(Pilotenlizenzen) PPL schwer? + Ablauf?

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2 Antworten

Um zur Prüfung zugelassen zu werden, musst Du bei einer zugelassenen Flugschule als Flugschüler angemeldet sein. Es reicht also nicht, wenn Dich Dein Freund privat unterrichtet. 

Um Kosten zu sparen könntest Du Dich bei einer Flugschule eines Luftsportvereins anmelden. Die Theorieausbildung solltest Du bei einer zugelassenen Theorieschule absolvieren. Der Lehrstoff ist in rund 3 Wochen zu schaffen. Nebenbei kannst Du dann mit der praktischen Flugschulung beginnen. Wenn Dein Freund die Lehrbverechtigung hat, könnte er sich als Lehrer mit der Vereinsflugschule in Verbindung setzen und Dich ggf. dort schulen, falls er als Lehrer gemeldet wird und auf den Schulflugzeugen dieses Vereins schulen darf. Vor dem ersten Alleinflug musst Du noch das Funksprechzeugnis für den Flugfunkdienst erwerben. Oftmals bieten die Theorieschulen ebenfalls Kurse für den Flugfunk an. Hier besteht die Möglichkeit das Funksprechzeugnis für den Flugfunk in Deutsch oder in Englisch oder gar das Allgemeine Funksprechzeugnis (für den Instrumentenflug) zu erwerben. Sinnvoll ist, erst das BZF I für den Flugfunk in Englisch und später das AZF (für den Instrumentenflug) zu erwerben. 

Rechne mal mit rund 1 Jahr bis zur Prüfung und Kosten in Höhe von rund 8.000 - 10.000 Euro für den Erwerb der PPL A. Soll es etwas schneller gehen, dann kannst Du Dich auch bei einer gewerblichen Flugschule anmelden. Dortt kannst Du die Ausbildung in rund 5 - 6 Monaten durchziehen, musst aber mit Kosten um die 12.000 - 15.000 Euro rechnen.  

CabinCrew7 05.05.2016, 11:55

Super, danke für deine Antwort!

Wie darf ich mir den Theoretischen Unterricht denn vorstellen? Wie damals in der Fahrschule?
Und unter dem Funken kann ich mir auch nicht super viel vorstellen.. Ich hab es schon oft gehört, verstehe allerdings kein Wort. Meinst du dass das sehr schwer zu lernen ist?

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Luftkutscher 05.05.2016, 12:22

Das mit dem Funken ist im Prinzip nicht schwierig, egal ob auf deutsch oder englisch. Man muss nur einige Redewendungen auswendig lernen und Mitteilungen der Flugsicherung bzw. der Luftaufsicht verstehen und wiederholen können.
Die Theorieausbildung ist wie in der Fshrschule, nur erwas umfangreicher, da mehr Fachgebiete unterrichtet werden. Ein normal begabter Mensch schafft das.

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CabinCrew7 05.05.2016, 12:44

Danke, das hört sich schon mal sehr vielversprechend an!

Nun nochmal eine Frage wegen der Zeit: Mein Freund hat damals 3 Wochen für die PPL-A benötigt, allerdings in den USA. Ein Captain bei mir von der Arbeit meinte ich soll mit 2-3 Monaten rechnen. Wie kommst du auf ein Jahr?

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Luftkutscher 05.05.2016, 13:23

In 2 - 3 Monaten ist das in Mitteleuropa nicht zu schaffen, denn oft spielt hier das Wetter nicht mit. In einer gewerblichen Schule musst Du schon 6 Monate einkalkulieren. In Vereinsflugschulen arbeiten die Fluglehrer ehrenamtlich in ihrer Freizeit und haben nicht immer Zeit. Zudem wird in aller Regel nur am Wochenende geschult, so dass die Ausbildung hier rund ein Jahr dauert.

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CabinCrew7 05.05.2016, 13:59

Achso, klasse! Danke für die Aufklärung.

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Ich kann ihnen über die Schwierigkeit des praktischen Teils der Ausbildung eigentlich nichts sagen da ich denke, dass sich eine PPL-A von einer SPL unterscheidet. Aber der theoretische Teil ist 1:1 so wie bei der PPL-A also kann ich ihnen helfen. Zur Erläuterung PPL-A (privat pilot license - aeroplane) ist die Lizenz für Motorflieger und wo ich schon von der SPL erzähle, die SPL ist die (sport pilot license) diese Lizenz ist für Segelflieger. Für beide Lizenzen werden sie ein Funksprechzeugnis machen müssen. Dort müssen sie sich schon entscheiden, ob sie kommerziell oder nur zum Spaß fliegen wollen und ob sie nur in Deutschland oder in der ganzen Welt fliegen möchten. Fangen wir mit dem "Grund-modell" das BZF II. Dieses berechtig zur Durchführung des Flugfunks in deutscher Sprache und nicht kommerzieller Weise. Dann gibt es noch das BZF I, welches zur Durchführung des Flugfunks in englischer/deutscher Sprache und dieses darf auch nicht kommerziell genutzt werden. Das AZF berechtigt zu allem (wenn sie vorhaben eine ATPL zu erhalten benötigen sie dieses). Das Funksprechzeugnis an sich besteht aus einem theoretischen Teil aus 100 Fragen von Luftrecht, Technik, Navigation etc. (75% müssen richtig sein). Beim praktischen sticht man mündlich mit einem Fluglotsen die Funksprechgruppen durch und macht somit einen vollständigen "gedanklichen" An- und Abflug. Die theoretische Scheinprüfung ist bei der PPL, SPL und LAPL gleich, diese besteht aus 6 Fächern: Luftrecht, Technik, Navigation, HP&L, Meteorologie und Aeorodynamik. Aus jedem Fach kommen ca 25 Fragen die zu 75% richtig beantwortet werden müssen um zu bestehen.

PS. Ich bin 15 und habe das BZF II in der Tasche (das ist wirklich nicht schwer) und nun lernen ich für den Schein. (Also wenn ich wieder Zeit habe)

Ich hoffe ich konnte etwas informieren...

CabinCrew7 05.05.2016, 00:12

Ja super! Danke für deine Antwort, da war schon sehr viel gutes dabei.
Viel Erfolg weiterhin.

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MaxHilft01 13.05.2016, 18:19

Danke dir auch ;)

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