"Pedo - Hunting" moralisch vertretbar?

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14 Antworten

Was haltet ihr davon findet ihr sowas moralisch vertretbar?

Eine schwierige Moral-Frage...

Unzweifelhaft ist: Wer daraus einen (finanziellen) Nutzen zieht, handelt DEFINITIV NICHT moralisch und macht sich unter Umständen selbst - zu Recht! - strafbar. Und die einzige Frage, die dann noch diskussionswürdig ist, lautet "Ist es Recht, wenn man Unrecht begeht, um Unrecht zu beseitigen?"

Darüber hinaus ist es sicherlich eine Frage der Art der "Jagd". 

Wer etwa sogenannte "Honeypots" - also fingierte Angebote - ins Netz stellt, der handelt absolut unmoralisch, denn er forciert zunächst, um daraus das Vergehen zu konstruieren und unter Umständen überhaupt erst zu erzeugen.

Wer hingegen in der "echten Verfolgung" aktiv ist, und wer nicht nur "Polizei! Anzeige! Bestrafung! ... Gern auch Präventiv-Bestrafung!", sondern Rehabilitation (s. etwa www.kein-taeter-werden.de ) im Sinn hat, der handelt durchaus moralisch i.S.d. gesellschaftlichen Moralvorstellungen.

Nun ist es leider so, dass nicht wenige, die sich als Pädojäger bezeichnen dies nur zur eigenen Tarnung tun. Damit geben sie sich selber die Rechtfertigung, sich auf entsprechenden Seiten herumzutreiben.

Wenn die Daten der Polizei gemeldet werden und dafür jemand bestraft wird begrüße ich dies eindeutig.

Erpressung ist aber eine Straftat und sie nützt keinem. Der Pädo läuft weiter frei rum, die Polizei hat keine Hinweise nur der Erpresser hat was davon. Dafür hab ich kein Verständnis.

Hi RealAutism!

Ich finde es moralisch absolut vertretbar als Lockvogel zu fungieren, mit der Absicht den Pädophilen dann der Polizei zu melden. Darin erkenne ich einen großen Nutzen.

Allerdings nutzt es den Kindern und Teenagern vermutlich nichts oder kaum etwas, wenn jemand den Pädophilen für eigene Zwecke ausnutzt, sich also sozusagen an seiner Neigung und dem Vorhaben diese auszuleben bereichert. Evtl. wird der Pädophile dadurch eingeschüchtert und traut sich nicht mehr oder nicht in dem Maße, in welchem er es vorhatte, seine Neigung auszuleben. Und eingeschüchtert zu werden haben Menschen, die tatsächlich vor haben solche Neigungen auszuleben, meines Erachtens nach, verdient. Schließlich existieren mittlerweile spezielle Therapiestellen bei welchen man sich als Betroffener melden kann, um nicht Täter zu werden. Dennoch werde ich das Gefühl nicht los, dass solche ErpresserInnen in irgendeiner Art und Weise "Mittäter" und "Komplizen" dieser pädophilen Menschen sind. Sie haben Informationen über die Täter oder "fast-Täter" und damit eine große Verantwortung. Sie könnten somit evtl. Schlimmes oder Schlimmeres verhindern, bereichern sich aber lieber mithilfe ihres Wissens. Das ist Erpressung auf Kosten der Opfer.

Für mich völlig unverständlich und, meiner Ansicht nach, auch nicht human.

LG, Steffi

"Nicht ganz uneigennützig" ist ja wohl die Untertreibung des Jahres!

Sie tun das ausschließlich eigennützig, das ist volkommen unmoralisch, fiese Erpressung und sonst nix. Oder was meinst du, wem außer dem Erpresser nützt das? Solche Erpresser sind unterestes Niveau. 

Ich glaub, ich denk mal über Pedo-Hunter-Hunting nach... mal mit der Polizei drüber reden, was die dazu meinen..

Man sollte Straftaten nicht miteinander vergleichen.

Im Vordergrund sollte aber zunächst mal der Schutz der Opfer stehen und der ist bei einer Erpressung nicht möglich.

So findet das Leiden der Kinder dann kein Ende.

Pädophile sind immer noch psychisch gestört man vergisst bei der abscheulichkeit ihre vorlieben und möglichen Vergehen schnell das sie krank sind nicht einfach nur Monster.
Ist es also moralisch vertretbar sich a.) Profit aus der Krankheit anderer zu ziehen? b.) Sogar durch seine eigene Habgier potentielle Übergriffe zu zulassen?
Die Antwort darauf kann nur ein klares Nein sein.

Es ist vollkommen gerechtfertigt. Das Geld erpressen natürlich nicht.

Diese Menschen können überhaut nicht klar denken und realisieren auch gar nicht was sie dort überhaut machen. Versuche mal ein kleines Baby was zu erklären. Dieses Baby wird es auch nicht verstehen, was gemeint ist. Es kann auch nicht zwischen gut oder böse unterscheiden. Deshalb ist es wichtig das die Polizei informiert ist. Den falls mal was passiert, können so die Zweifel der Straftat aus dem Weg geräumt werden. Diese Menschen gehören auch nicht bestraft, sondern in Behandlung. So weiß man auch im falle einer Straftat, das diese Person einen Hang dazu hat. Allerdings ohne ein wissen. Bzw. Unrechtsbewusstsein.  

also sie bei der polizei zu melden und so ist vertretbar meiner meinung nach aber sie zu erpressen um selbst davon nutzen zu haben nicht

Wenn die Realität so sein sollte, wie Du sie beschreibst, ware natürlich die Variante "Darknet / Erpressung" strafrechtlich zu würdigen.

Ob es so etwas aber in realiter und in welchem Umfang gibt, müßte noch herausgefunden werden. Was sich so im "Darknet" abspielt, bleibt der Öffentlichkeit verborgen, da es halt "dark" ist.

Übrigens würde ich mich gar nicht sehr wundern, wenn im Falle eines erpreßten Pädophilen die in unserer eigenartigen Justiz mögliche Umkehrosmose stattfindet: der Täter wird zum Opfer - wie wir das sattsam von Sexualstraftätern kennen, die sich hinter einer ach so schlimmen Kindheit verstecken und von unfähigen Therapeuten Schuldunfähigkeit attestiert bekommen.

Die gefahr besteht natürlich die rechtssprechung in DE ist einfach nur miserabel, aber im Darkweb  ist Pedo Hunting in diversen Foren wo es hauptsächlich um Profit/das schnelle geld geht schon ein thema, leztens bot jemand heimlich geschossene bilder eines pedos (integrierte laptop webcam, die gehackt wurde) zum verkauf an zb. 

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@RealAutism

Du kennst dich ja gut aus mit Pedos und Kriminellen. Pass nur auf, daß dich keiner hunted.

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Der bisher in keinster Weise "Täter" ist zumindest das Opfer einer Straftat. Mit Umkehr oder gar Umkehrosmose hat das nicht einmal entfernt etwas zu tun.

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Wie gesagt machen die sich strafbar!

Aus diesem Grund ist es nicht ok, denn der Täter kann ja weiter machen, egal ob ich ihn erpresse.

Ähnlich Situation:

Ich sehe einen Täter auf dem Spielplatz mit einem kleinen Mädchen, jetzt erpresse ich ihn nur, dass ich petze und lasse ihn aber weiter machen, das ist nicht ok.

Viele besitzen auch gute kenntnisse und oftmals hacken sie auch den pc/laptop und machen zb. Heimlich einen screenshot vom gesicht 

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Dass eine Erpressung in keinster Weise vertretbar ist, dürfte offensichtlich sein.

Aber auch die andere Variante ist einfach nur sinnlos, da die Gejagten ja keine Straftat begehen.

Ihn erpressen hilft keinem und ist sowas von eigennützig - sollte auch bestraft werden - Beihilfe zur Vertuschung - oder so !

Zum Erfassen und zur Anzeige bringen - jederzeit.

Ich halte davon überhaupt nichts. Was passiert denn, wenn der Hunter Personendaten vom imaginären Pedo präsentiert bekommt welche nicht seine eigenen sind sondern von anderen Menschen, Leute, welche völlig unbescholten und ahnungslos sind?

Sowas sollte man geschulten und professionellen Ermittlern überlassen.

Selbst wenn ich einen Verbrecher erpresse ist und bleibt das rechtlich eine Erpressung und ist auch nicht durch Notwehr gerechtfertigt.

Viele besitzen auch gute pckenntnisse und oftmals hacken sie auch den pc/laptop und machen zb. Heimlich einen screenshot mithilfe der integrierten webcam des laptops vom gesicht 

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@RealAutism

Weswegen ich meine abgeklebt habe.

Das Einhacken in fremde Rechner und das Benutzen der eingebauten Kamera um unbemerkt Fotografien der davor sitzenden  Person zu machen ist ohne deren Einverständnis strafbar.

Was soll das beweisen? Derjenige kann ja auch nur so tuan als sei er ein Pädo, weil er es einfach cool findet. Menschen geben sich im Internet für alles Mögliche aus um ihr Selbstwertgefühl zu steigern.

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