Muss man, wenn man eine/n muslimische/n Parter/in heiratet, zum Islam übertreten?

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29 Antworten

Die Frage kann man auf verschiedenen Ebenen beantworten:

1) Juristisch betrachtet: Hier in Deutschland haben wir Religionsfreiheit, bei einer standesamtlichen Hochzeit nach deutschem Recht muss man überhaupt nirgendwohin übertreten.

2) Aus muslimischer Sicht: Auf jeden Fall ist es auch bei strengen Muslimen erlaubt, dass der muslimische Mann eine christliche Frau heiratet. Die Kinder müssen dann aber Moslems werden.Ob es auch OK ist, dass eine muslimische Frau einen chrisltichen Mann heiratet, weiß ich nicht genau... Aber wenn die Muslima/der Muslim eh nicht so streng drauf sind, dürfte es da bestimmt kein Problem geben. Probleme tun sich eher auf, wenn der/die Zukünftige Atheist oder Buddhist oder Hinduist wäre, also NICHT christlich oder jüdisch ist - DAS wäre meines Wissens nach dann nämlich verboten.

3) Aus christlicher Sicht: Spricht an und für sich nichts gegen eine interreligiöse Ehe, aber wenn man römisch-katholisch heiraten will, brauchts einen Dispens vom Bischof. Auch aus streng christlicher Sicht muss also der Moslem nicht zum Christentum konvertieren

--> Fazit: NEIN, man muss nicht.

Die muslimische Sicht ist nicht ganz korrekt wiedergegeben. Eine muslimische Frau darf nur einen männlichen Mulsim heiraten. Mehr Details in meiner Antwort auf die Frage.

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Man wird in der katholischen Kirche nicht vollwertig katholisch getraut, sondern bekommt nur eine "Feier anlässlich der Heiret" in der Kirche.

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Also das verstehe ich gar nicht: "schon Kopftuch tragen". Eine Frau ist verpflichtet Kopftuch zu tragen, jedoch ist man trotzdem Muslim, wenn man daran glaubt und das nicht macht. Besser ist natürlich, wenn man Kopftuch trägt. Du sollst mich jetzt nicht falsch verstehen. Kopftuch ist Pflicht! Und für jede Frau im Islam gilt auch mit oder ohne Kopftuch. Nur weil man ein Fehler macht, muss man nicht einen zweiten dazu machen:

O die ihr glaubt, wenn gläubige Frauen als Auswanderer zu euch kommen, dann prüft sie. Allah weiß besser über ihren Glauben Bescheid. Wenn ihr sie dann als gläubig erkennt, dann schickt sie nicht zu den Ungläubigen zurück.Weder sind sie ihnen (zur Ehe) erlaubt, noch sind sie ihnen (diesen Frauen) erlaubt. Und gebt ihnen (jedoch), was sie (früher als Morgengabe) ausgegeben haben. Es ist für euch kein Vergehen, sie zu heiraten, wenn ihr ihnen ihren Lohn gebt. Und haltet nicht an der Ehe mit den ungläubigen Frauen fest, und fordert, was ihr (als Morgengabe) ausgegeben habt, zurück. Auch sie sollen zurückfordern, was sie ausgegeben haben. Das ist Allahs Urteil; Er richtet zwischen euch. Und Allah ist Allwissend und Allweise.

Also Aleviten müssen garkein Kopftuch tragen. Ob sie ein Kopftuch tragen, bleibt ihnen selber überlassen.

Das mal so am Rande.

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@fussballfan95

Hier wird nicht gefragt, was irgendwelche Leute machen. Eine einzige Frage wird alles schon beantworten. Woran glauben die MUSLIME? An den Koran. Im Koran steht das und so ist es auch. Wer daran nicht glaubt ist automatisch kein Muslim! Jetzt kann jeder für sich selber entscheiden, ob er eins ist oder nicht.

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Muss man nicht. Kann man doch keinen erzwingen. Sollte dann freiwillig passieren. Wenn ein Evangelischer Mann eine Katholische Frau liebt, denkt auch keiner nach, die Religion zu wechseln. Aber leider ist es oft bei den Muslimen so, dass die Frau dann konvertiert.

Du musst unterscheiden zwischen den Vorschriften, die der Islam als Religion macht und denen, die eine religiöse (muslimische oder auch christliche oder jüdische) Familie macht.

Laut Koran dürfen muslimische Männer Frauen heiraten, die einer "Buchreligion" angehören. Damit waren neben Muslimen zuerst Christen und Juden gemeint (später auch Zoroastrier, aber das ist nciht mehr relevant, denn davon gibt es kaum noch welche).

Nach dem Koran ist es aber einer weiblichen Muslimin verboten, jemand anderes als einen männlichen Muslim zu heiraten. Da ist der Koran sehr streng. Der Koran gilt hier für Muslime als weltliches Gesetz und benachteiligt offensichtlich Frauen in der Freiheit ihrer Partnerwahl.

Das Christentum ist da vergleichsweise liberaler und erlaubt Christen grundsätzlich, mit ungläubigen verheiratet zu sein ("Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den gläubigen Mann."). Allerdings ist die katholische Kirche da eher Streng und verlangt einen Dispens vom Bischof, sogar wenn ein Katholik eine evangelische Christin heiraten will. Viel liberaler ist bei Hochzeiten z.B. der Buddhismus, für den die Ehe nichts mit Religion zu tun hat. Der Mensch soll sich nur allgemein sittlich verhalten.

Sehr oft ist es aber so, dass religiöse Eltern - egal ob Muslime, Christen oder Juden - über die Vorschriften ihrer Religion hinaus ihren Kindern beiderlei Geschlechts vorschreiben wollen, einen Ehepartner derselben Religion zu wählen, und da reicht es oft nicht mal, wenn ein Muslim eine Muslima oder ein Christ eine Christin auswählt - da kommt es oft auf viel mehr religiöse Details an: Der Sohn katholischer Eltern darf kein evangelisches Mädchen heiraten, die Tochter evangelikal-freikirchlicher Eltern keinen Landeskirchlich-evangelischen Mann und die Tochter wahabitischer Muslime keinen schiitischen Muslim.

Das sind halt die Auswüchse falscher Religiosität, genauso wie alle angeblichen Vorschriten der Religionen, die die Freiheit des Einzelnen einschränken wollen, den von ihm geliebten Partner zu heiraten, ohne dass einer seinen Glauben wchseln muss.

In aufgeklärten Ländern wie Deutschland, den USA und sogar China schützt der Staat heute vor solchen mittelalterlichen Restriktionen. Wenn zwei unverheiratete Menschen das aus freien Stücken wollen, dann dürfen sie sich heiraten, frei von allen Vorschriften aus Religion oder Familie. Dann muss man natürlich bereit sein, auch ohne den Segen der Eltern zu heiraten. Aber das ist eine Stärke, die so alt ist wie die Menschheit. Dazu passt ein Jahrtausende alter Satz aus der heiligen Schrift:

Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus von deinem Land und von deiner Verwandtschaft und von deines Vaters Hause in das Land, das ich dir zeigen will! (1. Mose 12, 1)

Ehen mit monotheistischen Partnern, also Juden oder Christen, sind erlaubt, die Kinder müssen muslimisch erzogen werden. http://www.focus.de/wissen/bildung/IslamlexikonA-J/heirataid_12279.html Der Koran unterscheidet, ob die Frau (erlaubt) oder der Mann (nicht erlaubt) eine andere religion hat. Ehen mit Atheisten oder anderen Ungläubigen sind nicht erlaubt. Wenn Du aus der Kirche ausgetreten bist, hast du schlechte Karten. Wenn Du sowieso unentschieden bist, werde doch Muslim. Beschäftigen musst Du Dich ja eh mit der Religion Deiner Partnerin, oder.

Na ja.Wenn das Mädchen/der Junge gläubig ist und die Person wirklich liebt , dann heiratet er sie nicht :).Unlogisch?Eigentlich ziemlich logisch.Laut Quran kommen Christen nicht ins Paradies , oder?Das ist bei Christen ja nicht anders ,wenn es die Muslime betrifft.Da wäre es doch ziemlich blöd , wenn man mit dem Gedanken "Im Jenseits sehen wir uns nicht mehr wieder" leben müsste.Die zukünftigen Kinder wüssten auch nicht welcher Religion sie angehören (oder überhaupt einer).Fazit:Christen und Muslime passen einfach nicht zusammen , was das heiraten betrifft , aber da gibt es ja die Liebe , die immer dazwischen funken muss.Es ist meiner Meinung nach einfach keine gute Idee , wenn ein Christ einen Muslim heiratet , oder umgekehrt.Zwei verschiedene Welten , aber das muss jeder selbst entscheiden.Allein moralisch wäre das für mich nicht tragbar.Ps:Bei uns Muslimen ist es so:Entweder man ist religiös , oder man ist es nicht.Wanabe Muslime gibt es ja auch , obwohl die zum Glück eine Seltenheit sind.Man kann ja auch nicht zur Hälfte Schwanger sein , oder?:)

nein musst Du nicht, musst nur sehen ob die Familie damit leben kann sonst könnte es Spannungen geben. Auch würde ich mich mit einer Religion auseinandersetzen um Schatzi zu verstehen wenn Schatzi plötzlich irgendwo auf dem Boden kniet und faselt ;)

Niemand kann gezwungen werden, zu einer Glaubensgemeinschaft zu gehören. Schon gar nicht die Angehörigen des Partners. Was sollte das auch bringen, wenn man nicht davon überzeugt ist?

Ja, schon, allerdings frage ich mich auch, ob es auf die Art der religiösität der muslimischen Eltern ankommt:

Beispiel: Ob eine weniger religiöse muslimische Familie dem nichtmuslimischen Partner/in sagt "du musst nicht zum islam konvertieren".

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Meistens wird es sehr erwünscht oder man bekommt den Partner gar nicht ohne Konvertierung zum Islam.

Mir ist schleierhaft warum so viele Christen sich auf so etwas einlassen. Unser Christenglaube ist weit schöner, befreiender und hoffnungsvoller als die Mohammedaner-Religion, bei der man sein ganzes Leben lang nicht wissen kann ob Gott einen am Ende nicht doch verwirft. Aber es liegt wohl daran dass diese "Christen" gar keine wirklichen Christen je waren, sonst würden sie nicht für einen Lebenspartner das Heil in Jesus Christus gegen diese arme Religion eintauschen.

Es gibt sicher auch muslimische Familien, denen es ganz egal ist ob der Partner Christ bleibt oder konvertiert. Eher die Ausnahme!

Nein ist es nicht. Wenn er sie dich wirklich liebt wird ihr deine Religion egal sein und die Meinung seiner/ihrer Eltern auch.

Wenn er sie dich wirklich liebt[...]

Die Frage war nur rein theoretisch gemint (steht ja bereits in der PS drin). Trotzdem danke für die Antwort.

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Folgende Konstellation ist möglich:

  1. Der Mann hat eine andere Religion als den Islam. Dann ist die Heirat nur nach der Konvertierung möglich, da die Kinder im Islam durch den Mann erzogen werden sollen.

  2. Die Frau kommt aus der Religion der Christen oder Juden. Dann ist die Heirat möglich, ohne das die Frau zum Islam konvertiert. Der Grund findet sich darin, daß der Islam die abschließende Religion der Religion Abrahams ist.

  3. Die Frau kommt aus einer komplett anderen Religion, oder hat gar keine Religion. Dann ist die Heirat nur möglich, wenn die Frau konvertiert.

Müssen muss man gar nichts, nur sterben muss man! (Schwäbisches Sprichwort)

Ein "Muslime" der in Deutschland lebt darf nach dem Gesetz niemanden dazu zwingen sein Glaube anzunehmen. Er könnte es zwar tun, denn können und dürfen sind zwei unterschiedliche Sachen, aber die Konsequenz wäre eine Konfrontation mit dem Gesetz.

Andere Länder haben natürlich ihre eigenen Regeln und Gesetze, da kann es natürlich sein, dass Ausländer nicht in einer Moschee einen Muslimen heiraten dürfen, wenn diese nicht selbst Muslime sind.

Hier in Deutschland gibt es Katholiken die heiraten Protestanten in einer evangelischen Kirche, und anders herum auch. Allerdings existiert da so was das nennt man "Ökumene", also eine Art Parteienbündnis zwischen den verschiedenen christlichen Glaubensrichtungen. Früher vor 200 Jahren wäre das aber auch nicht möglich gewesen.

In den Grundgesetzen oder so steht, dass man frei einer Religion angehören darf. Von daher kann dich niemand zwingen, an eine Religion zu glauben / nicht zu glauben ;)

nein musst du nicht aber viele muslimische partner finden es besser aber ich halte davon nichts nein musst du nicht mach dir keine sorgen wäre ja schlimm wenn

Da du hier in der Bundesrepublik Deutschland lebst, musst du schon mal gar nix in der Richtung, weder einen Glauben haben, noch zu einem übertreten.

Ich meinte, ob es auf die Art der religiösität ankommt.

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@fussballfan95

Das meinte ich auch. Hier ist es völlig egal wer mit wem korpuliert, egal welcher Nationalität, Hautfarbe oder Religion oder Neigung du oder deine Angebetete angehören, du kannst hier jeden heiraten den du möchtest.

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Der Islam geht davon aus, das muslimische Männer andergläubige Partner heiraten dürfen, aber muslmische Frauen dürfen keine Andersgläubigen heiraten. Denn der Mann erzieht die Kinder im richtigen Glauben, also dem Islam.

Wenn sie islamisch heiraten wollen, müssen beide Moslems sein.

Ein Muslim darf im Islam eine Muslima, Christin und Jüdin heiraten.

Eine Muslima darf im Islam einen Muslim heiraten.

Und jeder der vom Islam überzeugt ist und Muslim wird, kann natürlich im Islam entsprechend heiraten.

Eine Muslima darf keinen Christ heiraten, wenn die Muslima die Gebote und Verbote des Islams beachtet.

Wenn er zum Islam konvertiert, dann nur, wenn er wirklich daran glaubt. Nicht, weil er muss, wegen eine Frau.

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