Stationäre Therapie bringt nichts.

12 Antworten

Wenn die Ärzte davon überzeugt wären, dass du völlig normal bist, würden sie dich ganz schnell wieder nach Hause schicken. Aber eine gute Diagnose und vor allem Behandlung braucht Zeit. Fragt doch die Therapeuten oder Ärzte mal nach ihren Erkenntnissen und nach ihren Möglichkeiten mit dir.

Es ist ein Mythos, dass ein Therapeut einen "entziffert" und "hinter die Fassade schaut". Klar steckt in dem Mythos auch ein wahrer Kern, ein Therapeut kann oftmals mehr sehen als man selbst. Jedoch trifft das eher im umgekehrten Fall als bei dir zu. Als Beispiel: Jemand ist "offensichtlich" abhängig, merkt das selbst aber nicht. Oder: Jemand gefährdet sich und andere mit seinem aggressiven Verhalten, spielt die Gefahr aber vor sich selbst und anderen herab. Also: Der Klient merkt selbst nicht, wie er auf andere wirkt.

Bei dir ist es anders herum: Du sprichst von einer Fassade, also kennst du auch eine andere Seite von dir. Als sehr sehr unsichere Ferndiagnose würde ich sagen, du erwartest von anderen, dass sie dich "endlich wirklich sehen und annehmen, wie du bist" - etwas, das nur kleinen Kindern widerfährt, wenn sie das große Glück haben, aufmerksame Eltern zu haben. Du aber bist kein Kind mehr. Wenn man das nicht so erfahren hat, kann eine Reaktion sein, dass man als Jugendlicher oder Erwachsener sich unbewusst wieder in diese Situation begibt: Dass man jede Menge Schranken für andere aufbaut, den anderen nicht "das wirkliche Ich" sehen zu lassen um endlich mal jemanden zu treffen (oft einen Therapeuten), von dem man dann erwartet, dass es das erfüllt, was die eigenen Eltern damals nicht geschafft haben. Diese Hoffnung ist aber nicht erfüllbar. Denn als sprechender und denkender Mensch hat man komplexere Bedürfnisse als ein Baby oder Kleinkind, und die muss man äußern, damit sie wahrgenommen werden. Wie gesagt, einfach nur eine spontane Vermutung, ob das irgendwie stimmt, kannst du nur selbst wissen. Wenn du mit starker Ablehnung oder Betroffenheit oder absolutem Unverständnis innerlich reagierst, könnte es zutreffen. Wenn du verstehst, was ich meine, aber dich völlig anders fühlst, war das totaler Quatsch und du kannst es getrost wieder vergessen.

Du hast dir ja vorgenommen, mit diesem Brief, mehr zu zeigen als nur die Fassade. Das ist die Voraussetzung, dass eine sinnvolle Therapie überhaupt möglich ist, dass du mehr zeigst, statt nur davon zu reden, dass du eine Fassade hast. Noch besser wäre, wenn du deinem/n Therapeuten es genau so schilderst, wie du es uns tust. Ich würde direkt nach fragen: Beschreibe mal deine Fassade, was fühlt, denkt, macht diese Fassade. Beschreibe mal das Leid, das dahinter steckt. Was fühlt, denkt, macht die Person, die hinter der Fassade sitzt. Das meine ich jetzt nicht als Fragen, die du hier beantworten sollst, sondern für dich und die du dann deinem Therapeuten erzählst.

Die Diagnose, also "gehört zu meinem Krankheitsbild" etc., das ist eine Sache, die du gern dem Therapeuten überlassen kannst. Aber es ist deine Verantwortung, dass du denen erzählst, was die beiden Teile in dir fühlen, denken und was sie machen. Falls du etwas an der Situation ändern willst.

du drückst dich offensichtlich gerne und auch sehr gut schriftlich aus. und du bist mit eigeninitiative an einer verbesserung deiner befindlichkeit interessiert. und du willst dich mitteilen und möchtest verstanden werden. was wäre, wenn du bewusst deine gedanken notierst, texte verfasst, in denen du dich mit dir und deinen problemen auseinander setzt, und diese texte deinen behandelnden ärzten zeigst. bzw. vielmehr deiner/m therapeutIn, du wirst ja sicherlich nicht nur medikamentös behandelt. dein/e therapeutIn sollte begeistert davon sein, dass du für dich mittel und wege zum ausdruck suchst und an verbesserungen ganz gezielt, bewusst und initiativ arbeiten möchtest! ich hoffe, sie/er wird das aufgreifen und mit dir dann sehr zielgerichtet arbeiten und vorgehen. jede/r therapeutIn wünscht sich so reflektierte, engagierte klienten!

Krankschteibung wie funktioniert das?

Bis jetzt reichte bei mir immer ne schriftliche Entschuldigung von meiner Mom. Da ich jetzt aber ne Ausbildung habe, muss ich mich von Arzt krankschreiben lassen.

Das mich der Arzt nicht rückwirkend Krankschreibt, hab ich inzwischen ja rausgefunden (da muss ich mir auch noch was einfallen lassen). Aber wie mach ich das jetzt genau?

Geh ich einfach zum Arzt und sage:"Guten Tag ich bräuchte ne Krankschreibung." oder wie??

Bräuchte da dringend Hilfe... und ja, die Frage ist ernst gemeint, alo bitte auch nur ernste Antworten geben! Danke

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Kann man Psychose Arzt vorspielen?

Ich meine das ist doch total einfach. Man liest sich etwas in das Krankheitsbild und spinnt dann einfach etwas rum, dass man Strahlen sieht aus dem Fernseher und so weiter. Ist es dann nicht für die Leute, die Rente haben wollen total einfach daran zu kommen?

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Kann ich (13J. Alt) gegen meinen Willen in die Psychiatrie gebracht werden?

Ich bin irgendwie sehr verwirrt. Auf der einen Seite heißt es immer, wenn meine Eltern und ein Arzt das will, habe ich keine Chance. Dann heißt es aber auch, dass mich niemand zwingen kann. Selbst in der Klapse selbst wurde eine mega widersprüchliche Aussage gemacht. Irgendwie hieß es da, man wird nur behandelt, wenn man freiwillig mitmachen will. Gleichzeitig hieß es dann aber auch so, dass man manchmal (noch) nicht weiß, dass man eigentlich behandelt werden möchte.

Halt so ne richtige unsinnige Aussage.

Ich soll da hingehen, weil ich angeblich eine Zwangsstörung habe, weil ich mit meinen Lehrern und eigentlich allgemein nicht viel mit Fremden spreche, weil ich dadurch angeblich eine Störung im Sozialverhalten habe (das ist das dümmste überhaupt) und zudem habe ich ADHS. Das ist aber gut eingestellt und die psychotherapie ist da schon lange beendet.

Ich will nicht in die Psychiatrie gebracht werden. Ich war mal dort, um die Station kennen zu lernen und es war einfach nur schlimm. Wirklich alles dort.

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Was soll der Sinn einer Psychiatrie sein?

Ich hab schon einige dokus drüber gesehen und stell mir das dann vor wie ein Gefängnis ungefähr. Ist es der Sinn die gestörten Menschen zu bestrafen oder einfach nur einzusperren?

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Schwindelgefühl, Migräne, trauer?

Ich habe seit heute morgen ein schwindelgefühl, ein Schleier vor den Augen ( Migräne Aura ) und aber auch ein starkes Trauer Gefühl. Ich fühle mich so müde und alles ist so trostlos. Das hätte ich bis jetzt noch nie. Hatte das emotionale mit der Migräne zu tun ? In letzter Zeit ist so viel passiert das mich belastet , einfach Kleinigkeiten an die ich nicht mehr aufhören kann zu denken . Hatte das auch schon Mal jemand von euch ? Ich hoffe man kann nachvollziehen was ich meine ... Ich war auch schon beim Arzt und der hat nichts weiter feststellen können. Werden er mich ausgefragt hat , habe ich anfangen zu weinen. Das kenne ich gar nicht von mir, ich bin eigentlich ein relativ fröhlicher Mensch ...( Und ich bin übrigens nicht schwanger und habe im Moment auch nicht meine Tage )

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Muss man als Mensch tatsächlich immer funktionieren?

Mir kommt es so vor, als dürfte man sich heutzutage weder Fehler noch Schwächen leisten. Was in einer Leistungsgesellschaft ganz klar zu sein scheint, wird aber auch im sozialen Miteinander vorausgesetzt. Wenn es um Leistung geht, wird ein nahezu perfektes Funktionieren vorausgesetzt. Nur minimale Fehler, die dann auch noch eine Seltenheit darstellen sollten, sind gestattet. Wenn es um das Soziale geht, ist es ähnlich. Zum einen sollte man individuell, aber dann wiederum auch konform sein. Auf der einen Seite sollte man immer seine eigene Meinung vertreten, auf der anderen Seite darf man aber auch nicht allzu weit von allgemeinen Standpunkten abweichen. Zudem ist es angebracht, sich mit seinem individuelle Standpunkt der Gemeinschaft anzupassen, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Das symbolisiert Zusammenhalt. Jedes andere Verhalten muss Vorurteilen und Verurteilungen stand halten. Und das schlägt meist ziemlich auf die Psyche, wenn man nicht hart gesotten ist. Aber auch Uneinigkeit bei sich selbst, wonach man sich nun richten soll, kann zu Gewissenbissen führen. Schnellstmöglich sollte man dann einen Weg für sich, der auch vereinbar mit dem Gemeinwesen ist, gefunden werden. Für angeschlagene Psychen, die sich nicht mehr zurecht finden, gibt es jetzt schon Hilfe, damit sie schneller wieder in Leben finden. Und trotz der wohl steigenden Akzeptanz bei der Allgemeinheit, gilt diese nur zu einem gewissen Grad. Wenn es sonst heißt, Ehrlichkeit sei etwas Gutes, kann diese auch Nachteile mit sich bringen. Das Verständnis hält sich in Grenzen je nach Krankheitsbild. Manche Krankheit scheint eine Gefahr, eine andere mehr ein sich Drücken vor den Anforderungen des Lebens. Aber auch die Menschen, die stabiler sind, müssen immer eine Fassade aufrecht erhalten. Am besten nie traurig oder übel gelaunt sein vor anderen. Immer in der Rolle bleiben. Ein Lächeln ist wichtig, genauso wie Höflichkeit. Aber einfach mal "Hallo" zu sagen, ohne das dabei ein Lächeln über die Lippen geht grenzt an Arroganz oder gar schon an miese Laune, die ansteckend ist oder einfach nur Trauer, die keiner sehen möchte. Das Leben ist doch schon miesepetrich genug. Man sollte es mit positiven Gedanken füllen und das geht schlecht, wenn man mit einer Heulboje oder einer Miesmuschel zu tun hat, die einen mit seiner Laune auch noch ansteckt. Dies zeigt, dass es auch eine andere Seite im Leben gibt.

So manches Mal habe ich hier Beiträge gelesen, in denen stand, dass der Antwortgeber nur dann mit seinen Mitmenschen hervorragend agieren und sie schätzen kann, wenn sie tadellos "funktionieren". Alles andere sei inakzeptabel. Auch im Reallife beobachte, höre und sehe ich täglich ähnliches. Aber muss man als Mensch tatsächlich immer funktionieren? Ist es nicht möglich auch mal aus seiner Rolle zu schlüpfen und sich selbst zu spielen? Besteht eine Chance so angenommen zu werden? Oder ist es doch klüger, ständig ein Bild zu vermitteln, was so nicht stimmt, und woran man zerbrechen könnte?

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