Persönliches Erscheinen vor Gericht, gutes oder schlechtes Zeichen?

6 Antworten

Die Zivilprozessordnung schreibt vor, dass das Gericht immer auf eine gütliche Einigung hinwirken muss und der streitigen Verhandlung eine Güteverhandlung vorschalten soll. Die Gerichte ordnen daher regelmäßig das presönliche Erscheinen beider Parteien an zur Aufklärung des Sachverhaltes (der Rechtsanwalt war ja nicht dabei, als der Sachverhalt, dessentwegen Du vor Gericht gezogen bist, sich ereignete) und zur Durchführung eines Güteversuchs. Die Erfahrung zeigt, dass die Richter eher zu einer gütlichen Einigung der Parteien kommen, wenn sie selbst den Parteien die vorläufige Auffassung des Gerichts und die bestehenden Prozessaussichten und -risiken schildern können. Ein alleine erschienener Anwalt wird selten in der Verhandlung eine Vereinbarung endgültig abschließen, sondern zumeist sagen, er muss noch die nicht anwesende Partei fragen.

Im übrigen darf sich im Zivilprozess die Partei durch eine Person vertreten lassen, die den Sachverhalt aus eigener Wahrnehmung kennt und beim Gericht auf entsprechende Fragen auch antworten kann und die zur Abgabe der erforderlichen Erklärungen und zum Abschluss eines Vergleichs schriftlich bevollmächtigt ist. Eine Verpflichtung zum Abschluss eines Vergleichs besteht weder für die Partei noch für den Vertreter.

Das ist weder so noch so zu bewerten. Es gibt einfach Situationen wo man vor Gericht zu erscheinen hat. Meines Wissens gehört eine Urteilsverkündung dazu wenn man Kläger ist.

Der Anwalt ist nie der Kläger sonder er vertritt den Kläger. Also in diesem Fall dich. Bei Entscheidungen ist es in vielen Fällen (je nach Sachverhalt)das normale gesetzliche Procedere, dass der Kläger persönlich anwesend sein muss. In begründeten Ausnahmefällen kann dies stellvertretend der Anwalt tun. Es hat also nichts mit dem Inhalt oder der Glaubwürdigkeit des Verfahrens zu tun.

ergänzend: Wenn auf der Ladung nichts gegenteiliges steht (... nicht erforderlich), dann muss man awesend sein.

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