Spannungswandler rein Sinus / Modifizierter Sinus?

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5 Antworten

die meisten Pumpen dieser Bauart haben sogenannte Asynchronmotoren. Diese benötigen wenigstens zum Anlauf einen Phasenverschiebungskondensator (Steinmetzschaltung). Für einen modifizierten-Sinus Wechselrichter ergibt sich bei einer derartigen Last eine hohe induktive und kapazitive Last, wobei die Motorwicklung, welche in reihe zum Kondensator liegt eine 90 Grad Phasenverschobene Schräglast darstellt, welche einfach Gift für die Mosfets ist. Sie schalten durch und es kommt nach der halben Einschaltzeit ein Impuls mit umgekehrter Polarität, der kurzzeitig den mehrfachen Stromfluss bewirkt. Deshalb ist unbedingt ein reiner Sinuswechselrichter notwendig. Das gleiche gilt übrigens für Leuchtstoffröhren mit konventionellen Vorschaltgerät. Aber auch bei sogenannten Sinuswechselrichtern ist wenigstens ein Modell mit der 4-fachen Leistung zu empfehlen. Was die Leistungsaufnahme betrifft, so ist es so, das Wechselrichter nur dann viel aufnehmen, wenn sie auch viel liefern müssen. Der Eigenverbrauch von Lüfterkühlern liegt bei 2 bis 3 Watt, also vernachlässigbar. Die Elektronik des Wechselrichters selbst braucht etwa 3.....15 W. Die meisten Wechselrichter schalten nur bei sehr hoher Last ihre Lüfter ein. Die Verluste liegen bei 10%, also bei 100 Watt Ausgangsleistung 10W Verlust, bei 1000 W hat man 100W Verlust. Leistungsstärkere Wechselrichter haben meist einen besseren Wirkungsgrad und weniger Verluste als kleine Modelle. Nur der Grundverbrauch ist bei grossen Modellen etwas höher, liegt aber bei einem 2000 Watt-Modell von Reichelt Elektronik, welches wir vor einigen Jahren in ein Boot gebaut haben, auch bei nur rund 8 Watt. Wenn Du also etwas vernünftiges haben willst, dann wenigstens ein Modell mit 1000 Watt Dauerlast. An einem Sinuswechselrichter kann man fast alles anschließen. Also TV, Laptop, ja sogar Waschmaschinen. Je mehr Leistung der Wechselrichter hat, desto besser. Viele Leistungsstärkere Wechelrichter schalten sich im Leerlauf übrigens ab. Ausserdem ist ihr Aufbau modular, also mehrere Einheiten kleiner Wandlertrafos, welche nach und nach, je nach Lastanforderung, zugeschaltet werden. Somit bleibt die Leerlaufstromaufnahme bei einem 2000 Watt-Modell genauso groß wie bei einem 200 Watt Modell.

ich glaube das thema hatten wir schon öfter. die geräte von IVT gibts für 300, 600, 1200 und 2000 VA ausgangsleistng. nimm aber lieber einen mit 24 volt, geringerer eingangsstrom... die sind eigendlich recht gut. die machen in der regel einen sehr sauberen sinusstrom, der allemale für deine anwedungen reicht. wenn du dir aber nicht sicher bist, würde ich sagen, hol dir eine sunny island von SMA, die ist zwar 5 mal so teuer, jedoch macht sie wechselstrom der besser ist, wie der aus mancher steckdose... und wenn du 3 sunny island verwendest, kannst du sogar echten drehstrom machen...

lg, anna

Die Teichpumpe benötigt reinen Sinus Strom. Modifizierter Sinus ist nur für ohmsche Lasten oder gute Schaltnetzteile geeignet. Die Verlustleistung der Wechselrichter ist so groß das sie aktiv gekühlt werden müssen. Deshalb besser eine 12V Teich-Pumpe verwenden.

Hallo Galix,

Schau mal die Pumpe genau an. Ist es tatsächlich ein Drehstrommotor, der in Steinmetschaltung ans 230V Netz angeschlossen werden soll? Dann kannst Du auch den Kondensator entfernen und den Motor an einem Dreiphasenwechselrichter anschließen. Das sit dann für den Motor eh besser.

Reiner Sinus verschwendet die Hälfte vom Strom.

Für die olle Pumpe reicht irgendwas, der ist das egal.

Am effizientesten sind aber immer noch 12V Pumpen, die findet man unter der Bezeichnung "Solar Teichpumpen".

Die Pumpe schafft 12 000 Liter in der Stunde. Da wird eine 12v Solarpumpe nicht mithalten können, geschweige denn von der Preisleistung in betrachtkommen.

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@commodore,

Wechselrichter sind heute als Schaltregler aufgebaut, und es ist deshalb eigentlich egal ob sich reinen Sinus erzeugen oder irgendwas. Die Ansteuerung machen heute fertige Steuerchips, die kostengünstig reinen Sinus erzeugen. Als Schaltregler aufgebaut verschwenden sie keinen Strom, es sei denn der Verbraucher kann diese Oberwellen nicht umsetzen, was bei einem Motor aber eher nachrangig ist. Zu beachten ist, was bit77 schreibt. Wenn die Pumpe tatsächlich in Steinmetzschaltung geschaltet ist, sollte man eventuell über Blindstromkompensierung nachdenken. Je nach dem reicht kleine Spule oder Kondensator. Auf jeden Fall sollte der Wechselrichter für Induktive Lasten geeignet sein. Das ist wichtig.

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@Barney123

Auch Schaltnetzteile verschwenden Strom. Fass einfach mal ein Laptopnetzteil im betrieb an, die Dinger werden ziemlich heiß!

Bei trapez ist der Wirkungsgrad mit ca, 80% noch gut. Daher macht man das ja auch und nimmt nicht direkt Sinus! Wenn es keinen Unetrschied geben würde, dann wären ja alle Wechselrichter Sinus!

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