Müssen die Flüchtlinge wieder zurück, wenn der Krieg vorbei ist?

17 Antworten

Alle denen subsidiärer Schutz gewährt wird, werden nach 3 Jahren überprüft ob die Schutzgründe noch vorliegen und ob der Schutz verlängert wird.

Wenn der Krieg (wie auch immer) beendet wurde, werden wahrscheinlich viele der Flüchtlinge zurückkehren, weil sie wollen. Bis dahin werden aber auch viele sich hier eingelebt haben und bleiben wollen. Je nach dem wie lange das noch dauert werden sich einige möglicherweise auch Einbürgern lassen oder erhalten eine unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis.

Wenn die Lage in Syrien wieder als "sicher" oder zumindest "nicht bedrohlich" eingestuft wird, wird der Flüchtlingsstatus nicht verlängert und somit wird die Aufenthaltserlaubnis auch nicht verlängert und die Menschen sind zur Ausreise verpflichtet, tuen sie das nicht werden sie ggf. ausgewiesen und wenn das nicht wirkt abgeschoben.

Das würde ja eigentlich vielen ihre "Sorgen" nehmen. Wundert mich nur warum das so wenig kommuniziert wird oder ist es nich doch eher so das man über die Zeit ein Anrecht auf "unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis" erwirbt, also der Aufenthalt irgendwann unabhängig von der Situation im Heimatland wird?

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@benni12321

Es ist Theorie.Wenn humanitäre Gründe angeführt werden,ein Rechtsstreit geführt wird,kann die Abschiebung in eine Aussetzung der Abschiebung / Duldung,Aufenthalsbefugnis oder Aufenthaltsberechtigung umgewandelt werden.Gleiches gilt bei Widersetzung,der Pilot verweigert den Start,eine Heirat,eine Schuldemo,Pressekampagne,eine Eingabe an den Petitionsausschuß kann verzögern oder verhindern.Untertauchen,einige Jahre nicht aufgefallen,nicht entdeckt,schon ist ein Bleiberecht aus humanitären Gründen möglich.

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Die Gesetzeslage sieht's zumindest vor, jap.. sobald 'nen Herkunftsland offiziell als "sicher" eingestuft wird, überprüft man die Möglichkeit einer Abschiebung. So ist es ja zur Zeit vor allem wegen den Balkanstaaten im Gespräch, die inzwischen als "sichere Herkunftsländer" gelten.

Außerdem werden laufende Asylverfahren auch von Zeit zu Zeit überprüft, um sicherzugehen dass kein Asyl-/Sozialmissbrauch vorliegt. Asyl bedeutet keinesfalls, dass der Asylbewerber nach Deutschland kommt & dort den Rest seines Lebens verbringt. Die meisten werden nach einiger Zeit wieder abgeschoben.

Das würde nur dann so sein,wenn die Abschiebungen konsequent fortgeführt werden,worüber man sich bei bereits integrierten Familien schon streiten kann,da zwar Asylgerechtigkeit hergestellt würde,aber die arbeitenden Familien Steuermindereinnahmen bescheren,während Neue Asylbewerber,in unbegrenzter Zahl kommen und ein Kostenfaktor für unsere Schul,Krankenkassen,Sozialversicherungen darstellen.Zumindestens in der Vergangenheit haben mindestens 30% der Flüchtlinge ,so in den 1990er Jahren,die Abschiebung mit einer Heirat,einem Rechtsstreit oder einer Petition oder Schuldemonstrationen erfolgreich abgewehrt.Zudem wurden Abschiebungen abgebrochen,weil Piloten den Transport unter Fixung abgelehnt haben.Das dies nun anders wäre ,sehe ich nicht.Sofern es keine Ausführungsbestimmungen zum Asylrecht gegeben hat,die dies verhindert.Die aktuellen Groko-Beschlüsse sehen diese nicht vor und sollen auch keine Überforderungsklauseln ,genannt Obergrenze vorsehen.Damit setzen wir uns der Gefahr aus,im Notstand regieren zu müssen,und im Falle einer Rezession oder einer Naturkatasstrophe selbst dann Flüchtlinge in unbegrenzter Zahl aufzunehmen,ohne diese versorgen zu können.Beste Grüße

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Nein, die müssen zurück, wenn die Regierung das für politisch opportun hält, um ihre Macht zu erhalten. In dem Moment wird sie das Herkunftsland für "sicher" erklären, ganz egal was dort vor sich geht, und mit der Abschiebung anfangen.

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