Stationäre Therapie bringt nichts.

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12 Antworten

deine wahrnehmung ist richtig, ohne sich öffnen zu können bringt eine therapie nichts. und wenn du dich nicht öffnen kannst, zeigt das, dass du den menschen auf der station dort nicht vertraust. vielleicht zu recht?

weisst du worunter du leidest? die frage ist hier, was willst du für dich erreichen? was willst du heilen? therapie ist immer und für jeden gut um sich selbst näher zu kommen. das leben bietet jeden tag möglichkeiten sich selbst zu therapieren (mit hilfe oder ohne).

ob man sich dazu abgeben muss, also auch seine verantwortung für sich selbst, ist eine andere frage.

meine empfehlung hier, wenn die leute dich dort nicht verstehen, gehe wieder, es wäre reine zeitverschwendung für dich, denen immer und immer wieder was zu erklären. offensichtlich passt da etwas nicht zusammen. strukturiere dir selbstständig deinen alltag mit den basics - trinken, essen, pflegen, schlafen, arbeiten, bewegen, lernen, soziale kontakte, interessen nachgehen . und finde eine freundliche und kompetente therapeutin für dich, zu der du nach und nach vertrauen fassen kannst.

denn ohne vertrauen, keine therapie. hier ein link dazu, ich hatte vor ein paar tagen darüber geschrieben. vielleicht hilft dir ja davon der ein oder andere satz, auch wenn die umstände nicht vergleichbar sind. http://www.gutefrage.net/frage/psychoanalyse-abbrechen#answer100826302

sich an krankheitsbildern zu orientieren ist sicher eine möglichkeit sich an irgendetwas festzuhalten. das gibt halt. okay. doch genauso gut kannst du dich an deiner gesundheit orientieren, die ja ebenso da ist. und in einer regelmässigen ambulanten therapie dich deinen einzelnen seelischen wunden widmen. das ist auch wichtig sich darum zu kümmern. doch denke daran es braucht zeit, um sich den ursachen deines leidens zu nähern, da gibt es keine mechanik (knopfdruck oder so) die sofort offenbart, was mit dir los ist.

Es ist ein Mythos, dass ein Therapeut einen "entziffert" und "hinter die Fassade schaut". Klar steckt in dem Mythos auch ein wahrer Kern, ein Therapeut kann oftmals mehr sehen als man selbst. Jedoch trifft das eher im umgekehrten Fall als bei dir zu. Als Beispiel: Jemand ist "offensichtlich" abhängig, merkt das selbst aber nicht. Oder: Jemand gefährdet sich und andere mit seinem aggressiven Verhalten, spielt die Gefahr aber vor sich selbst und anderen herab. Also: Der Klient merkt selbst nicht, wie er auf andere wirkt.

Bei dir ist es anders herum: Du sprichst von einer Fassade, also kennst du auch eine andere Seite von dir. Als sehr sehr unsichere Ferndiagnose würde ich sagen, du erwartest von anderen, dass sie dich "endlich wirklich sehen und annehmen, wie du bist" - etwas, das nur kleinen Kindern widerfährt, wenn sie das große Glück haben, aufmerksame Eltern zu haben. Du aber bist kein Kind mehr. Wenn man das nicht so erfahren hat, kann eine Reaktion sein, dass man als Jugendlicher oder Erwachsener sich unbewusst wieder in diese Situation begibt: Dass man jede Menge Schranken für andere aufbaut, den anderen nicht "das wirkliche Ich" sehen zu lassen um endlich mal jemanden zu treffen (oft einen Therapeuten), von dem man dann erwartet, dass es das erfüllt, was die eigenen Eltern damals nicht geschafft haben. Diese Hoffnung ist aber nicht erfüllbar. Denn als sprechender und denkender Mensch hat man komplexere Bedürfnisse als ein Baby oder Kleinkind, und die muss man äußern, damit sie wahrgenommen werden. Wie gesagt, einfach nur eine spontane Vermutung, ob das irgendwie stimmt, kannst du nur selbst wissen. Wenn du mit starker Ablehnung oder Betroffenheit oder absolutem Unverständnis innerlich reagierst, könnte es zutreffen. Wenn du verstehst, was ich meine, aber dich völlig anders fühlst, war das totaler Quatsch und du kannst es getrost wieder vergessen.

Du hast dir ja vorgenommen, mit diesem Brief, mehr zu zeigen als nur die Fassade. Das ist die Voraussetzung, dass eine sinnvolle Therapie überhaupt möglich ist, dass du mehr zeigst, statt nur davon zu reden, dass du eine Fassade hast. Noch besser wäre, wenn du deinem/n Therapeuten es genau so schilderst, wie du es uns tust. Ich würde direkt nach fragen: Beschreibe mal deine Fassade, was fühlt, denkt, macht diese Fassade. Beschreibe mal das Leid, das dahinter steckt. Was fühlt, denkt, macht die Person, die hinter der Fassade sitzt. Das meine ich jetzt nicht als Fragen, die du hier beantworten sollst, sondern für dich und die du dann deinem Therapeuten erzählst.

Die Diagnose, also "gehört zu meinem Krankheitsbild" etc., das ist eine Sache, die du gern dem Therapeuten überlassen kannst. Aber es ist deine Verantwortung, dass du denen erzählst, was die beiden Teile in dir fühlen, denken und was sie machen. Falls du etwas an der Situation ändern willst.

Wenn die Ärzte davon überzeugt wären, dass du völlig normal bist, würden sie dich ganz schnell wieder nach Hause schicken. Aber eine gute Diagnose und vor allem Behandlung braucht Zeit. Fragt doch die Therapeuten oder Ärzte mal nach ihren Erkenntnissen und nach ihren Möglichkeiten mit dir.

In zwei Wochen klar machen wie man tickt? Welche Probleme man hat? Niemals! Woraus schliesst du, dass dich dort keiner ernst nimmt? Viele psychisch kranke Menschen bauen eine Fassade auf, einen guten Arzt sollte so etwas nicht ueberraschen. Bist du dir wirklich sicher, dass dich dort keiner Ernst nimmt oder ist das eher die Angst "enttarnt" zu werden?

du drückst dich offensichtlich gerne und auch sehr gut schriftlich aus. und du bist mit eigeninitiative an einer verbesserung deiner befindlichkeit interessiert. und du willst dich mitteilen und möchtest verstanden werden. was wäre, wenn du bewusst deine gedanken notierst, texte verfasst, in denen du dich mit dir und deinen problemen auseinander setzt, und diese texte deinen behandelnden ärzten zeigst. bzw. vielmehr deiner/m therapeutIn, du wirst ja sicherlich nicht nur medikamentös behandelt. dein/e therapeutIn sollte begeistert davon sein, dass du für dich mittel und wege zum ausdruck suchst und an verbesserungen ganz gezielt, bewusst und initiativ arbeiten möchtest! ich hoffe, sie/er wird das aufgreifen und mit dir dann sehr zielgerichtet arbeiten und vorgehen. jede/r therapeutIn wünscht sich so reflektierte, engagierte klienten!

Hallo,

eine Freundin von mir war in ambulanter Behandlung wegen psychischer Probleme. Nach außen wirkte sie resolut und fast schon ein bissel herrisch...

Ihre Therapeutin hat sich ihr gegenüber manchmal sehr kühl verhalten, teilweise auch provokant. Bis meine Freundin irgendwann losgeheult hat weil sie quasi gegen eine Wand rennt...(so hat sie mir das jedenfalls erzählt)

Ich denke die Therapeutin hat dadurch geschafft das meine Freundin sich auch mal verletzlich zeigt und ihren Gefühlen freien Lauf lässt... Denn danach konnten sie offener sprechen.

Du kannst den Brief ruhig schreiben bzw mit dem Arzt darüber sprechen, dass du dich nicht ernst genommen fühlst und du aufgrund deiner Erfahrungen diese Maske als Schutz aufgesetzt hast damit keiner deine Schwächen sieht...

Allerdings liegt der Erfolg nicht nur beim Arzt. Du musst dich auch etwas öffnen, auch wenn es dir sehr schwer fällt. Es nicht wie ein gebrochnes Bein das ein Arzt richtet eingipst und fertig. Bei psychischen Erkrankungen weist dir der Arzt den Weg zur Genesung u unterstützt dich dabei. Aber gehen musst du ihn selbst...

Na dann ich wünsche dir alles Gute und das du es schaffst aus deinem Panzer herauszukomen.

erstens ist es wurscht was ein Krankenpflege sagt, er ist Krankenpfleger und eben nur das. Zum anderen sind 2 Wochen Therapie nichts, also versuche dich mal darauf einzulassen und suche nicht ständig Fehler die die andern machen. Sie werden auch hinter deiner Maske schauen können, nur werden sie dir dies nicht direkt auf die Nase binden. Therapie bedeutet zum Großteil beobachten und damit ist alles gemeint, Gestik, Mimik Verhalten ...Sie können nämlich die nonverbalen Signale sehr gut einordnen, ohne dass es dir bewusst ist. Was zu deinem Krankheitsbild zuhört ist, dein Misstrauen und zu glauben klüger zu sein als das Fachpersonal. Macht aber nichts, auch dies kommt häufig vor, damit können alle Beteiligen umgehen. Und Diagnosen hat gar nichts damit zu tun, ob es dir hinterher besser geht. Du brauchst keine Diagnose es ist nichts woran du wachsen, dich festhalten noch orientieren kannst, es ist ein Konstrukt mehr nicht. Lasse endlich davon los.

DU hast hier schon über verschiedenste Schwierigkeiten berichtet. Mach mal eine Liste mit Dingen, die dich am meisten an dir stören. Die kannst du dann mit deinen Therapeuten besprechen.

Ich kann ihnen einfach nicht klar machen, was los ist.

Vielleicht ist deine Sicht der Dinge auch einfach nicht richtig.

Zwei Wochen ist keine lange Zeit für eine Therapie. Du musst ihr auch die Chance lassen, Wirkung zu zeigen.

Ist doch klar, der Arzt muss ja annehmen das du ein Simulant bist. Wenn du nichts sagst kann der Arzt auch keine Diagnose stellen. Du darfst dich vor dem Arzt nicht verstellen.

Du mußt dem Arzt alles erzählen, nur dann kann dir geholfen werden.

das klingt für mich stark nach eigendiagnose wenn du sagst " das gehört zum krankheitsbild" wenn du doch selbst weist was mit dir nicht stimmt, dann änder es auch selbst oder lass zu dass andere dir helfen

Benzodiazepin 17.09.2013, 12:31

Wie denn wenn keiner versteht, was genau die Diagnose nun ist? Ich weiß dass ich nicht nichts habe.

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Montague 17.09.2013, 12:38
@Traxx86

Da steht "nicht nichts", also er /sie hat etwas....

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