Plötzlich Brief von EOS-DID Inkasso - wie seht ihr den Sachverhalt?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Bei halbwegs seriösen Firmennamen (EOS und Telekom) sollte man erst mal davon ausgehen, dass da irgendwas dran ist. Zumindest für den Moment.

Darüber hinaus ist hier offenbar ein Titel im Raum. Sonst ergeben die Briefe inhaltlich keinen Sinn. Schau, dass du rausfindest, von welchem Gericht der stammt. Meist steht da etwas im Betreff davon. Beispielsweise "Vollstreckungsbescheid Amtsgericht XYZ mit Aktenzeichen ABC".

Mit diesem Aktenzeichen wendest du dich dann ans Gericht und bittest um eine Kopie, weil dir der Fall unbekannt sei und sich das Inkasso gemeldet hat.

Wichtig: Sobald du die Kopie hast, also am ersten Tag, prüfst du sie ganz genau. Vor allem: Hast du damals, wo der Titel zugestellt wurde, da auch wirklich gewohnt. Oft genug war man längst ausgezogen oder hatte noch nie was mit der Adresse zu tun.

Wenn die Adresse also falsch ist, kannst du noch Einspruch beim Gericht einreichen und "Wiedereinsetzung in den vorigen Stand" beantragen. Das begründet man mit fehlerhafter Zustellung und als Beweis legt man eine Kopie einer erweiterten Meldeauskunft dazu, die beweist, dass man da damals nicht gewohnt hatte.

Wenn der Titel aber richtig ist, also korrekte Adresse, dann kommt man dem auf diesem Wege jedenfalls nicht mehr bei.

Woher ich das weiß:Hobby – Mitglied AK Inkassowatch, jahreslanges Studium

Schön, dass sich jemand auskennt. Habe wieder was gelernt!

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Kurzer aktueller Stand:

Wir haben einen Brief an EOS DID geschrieben. Mittlerweile kamen wieder zwei neue Briefe, wieder mit verschiedenen Forderungen und mit Ankündigungen zur Kontopfändung. Auf den Brief wurde in keiner Weise eingegangen!

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Hallo auch uns geht es so mit EOS/DID wir haben auch mehrere Rechnungsnummer die angeblich nicht Bezahlt sind bei der Telekom und ich habe dort schon angefragt ob diese mit EOs arbeiten dies wurde durch die Telekom verneint! Also eine neue Betrugsmasche! Man sollte sich zusammen schließen und gemeinsam gegen EOS/DID Anzeige erstatten

Vielen Dank erst einmal für die Antwort. Erst kürzlich aufgefallen handelt es sich bei uns auch um drei verschiedene Forderungsnummern mit Forderungen zwischen 450 - 750€, wobei angeblich bei der einen seit 2008 ein Titel bestehen soll. Die Forderung selbst soll von 2007 sein. Das beste ist ja, dass meine Frau zu dem Zeitpunkt deutlich minderjährig (13) war und somit nicht geschäftsfähig. Wir haben nun die Tage einen Anwalt eingeschaltet. Der prüft erstmal, ob beim zuständigen Amtsgericht tatsächlich ein Titel vorliegt. Hier lag auch die Vermutung nahe, dass es sich um einen Betrug handeln könnte. In dem Fall werden wir auf jeden Fall Strafanzeige stellen. Ich werde weiter berichten, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

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Melde dich mal bitte beim Verbraucherschutz bzw. beim AK InkassoWatch unter http://inkassowatch.org/

Dass EOS nicht auf den Widerspruch eingeht, das ist normal.
Die werden auch nicht klagen. Du hast deine Position klar gemacht & dank der Hilfen von Mepeisen zb. sicher auch einen brauchbaren Widerspruch geschrieben.

Jetzt ignoriere was die schreiben, wende dich an oben genannte Stellen & wenn ein Mahnbescheid kommt, den bitte Widersprechen.

Woher ich das weiß:Hobby – seit über 16 Jahren mit Inkasso's zu tun.

Du kannst die Sache an eine Schuldnerberatung abgeben, die erledigen alles weitere für dich, auch den Schriftverkehr und werden bei EOS erstmal anfragen, wofür die Summe überhaupt sein soll bzw. woraus sich die Schulden ergeben. Auf deine Briefe wird EOS nicht reagieren, so dickfällig sind die, weil du Privatmensch bist. Lass eine seriöse Schuldnerberatung das machen, die kriegen ganz schnell raus, was da läuft, haben andere Mittel als du und es kostet nichts.

Hallo Inkognito.

Es ist ungewöhnlich, aber nicht ausgeschlossen, dass sich Betrüger per Post statt Email melden. Dass die Forderung schwankt ist ebenfalls nicht ungewöhnlich. Inkasso-Unternehmen versuchen das Beste rauszuschlagen und bei einigen ist eben wenig bis nichts zu holen, da probiert man es mit Zuckerbrot und Peitsche.

Wichtig ist aber auch, dass du nicht einfach etwas bezahlst. Es kann sich auch um ein Missverständnis handeln, z.B. dass jemand mit gleichem Namen bei der Telekom nicht gezahlt hat.

Das richtige Vorgehen wäre scheinbar, dass du postalisch antwortest und um folgende Dinge bittest (Quelle: www.123recht.de):

  • Detailierte Forderungsaufstellung
  • Rechnungskopie bzw Kopie von Vertragsunterlagen des Ursprungsgläubigers
  • Gläubigervollmacht bzw Abtretungsurkunde

Es ist wohl so, dass dubiose Inkasso-Dienste alte Forderungen aufkaufen, z.B. weil sie längst verjährt sind oder die Chancen schlecht stehen, dass das Geld noch kommt. Die können dann auch mal penetrant sein und arbeiten mit solchen Methoden.

Wenn man dich anrufen sollte, sag bitte, dass du nur schriftlichen Kontakt wünscht und leg wieder auf.

Wir warten solange, bis etwas Amtliches kommen sollte und lassen uns nicht einschüchtern. Falls das dann passieren sollte, gehen wir juristisch dagegen vor.
Meine Frau war bisher noch nie Kundin bei der Telekom. Daher ist die Forderung einfach nur aus der Luft gegriffen.

Selbst wenn es für dich außer Frage steht, dass ihr die Zahlung nicht versäumt habt, ist es nicht in jedem Fall klug einfach zu warten, bis das Theater da ist. Vielleicht lässt es sich in einem Brief klären. Im besten Fall haben sie sich nur im Namen vertan, aber die Scherereien mit Rechtsstreit und Co. habt ihr dann trotzdem am Hals.

Bei einer eindeutig unbegründeten Forderung würde ich nichtmal antworten. Erst mal die Firma googeln ob die überhaubt existiert.

Vielleicht wollen die nur deine Daten für weitere Spams .. oder du sollst geld ins Ausland überweisen oder an Postbankkonten (da kann man nicht erkennen wo der Kontoinhaber wohnt )

Bei echten Forderungen muss eine Begründung, Rechnung, mitgeliefert werden. Dann kann man auch mit dem Rechnungssteller Kontakt aufnehmen. Und wenn die Forderung eingetrieben werden soll dann kommt ein Behördenbrief .. gegen den man Einspruch einlegen kann .. dann muss der Gläubiger klagen was natürlich teuer wird, wenn du ein Forderung übersehen hast, aber ohne Begründung hat die Klage eine Chance und der Kläger würde alles bezahlen müssen .. was der sicher nicht machen würde.

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@juergen63225

Wie du aber in deiner eigenen Antwort festgestellt hast, scheint das hier nicht unbedingt die beste Variante zu sein. So falsch liege ich also vermutlich eher nicht mit meinem Tipp, oder?

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Das ist jetzt nicht komplett verkehrt, was du schreibst. Allerdings gibt es hier ein entscheidendes Detail: Es wird bereits eine Pfändungsmaßnahme angekündigt. Es scheint also ein Titel in der Welt zu sein. Daher empfiehlt sich ein anderes Vorgehen. Schreibe dazu was in meiner eigenen Antwort.

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