Plattfuß, mit 21 noch was zu machen

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

mit 21 kann man durchaus noch so einiges gegen Plattfüße machen, was ich unter anderem auch aus eigener Erfahrung weiß und zum Glück sogar belegen kann.

Im Regelfall läuft es heute wie folgt:

Man geht etwa einmal in Jahr zum Orthopäden. Dieser schaut dann kurz auf die Füße und verlangt drei Schritte vor und zurück zu gehen, einmal Zehenspituenstand und schreibt ein Rezept aus, welches man im Sanitätshaus einlöst. Dort wird ein Trittschaumabdruck genommen,- die "ganz cleveren" verwenden Blaupapier oder den Scanner, denn das spart Geld! Die Einlagen werden dementsprechend bestellt (in den meisten Fällen werden Kork- Ledereinlagen genau wie die Weichschaumeinlagen maschinell produziert und vom Sanitätshaus nur als Maßanfertigung weitergereicht,- das spart Kosten und bringt gutes Geld).

Der junge Mensch legt die Einlagen Anfangs in alle Schuhe. Später kommt es auch vor, dass die Einlagen mal weg gelassen werden, denn das tut ja nicht weh. Im Sommer lässt man die Einlagen auch schon mal längere Zeit weg, weil man ja Flipflops oder Sandalen etc. tragen möchte.

Fazit: Fabrikeinlagen aus Kork helfen bei Plattfüßen und starken Senkfüßen, in dem sie die Fußgewölbe nahezu in einer korrekten Form halten, allerdings nur für wenige Monate. Weichschaumeinlagen fühlen sich bequemer an, haben allerdings oft überhaupt keinen nenneswerten Stützwert (je nach Material zwischen etwa 5% und 35%).

Zuhause wird barfuß bzw. in Socken gelaufen,- manchmal auch in Hausschuhen ohne Einlagen. Das führt dann dazu, dass sich die Fußgewölbe immer wieder vollständig durchtreten lassen und eine Besserung nur zeitweise bzw. minutenweise sichtbar ist, wenn unmittelbar zuvor Einlagen getragen wurden (bei Weichschaumeinlagen erkennt man den Unterschied nicht).

Man wird also für immer auf Einlagen angewiesen sein,- wenn man älter wird und einen Lauf- bzw. Stehberuf ausübt, wird Mann sich nur noch Schuhe kaufen, die mit Einlagen passen. Richtige Damen hingegen, nehmen auch Schmerzen in kauf, wenn die Schuhe zu schön sind ;) (DAS GILT NICHT ALS PAUSCHALAUSSAGE FÜR ALLE FRAUEN)

Eine Plattfußtherapie, die auch noch mit 21 funktioniert:

Man trägt in allen Schuhen vorzugsweise Einlagen aus gutem Kunststoff oder verstärktem Kork, die nach der Sollform des Fußes (i.d.R. unbelasteter Fuß) angeformt sind. Für Hausschuhe und Sandalen kommen ggf. fest eingebaute Einlagen in Frage,- in Flipflops oder in ganz leichten Slippern verwendet man feste Senkfußkeile, die nahezu unsichtbar sein können.

Täglich macht man ein paar Fußgymnastikübungen, die ganz einfach zuhause,- etwa beim Zähneputzen gemacht werden können. Dazu läuft man bewusst manchmal auf Zehenspitzen,-* ich mache das, wenn ich abends beim Fernsehen mal auf´s Klo muss*.

Nach zwei Jahren erkennt man ganz deutliche Fortschritte und kann sein Innengewölbe nicht mehr vollständig durchtretenund im Laufe der Zeit werden die Fortschritte immer besser! Die Einlagen sind zunächst recht starr und werden nach und nach gegen Einlagen ausgetauscht, die analog zur gesunden Fußmuskulatur etwas nachfedern.

Wer in seiner Jugend überhaupt keine Einlagen gegen Plattfüße getragen hat oder nur die einfachen Weichschaumeinlagen, könnte mit 21 schon ein kontraktes Fußgewölbe haben. Das bedeutet, die Fußinengewölbe richten sich nur noch wenig oder überhaupt nicht mehr auf. Dieses würde bedeuten, dass die Füße zuerst mittels Vollkorrektureinlagen geformt werden müssen. Das dauert dann ein bis zwei Jahre,- vorausgesetzt, man ist wirklich ganz konsequent.

Da Du aber zumindest gelegentlich die Kork- Ledereinlagen trägst, gehe ich nicht davon aus, dass die Fußgewölbe vollständig kontrakt sind.

Nun stellen sich hier manche sicher die Frage, wo man solche Einlagen bekommt und wer die Gymnastikübungen zeigt. Früher gab es einmal den Beruf mit Namen Fußfürsorger. Dieser hat sich um die Füße und um die Beinstatik gekümmert (schwache Füße hinterlassen schließlich Folgen in den Knien,- insbesondere bei Knickfüßen üblich). Im 3. Reich wurde dieser Berufsstand unheimlich gefördert und gefordert. In der DDR gab es die gesundheitliche Vollversorgung in den Schulen. Heute ist das alles Geschichte und es kommt mehr auf das Abrechnungswesen an, als auf die Gesundheit.

Man muss sich also die Mühe machen und gezielt nach einem Privatorthopäden mit dem Fachbereich Füße und Beine suchen oder halt einen Fußtherapeuten. Dann ist man auf der sicheren Seite. Private Krankenversicherungen zahlen die Therapie ganz oder teilweise (je nach Vertrag). Andere müssen selbst zahlen.

Will man sich die Kosten sparen und vertraut der Therapie "auf Kasse", gilt folgendes:

Dank der heutigen Internetzeit kann man sich in sofern informieren, dass man keinen Schund als Maßeinlage bekommen muss (einfach Fertigeinlagen ablehnen und keinesfalls das Rezept unterschreiben).

Auf Kinderbeine.de etwa findet man zahlreiche Infos zum Thema Füße, Knie und Einlagen und (ich hoffe bald) auch eine Adressliste von Fachleuten für die biologisch logische Therapie.

Danke für die ausführlich Antwort. Da ich noch nicht sicher bin, ob ich genug Geld für eine solche Therapie auftreiben kann: Gibt es irgendwo im Internet Videos/Erklärungen, oder kannst Du vielleicht eine Kurzbeschreibung geben, wie solche Übungen aussehen sollen?

Wäre super- Vielen Dank!

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@lulubel

Eine ordentliche Therapie zu bekommen, heißt nicht automatisch, viel Geld dafür zu benötigen!

Auf Kinderbeine.de gibt es schon reichlich hilfreiches (zum 0- Tarif) und in einigen Wochen wird auch ein Film gezielte Gymnastikübungen für bzw. gegen Senkfüße, Plattfüße und Knickfüße eingestellt, der ganz leicht verständlich grundsätzlich wichtige Übungen zeigen wird.

Fakt ist aber, dass zu den Übungen auch gute und hilfreiche Einlagen beschafft werden sollten. Mit 21 hat man schließlich noch super Möglichkeiten und sollte darum nicht länger warten.

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Für die Übungen könntest du dir eine Serie Physiotherapie verschreiben lassen. Die Übungen sind eigenltich einfach (Fussgewölbe "künstlich" herstellen und halten) und lassen sich nach kurzer Anleitung auch selbst zu Hause durchführen, allerdings sind die Erfolgsaussichten nicht unbedingt gut. Ausserdem lohnt sich das nur, wenn du auch hin und wieder ohne Einlagen rumläufst. Die Einlagen erlauben deinem Fuss ja nicht, platt zu werden. Dann müssen aber auch die Muskeln, welche das Fussgewölbe "bilden", nicht arbeiten - wenn sie nichts machen, ist ja die Wölbung schon da.

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