Muss Unterhalt für ein Kind gezahlt werden trotz Vollzeitschule?

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7 Antworten

Dein Freund ist unterhaltspflichtig für ein Kind.

Um diesen Unterhalt abzusichern, gilt für ihn eine "erhöhte Erwerbsobliegenheit", das bedeutet, er muss alles ihm Mögliche unternehmen, um wenigstens den Mindestunterhalt für das Kind aufbringen zu können.

Ausgenommen von dieser Erwerbsobliegenheit ist u. a., wer während seiner ersten Berufsausbildung nicht leistungsfähig ist - denn jeder hat Anspruch auf eine Berufsausbildung.

  • Weist der Auszubildende/ Student seine fehlende Leistungsfähigkeit dann entsprechend nach, muss er Unterhaltsvorschuss, der in dieser Zeit ggf. für sein Kind gezahlt wird, nicht zurückzahlen.

Da der Freund hier aber bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung hat, ist er von der Erwerbsobliegenheit nicht ausgenommen.

Zwar kann ihm Niemand untersagen, einen Meisterkurs zu absolvieren, doch sollte er in dieser Zeit nicht leistungsfähig sein und die Kindsmutter Unterhaltsvorschuss für das Kind beziehen müssen, so kann dieser Vorschuss von ihm zurückgefordert werden, sobald er wieder entsprechend leistungsfähig ist.

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Kommentar von KimBlum
26.02.2016, 07:33

Danke für die vernunfige Antwort! Hat mir geholfen, danke :)

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Er muss natürlich nur Unterhalt entsprechend seines Einkommens zahlen.

Wenn er zeitweise nicht in der Lage ist, zu zahlen, kann die Mutter Unterhaltsvorschuss beantragen. Diesen zahlt er dann später wieder zurück, wenn er wieder zahlungsfähig ist.

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Hi,

da dein Freund einen Sohn hat, muss er also in erster Linie ihm Unterhalt zahlen. Wenn er das nicht kann, weil er keinen Job annimmt, sondern lieber auf die Schule geht, dann kann ihm das Einkommen auch fiktiv angerechnet werden. Er hat eben die Verantwortung für ein Kind und das ist Priorität.

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Kommentar von KimBlum
25.02.2016, 19:47

Er macht ja seinen Meister! Er hat einen Job und auch nach seinem Meister bzw. der Vollzeitschule! Er macht nur eine Weiterbildung um später mehr Geld zu verdienen! Nicht immer gleich so negative Behauptungen machen!

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wenn er das jetzt schon weiß und die Meisterschule erst nächstes Jahr beginnt dann kann er doch jetzt schon anfangen Geld beiseite zu legen , damit er in diesen 7 Monaten auch zahlungsfähig ist .... denn er wird zahlen müssen .................. er darf nicht absichtlich sein Einkommen verringern um dann weniger oder gar nix zu zahlen .......

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Schule schon, aber auf freiwilliger Basis. ER muss es nicht. Zahlen wird er trotzdem müssen; es ist sein Kind.

Ob er Bafög bekommt, steht auf einem anderen Blatt, Lohn wird in dieser Zeit auch nicht kommen

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Kommentar von KimBlum
25.02.2016, 19:53

Es geht ja nicht darum das er nicht zahlen will sondern es nicht kann. Klar hat er kein einkommen wenn er den ganzen Tag in der Schule sitzt.

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Um es kurz zu machen....Ja, er muß zahlen.

Er muß ja nicht seinen Meister machen, er kann ja weiter ganz normal arbeiten gehen.

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Kommentar von KimBlum
25.02.2016, 19:55

Ja können schon aber wie will er von 400€ im Monat leben? davon Miete schon 350€ + Auto und Lebensmittel?

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Oh man was sind schon 2200€ für das eigene Kind.

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Kommentar von KimBlum
25.02.2016, 19:57

Für ein Kind das er nie sieht, weil die Mutter 800km weit weg nach Bremen gezogen ist? Dem Kind geht es gut, aber man kann nicht verlangen Unterhalt zu zahlen wenn man kein Einkommen hat und dieses Bafög muss er auch anteilig zurückzahlen.

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Kommentar von PeaceLoveVegan
25.02.2016, 19:58

Das er es nie sieht, liegt aber auch an ihm. 800km sind nicht die Welt. Es gibt Autos, Züge, Flugzeuge...

Ja, aber er sieht ja selbst dafür, dass es kein Einkommen hat. Darunter kann dich jetzt nicht das Kind leiden.

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