Stand Jugoslawien unter dem Einfluss der Sowjetunion?

7 Antworten

Nein, Jugoslawien war neutral. Weder vom Westen beeinflusst, noch von der Sowjetunion. Dieser Staat war der Kopf einer Staatenorganisation, die sich der politischen Neutralität verpflichtet hatte.

Jugoslawien löste sich 1948 vom Ostblock und ging seinen eigenen Weg zum Sozialismus. Es wurde daher von der Sowjetunion unter Stalin angefeindet. Erst sein Nachfolger Nikita Chruschtschow versuchte, die Beziehungen zu Jugoslawien wieder zu normalisieren. Einfluss gewann die Sowjetunion aber nicht mehr, Jugoslawien blieb blockfrei.

Jugoslawien war das einzige sozialistische Land, in dem westliche Bürger visafrei einreisen und sich auch völlig frei bewegen konnten. Umgekehrt hatte auch jeder nicht straffällig gewordene Jugoslawe seinen Pass und konnte sein Land verlassen und wieder unbehelligt zurückkehren. In den 1960er Jahren kamen ja auch viele jugoslawische Gastarbeiter nach Deutschland.

Albanien stand zunächst nach Kriegsende unter sowjetischem Einfluss. Freilich fehlte seit dem Abfall Jugoslawiens vom Ostblock die Landverbindung zur Sowjetunion, so dass diese das kleine Land auf dem Seeweg unterstützen musste. 1961 brach der albanische Staatschef Enver Hodscha alle Beziehungen zur Sowjetunion ab und suchte die Anlehnung an China. Formell blieb das Land bis 1968 im Warschauer Pakt, arbeitete aber schon seit 1961 nicht mehr mit. 1978 brach Enver Hodscha auch mit China, wobei die diplomatischen Beziehungen auf niedrigem Niveau fortgeführt wurden, und führte sein Land so in die Totalisolation.

Das ist Falsch in Jugoslawien durfte man sich nicht Frei bewegen 

Jeder der Religiös war hat Tito (Diktator) benachteiligt z.b. wenn du in die Kirche gingst hattest du einen geringen Lohn... Es gibt noch sehr viele andere Beispiel

Und wer jetzt sagt Tito war kein Diktator

1. Tito ist auf der Top10 Massenmörder und Diktator Liste

2.hat er NACH dem Krieg 16% der Bevölkerung umgebracht (Kroaten)

0

Jugoslawien war ei selbständiger Staat. Er war kommunistisch geprägt, aber sowohl zum Westen als zum Osten offen. Ich habe, bevor der eiserne Vorhang fiel, in Jugoslawien Urlaube verbracht. Dort konnte man aber auch Menschen aus dem Westen und aus dem Osten treffen. Nur hatten z.B. Menschen aus der damaligen Tschechoslowakei, die ich dort getroffen habe ein Problem. Sie mussten um Österreich fahren, weil sie die sozialistischen Länder nicht verlassen durften.

Hei BeRlisoni, jein - Nachkriegsjugslawien stand unter der Führung von Marschall Toto und seiner kommunistischen Partei, die enge Beziehungen zur UdsSR hielten. Moskau erwartete allerdings, dass sich Jugoslawien wie die anderen osteuropäischen Satellitenstaaten seinem Oberkommando unterwerfen sollten. Das taten die Jugpslawen aber nicht - u. a., weil es in Jugoslawien doch Einwände gegen die Bevorzugung der UdsSR bei den Wirtschaftsbeziehungen gab. Darüber gerieten Moskau und Belgrad derart in Stress, dass Jugoslawien sich völlig von der Moskauer Bevormundung abkoppelte.

In Albanien war es ja so, dass sich sein Staatschef Enver Hodscha an die Rockzipfel Pekings hängte und schließlich vollends von deren dessen Tropf abhängig war.

Grüße!

Nicht so stark wie Albanien. Google mal "Tito" , der eine Politik "zwischen den (Macht-) Blöcken" anstrebte und damit ein größeres Maß an Unabhängigkeit, als das zu seiner Zeit in anderen "Ostblockländern" üblich und möglich war. Gruß, earnest

Was möchtest Du wissen?