Osmose und Diffusion bei 7.klässlern?

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Moin,

wie wäre es damit:

Diffusion:
Kleine Teilchen bewegen sich. Dadurch wandern sie zufällig im ganzen zur Verfügung stehenden Raum umher. Das führt am Ende dazu, dass sie sich irgendwann im ganzen Raum gleichmäßig ausbreiten...

Osmose:
Stell dir nun vor, dass der zur Verfügung stehende Raum durch eine sogenannte Membran in zwei Hälften geteilt ist. Die Membran ist eine Barriere. Sie lässt zwar kleine Wasserteilchen durch, aber größere Teilchen (wie Zucker) oder geladene Teilchen (wie Salzbausteine) können nicht durch die Membran hindurch. Man sagt dann, dass diese Membran halbdurchlässig ist (semipermeabel), weil Wasserteilchen hindurch können, andere aber nicht.

Wenn auf beiden Seiten der Membran nur Wasser ist, dann wandern ständig die frei beweglichen Wasserteilchen aufgrund ihrer Eigenbewegung durch die Membran hindurch. Hin und her und her und hin. Weil das ständig und immer wechselseitig passiert, ändert sich an der Wassermenge in den beiden Raumhälften insgesamt nichts, obwohl die Wasserteilchen ständig in Bewegung sind und munter die Seiten wechseln. Das bezeichnet man als dynamisches Gleichgewicht. Dynamisch, weil ständige Seitenwechsel erfolgen, Gleichgewicht, weil sich die Wassermenge auf beiden Seiten insgesamt nicht verändert.

Wenn du nun aber in die eine Hälfte des geteilten Raums zusätzlich zum Wasser noch Teilchen gibst, die selbst nicht durch die Membran können, dann bilden die Wasserteilchen auf dieser Seite eine Hülle um solche Teilchen. Man sagt, die Teilchen lösen sich im Wasser. Die Wasserhülle um solche Teilchen (Zucker oder Salzbausteine) bindet aber Wasserteilchen. Diese sind also nicht mehr frei beweglich, weil sie ja die Hülle bilden müssen. Darum gibt es auf der Seite mit der gelösten Substanz, weniger frei bewegliche Wasserteilchen als auf der anderen Seite, wo es keine anderen Teilchen außer Wasser gibt. Je mehr Substanz du im Wasser löst, desto mehr Wasserteilchen werden gebraucht, um die Wasserhüllen zu bilden und umso weniger frei bewegliche Wasserteilchen gibt es in dieser Raumhälfte.
So kommt es, dass plötzlich sehr viel öfter Wasserteilchen von der Seite, in der keine anderen Teilchen sind, auf die Seite wechseln, wo du die anderen Teilchen ins Wasser hineingegeben hast als umgekehrt. Es gelangen zwar auch jetzt noch Wasserteilchen von der Seite mit der zugegebenen Substanz auf die substanzlose Seite, aber eben - wie gesagt - viel, viel seltener. Darum haben wir beim Beobachten den Eindruck, als flösse Wasser nur von der substanzlosen Seite auf die Seite, in der es die gelöste Substanz gibt. Das führt dann dazu, dass die Wassermenge auf der Seite, in der die gelöste Substanz ist, größer wird. Auf der anderen Seite wird sie folglich kleiner. Und dieses Phänomen bezeichnet man als Osmose: eine Diffusion durch eine semipermeable Membran...

Ich denke, dass versteht auch ein Siebtklässler locker.

LG von der Waterkant

Wow. Sehr gut erklärt vielen vielen lieben Dank

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Wieso sollst du eigentlich deinem Sohn Schulaufgaben erklären. Das ist nicht Aufgabe der Eltern, denn was haben die denn noch mit Schulweisheiten zu tun? richtig, nix mehr, im Allgemeinen. Es ist vielmehr Aufgabe der Schule, das diese Nachhilfe anbietet. Geschieht dies nicht, dann ist dies an einem Elternabend anzumahnen.

Im übrigen gibt es im Internet Schulportale, wo je nach Klasse Wissen angeboten wird und auch entsprechende Fragen beantwortet werden.

Mein Sohn ist schwer krank und kann phasenweise nicht in die Schule, da holen wir dann daheim das wichtigste nach

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