Sedierung bei Weisheitszahn-OP?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also ich kann dich beruhigen und möchte dir gerne einen guten Rat geben. Ich habe trotz riesengroßer Angst, nur gute Erfahrungen gemacht. Aber lasse es doch mit Vollnarkose machen, nicht mit Sedierung.

Wegen der Kosten: Viele Praxen bieten Dir auch eine Ratenzahlung an oder du leihst Dir das Geld irgendwo. Ich habe damals 230€ bezahlt und fand es nicht überteuert. Es war das Geld absolut wert.

Bei mir mussten damals alle vier Weisheitszähne herausoperiert werden und ich habe es mit Vollnarkose machen lassen, in der Praxis meines Zahnarztes, der Oralchirurg ist. Mir war das auch Recht so, weil ich schon ein paar Jahre zu diesem Arzt gehe und da auch immer sehr zufrieden bin. Für die Narkose kam ein Anästhesist, denn die dürfen Zahnärzte nicht machen. Du musst dich einfach im Internet erkundigen, welche Praxen in deiner Nähe Behandlungen in Narkose anbieten. Lass dich hier bloß nicht verrückt machen, wenn du ein gesunder Mensch bist, ist eine Narkose gar kein Problem. 

Mit der Narkose bekommst du von der OP nichts mit und wirst alle vier Zähne auf einmal los. Zweimal möchte sich keiner zu solch einer OP aufraffen. 

Vor allem gibt es bei Weisheitszahn OPs ja oft 6 Spritzen und mehr, u.a. auch sehr schmerzhafte in den Gaumen. Da ich keinesfalls erleben wollte, wie die Zähne herausgefummelt, am Kiefer gebohrt, gerüttelt, geknackt und gezogen wird, war die Narkose die beste Entscheidung überhaupt. 

Nur bei örtlicher Betäubung ist diese OP der totale Horror und ich persönlich würde davon abraten. Eine gute Freundin von mir war danach fix und fertig aufgrund der Geräusche und des Drucks, sowie das lange Öffnen des Mundes und dem Herumgewerkel des Zahnarztes. 

Ich hatte nach der OP auch keinerlei Beschwerden oder Schmerzen, obwohl ich vorher einige Entzündungen und Schmerzen hatte. Ich war danach auch nicht angeschwollen oder blau im Gesicht. Konnte bereits am nächsten Tag meinem Alltag normal nachgehen

[...] da dies unangenehm werden könnte und Vollnarkose aus Kostengründen nicht in Frage kommt.

Es ist unter Umständen auch möglich, die Kosten einer Vollnarkose von der Krankenkasse übernehmen zu lassen, wenn man vorweisen kann, Angstpatient zu sein. Dafür müsstest du allerdings zu einem Facharzt, was meist mit langen Wartezeiten verbunden ist. Das wäre wohl eher nicht so gut, oder? Bei mir wurden damals die Kosten jedenfalls übernommen, da auch alle 4 gleichzeitig raus mussten und es ein längerer Eingriff geworden wäre.

Bei der Sedierung (Dämmerschlaf) wirst du in einer Art Tiefschlaf versetzt und solltest dich danach auch nicht an den Eingriff erinnern können, also ganz ähnlich wie bei einer Narkose. Man sagt zwar, dass man für den Arzt ansprechbar bleibt, allerdings bekommt man selbst es nicht mehr mit. So, als würde man im Halbschlaf reden und sich nicht erinnern. So war es jedenfalls bei einigen Bekannten, allerdings bei anderen Eingriffen.

Der Ablauf ist von Arzt zu Arzt unterschiedlich, aber nachdem man dir das Mittel verabreicht, solltest du nach und nach ruhiger werden bis du schließlich einschläfst und wenn du wach wirst, hast du alles hinter dir. Was danach folgt wird der Arzt dir erklären und Schmerzmittel verabreichen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hey, kann ich danach dann sofort nach Hause? Da die Praxis nicht weit von meinem Wohnort entfernt ist könnte ich dann einfach nach Hause laufen oder geht das nicht so gut? .-.

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@realLara004

Man sollte aus Sicherheitsgründen nach einer Sedierung oder Narkose immer eine Begleitperson haben, weil es immer sein kann, dass man sich danach noch ein bisschen benommen oder schläfrig fühlt. Jeder verträgt das anders. Die Ärzte selbst fragen auch immer, ob man von jemandem begleitet wird. :)

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@ohellothere

Dann danke erstmal. Ich hoffe, dass ich mir durch eure Beiträge jetzt ein bisschen die Angst nehmen konnte. O.o

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Eine Sedierung heißt, dass du ein Beruhigungsmittel bekommst. Das hilft dir, dass du dir keine zu großen Sorgen währendher machst.

Du bekommst schon noch ungefähr mit, was passiert. Viele werden etwas schläfrig, schlafen aber nicht ganz ein.

Das bekommst du, meist in Form einer Tablette, am Tag der Behandlung. Vielleicht ne halbe bis Viertelstunde vorher, vermutlich kurz vor der lokalen Betäubung.

Eigentlich braucht man kein Beruhigungsmittel, außer man hat Probleme mit solchen Eingriffen. Ich hab damals keins bekommen, weil ich eher psychische Probleme davon gehabt hätte, wenn ich nicht jedes kleine Detail mit bekomme.
Wenn du aber zb mit Nadeln, Zahnärzten oder ähnlichem Probleme hast, ist ein Beruhigungsmittel eine gute Idee für dich!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ausbildung als MTLA

Hey, ich hatte halt beim Zahnarzt schonmal eine lokale Betäubung im Mund. Die Spritzen haben halt dermaßen weh getan, dass ich das eigentlich auch irgendwie nicht mitbekommen möchte. Gibts da irgendwie eine möglichkeit?

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@realLara004

Nicht ohne Narkose, und das ist ja nicht möglich. Mit nem guten Betäubungsmittel reagierst du aber halt auf den Schmerz nicht negativ.

Bei mir haben die so auf die Ohren gedrückt, dann hab ich die Spritze kaum bemerkt. Das war echt gut.

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Es wird bei dieser Extraktion eine Lokalanästhesie durchgeführt, daher spürst Du bei diesem Vorgang keine Schmerzen.

Für die postoperative Zeit solltest Du Dir schmerzstillende Mittel verschreiben lassen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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