Nicht zur Beerdigung der Eltern gehen?

23 Antworten

Hallo,

Vlt. kannst du ihr sagen, das sie bei der Trauerfeier vor der Kapelle warten kann? Dann hat sie die emotionale Musik nicht, keine salbenden Reden usw.

Anschließend der gemeinsame Gang zum Grab, und wenn sie am Grab stand und sich verabschiedet hat, dann gehst du mir ihr einfach zur Seite oder eben ein ganzes Stück weg.

Der Redner kann dies auch begründen, so das nicht noch jemand hinter läuft.

Das empfehle ich meinen Angehörigen, wenn sie mit genau dieser Frage zu mir kommen.

Vlt. eines noch.....jeder hat Angst vor diesem Tag, vor diesem Moment.....ich kenne aber niemanden, der hinterher nicht froh war, doch diesen Schritt gegangen zu sein.

Als kleine Unterstützung kannst du ihr die Rescue-Bonbons (Bachblüten) anbieten, die helfen auch um ein bißchen ruhiger zu werden. Und eine kleine Flasche Wasser ist auch immer gut....

Alles Gute für euch!

Ich sehe das nicht so als Frage, "was sagen die andere darüber", sondern wie geht es deiner Freundin dabei - während des Begräbnisses und auch nachher, auch viele Jahre nachher.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass deine Freundin sich selber eine Möglichkeit nehmen würde, den Tod ihrer Freundin besser verarbeiten zu können. Es ist auch gut möglich, dass sie sich danach Gewissensbisse machen würde. Begräbnisse werden von manche nur als etwas Unangenehmes gesehen, sie haben aber eine heilende Kraft.

Ein toller Freundschaftsdienst ist es, wenn du anbietest, deine Freundin zu begleiten - mit der Möglichkeit vom Friedhof wegzugehen, wenn es tatsächllich zu viel wird. Wenn sie aber wirklich nicht will, würde ich keinen großen Druck aufbauen. Niemand hat das Recht, das groß zu beurteilen!

Ich denke, dass es vollkommen in Ordnung ist. In so einem Fall muss man tun, was einem selbst am besten tut.
Ich glaube die Leute vergessen da, dass es um ein Mädchen geht, dass mit dem Tod ihrer Mutter klarkommen muss, nicht um irgendein gesellschaftliches Ereignis oder ansehen.

Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass man es sehr bereuen kann, wenn man zu gewissen Beerdigungen nicht geht. Für mich persönlich hat es sich angefühlt, als würde ich nicht ordentlich Abschied nehmen. Als würde ich den Menschen die letzte Ehre verwehren.

Aber wie gesagt: Wenn deine Freundin das Gefühl hat, dass sie das nicht schafft, dann soll sie es nicht machen. Gesellschaftliche Riten sind das letzte, zu denen man sie im Moment zwingen sollte.

Ich kann es vollkommen nachvollziehen - der Tod der eigenen Eltern ist fast unerträglich. An dieser Stelle ist es nunmal so, dass sie noch nicht soweit ist, dass sie voll mit dieser Sache konfrontiert werden kann. Sie wird ihre Zeit brauchen und wenn sie sie bekommt, kann sie noch immer das Grab besuchen wenn sie die Kraft gefunden hat. Ich denke, ihre Eltern würden dass doch sicher verstehen. 

Noch Alles Gute :)

Ich bin der Meinung jeder geht anders mit Trauer um, und im Herzen bleibt die Mutter für immer.

Ob sie zur Beerdigung geht ist auch vom Alter abhängig. Jeder der mal in der REIHE stand und gesagt bekommt: mein Beileid (finde ich schlimm dieses Wort) weiss wie hart das ist.

Ist sie also im Erwachsenenalter sollte sie gehen. Wenn sie noch sehr jung ist, sollte die Verwandtschaft das aber verstehen das sie nicht kommen möchte.

Sie ist Anfang 20. Dennoch.

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@jainsagerin

Das hatte ich schon befürchtet, nun ist es schwerer als hättest du 13 oder 30 gesagt. Ich kann bei den anderen Antworten beide Seiten verstehen.Puh.

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@Miete187

Man kann davon ausgehen, dass es für ein 13-jähriges Mädchen ungleich schwerer sein dürfte, die Mutter zu verlieren, als für eine 20-, oder 30-Jährige.

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MAN kann als Hinterbliebene durchaus offiziell vorab bitten, von Trauerbekundungen am Grab Abstand zu nehmen! Das ist gängig.

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