Stottern abgewöhnen

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Die Sache ist einfach. Alles, was Du beschreibst, hört sich tatsächlich danach an, dass Du stotterst. Stottern an sich ist nicht nur eine "schlechte Angewohnheit", sondern liegt, nach allem, was man bisher weiß, in einer gestörten Hirnfunktion. Damit meine ich nicht, dass Dein gesamtes Gehirn nicht funktioniert, sondern dass die Steuerung des Sprechflusses nicht funktioniert.

Das, was Du in Deinem Beispielsatz darstellst, ist nicht das eigentliche Stottern, sondern Deine Reaktion darauf, dass Du (das ist für Nichtstotterer nicht leicht zu verstehen) die Gefahr siehst, dass es zu einem Stotterereignis kommt. Diese Starthifen, Vermeidungen, Umstellungen haben keine körperliche Grundlage, d.h. sie sind gelernt und insofern "schlechte Angewohnheiten". Der gute Botschaft ist nun, dass alles, was gelernt worden ist, auch wieder verlernt werden kann.

Ich würde Dir dringend empfehlen, eine Logopädin aufzusuchen. Stelle sicher, dass sie an Stottern interessiert ist und Erfahrungen mit der Behandlung hat.

Im Gegensatz zu Dir, starkea, denke ich nicht, daß Stottern an einer "gestörten Hirnfunktion" liegt. Wenn dem so wäre, wäre eine Heilung des Stotterns wohl undenkbar und mein Sohn würde noch immer stottern. Auch denke ich, daß kitekat97 sich einen Sprachheilpädagogen suchen sollte, um dort eine Therapie zu beginnen. Denn ich bin mit meinem Sohn bei unendlich viele Logogpäden, auch viele, die mir von Bekannten, Ärzten usw, empfohlen worden, gewesen - ohne jeden Erfolg. Erst als ich mich an einen Sprachheilpädaogogen wandte, war das Stottern innerhalb von zwei Monaten weg.

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@LausiGirl

Das Stottern auf einer gestörten Hirnfunktion beruht, ist trivial. Die Sprechbewegung hat, wie jede andere Bewegung auch, ihren Ursprung im Gehirn, Stottern ist ein Zusammenbruch der Steuerung der Sprechbewegung, also ...

Aber das ist nicht alles. Seit 2002 ist bekannt, dass Stottern einhergeht mit einem Defizit in der Weißen Substanz. Das Areal, das für die Programmierung der Sprechbewegung zuständig ist (Broca-Gebiet) und das, was für die Ausführung der Bewegung zuständig ist, kommunizieren fehlerhaft miteinander. http://www.neurologie.uni-goettingen.de/index.php/sommer.html?file=tlfiles/userupload/msommer/PDF/Deutschsprachige%20Zusammenfassung%20Lancet.pdf

Die Frage bleibt natürlich, wie es kommt, dass Dein Sohn heute nicht mehr stottert. Ganz abgesehen, dass im Einzelfall natürlich immer alles auch anders laufen kann als in der Regel, bleibt festzustellen, dass Heilungen mit und ohne Therapie immer wieder vorkommen, auch noch im Erwachsenenalter, dann aber nur sehr selten.

Ich erkläre mir die Heilungen dadurch, dass das Kind mit oder ohne Hilfe lernt (bzw. herausbekommt), wie es am besten für die Störung kompensieren kann. Im Ergebnis heißt das, dass das Kind lernt, funktional ein weiter bestehendes organisches Defizit auszugleichen.

Vielleicht ist es aber auch so, dass ein viel größerer Anteil an der Bevölkerung dieses Defizit hat, ohne das die betroffenen Personen jemals stottern. Mit diesem Modell könnte man einige der verwirrenden Befunde (z.B. in der Erbfolge) einigermaßen plausibel erklären.

Die Empfehlung, sich auf jeden Fall an einen Sprachheilpädagogen zu wenden und nicht an eine Logopädin, ist barer Unsinn, der durch nichts begründet ist als durch Deine eigene Einzelerfahrung.

Ich habe in den Jahren 1995 bis 2005 insgesamt 1.008 Kolleginnen und Kollegen (Logopädinnen und Sprachheilpädagogen) in meinen Fortbildungsseminaren gehabt. Ich kenne persönlich viel mehr Logopädinnen, die gute Stottertherapie machen, als Sprachheilpädagogen. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass es insgesamt viel mehr Logopädinnen als Sprachheilpädagogen gibt, die in eigener Praxis arbeiten.

Was mich noch stutzig macht, ist, dass Du mir geschrieben hast, dass Dein Sprachheilpädagoge sich außer dem Stottern noch mit vielen anderen Problemen beschäftigt, d.h. die Stottertherapie nur "nebenher" betreibt. Das bedeutet allerdings, dass er entweder ein Alleskönner ist oder einen Glückstreffer hatte.

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@LausiGirl

Wie alt war denn dein Sohn, bei Kindern verliet sich das Stottern oft bis zur Pupertät

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@Mini87

Ja, sehr oft. 80 Prozent aller Menschen, die einmal in ihrem Leben stottern, stottern später nicht mehr. Die meisten, aber nicht alle, dieser Menschen erfahren eine Heilung / Selbstheilung bis zur Pubertät.

Das tückische an dem, zumeist ärztlichen, Rat: "Das gibt sich von selbst wieder", ist deswegen nicht, dass er falsch ist, sondern dass man durch Nichtstun eben auch nichts tut, um zu verhindern, dass der Rest chronisches Stottern entwickelt.

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in der schule könntest du dir einen kurzen satz auch einfach aufschreiben und wenn du dran genommen wirst so ablesen, dass es nicht auffällt. außerdem könntest du vor jedem satz überlegen, also dir den satz im kopf mehrere male durchgehen bevor du ihn dann aussprichst. am besten du übst vor einem spiegel oder mit freunden. viel glück (:

... dir nen guten sprachheilpädagogen suchen. logopäden, ärzte etc. bringen nix... habe selber einen sohn, der lange gestottert hat, in berlin fand ich dann einen sprachheilpädagogen, der das stottern in zwei monaten abstellte. war nicht leicht und auch mit vielen übungen (auch für mich als mutter) verbunden, aber es hat sich gelohnt

könntest du mir die nummer, website und/oder email-adresse des berliner pädagogen schicken? vielen dank!

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@metrickzistking

Ich schicke Dir eine Freundschaftsanfrage, darin habe ich Dir die Email geschickt von ihm.

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