Ja, dafür stand in Teilen Robert Habeck und dessen Unterstützer in der Partei: mehr pragmatische Politik in der Mitte und weniger linke Politik.
Dennoch ist die Grüne Partei eine eher linke Partei mit unterschiedlichen Strömungen welche mal ideologisch Links und mal eher pragmatisch mitte Links sind.
Umwelt - und Klimaschutz ansich kann man aus unterschiedlichen Gründen als Ziel haben oder auch gar nicht als Ziel sondern eher Nebenprodukt sehen. Und ganz ehrlich fehlt mir da ein ernsthaftes Angebot von Union, FDP und SPD und auch von AfD.
Umweltschutz tut viel für Gesundheit und Lebensqualität, denk nur an Smog und Ruß durch Industrie, Autos und Kohlekraft, nur durch Filter und viel weiterer Technologie wurde erreicht, dass das Ruhrgebiet und Großstädte hier nicht mehr so aussehen und man weiße Wäsche raushängen kann und diese sauber bleibt.
Erhalt von Nahrungsketten und Biodiversität macht die Natur robuster und verringert die Häufigkeit und Ausmaß von Katastrophen. Katastrophen sind nicht nur schlimm für die Menschen,sie kosten Staat und Wirtschaft viel, viel Geld. Insekten-Plagen, Überschwemmungen, Schädlinge aller Art, all sowas wird häufiger wenn man Ökosysteme zerstört.
Die FDP hatte in der Ampel mal einen Aufschlag gemacht mit dem Begriff "Freiheitsenergien" für die erneuerbaren Energien. Erneuerbare Energien bieten durch eine stärker lokale Energie Gewinnung eine größere Unabhängigkeit von Weltpolitischen Ereignissen wie Ukraine Krieg und Iran Krieg welche die Öl Versorgung gefährden und machen Importe aus Staaten mit eingeschränkten Freiheitsrechten weniger bedeutend. Das hat sich leider weder in der Partei noch in der Politik als Idee oder Begriff durchgesetzt. Von Kubicki erwarte ich leider keine Neuauflage davon.
In der Ukraine wird stark Photovoltaik und Windkraft ausgebaut, da große Kraftwerke von Russland angegriffen und zerstört werden, für einen Windpark und Solaranlagen braucht es aufgrund ihrer Verteilung wesentlich mehr Ressourcen um diese zu zerstören und der Wiederaufbau ist einfacher. Es ist also auch ein Resilienz Faktor.
Dann ist auch Klimawandel ein wesentlicher Treiber von Natur Katastrophen, Konflikten und Fluchtbewegungen. All das ist viel schädlicher für Wirtschaft, Politiksysteme und Gesellschaft als ein Wandel zu erneuerbaren Energien.
Klimaschutz und Umweltschutz kann man auch christlich gut verbinden, der Mensch der die Schöpfung bewahren und das Werk des Herren pflegt. Dazu muss man nur etwas von dem Bild des Menschen als Krone der Schöpfung der sich alle Schöpfung Untertan machen darf/kann/soll abrücken hin zu dem Menschen dem die Verantwortung für die Schöpfung übertragen wurde.
Ansich ist es im besten Sinne konservativ Natur und Klima zu bewahren, auch um den Status quo nicht zu gefährden. Ganz nach der klassischen Erkenntnis: "es muss sich vieles ändern, damit alles so bleibt wie es ist". Die Grundlagen für unseren Wohlstand für künftige Generationen zu bewahren ist keine Revolution.
Du siehst, es gibt viele Gründe abseits linker Ideologie für Klimaschutz Maßnahmen