Sachbeschädigung am KFZ - welche Rechtsschutzversicherung?

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10 Antworten

da die schadensverursachung keine verkehrsrechtliche sondern eine reine Sachbeschädigung ohne Strassenverkehrsvorgang  ist sollte die Privatrechtsschutz  eintreten.. Das klärt aber der Versicherer bzw der Anwalt. Nimm einfach beide  Verträge mit .. der kümmert sich dann drumm.. Joachim

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Wie schon hier erwähnt, springt die Verkehrsrechtsschutzversicherung ein. Melden Sie bitte den Sachverhalt dem Rechtsschutzversicherer.

Mit dem Anwalt besprechen Sie bitte, ob eine Strafanzeige bzw. Strafantrag sinnvoll wäre. Aus meiner Sicht ja, weil in Strafverfahren zivilrechtliche Ansprüche gleich miterledigt werden können.

Auch wenn der RS-Versicherer aktive Strafverfolgungskosten nicht übernimmt, kann es möglich sein, auch dafür Rechtsschutz zu bekommen, wenn sich dadurch ein Zivilprozess vermeiden lässt. Der Versicherer könnte das aus dem Gesichtpunkt der Prozessökonomie rechtfertigen.

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Für alle Schäden die im Zusammenhang mit einem Fahrzeug stehen ist der Verkehrs-RS zuständig.

Nachdem der Schaden vorsätzlich verursacht wurde, muss sie den Schaden selbst bezahlen. Eine Privathaftpflichtversicherung leistet nicht.

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PiaaaSch 23.05.2016, 17:58

Also würde dann meine Verkehrsrechtsschutzversicherung meinen Anwalt zahlen, wenn ich das Geld zivilrechtlich einklagen würde? 

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Apolon 23.05.2016, 18:08
@PiaaaSch

Es ist doch ein Schaden am Fahrzeug entstanden, den man natürlich auch seiner Vollkasko-Versicherung melden könnte.

A.2.2.2 Welche Ereignisse sind in der Vollkasko versichert?

Versicherungsschutz besteht bei Beschädigung, Zerstörung, Totalschaden oder Verlust des Fahrzeugs einschließlich seiner mitversicherten Teile durch die nachfolgenden Ereignisse:

Mut- oder böswillige Handlungen

A.2.2.2.3 Versichert sind mut- oder böswillige Handlungen von Personen, die in keiner Weise berechtigt sind, das Fahrzeug zu gebrauchen.

Also stellt sich die Frage gar nicht, welcher Teil der Rechtsschutzversicherung hier zu trifft!

Und im Baustein Verkehrs-Rechtsschutz ist Schadenersatz-Rechtsschutz vorhanden.

Sinnvoll ist es aber, sich zuerst die Deckung vom Rechtsschutz-Versicherer bestätigen zu lassen.

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PiaaaSch 23.05.2016, 18:13
@Apolon

Ok, das macht natürlich Sinn, dadran habe ich gar nicht gedacht,  sorry! :)

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BenniXYZ 23.05.2016, 22:39
@Apolon

Moin Herr Experte Uhrig, du hast eine Kleinigkeit vergessen. Wenn der Fragesteller seine Vollkasko in Anspruch nimmt, wird er zur nächsten Beitragsfälligkeit sein blaues Wunder in Form einer Hochstufung erleben. SFR im Eimer. Das würde ich mir sparen und einfach den Rechtsanwalt beauftragen.

Auf keinen Fall die Vollkasko in Anspruch nehmen. Der Täter ist doch bekannt!

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Apolon 24.05.2016, 00:32
@BenniXYZ

 Wenn der Fragesteller seine Vollkasko in Anspruch nimmt, wird er zur nächsten Beitragsfälligkeit sein blaues Wunder in Form einer Hochstufung erleben.

Dies kann sein - muss aber nicht, denn er könnte einen Vertrag mit einem Rabattschutz abgeschlossen haben.

Außerdem wird der Versicherer Regress beim Schadensverursacher nehmen.

 Das würde ich mir sparen und einfach den Rechtsanwalt beauftragen.

Dies ist natürlich auch möglich, nur wissen wir nicht, ob der Täter überhaupt in der Lage ist, den Schaden zu bezahlen.

Ergänzend habe ich nur darauf hingewiesen, dass man den Schaden über die Vollkasko abwickeln kann.

Sinnvoller weise sollte sich der TE mit seinem Versicherungsvermittler in Verbindung setzen und mit ihm die Geschichte besprechen und zumindest ihm den Schaden melden.

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Hallo,

"zuständig" ist hier die Verkehrsrechtsschutzversicherung, in deren Leistungsumfang auch der Baustein "Schadenersatz-RS" enthalten ist - und der ist hier angesprochen...

Viele Grüße

Loroth

(Hinweis: Es empfiehlt sich in jedem Fall, zunächst über den Anwalt Deckung durch die Versicherung einholen zu lassen und DANN aktiv zu werden. So kann man sicher sein, dass die Versicherung auch leistet und man nicht am Ende auf eine RA-Rechnung "sitzen bleibt"...)

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FordPrefect 24.05.2016, 08:35

Jein. M.E. kommt es hier auf den exakten Umfang des gewählten Tarifbausteins an. Ein auf einem privaten Grundstück geparktes Auto nimmt nicht am Verkehr teil, weswegen die meisten Verkehrs-RSV das nicht abdecken werden, WIMRE. Aber die private RSV wird es auf jeden Fall.

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Nimm deine Verträge mit zum Rechtsanwalt, der holt sich die Deckung. Wenn die Täterin bekannt ist, dann wirst du sowieso keine Kosten haben, denn die Kosten des Anwaltes muß sie dir erstatten.

Auf keinen Fall würde ich die Vollkasko belangen, denn danach wirst du hoch gestuft.

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vor knapp 2 Wochen wurde mein Fahrzeug auf einem Privatgrundstück
mutwillig mit einem Nagel zerkratzt, Täter ist bekannt, Zeugen vorhanden
und Strafanzeige ist gestellt.

Lustige Nachbarn habt ihr.

Nun meine Frage, welche Rechtsschutzversicherung springt in dem Fall ein?

Es geht wohl um den Schadenersatz, da vorsätzliche Handlung. Das ist eine Privatklage gegen den Täter, ergo Zivilrecht.

Die Verkehrsrechtsschutz oder die Private?

M.E. keine von beiden. Hier geht es nicht um Verkehrsrecht (da KFZ geparkt auf Privatgrund) und die PHV ist hier außen vor; es geht ja nicht um den Schaden Dritter. Das ist reines Zivilrecht / Schadenersatzklage. Wobei man sich immer fragen muss, ob man auch bei einem positiven Urteil nicht letztlich auf den Kosten sitzen bleibt. Denn wenn die Täterin / Beklagte kein Geld hat, nutzt dir der Titel auch nichts.


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FordPrefect 24.05.2016, 08:32

Nachtrag: Ich hatte den OP evtl. missverstanden, weswegen meine Antwort irreführend sein könnte. Hat der OP eine private RSV, dann wäre diese der passende Vertrags- und Ansprechpartner. Ich ging von der PHV aus, die hätte hier nichts zu melden.

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bevor du Kosten verursachst, auf deren Erstattung du zwar ein recht hast, diese aber nur schwer einklagen kannst, erkundige dich doch erst mal bei der Versicherung.

Sie es hat es absichtlich und nüchtern gemacht, dann wird ihre private Haftpflichtversicherung es nicht übernehmen. 

Wenn sie nicht beahlen will oder kann, dann musst du zivil klagen, deine Kosten vorstrecken und dann wohl ewig auf dein Geld warten müssen.

Also würde ich die Kosten so niedrig wie möglich halten

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PiaaaSch 23.05.2016, 17:24

Sie hatte ja leider 1,7 Promille im Blut und mit Absicht getan :/

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tapri 23.05.2016, 17:27
@PiaaaSch

dann wird sich ihre Haftpflicht freuen, denn auch bei Zuständigkeit denke ich, dass sie nicht bezahlen wird. Was sagen denn die anderen Geschädigten? Tut euch doch zusammen (zumindest bei den Erstberatungen)

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PiaaaSch 23.05.2016, 17:54
@tapri

Andere Geschädigte gibt es ja leider nicht, nur halt Zeugen. War ein recht netter Grillabend, dann kam sie, machte Terror, nahm sich einen Nagel und ging ans Auto. Vor ein paar Tagen rief sie dann an, und meinte sie möchte ein Gegengutachten von einem Gutachter ihrer Wahl. Natürlich wieder sturzbetrunken.. 

Die Zeugen und ich sind uns ja gott sei Dank alle einig.

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So wie es hier steht wird sie nicht haftbar sein wegen Suff am Auto und somit binde ein Deine Vollkasko. Viel Glück.

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Loroth 23.05.2016, 22:56

Wieso sollte man alkoholisiert per se NICHT haftbar sein? Vgl. § 827 BGB...

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Habe jetzt mit dem Anwalt gesprochen. Im Ernstfall übernimmt die Private Rechtsschutzversicherung die Anwaltskosten. Die Dame weigert sich weiterhin zu zahlen. Sie wird jetzt verklagt. Mal sehen was draus wird. Trotzdem Danke für die vielen hilfreichen und mutmachenden Antworten! 

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Ruf doch einfach bei der Versicherung an und frag nach.

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PiaaaSch 23.05.2016, 17:20

Unser Versicherungsvertreter sagt Verkehr, eine befreundete Anwältin jedoch Privat... :/

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Annelein69 23.05.2016, 17:24
@PiaaaSch

Na ja,es ist eine Zivilklage die du anstrebst,dann wäre es schon Privat.

Aber ich denke der Versicherungsvertreter kennt sich aus.Wir haben einen Rechtsschutz der halt einiges beinhaltet,wenn ich dann anrufe und die Sachlage schildere,geht das eigentlich automatisch.Zumindest war das bei uns mal der Fall.

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