Schafe und Rehe mit Pferden auf der Weide - ist das gefährlich für die Tiere?

10 Antworten

Jetzt war heute Morgen eine Dame vom Tierschutz da – ich bin
völlig fertig.  Diese wurde darüber informiert, dass ich halbblinde Pferde in Gefahr bringe, indem ich sie mit den Rehen zusammenstelle. Das sei unverantwortlich,  nicht nur wegen den Parasiten, sondern weil
die Rehe als Fluchttiere die Pferde erschrecken können und zur unkontrollierten Flucht anregen und diese wegen Ihrer Behinderung verunglücken können. Außerdem sollte eine Weide frei von Giftpflanzen sein und ich könne dies bei dieser großen Fläche nicht kontrollieren. Die Dame konnte sich aber überzeugen (sie war ja eigentlich ganz nett), dass mein fast blinder Kaltblutwallache und der einäugige Haflinger super damit klar kommen. Außerdem ging sie davon aus,  dass ich die Rehe halte und war erleichtert,
dass es nur Besucher sind und sie keines vorfinden konnte. Trotzdem möchte sie mich „weiter bei der Tierhaltung  unterstützen“,was für mich so viel heißt  wie „ ich behalte dich im Auge“. Ich fühle mich zwischenzeitlich richtig angegriffen, bevormundet und entmündigt. Dass ein Schafsbock sie gleich zu Boden gerammt hat, macht die Sache auch nicht besser aber ich hatte ja gesagt sie soll Abstand zu den beiden halten.

Ach ja, sie  findet auchzwei Böcke nicht Artgerecht, da Schafe zu mehreren gehalten werden sollen und sich nur in einer Herde wohl fühlen. Ist das wirklich nötig, ich habe mit den beiden schon meine Probleme und wenn ich noch dicker werde (bin schwanger)  wird es noch anstrengender.  Der Schäfer der zum Scheren kommt findet die Haltung aber okay.

Mein Mann ist schon  richtig sauer wegen dem  ganzen Ärger. Zwischenzeitlich streiten wir recht häufig  und er bereut, dass wir die
Tiere aufgenommen haben.

Bis heute dachte ich, die Anzeigen sind daraus entstanden,
dass es hier etliche Bauern gibt,  die Interesse an den Flächen hatten,  ich aber schneller war und nicht verkaufen wollte. Es hat mich nicht gestört.

Jetzt mache ich mir aber wirklich Gedanken  ob ich den Pferden ungewollt schade. Sie sehen topp aus und sind gesund. Mein Kaltblut genießt es richtig durch die Gegend zu streifen,  ich möchte das auch weiterhin beibehalten, denn wegen der ehemaligen Ständerhaltung  fängt es schnell auf den Paddock bei Langeweile an zu koppen. Ich möchte ihnen ja nur
ein schönes restliches Leben bieten.

Der Besuch des Tierschutzes geht mir aber  richtig an die Nieren.

Deshalb meine Fragen:

Muss ich mir eine Schafherde für die Böcke zulegen, den die alten
Schafböcke will ja keiner. Wobei ich könnte sie als Wachhunde an den Schäfer verkaufen…. sind besser als jeder Wachhund ….nein mal Scherz bei Seite, sind mir zwischenzeitlich ans Herz gewachsen und ich komme weitgehend mit ihnen klar. Möchte aber nicht noch mehr Schafe. Oder muss ich?

Wäre es besser auf den schönen Anblick der Rehe zu verzichten und wäre es sehr teuer die ganze Fläche wildtiersicher zu machen.
Darf ich das überhaupt im Waldstück?

Ist es besser die Haltungsform für meine Pferde umzustellen
und ihnen einen kleinen überblickbaren Auslauf/Weide  zu ermöglichen?

Muss ich die Schafe und Pferde getrennt halten? Sie
interessieren sich nicht für einander und tun sich nichts.

Stimmt es, dass nur Wildpferde Giftpflanzen erkennen und
Hauspferde nicht? Können meine Pferde daran sterben. Stehen ja seit letztem
Juni drauf und bis jetzt ist noch nichts passiert.

Schaden die Weiher wirklich den Pferden, weil sie bei zu kaltem Wetter hinein gehen und sich erkälten können? Mein Großer macht das nämlich als einziger regelmäßig und anschließend wird durch ein Schlammbad aus
dem Schimmel ein Rappe.

Gibt es gefährliche Krankheiten die von Wildtieren auf  Pferde und Schafe übertragen werden können, gegen die nicht geimpft werden kann?

Entschuldigt die blöde Fragerei, aber ich bin ja noch nicht
lange Tierhalterin und seit heute Morgen ziemlich verunsichert und hier im Ort
möchte ich niemanden fragen.  Außerdem
ist man ja hier anonym und macht sich nicht lächerlich …

Liebe Grüße aus Bayern

Maria

entschuldige, wenn ich hier nochmal so kommentiere - aber für mich hat die dame vom tierschutz "ein rad am wandern". das, was sie behauptet, stimmt vorn und hinten nicht.

und der tierschutz ist nicht das veterinäramt. die tierschutztante brauchst du nicht mal auf dein grundstück zu lassen. das wäre hausfriedensbruch. wenn sie also dich weiterhin belästigen kommt - gib ihr bescheid, dass du dein hausrecht notfalls mit der polizei durchsetzen lässt.

du bist unkonventionell und aus der stadt. das ist alles, was sie stört. rechtliche handhaben gibt es nicht.

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Erstmal finde ich es schön, dass du dich so kümmerst und die Tiere aufnimmst - das ist nicht selbstverständlich. Und billig ist es auch nicht. Und um das Grundstück beneide ich dich jetzt schon ;) 

Ist das Grundstück wo die Pferde draufstehen denn eingezäunt?? Falls es das nicht ist würde ich das auf jeden Fall tun. Sollten die Tiere in Angst flüchten, so rennen sie dir auf und davon. Ein Zaun für die Tiere ist auf jeden Fall ein Muss. 

Insofern es die Pferde als Fohlen von der Mutter gelernt haben fressen sie keine Giftpflanzen wenn ausreichend anderes Futter vorhanden ist. D.h. wenn sie wirklich 9 Hektar zur Verfügung haben werden die nen Teufel tun Giftpflanzen zu fressen. Vorsichtig muss man auf abgefressenen Wiesen sein oder mit Heu. Ansonsten spucken die Pferde die Pflanzen wieder aus, wenn sie sie überhaupt mit abrupfen - Giftpflanzen enthalten alle Bitterstoffe und schmecken nicht gut. Wenn das Pferd das nicht esse muss tut es das auch nicht. Da würde ich mir keine Sorgen machen. Giftpflanzen erwischen Pferde auch beim Naschen unterwegs, wenn sie irgendwas von den Büschen reißen. Aber wenn die Pferde und Schafe ungestört sind und so viel Wiese zur Verfügung haben, dann sortieren sie da selbst aus. 

9 Hektar einzäunen ist nicht billig. Ein paar tausend bist du sicherlich los. V.a. weil du es nicht nur Wildtiersicher für Tiere von außen machen musst, sondern auch Pferde- und Schafgerecht einzäunen musst von innen. Maschendraht ist bei Pferden eine ganz heikle Sache, wenn sie mit dem Huf drin hängen bleiben reißen sie sich schnell das ganze Bein auf. Ggf würde ich die Wiese vom Wald abzäunen. Dann können die Rehe in den Wald und evtl auch ein Stück auf die Wiese und eure Pferde sind sicher verwahrt. 

Mit Schafen kenne ich mich nicht so unbedingt gut aus. Allerdings kenne ich Leute die 3 Schafe haben, da hat keiner was gesagt. Ab 5 Schafen müsste es jedenfalls auf jeden Fall ok sein. Ich würde mich mal informieren wie viele Schafe du haben solltest, damit das i.O. ist. Wenn noch ein Schaf dazukommen soll kannst du ja mal gucken ob du einen Schafeinsteller findest, oder du telefonierst mit einem Tierschutzverein o.ä. und fragst, ob du ein Leihschaf haben kannst. Das kann dann bleiben bis die Böcke verstorben sind und dann wieder zurückgegeben werden. Oder du fragst mal deinen Schäfer ;) 

Wenn die Pferde so viel Platz haben würde ich nur bedingt auf eine andere Haltngsform zurückgreifen. Wie stehen die Pferde denn bisher? Ich würde sie nachts in einen Offenstall mit Paddock packen damit sie sicher verpackt sind ;) und tagsüber eben wieder rauslassen. Bei so viel Fläche und 3 Pferden sollte das Gras ja ganzjährig reichen. Natürlich kannst du das Grundstück einzäunen und in Teile teilen, aber dann wäre die schöne Aussicht ggf futsch. In meinen Augen auch unnötig. Haben die Pferde nur kleine Weideteile steigt die Gefahr dass sie Giftfpflanzen fressen weil sie weniger Auswahl haben. 

Schafe und Pferde hält man eig getrennt, da Schafe Parasiten übertragen. Will man sie zusammenhalten muss man sich über einen sinnvollen Entwurmungsplan informieren. Mit dem Tierarzt sprechen wäre hier sinnvoll. Ansonsten tun sich Schafe und Pferde nichts. 

Die Weiher schaden an sich nicht. Wenn das Pferd da reingeht aus Spaß, dann scheint ihm nicht allzu kalt zu sein ;) Wenn meine friert versteckt sie sich immer hinter Büschen und Bäumen, da steigt die nicht freiwillig in einen Weiher :D Kritischer ist es, wenn der Boden drum herum aufweicht, das Pferd einsackt und nicht mehr rauskommt. Im winter muss man evtl mit Eis aufpassen, wie tief ist der Weiher denn? Bekannte von mir haben ihren See auf der Weide im Herbst und im Frühjahrsanfang eingezäunt (mit E-Zaun und Strom). Im Winter und im Sommer machen sie den See auf, manche Pferde gehen gerne rein. 

Mit Krankheiten kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen. Natürlich bringen Rehe Würmer und andere Parasiten mit. Tollwut könnten sie übertragen, die ist hier in D allerdings weitgehend ausgerottet. Wildtiere können auch die Tierseuche "Rotz" mitschleppen. Das ist so gut wie immer tödlich und ist meldepflichtig. Dann wird alles gekeult was in der Nähe ist... Ich würde da aber nochmal mit einem Tierarzt sprechen. 

Ansonsten geh auf das Vetamt zu und frag die, was die sehen wollen. Dann kannst du dem am ehesten nachkommen. 

Wünsche dir noch viel Erfolg und Glück! 

@ MissDeathMetalGenau

Danke schön. Ja und Tiere haben einen Vorteil … sie halten
das Gras kurz *freu*

Die Zäune ….das ist ja das Problem,  wir haben letztes Frühjahr so viel Geld investiert und  um das gesamte Grundstück
einen Pferdezaun aus Holz mit drei Querlatten gebaut. Höhe knapp 160/170. Um die Schafe zu sichern haben wir bis ca. 80/90 cm einen Maschendrahtzaun daran befestigt – natürlich so dass die Igel und Hasen noch unten durch können. Das war auch nur möglich, weil uns Gesellen auf der Wanderschaft geholfen haben. Die
Rehe schlüpfen anscheinend zwischen den 80cm und der letzten Latte durch – ich hab`s aber noch nicht gesehen. . Und jetzt soll
alles verändert werden. Jetzt alles „rehsicher“ zu machen zerlegt uns. Allerdings wenn diese Krankeiten zu meinen Pferden bringen …

Die Pferde stehen nachts in Boxen.  Habe die ehemaligen 16 Ständerboxen in vier großzügige Boxen umbauen lassen. Die zwei Schafe hol ich übrigens nachts auch rein in eine
der Boxen. Ist sicherer. Tagsüber haben sie einen trockenen Unterstand mit gepflasterten Paddock,  Heuraufe und Frischwasser
direkt am Haus. Der Paddock ist immer offen – wird auch  nur  bei
sehr  schlechten Wetter bzw. Sturm von
ihnen genutzt.

Die Tierärztin meinte ich solle mir wegen den Rehen keine
Sorgen machen, da meine Tiere regelmäßig entwurmt werden und geimpft sind. Nur die Dame vom Tierschutz macht sich eben Sorgen, auch  dass mein fast blinder Wallach Probleme hat
und die Rehe ihn erschrecken können und er dann stürzen könnte, weil er ja fast nichts mehr sieht und es so viele Hindernisse gibt. Aber ich habe das Gefühl er kennt jeden Baum/Strauch/Pfütze etc. Über „Rotz“ muss ich mich noch schlau machen …

Das mit den geliehenen Schafen ist eine klasse Idee. Das
wusste ich nicht. Vielleicht wäre ein Tierschutzverein dankbar und ich hätte meine Kosten im Blick und man könnte ausprobieren ob sie sich verstehen- auch wenn ich dann einen größeren Stall brauche. Dann kann die Dame von heute morgen nicht sagen ich hätte mich nicht bemüht. Da frage ich morgen gleich mal nach.
Danke für den Tipp ;-)

Tja und der Vet hatte beim letzten Besuch nichts zu meckern.
Wir saßen auf der Terrasse, tranken Kaffee und er fand es schön wie  wie idyllisch es ist. Er  glaubt mir auch, dass ich keine Rehe anfüttere. Warum sollte ich auch ;-) Er denkt sogar, dass die Rehe hier sind weil mein Waldstück so „unaufgeräumt“ ist und sie hier Deckung haben und somit sicheren Zugang zu den Wiesen.

Aber wie gesagt, das Gerede von falscher Tierhaltung von den
Leuten hier und dann der Tierschutz auf dem Grundstück. Das macht einen fertig ...

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@Haussperling

schafe und pferde kann man hervorragend zusammenhalten. das problem mit hirschläusen oder schafläusen tritt auch ohne schafe auf. allerdings ist das pferd ein fehlwirt. sie bleiben also nicht.

wenn man schafe und pferde passend entwurmt, passiert gar nichts. meiner stand 12 jahre mit schafen zusammen.

auch das "zaunproblem" ist bestens in den griff zu kriegen - auch ohne schafdraht. man kann entsprechend kleinmaschigen maschendraht verwenden, in dem das pferd nicht hängenbleiben kann, muss aber dann metallpfosten setzen, da der draht verspannt werden muss.

ein problem sehe ich eher in richtung fuchsbandwurm  - wegen des nahen waldes.

pferde, ziegen, schafe kann man problemlos zusammen halten. zwischen pferden und ziegen können sich sogar regelrechte freundschaften entwickeln.

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@Haussperling

Lieber Haussperling, mittlerweile verstehe ich auch, dass Du das alles mal loswerden musstest! Und lass Dir eines von mir sagen: Überproportional viele Leute, die im Tierschutz tätig sind, haben eine kräftige Profilneurose! Leider zieht der Tierschutz solche Leute an und manche davon denken schlussendlich wirklich nicht mehr ans Tierwohl, sondern nur noch daran, wie sie anderen Menschen das Leben schwer machen können. Auch sind erstaunlich viele Tierschutzleute gerade mit den Bedürfnissen von Großtieren überhaupt nicht vertraut. Die möchten Pferde am liebsten ganzjährig in Watte packen und Schafen Regenhüte aufziehen... Aber Esel, die auf einer saftig grünen Weide stehen, gelten ihnen als "gut versorgt"! (grrrr....)

Der Amtsveterinär ist der Einzige, der hier wirklich was zu sagen hat. Ansonsten gilt: Möglichst nicht ärgern - nur wundern!

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@DonkeyDerby

Haussperling, für mich klingt das nach einem Paradies für die Tiere ;) Ich glaube eher, dass da manche eifersüchtig sind. Manche auf euer wunderschönes Grundstück, andere auf die Fläche und die nächsten auf eure Situation, dass ihr euch das leisten könnt. 

Wie DonkeyDerby schon sagte, viele "Tierschützer" sind keine Tierschützer mehr, sie wollen nur noch andere schlecht machen und sich einmischen und wichtig fühlen. Auf die solltest du einen Dreck geben. Bei Bekannten von mir stehen regelmäßig die Leute vom Vetamt auf der Matte. Mittlerweile kennen sich Vetarzt und sie ziemlich gut, die trinken dann nen Kaffee zusammen. Warum? Weil die Leute das Vetamt benachrichtigen weil die Pferde im Matsch stehen. Das ist alles. Sie stehen im Matsch. Ja, im Herbst wenn es tagelang regnet steht der Paddock unter Wasser und dann gibts Matsch. Die Pferde haben Futter, sind kerngesund, Hufe top, usw. Manchmal halt nicht geputzt, bringt die aber auch nicht um. Aber da muss das Vetamt hin. Wenn Pferde 23h in der Box stehen guckt keiner. Aber wehe, die Pferde stehen im Matsch ;) 

Die meisten "Tierschützer" haben keine Ahnung von Tierschutz. Und regen sich über Sachen auf, die Pipifurz sind. 

Mach das so, dass der Vetarzt nichts zu klagen hat. Und auf den Rest musst du einen Schnurz geben. Es gibt immer Leute die neidisch sind oder es "besser wissen". Lass dir da nicht reinreden. Von dem her was ich höre geht es den Tieren super. 

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Vielen Dank an alle! Schön, dass auch bei anderen hier die Pferde noch leben obwohl sie Reh-Gesellschaft haben.

Ich hatte mir schon gedacht, dass sich meine Pferde nicht
vergiften – wie gesagt stehen ja schon eine Weile auf den Wiesen – dann wären sie ja schon längst vergiftet, wenn‘s so gefährlich ist.

@anaschia: Wenn ich welche erkenne kommen diese Pflanzen
natürlich sofort raus. Dazu muss ich mich jetzt mal genauer befassen, welche genau giftig für Pferde sind. Danke für den Hinweis, vermehren sollen sie sich natürlich nicht :-)

Das mit den Weihern war auch ein guter Hinweis, ich hatte noch nie darüber
nachgedacht, dass sie stecken bleiben können, da überlege ich mir was.

Ich sehe das jetzt emotionsloser als gestern. Ich denke wären die Pferde
nicht „behindert“ und ich hier nicht als „Städterin“ neu, dann würde
sich auch niemand einmischen und alles besser wissen.

@ponyfliege:
Danke für deine Nachricht! Kurzzeitig hatte ich überlegt das im Ort
öffentlich zu machen – aber mein Mann möchte das nicht. Verstehe
ich auch, er ist von einer guten Auftragslage hier abhängig und brauch jetzt
nicht noch zusätzlichen einen öffentlichen Konflikt. Ich denke, da die Anzeigen
anonym sind, sitzen wir es aus. Der Veterinär steht ja hinter uns. Und mal
ganz ehrlich, der alte Bauer zum Beispiel, der mir jedes Mal erzählt
mein Wallach hätte kein pferdegerechtes Leben mehr, hält seine Schweine
im dunklen Stall und seine Kaninchen in Boxen.

Aber jetzt kommt das Beste, ihr werdet schmunzeln und somit hat sich die Sache erst mal für mich erledigt:

Bzgl. der Dame vom Tierschutz:

Heute Morgen habe ich versehentlich mit dem örtlichen Tierschutzverein gesprochen. Ich dachte die kommt von da.  Zufällig erfuhr ich, der Herr von dort kennt  meine Tierhaltung und ich kenne ihn. Seine Tochter kümmert sich seit einiger Zeit mit um meinen Hafi und er ist sozusagen ihr Chauffeur. Die Welt ist klein. Er findet das hier klasse. *bin ich stolz*. Er hat sogar gefragt, ob er hier bei Bedarf Wasservögel vom Tierschutz auswildern darf. Jetzt kann mir, denke ich,  keiner mehr was. Oder?

Die Dame von Gestern kam von einem privaten Tierschutzverein – ich
wusste gar nicht, dass es da Unterschiede gibt. Mit ihr habe ich jetzt
gesprochen. Also:  sie will mich nur unterstützen und da die Pferde ein Handicap haben auf Gefahren aufmerksam machen  und das mit der
Schafherde ist vom Tisch. Zwei sind in Ordnung, eine Herde wäre  nur schöner für die Tiere. Sollte aber einer sterben „sollten wir uns nochmal zusammen setzen und eine tiergerechte Lösung finden“ – was immer sie damit  auch meint. Aber ist okay.

Mal ganz brutal gesagt, mein hier vergessenes Kaltblut verbrachte sein
Leben im Ständer und kann jetzt die Natur mit seinen Freunden genießen
und das ehemalige Springpferd stand bevor es zu mir kam 22 Stunden am
Tag in der Box und wurde jedes Wochenende auf Turniere geschleppt. War
das artgerecht? Da sagt keiner etwas. Jetzt haben sie etliche ha
zur Verfügung, werden tierärztlich gut versorgt und sind schmerzfrei.  Sollten doch Krankheiten von den Rehen übertragen werden oder sollte sich  einer
die Beine brechen,  weil von den Rehen  „erschreckt“, wie behauptet dann hatten sie ein schönes Leben und ich denke ich brauche mir dann von niemanden hier im Ort Vorwürfe machen zu lassen.

Danke für eure Antworten!

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