Nebenhodenentzündung :(

6 Antworten

Nebenhodenentzündung Epididymitis / Hodenentzündung Orchitis / Hodenprellung / Hodenschmerzen 

ich antworte mal in ich-Form für meinen Mann. Das waren die schlimmsten Schmerzen, die ich je hatte und im Netz ist wenig über Heilung, außer Antibiotika oder OP, zu finden, was einen nicht gerade beruhigt, wenn man liest, den Samenstrang zu durchschneiden oder den Hoden abzunehmen. Das Allerwichtigste ist in diesem Fall erstmal Ruhe bewahren und egal was entzündet ist, erstmal kühlen, hochlagern und auf dem Rücken liegen.
Ich hatte bereits 4 Mal eine Nebenhodenentzündung. Bei den ersten beiden Malen hatte ich Antibiotika genommen. Ich spürte noch Wochen danach ein Ziehen vom Hoden in den Unterleib. Mein Urologe meinte, dass das normal ist und da der Nerv durchgeht. Aber es kehrte zurück, somit brachten mich meine Eier zu Naturheilkunde und ich wurde ein Gegner von Chemie, denn so öfter ich auf die Schulmedizin zurückgriff, umso schlechter ging es mir gesundheitlich. Leider kann und darf ein Heilpraktiker dich nicht im Intimbereich behandeln und Homöopathische Arznei-Hersteller dürfen in ihrem Beipackzettel auch nicht schreiben, für was ihre Arznei angewendet wird, weil sie als Pseudowissenschaft deklariert werden und von Placebo gesprochen wird. Genau das gleiche dachte ich vorher auch!

Nun zur Krankheit, beim dritten Mal wurde ich diese mit einer Rhododendron CP Salbe 50g (PZN 5957487) und Rhododendron C200 Globuli 10g (PZN 4234108) los. Habe mich 3-mal eingeschmiert mit der Salbe und 5 Globulis 3 mal täglich zu mir genommen. Rhododendron findet man ausschließlich nur in Homöopathischer Arznei, aufgrund des Rhododendron Toxins. Eine stärkere Globuli Dosierung wäre die Rhododendron D4 10g (PZN 7249429).
(Ich hatte alle drei Nebenhodenentzündungen innerhalb von einem halben Jahr (2015))

Beim vierten Mal (November 2017) war es ein Schmerz im Unterleib, der sich zum Schluss auch auf die rechte Seite des Hodens verlagerte. Ich würde behaupten dieses mal war der Schmerz nicht ganz so groß, wie bei den vorherigen.

Ich trank jeden Tag Bio-Kamillentee von DM (1,5 Liter) bis ich meinen bestellten Tee erhielt. 

Danach war es 2 Liter Tee von je 2 Filterbeuteln (Bärentraubenblättertee & Birkenblättertee), zusätzlich morgens und abends 20 Tropfen Propolis in einem Glas Wasser (verrühren mit einem Plastiklöffel wegen dem Kittharz, da es Besteck einsaut) und danach schluckweise trinken. Aber sowas hat man am besten vorher da, indem man  es selbst herstellt - siehe YouTube Kanal Volksheilkunde.In der Apotheke oder im Bio Laden ist dies sehr teuer und wenig enthalten - in einer 10 ml Flasche, meine Erfahrung beim letzten Stöbern, 8% Propolis.

Propolis wirkt antibiotisch und Birkenblätter- & Bärentraubenblättertee spülen den Harnweg/leiter. Viren und Bakterien im Hoden kommen höchstwahrscheinlich durch Erkältung oder eine Infektion über den Harnleiter in den Samenleiter zum Hoden. Da es sich zum größten Teil um Viren handelt ist Antibiotika überhaupt nicht angebracht.

Das habe ich noch nicht an mir getestet:
Pulsatilla soll in der Homöopathischen Arznei auch gut sein gegen Nebenhodenentzündung und reißende Hodenschmerzen, sowie Aurum Jodatum bei Hodenschmerzen.

Lauwarme Kamille-/Moorbäder sollen laut einigen Berichten auch gut sein.
Das Wichtigste ist keine Sitzheizung im Auto zu benutzen und keine heißen Bäder. Kühlung tut einer Entzündung gut.

Eine Nebenhodenentzündung kann man leicht selbst ertasten, da er sich auf dem Ei befindet.

Sollte der Hodensack extrem angeschwollen sein und sich blau färben, dann aber rasch zum Arzt, denn dies könnte eine Hodentorsion sein.

Die PZN, die ich überall zugeschrieben habe, ist für den Apotheker, damit er die Arznei besser findet und bestellen kann!

Ja, hab ihn das gestern gefragt er hat mir dafür Cialis verschrieben und darüber aufgeklärt wann die einzunehmen sind und welche Nebenwirkungen auftreten können usw. Da die 4 Tabletten von mir selbst bezahlt werden müssen und diese 65 Euro in der Apotheke kosten, wollte ich erst einmal nur mein Antibiotika nehmen und dann die Tage mal beobachten. Ob es evtl. auch ohne geht.

Hallo,

hier von Medizininfo .

Ursachen Die Entzündung des Nebenhodens ist die häufigste Ursache für eine Hodenschwellung.

Der Nebenhoden wird Epididymis genannt. Aufbau und Funktion der Nebenhoden werden hier beschrieben. Die akute Nebenhodenentzündung ist die häufigste Ursache einer akuten Hodenschwellung. Während bei Kindern noch die Hodentorsion dominiert, wird die Diagnose der Entzündung mit dem Alter immer wahrscheinlicher, wobei vor allem Männer in den Zwanzigern, sowie zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr erkranken.

Urin gelangt in die Nebenhoden und verursacht dort eine Entzündungsreaktion.

Die Ursache der Nebenhodenentzündung ist in den meisten Fällen eine Harnwegsinfektion. Der infizierte Urin gelangt über die Harnröhre und den Samenleiter in den Nebenhoden, wo sich die Keime festsetzen. Husten, häufiges und starkes Pressen beim Stuhlgang oder schwere körperliche Arbeit wirken sich ebenso fördernd aus, wie eine Prostatavergrößerung bei älteren Männern, Harnröhrenklappen oder ein eingelegter Dauerkatheter. Auch erregerfreier Urin kann, wenn ein Rückfluss (Reflux) stattfindet, eine entzündliche Reaktion des Nebenhodens hervorrufen. Diese Ursache der Nebenhodenentzündung ist sehr häufig.

Symptome

Schmerzen, Rötung, Schwellung, Überwärmung: Die klassischen Entzündungszeichen stehen im Vordergrund.

Im Vordergrund steht der schnell entstehende Schmerz im Hodensack, mit dessen Rötung, Schwellung und Überwärmung. Die schnelle Entstehung der Symptome und das Alter des Betroffenen sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zur Hodentorsion, deren Symptome sich nicht ganz so schnell entwickeln und die hauptsächlich vor der Pubertät vorkommt. Fieber kommt nach einiger Zeit hinzu. Es ist auch möglich, dass sich begleitend ein sogenannter Wasserbruch einstellt. Das ist eine Ansammlung seröser Flüssigkeit im Bereich des Hodensacks.

Der Hodensack ist sehr berührungsempfindlich, und man kann den Nebenhoden schwer vom Hoden abgrenzen. Hebt man den Hoden an, lässt der Schmerz in vielen Fällen typischerweise nach, was ein Unterscheidungsmerkmal zur Hodentorsion ist.

Diagnostik

Die Tastuntersuchung kann schmerzhaft sein.

Die Symptome und die Krankengeschichte sind oft wegweisend für die Diagnose. Typische Entzündungszeichen äußerlich, wie auch im Blut weisen dann auf eine Entzündung hin. Eine gründliche Untersuchung mit Inaugenscheinnahme und Tastuntersuchung ist dennoch unerlässlich. Oft ist die Tastuntersuchung schmerzhaft. Die Nebenhoden sind nicht mehr vom Hoden abgrenzbar.

Urin- und Blutuntersuchungen gehören zur Routine.

Im Labor werden Urin und Blut untersucht. Wichtig ist die Untersuchung des Abstrichs aus der Harnröhre. Dort setzen sich gerne Erreger fest, die zu Harnwegsinfektionen und Entzündungen der Harnröhrenschleimhaut führen und deshalb auch auslösend für eine Nebenhodenentzündung sein können. Bei der akuten Epididymitis ist die Untersuchung des Ejakulates nicht erforderlich.

Ultraschall klärt Komplikationen ab.

Eine Ultraschalluntersuchung wird durchgeführt, um festzustellen, ob die Hoden noch anhaltend durchblutet werden. Dabei erfolgt auch die Sicherstellung, dass die Symptome nicht auf eine Hodentorsion zurückgeführt werden können. Auch die Abklärung, ob sich eine Gewebeeinschmelzung (Abszess) gebildet hat, wird mit Hilfe des Ultraschall durchgeführt. Um eine Blasenentleerungsstörung abzuklären, werden Uroflowmetrie und Restharnbestimmung notwendig.

Therapie

Sofortiger Beginn einer Antibiotikabehandlung.

Sofort nach der Durchführung der erforderlichen Untersuchungen und der Entnahme der Proben sollte mit einer Antibiotikabehandlung begonnen werden. Die Behandlung sollte möglichst gezielt durchgeführt werden. Die nachfolgende Tabelle aus der "Checkliste Urologie" (ISBN 3135729044) empfiehlt als antimikrobielle Therapie der akuten Epididymitis:

Quelle: Buch dazu anzeigenCheckliste Urologie

Antibiotikum

sexuell übertragbar

Neisseris gonorrhoeae

Cephalosporin (z. B. Cephalexin 500 mg 3x1 Tabl./Tag) oder Gyrasehemmer (s.u.) ca. 2 Wochen

Chlamydia trachomatis

Doxyzyklin ca. 2 Wochen 1x100mg/Tag

Erreger unbekannt

Ceftriaxon i.m. Einmaldosis und Doxyzyklin 1x100mg/Tag für 10 Tage urinogen

Enterobacteriaceae, Pseudomonas, Enterokokken

TMS oder Gyrasehemmer für 10 Tage z.B. Levofoxacin 250 mg 1x1 Tbl./Tag oder Ofloxaxin 250 mg 2x1 Tbl./Tag oder Ciprofoxacin 250 mg 2x1 Tbl./Tag

Medikamente gegen Schmerzen und Entzündung.

Neben Bettruhe sollte zur Schmerzlinderung der Hoden gekühlt und hochgelagert werden. Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente lindern die Symptome. Bei Bedarf ist zur Schmerzlinderung eventuell die direkte Einspritzung eines Lokalanästhetikums in den Samenstrang in der Leiste notwendig.

Dauerkatheter sollten entfernt werden.

Bei Betroffenen mit einer Verengung, die unterhalb der Blase liegt und bei Urinrückfluss (Reflux) sollte eine sogenannte suprapubische Harnblasenableitung erfolgen. Dabei wird ein Katheter direkt über die Bauchdecke in die Blase eingeführt.

Emmy

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Es könnte sehr wohl sein, daß die Erxktion gestört wird, weil die Durchblutung sowieso durch den Infekt beeinträchtigt wird.

Emmy

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