Muss ein Zeuge der Polizei seine Wohnanschrift nennen oder reicht eine ladungsfähige Adresse aus?

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8 Antworten

Der Mitarbeiter muss sehr wohl seine Wohnanschrift angeben (§ 111 OWiG). Er kann aber dazu angeben, dass er in dieser Angelegenheit über seine Arbeitsstelle (dann aber auch genaue Abteilung mitangeben!) geladen werden will. Diese Konstellation haben wir sehr häufig bei Ladendieben und Schwarzfahrern - damit meine ich jetzt natürlich die Kaufhausdetektive, Bahnkontrolleure etc. ;)

Die Wohnanschrift ist normal die ladungsfähige Anschrift. Ansonsten, wäre ich Polizist und mit der Sache beschäftigt, würde ich stutzig werden und beim Meldeamt nachfragen.

Hallo prubimaus!

Er kann die Angaben verweigern. Wer will ihn zwingen? Zwang kann einzig und allein das Gericht ausüben (Beugehaft § 70 Abs. 2 StPO max. 6 Monate). Er muss auch Ladungen der Polizei nicht befolgen. Sollte er aus Sicherheitsbedenken seine Adresse nicht im Akt haben wollen, kann er dies auch mit dieser Begründung der Polizei mitteilen.

Also NEIN, er muss seine Wohnanschrift nicht nennen!

welchen Grund gibt es, der Polizei die Wohnanschrift zu verheimlichen?

Du bist als geladener Zeuge verpflichtet, Angaben zu machen. Erst recht, was die Personalien und Wohnort betrifft.

Ja, er muss sich privat ausweisen. Ansonsten sind seine Aussagen nur Hörensagen.

Die Dienststelle als ladungsfährige Anschrift läuft nur im öffentlichen Dienst.

Der Arbeitsplatz ist keine ladungsfähige Adresse! Der Mitarbeiter scheint ziemlich doof zu sein, hoffentlich spielt der da nicht den Kaufhausdetektiv!

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