und anscheinend die Säure wieder neutralisiert. Nur wenn ich an die fiese Aussage einer Lehrkraft denke, fängt mir entweder der Magen oder die Galle (rechts direkt unterm Zwerchfell) zu drücken an.

Kann das alles psychisch bedingt sein? Die Sache mit dem 6er ist nun auch wieder drei Wochen her, aber scheint mich im Unterbewusstsein sehr stark zu belasten. Normalerweise bin ich der einsertyp, der seit 10 Jahren immer den gleichen Zeugnisschnitt von 1,6 hat. Aber der 6er hat mich erschüttert, v.a. weil ich so tatenlos zusehen musste, wie ich vor Überlastung und Verausgabung im Engischtest bei der Abfrage dann kein Wort aus mir rausbekam und nur etwas Sinnloses stotterte...

Könnten das mögliche Erklärungen sein? Hat wer Tipps zum Entspannen. An meiner Sprache kann man womöglich meine derzeitige Lage nachvollziehen. Bitte deshalb um Verzeihung. Mir gehts seelisch echt nicht gut. Habe oft Angstzustände in denen ich schüttelfrost bekomme und das Zittern anfange.

Ps: Mein körper scheint momentan recht übersäuert zu sein, da ich plötzlich fiese Pickel im Gesicht bekommen habe. Auch der Urin riecht strenger, deshalb nehem ich zur Entgiftung schon zwei mal am Tag Basica. Und es hilft ein wenig.

Gruß

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Hi! Ehrlicherweise ist das bei Männern sehr typisch, dass sie gar nicht ihr psychisches Wohlbefinden reflektieren, sondern dass sich das über körperliche Symptome zeigt. Tinnitus, Gürtelrose, Magen, Darm, Schlafstörung. Frauen sind sich und ihren Gefühlswelten tatsächlich zugänglicher. Soll heißen: ja, das ist sehr gut möglich, dass es psychische Ursachen sind.

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Ich halte in der Psychologie ein Fernstudium nicht für geeignet. Überlege Dir das gut.

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Beziehung beenden (nach 2-4 monaten)?

Also ich bin seit ca. 2 Monaten mit meinen Freund zusammen (ich bin Weiblich und 20 Jahre) wir kamen recht schnell zsm obwohl wir uns noch nicht soo lange kannten aber als wir unsere Beziehung offiziell gemacht haben meinte ich zu ihm das wir uns doch erst noch kennenlernen sollten und er meinte das können wir doch auch wenn wir zsm sind und ich hab dem zugestimmt. Hier muss ich sagen er ist mein erster Freund davor war ich nur in einen jungen richtig verliebt aber das hat nicht geklappt. Mein Problem ist einfach das ich mich nicht mehr wirklich wohl bei ihm fühle ich hab das Gefühl er hat viele Erwartungen und setzt mich unter Druck aber ich merke das er mich wirklich sehr mag, ich merke aber auch das wir zu unterschiedlich sind bzw unsere Charaktere einfach nicht passen oder wenn ich mal etwas nicht möchte und Nein sage diskutiert er die ganze Zeit weiter und/oder wird leicht angepisst und generell habe ich einfach das Gefühl er hat nicht viel Verständnis. Er ist ein guter Mensch und ein toller Freund das sage ich auch nicht nur wie gesagt ich fühle mich einfach nur unwohl ich freue mich auch garnicht wenn wir uns treffen das Ding ist ich fühle mich so schlecht ich hab das Gefühl ich bin zum Teil schuld Ich weiß nicht wieso ich mache mir Vorwürfe das es an mir liegen könnte und er will die ganze Zeit Sex und immer bei sich was machen und ich bin so ein Mensch klar ich brauche auch Sex usw aber ich möchte auch was richtiges Unternehmen mit meinen Partner aber so ist er einfach als Mensch und er war der erste mit dem ich Sex hatte und ist doch klar das ich anfangs noch zurückhaltener bin aber er hat glaube ich einfach kein Verständnis dafür vllt bin ich einfach nur dumm und das ist normal oder es kappt einfach wirklich nicht. Ich hab mir überlegt das ich mir das jetzt noch bisschen anschaue seine Bedürfnisse erfülle und versuche ihn entgegen zu kommen und wenn das nicht besser wird beende ich es Und ich weiß nicht ob ich ihn liebe oder ob ich mir das nur einbilde. Also wie denkt ihr darüber? Liegt es an mir ? Sollte ich die Beziehung beenden ? Vorallem Ich kann ein schwieriger Mensch sein das Streite ich nicht ab und ich kann auch sehr kompliziert sein ich will hier jetzt nicht einen machen auf er ist der böse undich die gute.

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Es ist wichtig, dass Du Deine Entscheidungen allein triffst. Es darf übrigens an Dir liegen - das ist ja nichts schlimmes. Die Beziehung soll ja auch FÜR DICH sein. Du bist ja keine Dienstleisterin.

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