Hallo zusammen,
bin gerade ziemlich genervt und würde gerne eure realistische Einschätzung hören.
Kurzer Background:
Ich habe einen Bekannten (ehemaliger Kommilitone), der direkt nebenan wohnt. Zwischen uns läuft absolut nichts Romantisches oder Sexuelles – wir sind einfach nur Nachbarn/Bekannte, die sich ab und zu unterhalten.
Ich jogge sehr regelmäßig, oft auch zum See. Letzte Woche war ich wieder dort und hatte mich vorher mit einem Mann verabredet (den ich über Joyclub kenne, deutlich älter als ich). Das war von vornherein als privates Date/Sex-Treffen geplant.
Dem Bekannten habe ich ein paar Tage vorher nur ganz nebenbei gesagt, dass ich „mal wieder alleine zum See joggen gehe und meine Ruhe brauche“. Es war keine harte Ansage à la „verboten mir zu folgen“, sondern eher so ein lockeres „ich mach das immer solo für mich“. Er wusste also nicht, dass ich dort jemanden treffe.
Trotzdem ist er mir hinterhergelaufen und hat uns genau im Akt erwischt. Sein Schock-Gesicht war… beeindruckend.
Seitdem ist er völlig durchgedreht:
- schreibt mir ständig
- sagt ich solle „dringend zum Arzt/Therapeuten“ gehen
- macht permanent diese selbstgerechten, besorgten Untertöne („das ist doch nicht normal“, „du gefährdest dich“ etc.)
Ich empfinde das mittlerweile als krasse Grenzüberschreitung + massive Bevormundung.
Ja, vielleicht war meine Andeutung mit dem „allein joggen“ nicht hart genug formuliert – aber ihm hinterherzulaufen, mich beim Sex zu beobachten und mich danach wochenlang zu therapieren, finde ich deutlich übergriffiger.
Ich möchte ihm das jetzt klar und ruhig sagen, damit das aufhört – ohne dass es gleich zum totalen Nachbarschafts-Krieg kommt (wohnt ja direkt nebenan…).
Wie seht ihr das Ganze?
- Hätte ich deutlicher „Bleib weg“ sagen müssen oder war die Andeutung eigentlich ausreichend?
- Ist sein Verhalten nach dem Erwischen noch halbwegs nachvollziehbar oder schon richtig toxisch/kontrollierend?
- Wie würdet ihr ihm das am besten klarmachen (Text, persönlich, Tonfall, welche Sätze)?
Danke für eure ehrlichen Meinungen