Private Radtouren, was muss beachtet werden?

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4 Antworten

Wenn du dafür Geld nimmst, musst du ein Gewerbe anmelden. Eine Haftung trifft dich nur, wenn wegen eines FEHLERS von DIR jemand zu Schaden kommt. Das wird aber NICHT über eine private Haftpflicht gedeckt, wenn du das für Geld veranstaltest.

Wenn ihr euch locker privat trefft, ist das einfach eine Hobbygruppe. Da ist keiner für den anderen verantwortlich und haftbar.

Danke für die Antwort. Wie gesagt Geld möchte ich damit nicht verdienen, das soll rein Privat und als Hobby angesehen werden. Auch wenn die Mitfahrer es Angeboten bekommen Verpflegung (Mittagessen in einer Gaststätte) gemeinsam mit der Gruppe einzunehmen. Was natürlich jeder selber bezahlen muss und vorher auch anmelden muss.

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Nein Geld möchte ich damit nicht verdienen. Das ist so gedacht, dass weitere Leute sich einer Privaten Radtour anschließen können ggf. mit Verpflegung. Die Verpflegung muss selber gezahlt werden und/oder selber mitgebracht werden. Ich weis halt nicht ob man dann als "Veranstalter" auftritt oder einfach nur als Leitende Person bei der jeweiligen Tour.

Wenn du kein Geld damit verdienen willst ist das eine private Sache. Brauchst also keine Versicherung! Darüber trägst Du natürlich eine gewisse moralische Verantwortung, wenn Du organisierst. Kenntnisse des Geländes, Beratung der Proviantierung, Kenntnisse über gesundheitl. Probleme durch Radfahren, gute Kenntnisse über die Fahrradreparatur, bzw. -improvisationen, usw. Mir fallen bestimmt noch 10 wichtige Dinge ein...

Okay. Das heißt ich könnte jetzt über Soziale Netzwerke und/oder über eine eigene Homepage sagen, ich Plane eine Radtour melde dich dafür an. Ein schönes kleines Formular wo die "Teilnehmer" alles wichtige ausfüllen wie "gesundheitliche Probleme" etc.?

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@Jac0b

Bei so eine privaten Tour ist jeder für sich selbst verantwortlich. Sicherlich kannst Du auf Dinge hinweise, die alle Teilhaber wissen sollten, z.B. Schwere der Tour, Wasser- + Proviantmitnahme, Bekleidung, Art des Rades, usw. Mit einem Zettel würde ich nicht arbeiten, hat so was zwanghaften, außerdem ist er nicht nötig.

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@Jac0b

Wenn du dir einen Fragebogen ausfüllen läßt, würde ich das als juristisch sehr problematisch sehen. Dann trittst du als Veranstalter auf und bist, ich bin mir nicht sicher, in der Haftung. Zum Beispiel kannst du gesundheitliche Probleme der Teilnehmer medizinisch gar nicht einschätzen. Stelle dir vor (ich übertreibe mal), jemand bekommt einen Herzinfarkt und argumentiert, du hast ihn nicht darüber aufgeklärt, wie anstrengend und schwierig die Radtour ist.

Wie dein Problem zu lösen ist, weiß ich allerdings auch nicht. Eigentlich solltest du einen Rechtsanwalt konsultieren, aber der lohnt sich nicht, weil du ja nur dein Hobby pflegen möchtest.

Wahrscheinlich hängt alles von deiner Formulierung ab. Du "bietest keine Radtour an", sondern du suchst erfahrene Mitfahrer, die sich selbst über die von dir vorgeschlagene Route informieren und selbst wissen und entscheiden müssen, ob sie fit genug sind und für alles (Proviant, Kleidung usw) selbst verantwortlich sind.

Ob dieser Vorschlag besser ist, kann ich jedoch nicht beurteilen! :-)

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@biker30000

Ja einfach sagen: Schwirigkeit der Tour, Verhältnisse im Gelände etc. ... Das kann ich vorab ja Bekannt geben und dann kannst du als Interessant ja selber Entscheiden an der Tour möchte ich Teilnehmen oder nicht, richtig? Das heißt die Leute müssen ja Kontakt zu mir aufnehmen egal wie, per E-Mail und/oder einem Formular was selber ausgefüllt werden kann. Damit ich eine Info bekomme Person XY möchte an der Tour XY Teilnehmen. Sonst stehen da auf einmal 30 Personen, wollen mitfahren aber keiner hat den Überblick wer genau dazu gehört. So kann man sagen, Person XY - du kannst leider an der Tour nicht Teilnehmen weil diese auf 5 Personen beschränkt ist. Auch wenn dieses Privat angeboten wird sollten wenn möglich nur vorher angemeldete Personen Teilnehmen.

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@Mignon4

Genau, so etwas kann man ja vorher verfassen und der Person XY sagen. :)

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@Jac0b

Hab so was in Sardinien gemacht, bzw. auch Andere haben das
organisiert, schwere Touren, wirklich schwere. Mal abgesehen, dass keiner auf die Idee gekommen wäre bei einem Sturz irgendwelche Ansprüche zu stelle. Dein Zettel, den Du einsetzen willst, hat schon was Manisches. Was soll das? Hört sich wie eine Absicherung gegen „Was“ an! Aber wenn du für kleinste Dinge Geld nehmen
solltest, wenn es nur für einen Flicken ist, bin ich mir mit meinem Rat nicht mehr sicher. Sonst hat Dir auch Mignon4 einen
guten Rat gegeben.

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@biker30000

Wie gesagt Geld ist nicht im Spiel! Privat und als Hobby sollte das gemacht werden. Aber ich muss ja wissen wer Lust hat mit zu fahren wie oben schon geschrieben. 

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Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, es hängt davon ab, wie du die Radtouren anbietest. Wenn du als Veranstalter auftrittst, ist es sicherlich anders, als wenn du nur andere Menschen suchst, mit denen du gemeinsam eine Radtour machen kannst. Wenn du mit dem Angebot Geld verdienst, mußt du ein Gewerbe anmelden.

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