Muss man manche Wäsche bei 60 Grad waschen oder ist das überflüssig?

19 Antworten

Ich zitiere mal aus einem Artikel:

Hygienespüler sind unnötig

Selbst wenn ein Familienmitglied an einem Magen-Darm-Virus leidet, sieht Experte Tabori keinen Grund zur Aufregung: „Auch dann ist Kochwäsche nicht nötig – 60 Grad und Vollwaschmittel reichen aus.“

Auf die Vorwäsche kann ebenso verzichtet werden wie auf sogenannte Hygienespüler. „Desinfektionsmittel belasten nur unnötig die Umwelt und stören die Mikroorganismen bei ihrer wichtigen Arbeit im Klärwerk“, erklärt der Umweltmediziner. Auch Pilzerkrankungen würden über die Wäsche höchst selten übertragen, so Tabori, der auch Facharzt für Gynäkologie ist. „Gerade bei Scheidenpilz und Fußpilz wird häufig zu Unrecht die Wäsche als Überträger verdächtigt.“

Nun, moderne Waschmittel (spezielle Feinwaschmittel ausgenommen) reinigen auf Enzymbasis. Diese fangen bei ca 60 Grad Celsius an, sich zum Teil aufzulösen. Buntwäsche würde ich daher immer darunter waschen. Weißwäsche kann mal (je nach Stoff) gerne mehr vertragen, da die Bleichwirkung von Natriumpercarbonat nicht abgeschwächt, ja sogar verstärkt wird. Aber generell halte ich hohe Waschtemperaturen alleine vom Energieaufwand (und somit ökologisch nicht vertretbar)für veraltet. Enzyme sind hier das Zauberwort. Was den Geruch angeht, so glaube ich, dass hier gerne Schmutzgeruch mit dem Enzymzersetzungsgeruch verwechselt wird. Diese lösen nämlich auch kleinste Fussel auf und hinterlassen dann dabei diesen Muffgeruch. Ist das Waschmittel stark parfümiert, riecht man das dann auch nicht. Der Geruch verfliegt aber auch, wenn die Wäsche trocken ist.

Die Waschmittel sind heute so konstruiert, dass auch die "Kochwäsche" mit 30 Grad gewaschen werden kann.

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