Psychologe werden; ist das sehr anstrengend (seelisch)?

10 Antworten

Hallo,

Psychologie kann ein sehr interessantes Studium sein. Der Vorteil besteht darin, dass Du manchen Inhalt direkt aus eigenem Erleben erkennen und nun unter neuem Gesichtspunkt verstehen lernen wirst.

Vielleicht machst Du mal ein Praktikum bei einem Psychologen.

Das Studium fordert von Dir grundsätzlich keine Arbeit mit Klienten. Aber Du musst Dich abgrenzen von all den Krankheits-Symptomen, die auch Psychologen lernen müssen, die aber jedes für sich genommen durchaus auch bei Gesunden auftreten.

Wenn Du nicht Therapeut werden magst, kannst Du Dich in unterschiedlichen Bereichen spezialisieren:

In der Wirtschaft hast Du mit Personal (Auswahl, Führung, Entwicklung, Einstellung, Qualifizierung etc.) zu tun. Auch Marketing kann spannend sein.

In der Schule arbeiten Schulpsychologen für Schüler, Eltern und Lehrer

Bei der Arbeitsagentur Arbeiten Psychologen, um das richtige Stellenprofil für den Bewerber (und umgekehrt) zu finden.

Auch Polizei und Justiz brauchen Psychologen

Die Psychologie ist einer der Studiengänge, die eine sehr breite Entwicklungsperspektive eröffnen können (zum Teil abhängig von der Ausrichtung der jeweiligen Uni).

Allerdings brauchst Du im Studium viel Mathe (Statistik), was viele abschreckt.

Viel Erfolg!

Wenn du mit Psychologen Psychotherapeut meinst: ja, das ist es. Sehr sogar. Es kann vorkommen, dass man nach einer einzigen Therapiestunde seelisch auf dem Zahnfleisch geht. Stell dir vor, du steckst gerade in einem schwierigen und schmerzhaften Trennungsprozess mit deiner Frau/Freundin und der Klient vor dir erzählt von seinem eigenen schwierigen und schmerzhaften Trennungsprozess. Oder ein Patient droht mit Suizid. Das steckt man nicht einfach weg.

Darum muss ein angehender Psychotherapeut auch so eine lange und gründliche Ausbildung machen. In der Therapie muss man einen anderen Menschen sehr nah an sich heranlassen, muss aber gleichzeitig auch so abgegrenzt sein, dass man sich von dessen Not nicht anstecken lässt.

Stell es dir einen Menschen in Seenot vor. Es ist deine Aufgabe, den Menschen zu retten, aber einfach mit ins Wasser zu springen, nützt dem Notleidenden nichts. Einer muss den festen Boden unter den Füßen behalten und das ist der Therapeut.

Das ist oft nicht einfach. Man wird oft mit großen eigenen Ängsten oder Leid konfrontiert. Darum gehört  zu einer guten Psychotherapieausbildung auch eine gute Eigentherapie, damit man das bearbeitet und damit umgehen  lernt. Es kann aber immer mal wieder vorkommen, dass die eigenen Ängste, die eigene Biographie einen plötzlich überfordert in der Therapie. Dann muss man i.a. den Fall abgeben. 
Man darf jedenfalls den Patienten nicht dazu benutzen, sich selbst zu heilen. Das machen viele Küchenpsychologen mit oft schlimmen Auswirkungen.

Die Ethik ist daher ein wichtiges Fach in der Ausbildung.

Stell dir eine Therapie wie eine Bergwanderung vor. Der Therapeut ist der Bergführer. Manchmal muss er den Rucksack des Patienten schultern, niemals darf er seinen eigenen Rucksack dem Patienten auch noch aufladen.

Um mit der Belastung, die der Beruf mit sich bringt, fertig zu werden, hat jeder Psychotherapeut auch pflichtgemäß regelmäßig Supervision, wo er über schwierige Fälle reden kann und starke Gefühle, die bei der Therapie unter Umständen aufkommen, bearbeiten kann.

Das ist der Hauptgrund, warum ich niemals einen Schüler als Praktikanten akzeptieren würde. Sie haben mangels Ausbildung einfach nicht die nötigen Mechanismen zur Verfügung, um sich selbst zu schützen.

Psychologie ist ein umfangreiches Gebiet. Ein Psychologe kann viel sein. Im Grunde ist ein Psychologe jemand, der einfach das Psychologie Studium abgeschlossen hat. Ich glaube, was du meinst ist ein Psychotherapeut. Um Psychotherapeut zu werden brauchst du nach dem Studium noch eine Weiterbildung. Ich stelle mir vor, dass es nicht einfach ist bei einer Gesprächstherapie einerseits zuzuhören und sich einzufühlen, andererseits aber Abstand zu halten und die Situation von einer gewissen Entfernung zu betrachten.
Wenn dich Psychologie interessiert, studiere es. Wenn du merkst, dass Psychotherapeut nichts für dich ist, kannst du mit dem Studium noch andere Richtungen einschlagen.

Psychologie ohne Studium?

Hey. Ich mache bald mein Abitur. Schon immer wollte ich etwas Richtung Psychologie machen. Ich habe mich informiert und um Psychologe zu werden muss ich leider studieren, was ich aber unbedingt vermeiden will. Jetzt frage ich euch, kann ich mit meinem Abi etwas in Richtung Psychologie machen oder nicht ? Vielen Dank im Vorraus.

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Hey :) Ich möchte in einem Jahr Psychologie studieren. Wollt dazu fragen, ob das überhaupt möglich oder sinnvoll ist, wenn man selbst psychische Störungen (Depressionen) hat.

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Als Psychologe einen Dr. Titel haben - wie geht das?

Ich habe Versuch mich im Internet schlau zu machen aber ich habe es nicht wirklich verstanden.

Also.. wenn man Psychologe ist, hat man dann einen Dr. Titel? Bzw. Haben alle Psychologen einen Dr. Titel? Und wenn man Psychologe werden möchte, muss man dann einfach Psychologie studieren?

Ich Blick da einfach nicht durch 😅vielleicht kann mir das alles jemand erklären.

Danke fürs lesen ✌🏻

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Meine Mutter macht mich seelisch kaputt. Was würdet ihr mir raten?

Hallo. Seit einer ganzen Weile läuft das nun schon so, dass meine Mutter mich wegen Kleinigkeiten anschreit und immer mich für alles verantwortlich macht nur weil ich im Gegensatz zu meiner Schwester mich auch getraue, mich zu verteidigen. 

Sie meint immer, ich sei dumm und würde keinen Job bekommen und hätte keine Ahnung vom Leben. Zuhören tut sie mir nicht, sie ist vielmehr in ihrer eigenen Welt gefangen, in der sie selbstverständlich das sagen hat. Früher hat sie mich regelmäßig geschlagen und gab mir nicht wirklich das Gefühl, dass ich etwas wert bin. Dies wirkte sich natürlich auf mich aus. Ich bin bis heute sehr schüchtern, nicht offen und komme mir immer vor wie das unnötige Kind, das ungeliebt ist und bleibt. 

Nur im Jugendrotkreuz habe ich das Gefühl, ein vollwertiger Mensch zu sein. Zu erwähnen ist auch, dass ich oft über Selbstmord nachgedacht habe aber es blieb bis heute nur bei Gedanken. Ich verstehe es trotzdem nicht, warum die eigene Mutter das Kind derart "mobbt" und dieses dann seelisch am Ende ist. Doch es nimmt kein Ende. 

Auch als ich heute von der Schule kam, hat sie mich wieder angeschrien, weil ich ja frech war (war meine Schwester, die frech wurde) und hat mich als Nichtsnutz dargestellt, obwohl ich mich nur gegen Dinge wie Ar**loch gewehrt habe. So uneinsichtig sie auch ist, hat sie mich gleich buchstäblich zur S*u gemacht und mir Vorwürfe an den Kopf geworfen.

Nun genug dazu. Was würdet ihr mir raten? Was soll ich tun? Psychologe aufsuchen? Wie soll ich mich verhalten, wenn meine Mutter wieder schreit und weshalb machen Mütter ihre Kinder seelisch so fertig?

Danke für jede Antwort. Bitte gebt euch Mühe, denn ich brauche nicht die berühmten 1 Satz Antworten sondern ernst gemeinte Meinungen und Ratschläge.

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