Stromkabel aus der Wand mit 6 Volt Spannung?

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7 Antworten

Ferndiagnose schwierig. Das Phänomen klingt tatsächlich nach kapazitiver Einstreuung auf einer unbelegten Ader. Das wäre dann eine Schein-Quelle mit enorm hohem Innenwiderstand, also mit fast null Belastbarkeit.

Und tatsächlich "lügt" wahrscheinlich dein Messgerät.
Das Messresultat ist sogar vom verwendeten Messgerät abhängig! Hast du noch ein anderes? Je hochohmiger das Messgerät, desto höher die gemessene Spannung.
Wenn das Messgerät gar eine Batterie und Messverstärker hat, wird die LED nicht direkt aus der Messpannung getrieben. Du misst quasi die Leerlaufspannung dieser Quelle bzw. sie "weckmannu" richtig sagt, die durch eine Spannungsteilung reduzierte Netzspannung.

Schliess doch mal eine 6V-Glühbirne (Fahrradlicht) an die vermeintliche 6V-Quelle an. Dann wirst du parallel dazu vermutlich 0,00Volt messen.
Oder nimm statt dem Glühlämpchen einen 1-KiloOhm-Widerstand oder was ähnlich tiefes.
Falls du doch die 6V bekommst oder das Lämpchen leuchtet, haben wir etwas anderes.

Wichtig wäre auch zu wissen, was der zweite Pol ist, gegenüber dem du die 6V misst. Ist es der Schutzleiter oder Neutralleiter? Oder geht das noch über einen Verbraucher zum Neutralleiter?
Deshalb hilft am ehesten der Tipp von "CrEdo85":
Sicherung raus, mit Durchgangsprüfer die Herkunft der Verbindungen checken

Hallo. 

Das könnte durchaus eine Induktionsspannung sein. So etwas passiert wenn mehrere stromführende Leitungen Parallel über eine gewisse Strecke verlaufen.

Kommt häufig vor ist aber nicht tragisch. Blöd wird es nur wenn du LED Lampen nutzen möchtest. Diesen Lampen reichen u.U. die 6 Volt aus um das blinken an zu fangen. 

Schöne Weihnachten. 

Hmm, aber eine Induktionsspannung würde doch quasi nur auftreten, wenn ich auf der Leitung Strom habe und auf einer parallel liegenden Leitung ebenfalls Strom liegt, oder? Und dann müsste ich doch, wenn ich am Leiter selber messe trotzdem auf meine 230 Volt kommen, bzw im schlimmsten Fall auf 236 Volt oder habe ich da etwas Grundlegendes falsch verstanden? Ich hatte versucht eine ganz normale Glühbirne mit 230 Volt anzuschließen, funktioniert aber nicht, was ja Sinn macht, wenn nur 6 Volt da sind. Besteht denn die Chance die Leitung irgendwie nutzbar zu machen ? 

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@ChateauCanet

Die Spannung kann sich schon im Kabelbündel über der Verteilung aufbauen. Wenn mehrere stromdurchflossene Leitungen nebeneinander liegen. 

Die 230V liegen dann an wenn du den Schalter drückst. 

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@ElektroKDD

Nein leider nicht. Also wenn ich den Schalter drücke, werden immer noch 6 Volt angezeigt und die Glühbirne leuchtet nach wie vor nicht. Das ist mein Problem. 

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@ChateauCanet

Schaltet dieser Schalter noch ein anderes Licht in diesem Raum. 

Evtl ist dieser Schalter als Serienschalter geplant gewesen und die Leitung die du an der Wand hast ist nicht durchgeschaltet. 

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@ChateauCanet

Jup. Vielleicht liegt es daran. Was sollte dieses Kabel sonst dort. 

Kannst ja Bescheid geben was du rausgefunden hast.

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normales Verhalten. Induktionen gibt es auch ohne großen Stropm in der Leitung daneben. Unbelastet wirkt es immer noch als Antenne und Empfänger. Du hast vermutlich einen Neutralleiter, einen Erdungsleiter und, Vorsicht, eine geschaltene Phase.

Es kommen drei Leitungen raus, der Farben nach zu urteile eine Phase, ein Neutralleiter und ein Schutzleiter. Ich habe mit dem Testboy gemessen, da leuchten verschiedene LEDs für Spannungswerte von 6-400V. Es hat die LED-Leuchte bei 6 Volt geleuchtet, daher komm ich auf den Wert.

Was man da mißt ist nicht Induktion, sondern kapazitive Einstreuung. Der angezeigte Spannungswert entsteht durch Spannungsteilung zwischen Kabelkapazität und Innenwiderstand des Messgeräts. Hierbei "lügt" das Meßgerät genauso wie der bei manchen 'Experten' gehasste Phasen Prüfer. Die Anzeige bedeutet, daß im Kabelkanal eine Ader mit Phase liegt, an ihrem Ende aber kein Kontakt ist.

Was genau bedeutet das, dass am Ende der Phase kein Kontakt ist? Dass das Kabel quasi nicht angeschlossen ist?

Entsteht diese kapazitive Einstreuung denn immer oder nur unter gewissen Voraussetzungen? Ich habe mich nur gefragt, warum ich das nicht messe, wenn ich zum Beispiel an einer funktionierenden Leitung messe, die ausgeschaltet ist. 

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@ChateauCanet

Er meint es so:
Eine Ader füht (dauerhaft) Phase.
Die andere Ader, an der du die 6V (gegenüber Erde oder Nullleiter) misst, die ist offen, hat also keinen Verbraucher angeschlossen.

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@ChateauCanet

Wenn eine funktionierende Leitung ausgeschaltet ist, dann liegt auch kein Kabel mit Spannung im Kabelkanal, das kapazitiv streuen könnte.

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Wieviel Leitungen kommen aus der Wand, 2 oder 3. Ein Spannungsprüfer ist kein Voltmeter. Wie kommst du auf 6 Volt ?

Es kommen drei Leitungen raus, der Farben nach zu urteile eine Phase, ein Neutralleiter und ein Schutzleiter. Ich habe mit dem Testboy gemessen, da leuchten verschiedene LEDs für Spannungswerte von 6-400V. Es hat die LED-Leuchte bei 6 Volt geleuchtet, daher komm ich auf den Wert.

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@ChateauCanet

Was sollte denn eine Klingelspannung im Schlafzimmer? Halte einfach mal eine Glühbirne an Phase und Nullleiter. Dann hast du einen Beleg dafür, dass dein Spannungsprüfer spinnt.

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@pwohpwoh

Ja das hab ich schon versuche, da leuchtet nix. Und wie gesagt, bei der Steckdose unterhalb und auch bei anderen Steckdosen funktioniert der Prüfer einwandfrei. Was genau heißt Klingelspannung? Auf der anderen Seite der Wand ist quasi Treppenhaus, ich weiß nicht ob das irgendwie relevant ist. Nur wenn das Kabel für irgendwas anderes gedacht wäre, würde das ja auch nicht unbedingt den Lichtschalter erklären, oder ?

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@ChateauCanet

Mit Klingelspannung meint er die Spannung von einem Klingeltrafo (üblicherweise im Bereich von 6-8V).
Sehr unwahrscheinlich, dass eine solche Leitung ins Schlafzimmer führt.

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Sichreung raus, und mit durchgangsprüfer gucken, wo das kabel her kommt...

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