Pflegekinder sind total undankbar und tun nichts im Haushalt, was tun?

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8 Antworten

Jugendliche in dem Alter sind ja generell etwas schwierig und all das was du schreibst erleben auch Eltern mit leiblichen Kindern ständig. Das ist bestimmt eine schwere Zeit auch für dich und deinen Mann. Aber hier muss man behutsam vorgehen, weil die beiden sonst eh nur dicht machen.

Wie war denn deine Beziehung zu Ihnen bisher? Bist du schon lange ihre Stiefmutter oder erst seit ein paar Jahren? Es kann bei solchen Konstellationen immer sein, dass sie sich nichts mehr sagen lassen, weil du nicht ihre leibliche Mutter bist. Und dass sie das momentan als Grund nehmen. Sich vielleicht auch wegen der Pubertät wieder damit schwer tun.

Ich würde dir raten zur Familienhilfe zu gehen und dich beraten zu lassen. Caritas, Jugendamt...Denen kannst du mehr über eure Situation erzählen und die können dir konkrete Tipps geben.

Wir wissen zu wenig über euch und ich kenn mich auch nicht mit den speziellen Problemen einer Stiefmutter-Kind-Beziehung aus (es kann ja damit zu tun haben).

Alles Gute!

Sorry, Pflegemutter meinte ich, nicht Stiefmutter.

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Kleiner Tipp: rede mal in einem anderen Ton und mit anderen Worten zu ihnen.

Wer ein "macht mal!" in einem Feldwebelton zu hören bekommt, der reagiert verständlicherweise sauer darauf.
Dir mag das gar nicht bewusst sein, aber bei deinen Pflegekindern kommt das höchstwahrscheinlich genau so an.

Versuche es mal anders zu formulieren und sagen, was du dir von den beiden wünschst - welches Bedürfnis du gerade von ihnen erfüllt haben möchtest.
Beispiel Zimmer aufräumen:

Du kannst ihnen sagen, dass du dich damit unwohl fühlst und "ich möchte, dass ihr aufräumt" hinterher schieben.
Entweder machen sie es (mit Glück) sofort oder eben später. Was "übe dich in Geduld" bedeutet.
Oder ihr macht es zusammen bzw. du alleine, wenn du es gar nicht ertragen kannst.
Wahlweise bliebe noch die Tür nur im Notfall zu öffnen.

Wie gesagt, Unterstützung ist nur möglich, wenn du deutlich "Ich brauche eure Hilfe bei XY" sagst.

Übrigens ist Dankbarkeit etwas, das freiwillig erfolgen sollte.
Es gibt kein verbrieftes Recht darauf.

Desweiteren können die Kinder ja nichts für deinen schweren, stressigen Job.

Ich rede immer im freundschaftlichen ton mit ihnen,aber es nützt nichts

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@manuela69

Okay - hast du es denn mal so versucht, wie ich vorgeschlagen habe?
Du kannst natürlich deine eigenen Worte dafür verwenden.
Wichtig ist, dass du bei dir bleibst und deine Empfindungen in dem Fall nicht auf sie überträgst.
Umgekehrt gilt das Gleiche.

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Um hier konkret helfen zu können, müsste man mehr wissen über die Hintergründe. Wie lange die Mädels schon bei euch sind, was mit dem leiblichen  Vater der beiden ist. Wie dein Verhältnis als Stiefmutter zu ihnen war bevor sie bei euch eingezogen sind. Wie dein Mann zu der ganzen Sache steht.

Was die Ältere betrifft, es ist schwer einzuschätzen was ihr von ihr tatsächlich erwarten könnt. Jedenfalls ist es keine Drohung dass sie in ein begleitetes Wohnen gehen wird. Ich finde das grundsätzlich eine richtige Entscheidung, unabhängig davon ob es zuhause gut mit ihr geht oder nicht. Jeder Mensch sollte im Laufe des Erwachsenwerdens aus dem Elternhaus ausziehen - Behinderung hin oder her. Es würde ihr nur gut tun.

Was die jüngere Tochter betrifft: Ich frage mich ob es schon immer problematisch war, oder sich erst entwickelt hat. Und habt ihr als Eltern euch schon Gedanken darüber gemacht wie es für sie ist, die Mutter zu verlieren, mit allen Folgen? Das gilt im Übrigen auch für die behinderte Tochter. Wie das Zimmer aussieht, ist deren Sache - da solltet ihr euch bei einer 17jährigen raushalten.

Ihr als Eltern könnt ja auch eure Fürsorge ein bißchen zurückschrauben, solange die beiden nicht ihren Teil dazu beitragen. Unter der Voraussetzung dass ihr ihnen das ankündigt und  Abmachungen trefft.

Natürlich ist es für euch als Ehepaar keine einfache Situation, aber ihr habt auch eine Eigenverantwortung. Mein Eindruck ist, die beiden leben nur bei euch weil es keine bessere Möglichkeit gibt, und nicht weil sie euch am Herzen liegen und wichtig sind (was die Bemerkung zur Privatspäre zeigt).

Sucht euch deshhalb Hilfe in Form von Familienberatung, und normalerweise habt ihr als Pflegeeltern doch auch Unterstützung von Fachpersonen?

Die jüngere pflegetochter war immer schon so faul,ich hab sie auch mal gefragt,ob sie von ihrer mutter nichts gelernt hat und ich es doch nur gut mit ihr meine,da wurde sie immer zickiger,ich kann verstehen,dass beide mädels ihre mutter vermissen,ich will niemals die mutter ersetzen,aber eine sehr gute freundin für beide sein,aber beide verhalten sich nicht ihrem alter entsprechend,beide gefühlte 12 jahre,ich hab das recht hier im haushalt was zu sagen,ob es den beiden passt oder nicht,ich versuche es immer im freundschaftlichen ,aber die gutmütigkeit meines mannes und mir wurd nach wie vor mit füssen getreten und das  zerrt an unseren nerven(meines mannes und mir)der vater kümmert sich überhaupt nicht um sie,er hatte das letzte mal kontakt im oktober 2015,daher könnten sie doch etwas dankbar sein,dass sie hier bei uns leben dürfen,wir verlangen nichts unmögliches.......oder seh ich das fslsch? 😢

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@manuela69

Durch Lebenserfahrung habe ich gelernt dass man grundsätzlich keine Dankbarkeit erwarten sollte. Und damit meine ich dass, wenn ich das Gefühl hat dass jemand mir gegenüber nicht dankbar ist, ich meine Leistung zurückschrauben muss bzw. meine Erwartung an diese Person. Und zwar mir zuliebe, und weil ich das was ich tue, uneigennützig machen möchte. (Ich hoffe du verstehst was ich meine). Und als Kind / Jugendlicher ist man wohl eher selten dankbar - das kommt eh erst mit dem Alter!

So wie du schreibst, sollte dein Mann lernen sich durchzusetzen. Wenn er nicht hinter dir steht und ihr da nicht einer Meinung seid, dann haben die Mädels ein leichtes Spiel. Freundlich sein schließt konsequent sein nicht aus!

Mein Rat wäre, dass ihr als Ehepaar gemeinsam überlegt was ihr von den beiden genau erwartet. Bedenkt dabei dass die Jüngere in der Ausbildung ist und damit auch viel lernen muss. Was man von der älteren erwarten kann, kann ich nicht beurteilen.

Z. B. kannst du weiterhin die Wäsche waschen (nur wenn sie sie auch bringen, du musst sie nicht aus dem Zimmer holen oder sie daran erinnern), aber deren Wäsche nicht mehr bügeln und einräumen. Wenn sie nicht einkaufen, kochst du nur für deinen Mann und dich. Ihre Zimmer in Ordung zu halten ist ihre Sache - auch wenn es dich am Anfang Nerven kosten wird.

Wie gesagt, wichtig ist auch dass dein Mann und du euch einig seid! Und sucht euch nach Möglichkeit externe Beratung, wie ich bereits oben geschrieben habe.

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@manuela69

in dieser schwierigen Phase, wie diese zwei sind, würde es mich wahnsinnig aufregen wenn jemand sagt:" ich meine es ja nur gut mit dir" und wenn jemand fragt ob ich bei meiner Mutter nichts gelernt habe, das würde ich absolut als Angriff oder Beschimpfung meiner Mutter verstehen.

Verständlicherweise ist der Umgang mit den Beiden nicht einfach.

Man darf auch keine Dankbarkeit erwarten, wie bereits hier einigemale erwähnt wurde.

Die beiden hatten es doch bisher auch nicht einfach - Vater kümmert sich nicht, Mutter stirbt. Es kann sein, daß sie sich jetzt abgeschoben fühlen, auch wenn es verständlich ist und positiv für sie.

Aber ganz klar, du mußt nicht alles hinnehmen.

Sprich dich mit Ihnen ab. Sag, daß dir alles zuviel wird (nicht daß sie zuviel sind!) und bitte um Hilfe. Vllt. tut es ihnen gut gebraucht und gebeten zu werden.

Koche einfach nicht mehr immer für sie, wasche nicht mehr immer für sie. Zimmer aufräumen, da hast du gar nichts mit zu tun.

Leistung - Gegenleistung, so ist das im Leben.

 

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Hilft es vielleicht sich mit den Mädchen mal zusammen an einen  Tisch zu setzen und in Ruhe zu reden ?

Es muss ihnen sachlich klar gemacht werden, dass es so nicht geht. Und das Ganze dann ohne schreien und Vorwürfe.

Wenn sie uneinsichtig sind, kann man ihnen ja dann auch sagen, dass sie sonst " rausfliegen".

Im Übrigen hat @Teeliesel recht. Es gibt ein Gesetz welches besagt, dass Kinder und Jugendliche verpflichtet sind, im Haushalt zu helfen. Siehe den Link.

Ich warte ja auf die ersten Eltern, die aufgrund dieses Gesetzes klagen.

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Ihr habt doch schon eine Lösung.

Ich finde die Lösung mit der Wohnung für die 17-jährige schon okay, aber hoffe, dass ihr sie bitte weiter unterstützt.
Schließlich muss sie dann ganz schön viel selbst regeln und wird als Floristin auch nicht so viel Geld verdienen.

Das mit dem Wohnheim für Menschen mit Behinderung finde ich echt klasse, solange ihr sie bitte auch regelmäßig mal für ein Wochenende nach hause holt (falls sie möchte), da ich glaube, das eine Familie etwas wertvolles ist. Ich denke einfach, dass ihr eurer Pflegetochter damit auch eine große Chance bietet. Sie lernt selbstständig zu werden und hat dort auch Freizeitbeschäftigungen. 

Gibt es eigentl. keinen Vater von den zwei Kindern?

Diesen könntet ihr nämlich auch mit ins Boot holen, falls das möglich ist.

wie es in ihren zimmern aussieht, kann dir doch egal sein. solange dort nichts lebt oder mit mehr beinen als deinereiner durch die gegend rennt ist es doch egal. schenk beiden ein zettel, der die aufgaben der "kinder" beinhaltet und was passiert wenn sie die nicht erfüllen.

stell das wäsche waschen ein, verschließ die küche und stell die fütterung ein und kaufe beiden garnix mehr.

wenn du möchtest das die 20-jährige raus kommt, dann besorge ihr einen platz im behindertenheim und lass sie dort unterkommen. die zwei sind nicht eure aufgabe, sondern werden sicher verwandte haben die sich kümmern dürfen.

dem anderen wesen, teilt mit, dass sie solange bleibt wie sie sich an ihre pflichten hält. werden die nicht sofort eingehalten, fliegt sie bei der nächsten pflichtverletzung ebenfalls raus. dann kommt sie bis 18 ins heim.

Ich finde euer Vorhaben sehr gut. Nicht als Strafe für die Mädchen sondern für euch als Paar.

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