Soll man Reisende wirklich nicht aufhalten?

5 Antworten

Kommt auf die Situation an.

Wenn jemand gehen will sollte man ihn nicht aufhalten... wenn man ihm zeigt, dass es einem nicht egal ist könnte das auch ein schlechtes Gewissen verursachen (damit tut man der Person keinen Gefallen)... wenn man froh ist, dass die Person geht wäre es blöd etwas vorzuspielen usw.

Das eine schließt das andere doch nicht aus?

Das Sprichwort Reisende soll man nicht aufhalten, wird oft nur noch im negativen Sinn gebraucht um seine Enttäuschung darüber auszudrücken dass ein Anderer geht.

Und das ist doch eigentlich in Ordnung oder ?

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@KCH73

Nicht wirklich. Ich finde man sollte die Entscheidung des Anderen respektieren. Man sollte sich eigentlich für den anderen freuen, dass sich für ihn eine neue Türe öffnet. Vorallem wenn man den Anderen mag.

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@Goofiee

Nur weil man Enttäuschung äußert, hält man ihn ja nicht auf, man zeigt ja, dass man ihn trotzdem gehen lässt.

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@KCH73

Es kommt darauf an in welchem Zusammenhang und welcher Situation man so etwas sagt. Es gibt Menschen die sagen solche Sätze und dann klingt das vorwurfsvoll. Das ist dann für den Reisenden nich so angenehm. Wenn man das aber locker leicht formuliert und zeigt dass man es zwar bedauert dass er geht, es aber trotzdem in Ordnung ist, dann ist daran nichts auszusetzen.

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Jedes Motto, das in vielen Fällen zutreffend oder passend ist, ist auch mal falsch. Aber ein Reisender ist jemand, der innerlich den Absprung schon gemacht hat. Ihn aufzuhalten bringt vielleicht für den Moment etwas, ändert aber nichts daran, dass er früher oder später doch geht.

Bietet dem Reisenden aber vielleicht das Gefühl, die ganze Zeit nicht komplett am falschen Ort gewesen zu sein. Wenn ich gehe und keinen stört es, frage ich mich ja erst mal, ob ma es da ernst mit mir gemeint hat, wenn ich es vor dem gehen schon geahnt habe, dass ich egal bin, wäre meine Annahme aber damit bestätigt oder ?

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@KCH73

Wie gesagt, manchmal mag es auch so sein, wie du schilderst. Trotzdem glaube ich, dass in den Fällen, auf die die Redewendung meistens gemünzt wird, der lange Entscheidungsfindungsprozess schon abgeschlossen ist, jeder Versuch, etwas daran zu ändern also vergeblich ist (oder nur kurzfristig erfolgreich). Jemand geht, wenn die Kosten zu bleiben, den Preis, den Aufbruch zu wagen, übersteigen. Es ist meistens ein langer Prozess, bis sich die Waagschale auf die andere Seite neigt. Und dann ist es zu spät, zu versuchen, die Uhr zurückzudrehen.

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Nö. Man wünscht ihnen eine gute Reise, und das ohne Heimweh zu provozieren.

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