Nachbar kifft - was tun?

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10 Antworten

Hatte schon daran gedacht den Vermieter zu informieren für ggf. Mietminderung?

Selbst mal mit dem Menschen gesprochen?

Anschließend soll der Vermieter die Chance bekommen Abhilfe zu schaffen, danach wäre eine Minderung statthaft (wie hoch solltest du aber vorher abklären durch Anwalt oder Mieterbund).

Hast du mal ein Kiff-Protokoll angefertigt? Wann zu welcher Zeit wie lange? So wie Comey über seine Gespräche mit Trump.

Wenn andere Nachbarn sich gestört fühlen könnt ihr dies gesammelt dem Vermieter vortragen.

Polizei ist fraglich, da der Konsum nicht strafbar ist, wohl aber der Besitz.

DanJK 28.06.2017, 15:52

Habe natürlich schon das Gespräch gesucht, er schien aber nicht sehr verständnisvoll.

Werde ihn nun schriftlich nochmal darauf hinweisen und dann ggf. den Vermieter informieren. Danke für deinen Rat.

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Bitterkraut 28.06.2017, 17:08
@DanJK

schlag einfach nen freundlichen Ton an, aus dem er entnehmen kann, dass du nicht gleich mit Ärger drohst. Bitten statt hinweisen - mit einem nachbarschaftlichen Ton und ohne erhobenen Zeigefinger.

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Ich bin keinesfalls gegen das Zeug, jeder soll in seiner Freizeit und
eigenen vier Wänden tun und lassen was er möchte. Aber ich finde auch,
dass man Rücksicht auf andere nehmen sollte.

Dann ist doch der erste Weg, dass man das mal den lieben Mitbewohnern der Nachbarswohnung mitteilt. Vielleicht ist denen gar nicht bewußt, dass ihr so sehr belästigt werdet.

Sag ihnen ruhig, dass Du sehr tolerant bist und nicht gleich die Polizei einschalten willst, aber man möge doch bitte dafür sorgen, dass der Rauch nur die Kiffer selbst vergiftet.

Sollte man Dir blöd kommen, schreibst Du dem Vermieter, teilst ihm alles mit und bittest ihn, die Belästigung abzustellen.

Der Vermieter müßte dann eine Abmahnung zustellen und wenn sich nichts ändert, fristlos kündigen.

Vorschlag: Mindere die Miete erst, wenn Du feststellst, dass der Vermieter nichts macht oder dass sich nichts ändert.

Es wird gekifft und der Geruch zieht mir voll ins Fenster und die
gesamte Wohnung. Andere Nachbarn fühlen sich auch schon gestört und
reden darüber.

Bevor du hier Straftatbestände wie üble Nachrede und Verleumdung öffentlich unter den Nachbarn verbreitest wäre es doch das Selbstverständlichste, mit dem vermeindlichen "Kiffer" zu reden.

Und dich bei Ihm förmlich zu entschuldigen und bei den Nachbarn klarstellen, falls er nur süsslich aromatisierte fluids dampft.

Falls deine Annahme zuträfe, er rauche Cannabis, wären dir dennoch die Hände gebunden: Rauchen gehört zum bestimmungsgemäßen Gebrauch der Mietsache.

Ich persönlich empfinde den Geruch eklig und sehr stark, bekomme sogar Kopfschmerzen davon

PP. Mit Recht liegt bei der Frage, welche Immissionen hinzunehmen wären der Schwerpunkt nicht auf der chemischen Zusammensetzung der Gerüche oder deren betäubungsmittelrechtlichen Bewertung, sondern auf deren Eignung, erhebliche Störungen im Mietergefüge zu bewirken.

Ob es sich hierbei um Haschischwolken, Zigarrenqualm, Kohlsuppendampf, hochdosierten Patschuli-Duft, Katzenklo oder Grilldämpfe handelt, ist dann nicht weiter entscheidend

Bei 3 Wahrnehmungen pro Tag gibt das weder Mietminderung noch  Unterlassungsanspruch des Vermieters her.

Die Polizei macht da rein garnichts: Der Besitz von Mariuahna in Komsumeinheiten von 6-10 g ist ebensowenig zwangsläufig strafbar wie der Konsum.


Aber ich finde auch, dass man Rücksicht auf andere nehmen sollte.

Einverstanden, aber bitte nicht einseitig. Hier gilt zwischen den Mietern das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

In einem „normalen Raucherstreit“ geht das vor Gericht so aus, dass der Mieter von oben seinen Balkon zeitweise unbeeinträchtigt von jeglichen Rauchbelästigungen durch den unten wohnenden Mieter nutzen kann. Dazu gehört, dass er seine Fenster öffnen kann, um seine Wohnung zu lüften,
ohne dass Qualm in seine vier Wände zieht.


Auf der anderen Seite muss man dem rauchenden Mieter Zeiten einräumen, innerhalb denen er auf seinem Balkon rauchen darf. Wie oft und wie lange diese „rauchfreien Zeiten“ dauern, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.

Eigentlich sollte man bei 3 joints, die da durchgezogen werden, prima nebeneinader koexistieren können: Raucht er, Fenster zu, raucht er nicht, lüften.

G imager761


DanJK 28.06.2017, 19:07


> "Bevor du hier Straftatbestände wie üble Nachrede und Verleumdung öffentlich unter den Nachbarn verbreitest wäre es doch das Selbstverständlichste, mit dem vermeindlichen "Kiffer" zu reden."


Zu erst, ich verbreite überhaupt nichts unter den Nachbarn. Diese verfügen alle selbst über eine funktionierende Nase und ein Gehirn.

Außerdem, wie ist diese Frage hier bitte üble Nachrede? Wie in anderen Kommentaren bereits geschildert habe ich bereits das Gespräch mit dem Nachbarn gesucht, in welchem der Nachbar auch dazu stand, aber nicht sehr verständnisvoll war. Das sind Fakten. Weiterhin habe ich hier weder Wohnort, noch Namen genannt. Es könnte sich also um ungefähr 82 Millionen verschiede Personen handeln.

> "Eigentlich sollte man bei 3 joints, die da durchgezogen werden, prima nebeneinader koexistieren können: Raucht er, Fenster zu, raucht er nicht, lüften."


Nicht Joints, sondern Kiff-Sessions die in der Länge variiren. Und ich sagte Ungefähr 3 Mal. Mal mehr, Mal weniger. Und das allein in der Zeit, in der ich Zuhause bin. Keine Ahnung wie oft da tatsächlich gequalmt wird.

Und zum Thema Gegenseitiger Rücksichtnahme. Klar, ich könnte immer wenn er Mal wieder anfängt zu rauchen meine Fenster schließen. Das tue ich aktuell auch. Worin dann aber seine Rücksichtnahme besteht erschließt sich mir irgendwie nicht.
Außerdem kann ich so schnell gar nicht meine Fenster schließen, welche dank aktueller Temperaturen alle geöffnet sind, wie der Geruch rein zieht.

Zum Thema Polizei. Ich wusste nicht, wie die Gesetzeslage ist, deswegen habe ich gefragt. Ich habe nicht vor, wie ich auch schon gesagt habe, das tatsächlich zu tun.

Ich weiß, dass hört sich für dich vielleicht alles etwas übertrieben aufgeregt und kleinlich an, aber mich stört das nun Mal sehr. Und ja, das könnte man persönliches Pech nennen. Störend ist es trotzdem. Und Fragen hatte ich trotzdem, und diese habe ich hier gestellt :)

Danke für dein Rat.

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Da wirst du nicht viel machen können außer mit ihm reden, zum Vermieter oder zur Polizei wenn du wirklich so sensibel bist was den Geruch angeht. Da Cannabis (noch) illegal ist, wirst du gute Chancen haben. 

Dennoch empfinde ich das Ganze persönlich als sehr dünnhäutig. Allerdings bin ich auch jemand der in seiner Wohnung täglich kifft und habe somit eine andere Einstellung dazu. Keine Ahnung ob meine Nachbarn das stört. Da ich das allerdings vom Arzt verschrieben bekomme könnten die hier auch wenig ausrichten, denn wie sollte man mir meine Medikamenteneinnahme verbieten?

warum kommen so viele Menschen nicht einfach auf das Naheliegendste "miteinander reden"??? Stattdessen schreien alle immer gleich nach der "Gesetzgebung", "Polizei"....?

Kannst Du Dich nicht auch normal ausdrücken?

DanJK 28.06.2017, 15:47

Als ich das letzte Mal nachgesehen habe, waren "Gesetzgebung" und "Polizei" noch "normale" Ausdrücke der Deutschen Sprache.

Natürlich habe ich versucht das Thema anzusprechen, Nachbar hat aber relativ schnell abgeblockt.

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Bitterkraut 28.06.2017, 17:04
@DanJK

Na ja, wenn du vorwürflich ankommst, hat er halt Angst, dass als nächstes die Polizei vor der Tür steht. 

Wir haben neue Mieter, die kiffen auch und es zieht sogar unter der Tür durch in den Gang, was auch einen Nachbarn ungnädig stimmt. Ich hab mit denen geredet, etwa so "Leutz, macht die Zwischentür zu oder dichtet die Wohnungstür ab, der Grasgeruch gefällt dem Nachbarn nicht - seither riecht man nix mehr und alle sind zufrieden. Und die neuen Mieter haben sich sogar bei mir bedankt ;). 

Kommt halt auch auf den Ton an un man sollte auch signalisieren, dass man tolerant ist, nur eben den Geruch nicht mag. Dann klappt das. 

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DanJK 28.06.2017, 19:17
@Bitterkraut

Ich habe ihm ja nicht sofort mit irgendwelchen Konsequenzen gedroht - könnte ich ja auch gar nicht :) Hatte ihn nur gebeten ob wir über das Thema reden könnten. Er meinte, dass er halt Mal kifft, aber nicht darüber reden möchte da mich das ja überhaupt nichts angehe. Ende des Gesprächs. Da wird's mit der Nachbarschaftlichkeit schon eng. Und natürlich will ich ihm nicht die Bullen auf den Hals hetzen. 

Was der sich wie oft in die Birne kloppt ist sein Ding. xD

Nur wäre es mir lieb, wenn er mich daran nicht unbedingt geruchlich teilhaben lassen würde.

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Bitterkraut 28.06.2017, 19:40
@DanJK

Dann sag ihm dass dich nur der Geuch stört und dass er bitte seine Fenster zumachen soll, wenn er kifft. Dass er nicht übers kiffen reden will, kann ich schon verstehen. Kiffer werden gern paranoid, wenn "Fremde" "darüber reden" wollen. Wer weiß, womit der gerechnet hat ;) Sag ihm, dass dir das Kiffen egal ist, aber der Geruch nicht. Es ist doch wirklich einfach, die Angelegenheit so zu regeln, dass beide kein Problem haben. Versuch es nochmal. Signalisire, dass du auf Verständigung aus bist und nicht auf Konfrontation.

Bei uns hat es auch geklappt, mit dem richtigen Ton und mit dem richtigen Spruch.

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Derechteblacky 29.06.2017, 00:24
@Bitterkraut

Gib ihm deine Telefonnummer, er soll mal durchrufen oder eine Nachricht schreiben, bevor er mit dem rauchen beginnt. Dann hast du genug Zeit die Fenster zu schließen, und ca eine halbe Stunde später sollte alles abgezogen sein und du kannst wieder alle Fenster auf machen. Wenn er auf so einen Vorschlag nicht eingeht kannst du immer noch zu anderen Maßnahmen greifen.

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Dann rede mit den Nachbarn.

Dann sag hm halt, er soll die Fenster zumachen, wenn er kifft. Ist doch nicht schwer.

Woher soll dein Nachbar denn wissen, dass du vom Rauch gestört wirst? Geh hin und rede mit ihm, dann hat sich das Thema erledigt. Soviel soziale Kompetenz sollte man schon haben.

Versuch es mal mit einem Gespräch...bitte den Nachbarn etwas Rücksicht auf die anderen zu nehmen.:::] nm das nichts hilft, geh zur Polizei 

Erst mal mit dem Mieter zu reden ist auf jeden Fall die richtige wahl.

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