Sollte man Kinder zur Beerdigung mitnehmen?

13 Antworten

ich glaube, mehr schaden kann es, wenn man nicht als kind sondern erst viel später erstmals mit dieser erfahrung konfrontiert wird. man sollte aus krankheit, alter, tod, begräbnis kein tabuthema machen. es gehört genauso zum leben wie zeugung, geburt, heirat, scheidung, u.v.m.

Das kann man nicht pauschal beantworten. Es kommt drauf an, wer gestorben ist und wie alt das Kind ist. Meine Tochter war das erstemal mit 8 Jahren auf einer Beerdigung eines Schulfreundes. Sie wollte dort unbedingt hin und nachdem ich ihr erklärt hatte, was dort passierte war sie drauf vorbereitet. Ich kann mich erinnern, das ich als 4jährige mit bei der Beerdigung meines Lieblingsonkels war. Das war für mich ein trauiges und beeindruckendes Erlebnis zugleich. Am meisten hatte mich die Musikkapelle die am Grab spielte beeindruckt, und das habe ich bis heute nicht vergessen. Ich denke wenn man Kinder auf eine Beerdigung vorbereitet sind und auch mitwollen, sollte man sie ruhig mitnehmen. Wenn die Kinder aber nicht mit wollen, würde ich sie auf keine Fall zwingen, auch wenn es nahe Angehörige sein sollten.

ich frage mich gerade warum es wichtig ist wer gestorben ist?? Scheinbar doch jemand den die ganze Familie kennt, oder ein Teil, so jedenfalls dass es Thema in der Familie ist. Eigentlich ist das Alter und auch der Verwandtschaftsgrad doch egal. Wenn das Kind mit will, sollte man es mitnehmen, natürlich darauf vorbereiten. Das ist Leben. Meiner Tochter habe ich schon vorher gesagt, dass ich sicher ganz doll heulen werde, was denn auch geschah. Natürlich nur auf Wunsch des Kindes teilnehmen lassen. LG Lotusblume

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@Lotusblume12

Ich persönlich würde ein dreijähriges Kind (als Beispiel)das sehr viel versteht und in seine Welt einordnet noch nicht mitnehmen. Ich kann auch extra ab Grab Abschied nehmen, ohne den großen Zirkus drumherum den oftmals "treue" Angehörige verursachen, dem Kind zumuten zu müssen. Aber wie geschrieben es kommt hauptsächlich auf das Verstehen (selbst 10 jährige verstehen es manchmal nicht) an.

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@Capuccino

Welches 3-jährige Kind versteht so viel, das es den Tot in seine Welt einordnen könnte? Für mich haben kleine Kinder nichts auf einer Beerdigung zu suchen, was ja nicht zwangsläufig heißen muß, ein Kind nicht mit dem Tot zu konfrontieren.

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@PatBo

Welcher Erwachsene versteht es denn? Ich denke die Erwachsene, die keine Scheu vor dem Leben und damit vor dem Tod haben, werden ihre Kinder integrieren in das Leben zu dem der Tod gehört. Das ist bei allen Lebewesen so. Gesellschaftliche Riten verändern sich, heute ist ja auch immer häufiger nur eine Trauerfeier angesagt und nicht mehr ein Loch, wo der Sarg hinunter gelassen wird. Je mehr ich mir darüber Gedanken mache um so sicherer bin ich, dass wenn Erwachsene damit umgehen können, auch die Kinder reinwachsen. Auch Kinder sterben, das ist ja keine Gnade des Alters. Wenn Kinder es wollen ist es womöglich anstrengender, da man sich selbst damit anders beschäftigt. Kinder fragen, wo Erwachsene womöglich für sich selbst keime Antwort haben. LG Lotusblume

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@Lotusblume12

Hierin gebe ich Lotusblume völlig Recht.

Außerdem: grade Kinder in diesem Alter können den Tod noch als etwas ganz Natürliches akzeptieren. Sie beerdigen ganz liebevoll tote Vögel oder sonstige Kleintiere und interessieren sich des öfteren sehr dafür, wie das mit dem Grab ist (Können wir die Uroma später mal wieder ausgraben, dass ich sie noch mal sehen kann?" hat unser Kleiner mal gefragt.)

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Wenn das Kind alt genug ist, zu verstehen, dann laß es selbst entscheiden, ansonsten zu Hause. Als mein Mann letztes Jahr starb, hatte meine Schwester das Problem der Entscheidung mit ihrer damals sieben jährigen Tochter. Die kleine hatte meinen Mann sehr lieb, war auch öfters in den Ferien bei uns und hat viel mit ihm unternommen. Meine Schwester hatte die Entscheidung nach vielen Gesprächen ihr überlassen, sie wollte nicht mit. Sie hatte es folgend erklärt: Ich habe Angst, das ich Onkel .... dann nicht mehr so in Erinnerung habe, wie jetzt. Sie gab ihrer Mutter zwei Bilder für mich mit, einen Clown, damit ich wieder lachen kann und ein selbst gemaltes Familienbild, damit ich an sie denke.

Wieso und an was ist dein Mann gestorben schurke ? schicke dir auch einen kleinen Clown !!

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uffff, kleine Schurkin, da hab ich jetzt aber geschluckt.....

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Beerdigung heißt Abschied nehmen. Warum soll es ein Kind nicht dürfen. Meine kleine Schwester war 4 Jahre alt, als unsere Großmutter starb. Ich, 14 hatte sie an der Hand, auf die Frage, wo Oma ist, erhielt sie die Antwort, im Himmel, dort passt sie weiter auf dich auf. Damit hat sie sich zufrieden gegeben. Später zu Hause hat sie natürlich wieder gefragt, wir haben viel mit ihr zu dem Thema gesprochen. Das ist wichtig, den Kleinen Rede und Antwort zu stehen.

Das Sterben gehört zum Leben dazu. Also ein klares "Ja", die Kinder sollten mitgehen!

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