Sind Tattoofarben krebserregend?

7 Antworten

Vielleicht solltest du die Frage einfach mal rumdrehen.

Anstatt zu fragen "Sind Tattoofarben giftig und krebserregend?"...stell dir mal selber die Frage --> "Wie würde die Welt wohl aussehen, falls es tatsächlich so wäre?" ;-)

Circa 1/5 der Weltbevölkerung sind tätowiert. Die Krebsrate in den Krankenhäusern (aktuell) wäre um einiges höher als sie tatsächlich ist.

Der Staat würde massiv gegen diese Form der Kunst vorgehen. Der Staat bezieht seine Legitimation ja hauptsächlich aus dem Schutz der Bürger, und wären Tätowierungen schädlich dann würde der Staat gezwungenermaßen handeln. Ergibt auch Sinn, wenn die Steuerzahler wie die Fliegen wegsterben ;)

Die Wissenschaft und die Medizin würden massiv Sturm laufen gegen diese Entwicklung.

Genauso die Medien... man würde in den Nachrichten nichts anderes mehr hören.

Und was genau macht der Mensch mit Krankheiten? Er versucht sie auszurotten...es ist in diesem Gedankenspiel also auch Realistisch, das es in dieser fiktiven Welt garkeine Tätowierung geben kann, weil sie einfach aufgrund von Verboten die bereits vor ~2000-3000-4000 Jahren erlassen wurden nicht existieren können.

Letzenendes ist nichts was du tust unschädlich, und jedes Leben endet irgendwann im Tod. Das ganze nennt sich Entropie. Und selbst die Luft die du atmest ist schädlich. Spielt es mit Hinblick darauf also wirklich eine Rolle, ob die Haut bunt ist oder nicht?

Ich werd diese ganze Panikmache & Angst wohl nie verstehen.
Darüber hinaus ist Angst auch ein perfektes Steuerelement, und meistens unbegründet.

Die objektive Realität sieht so aus, das die Farben heutzutage immer verträglicher und immer sicherer werden.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Da leider keinerlei ausreichende Forschung in dem Bereich vorgenommen wurde bisher, ist das nicht abschließend zu sagen. Es werden in Deutschland lediglich Grenzwerte eingehalten bzw. bestimmte Stoffe nicht erlaubt - das ist bei Lebensmitteln aber ebenso und trotzdem sind viele laut Forschung krebserregend.

Es ist der Gesundheit sicherlich nicht zuträglich, Farbe in die Haut einzuarbeiten, die dann auch noch durch den Körper wandert im Lymphsystem usw. Einzelne Farben oder Chargen einiger Hersteller werden immer wieder gesperrt, weil dort Stoffe enthalten sind oder Werte überschritten werden (und dabei sind große beliebte Hersteller. z.B. aus den USA). Wenn man realistisch auf den Bereich der Tattoofarben blickt, kann man zumindest davon ausgehen, dass diese die Wahrscheinlichkeit auf Krebs erhöhen in irgendeiner Form - fraglich nur, wie gering oder hoch der prozentuale Anstieg ist und ob sich das ganze in einem nennenswerten Bereich bewegt.

Es ist ja nun auch so: Wenn ein Tätowierter oder ein Nicht-Tätowierter Krebs bekommen, ist es doch zumeist so, dass man letztendlich nur feststellt, wo der Krebs sitzt und um welche Art es sich handelt - die wirkliche Ursache kann man abschließend doch nie wirklich diagnostizieren. Man kann nur Faktoren mit erhöhter Wahrscheinlichkeit mit einbeziehen, aber selbst ein Kettenraucher könnte ja Lungenkrebs kriegen aus Gründen, die nicht im Kausalzusammenhang mit den Rauchen stehen müssen.

Zumindest ist mir als Tätowierer keine Art "Massensterben" unter Tätowierten bekannt - die erhöhte Wahrscheinlichkeit läge vermutlich auch sowieso nur daran, dass alle Tätowierten kriminell sind, Drogen nehmen oder schon im Knast sitzen ;)

(Ich hoffe, man versteht hier den Humor )

Freundliche Grüße

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Einige Farben stehen in Verdacht Krebs zu erzeugen. Aber mit Sicherheit sind Tattoofarben der Gesundheit nicht zuträglich. Und: dein Großvater wird deine Tattoos nicht sehen können.

Und? Deswegen darf ich ihn doch trotzdem als Erinnerung auf der Haut tragen? Was für eine primitive Antwort

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>> Aber mit Sicherheit sind Tattoofarben der Gesundheit nicht zuträglich.

Wäre das ein bewiesener Fakt, dann würde die Welt komplett anders aussehen.

Sieht die Wahrheit nicht vielmehr so aus, das sie Indifferenziert ist?
Es nützt dem Körper nicht, aber schaden tut es offenbar auch nicht.

Aber ich verstehe schon warum du von Medizinischer Sicht aus so argumentierst.
Es ist halt ein unnötiger Prozess, der zum Erhalt der Gesundheit nicht erforderlich ist.
Und die Erhaltung der Gesundheit steht im Mittelpunkt der Medizin.

Aber es bedeutet nicht, das alles was konträr dazu läuft automatisch Krank macht.
Das ist ein logischer Fehlschluss.

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