Mieterhöhung im Nachtrag rechtens?

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5 Antworten

Da die Mitmieterin nur dann aus dem Vertrag raus kommt, wenn beide Mieterinnen den Vertrag kündigen, beginnt mit Verlängerung der einen Mieterin ein neues Vertragsverhältnis. Altenativ dazu könnte der Vermieter die Wohnung auch neu zur Vermietung ausschreien und mit anderen dann vielleicht noch viel mehr als 45 € Erhöhung erzielen. Der Nachtrag ist also Bestandteil des Angebots, Dich in der Wohnung zu lassen und Deinen Freund als Mitmieter zu akzeptieren. Er wird nicht darauf eingehen, dass Dein Freund Untermieter wird, denn er will nicht gerne dass jemand in der Wohnung wohnt, auf den er keinen direkten Zugriff hat. Angenommen Dir taugt Dein Freund nicht mehr und Du ziehst Hals über Kopf aus. Dann hat er jemand in der Wohnung sitzen, mit dem er keinen direkten Vertrag hat und der noch noch nicht einmal für Miete und Betriebskosten haftet, während er Dich nicht mehr ausfindig machen kann. Als Vermieter würde ich das nicht mitmachen. Die 45 € sind keine Mieterhöhung, sondern Bestandteil eines neuen Vertrags. Prüfe Deine Position: Würdest Du im Zweifel ausziehen und eine günstigere oder für den gleichen Preis bessere Wohnung suchen? Wenn ja, lasse das den Vermieter wissen. Vielleicht weiß er Dich als Mieterin so zu schätzen, dass er Dich gerne behalten wird. Dann wird er kompromissbereit sein. Vereinbare doch mit ihm anstatt einer Staffelmiete, auf der er wohl auch raus will einen Indexmietvertrag. Dann kommen zwar öfters Erhöhungen, aber diese sind einigermaßen fair an die normale Preissteigerung gebunden, die in den letzten 5 Jahren z. B. bei rund 1-2 % pro Jahr lag. Viel Erfolg!

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Die Mitbewohnerin ist was? Eine von mehreren Hauptmietern, Untermieter oder einfach nur eine Person die mit in der Wohnung wohnt?

Ist sie Untermieterin oder nur eine Person die mit in der Wohnung wohnt, ist ein neuer Mietvertrag unnötig.

Ist sie aber eine von mehreren Hauptmietern kann der VM die Vertragsentlassung von einer Anpassung der Miete oder dem Abschluß eines komplett neuen Vertrages abhängig machen.

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Eine direkte Antwort kann ich Dir jetzt leider auch nciht geben. Allerdings brauchen die Spezies schon die Infos wer den Mietvertrag (alt) unterschrieben hat.

Solltest Du das nämlich sein und Deine Mitbewohnerin war nciht mit dabei, dann glaube ich kaum, dass Dein VM das von Dir verlangen kann. Die Nutzung des Wohnraums bleibt ja gleich (vorher zwei Personen, nachher zwei Personen).

Ein wichtiger Punkt ist auch, dass er Dir einen Mietvertrag unterjubeln will. Da könnte er theoretisch auch 500% Mieterhöhung drin unterbringen, da es ja ein neuer Vertrag ist und nur die Mieterhöhung bestehender Verträge gesetzlich geregelt wird. (Anmerkung: Ja, ich weiß, das 500% dann Mietwucher wären und deswegen nicht rechtens.)

Sofern das nicht die erste Mieterhöhung in den letzten Jahren war, würde ich den Nachtrag so nicht akzeptieren, das sind immerhin 10% Erhöhung...

Hier findest Du Infos zur Kappungsgrenze: http://de.wikipedia.org/wiki/Mieterh%C3%B6hung#Die_Mieterh.C3.B6hungbiszurorts.C3.BCblichenVergleichsmiete

Und ansonsten lieber eine Beratung beim Mieterschutzbund einholen.

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Eine zuverlässige Antwort ist erst möglich, wenn du uns mitteiltest, ob deine Mitbewohnerin im Mietvertrag eingetragen ist oder nicht.

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Kommentar von anett6181
25.08.2012, 15:13

Meine Mitbewohnerin war genauso als Hauptmieterin eingetragen wie ich. Also sieht das wohl schlecht für mich aus. Ich versuche einen Kompromiss mit ihm zu finden. Er ließ wohl ausversehen verlauten, dass er in unserem MV eine Staffelmiete vergessen hatte und so willer sich diese anscheinend rein holen.

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Das ist ein Angebot zu einer einvernehmlichen Mieterhöhung, es ist nicht verboten, ein derartiges Angebot zu machen...

Ist es dann vielleicht sinnvoll meinen Freund nur als Untermieter einzuschreiben?

Kannst Du machen, brauchst aber dafür die Erlaubnis des Vermieters...

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Kommentar von anett6181
24.08.2012, 17:24

Vielen Dank schon einmal für die Antwort.

Wenn es aber nur ein Angebot ist, könnte ich es doch theoretisch auch ablehnen oder?

LG

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