MEINE Meinung!? gibt es das wirklich? Wie subjektiv ist EIGENE Meinung tatsächlich?

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11 Antworten

Der Ausdruck "meine Meinung " ist relativierend gemeint.Man sichert sich damit gegen Kritik ab.Wenn jemand sagt , dies ist mein Urteil , wird er gebranntmarkt als Rechthaber. In unserem Land herrscht Meinungsfreiheit, und deshalb ist es ganz normal, dass man sagt, Meinung und nicht Urteil. Meinung muss also nicht unbedingt eine subjektive Sichtweise darstellen.

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Kommentar von Gabel1953
14.10.2011, 16:39

Danke:-)))

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Ich denke man sollte subjektiv eher nehmen um es vom objektiven (was es eigentlich kaum gibt) abzugrenzen.

Das wir immer beeinflusst werden ist ohnehin klar - aber wie du schon gesagt hast ist es heutzutage so, dass viele die Meinung von Medien und co (die ja auch nicht immer neutral beriichten) weiterverbreiten und akzeptieren ohne darüber nachzudenken. Gerade im heutigen Zeitalter wo jeder das kinderlicht kann (Internet, Bücher) ist das schon ziemlich traurig... Irren kann sich jeder mal - aber falsch zu liegen ohne überhaupt darüber nachgedacht zu haben ist halt blöd, da ist dann ggf auch derr Lerneffekt nicht so intensiv

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Hallo,

wenn du sagst, das ist meine Meinung, dann ist das auch deine, da diese Meinung ja aus dem Gehirn bzw. Mund kommt. Aber so hast du die Frage sicherlich nicht gemeint ;-)

Grundsätzlich gibt es keine eigene Meinung. Deine Meinung bildest du im Gehirn. Der Aufbau des Gehirns ist zum Teil genetisch und zum anderen Teil durch äußere Einflüsse (z.B. (Mangel)Ernährung im Kindesalter, Erziehung, Erfahrungen usw.) bestimmt. Du bildest also eine Meinung in einem von außen manipuliertem/beeinflussten Gehirn. Um eine Meinung zu bilden, nimmst du Informationen, die du irgendwann mal bekommen hast und kombinierst diese mit Erfahrungen aus deinem Leben. Hinzu kommen dann noch andere Einflüsse, wie beispielsweise deine aktuelle Situation wie verliebt, arbeitslos, in Trauer usw., die auch Einfluss auf deine Meinung nehmen. Wenn man das alles berücksichtigt, dann kann man wohl sagen, dass die sog. eigene Meinung sehr stark von außen beeinflusst ist.

Bedenken sollte man auch, dass es ja sog. Meinungsmacher gibt ... was machen die denn wohl, wenn sich die Meinung der Menschen nicht manipulieren ließe? Mal ein Beispiel: Lese einen Artikel zum gleichen Thema im Spiegel und im Fokus. Üblicherweise bekommt man nach dem lesen zwei unterschiedliche Meinungen, da üblicherweise der gleiche Sachverhalt aus unterschiedlichen Sichtweisen beschrieben wird. Interessant ist dabei, welche Informationen in dem einen Artikel stehen und im anderen nicht. Aber auch die Werbung ist nichts anderes als eine Meinungsmanipulation. Es soll dir die Meinung eingesetzt werden, dass du das Produkt XY super findest und es sofort kaufst.
Aber sag mal jemanden, dass er nicht wirklich eine richtige eigene Meinung hat, sondern eine sehr stark von außen manipulierte Meinung vertritt ... Was schrieb doch einer zuvor: Willst du Recht haben, oder glücklich sein?

Zusatz: Ist dass, was ich jetzt gerade geschrieben habe eigentlich meine Meinung?? Oder in wie weit ist dies alles von außen manipuliert?? Warum schreibe ich dies gerade so und vor mir kein anderer? Wer hat mich hier eigentlich manipuliert und zu welchem Zweck? ;-)

Also Bild dir deine Meinung!

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Kommentar von rolfmartin
23.06.2016, 11:00

Der Engländer würde sagen." Much ado about nothing." Der Philosoph Kant sagte u. a.: "Hauptfrage bleibt immer, was und wieweit kann Verstand und Vernunft frei von aller Erfahrung erken-nen."  D. h., ohne Erfahrung kein Erkennen. Doch Erkennen geht vom Einzelnen aus, vom Subjekt also. Das wiederum bedeutet im weiteren Verlauf, das, was der Betreffende daraus an Positivem wie Negativem gezogen hat, seine eigene "subjektive " Betrachtungs-weise" ist. Es steht mir nicht zu, deine Ausführungen in Frage zu stellen, da ich der Auffassung bin, jeder hat das Recht auf eine an-dere Sichtweise. Und diese wird diesseits respektiert.   

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Ganz einfach:

Als Entität bist du nicht Objekt, sondern Subjekt. Deine Wahrnehmung ist immer unterschiedlich von anderen Entitäten. Das hängt mit dem Umstand zusammen, daß zwei Körper zur selben Zeit nicht den selben Raum einnehmen können. Schon daraus ergeben sich unterschiedliche Standpunkte und Sichtweisen. Deshalb ist eine Meinung immer subjektiv und auch immer richtig - Meinungen gelten per Definition immer als richtig - aus dem Standpunkt dessen, der diese Meinung hat.

Was zur Meinungsbildung führt, ist für die Meinung selbst nicht von Bedeutung. Auch die Übernahme von anderen Meinungen in das eigene Meinungsbild stellt genau genommen trotzdem eine eigene Meinung nach den Regeln der Meinung dar. Es ist nicht verboten, andere Meinungen zur eigenen Meinung zu machen. Es ist dann trotzdem die eigene Meinung.

Auch das Ändern der Meinung durch Änderung des Standpunktes und der Sichtweise ist nicht falsch. Würden alle ihre einmal gefällte Meinung beibehalten, hätte es zur Konsequenz, daß alle still stehen müssten, ihre Position im Raum und auch die visuelle und akustische Wahrnehmungshaltung nicht verändern dürften. Da Bewegung aber ein natürlicher Prozess ist, ist es auch verständlich, daß sich Meinungen durch neue Eindrücke verändern können. Wenn jemand seine Meinung wechselt, wie andere die Unterwäsche, dann ist das nur ein Zeichen dafür, daß er viel in Bewegung ist, noch keinen festen Standpunkt gefunden hat.

Gefährlich wird es erst,, wenn man seine eigene Meinung zu einer allgemeinen Wahrheit definiert oder erklärt. Auch der Versuch, die eigene Meinung anderen "aufzudrücken" ist nicht besonders nett, sondern ein Zeichen von etwas Intolleranz. Fremde Meinungen sollte man eigentlich immer akzeptieren, auch wenn die eigene Meinung stark oder gänzlich davon abweicht. Dann hat man entweder eine Gesprächsgrundlage oder weiß, daß man getrennte Wege gehen muss.

Ich finde es toll, daß es das Meinungsprinzip gibt und das dies per Gesetz als "Frei" definiert wurde.

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Das kommt darauf an, wie beeinflussbar jemand ist. Subjektiv gesehen bin ich von äußeren Einflüssen nicht manipulierbar. Ich bilde mir eine eigene Sicht-weise durch Differenzierung der jeweils anstehenden Sache/Problematik. Damit fährt man am besten und verliert vor allen Dingen nicht die "subjektive" Sicht der Dinge. 

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Die eigene Meinung ist vollkommen subjektiv, sie wird vom Subjekt vertreten und als subjektiv beste erwählt - sonst hätte man eine andere.

Es spielt keine Rolle, ob die subjektive Meinung einen hohen objektiven Wert im Sinne einer hohen Übereinstimmung mit möglichst vielen Meinungen anderer hat, ob sie selbst entwickelt oder übernommen wurde oder ob die subjektive Meinung in einer Unentschiedenheit und Balance zu mehreren meinungen besteht - das sind alles zusätzliche Aussagen.

Zur Beantwortung deiner Teilfrage müsste man die Meinungsbildung in Bezug auf "persönliche Wahrnehmung" definieren. Geht es um geistige Durchdringung möglichst vieler Faktoren, am besten gekoppelt mit eigener Erfahrung, oder zählt dazu die Wahrnehmung und Wahl einer Autorität in einem Fachgebiet und die Wahrnehmung dieser Expertenmeinung, die zu eigener Meinung übernommen wird?

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Meiner Meinung nach ist die Meinungsbildung der Abschluss einer Überlegung, nichts subjektives. Nett finde ich die Frage von Rosenberg: Willst Du Recht haben oder glücklich sein.

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Meine / deine Mein-ung gibt es schon, so du dich von allem befreit hast, das du je von außen und irgendwoher irgendwann mal unbesehen übernommen hast. Wenn diese dann aus deiner eigenen Tiefe kommt, so ist sie für dich auch "richtig" und deine Wahrheit.

Wenn sie wirklich aus deiner Tiefe kommt, dürfte sie Vieles beinhalten, das allgemeingültig ist, aber immer auch Vieles, das eben nur für dich zutreffend ist, für deinen ganz eigenen Blickwinkel, der sich aus deiner ganz speziellen Prägung ergibt.

Schürfst du in deinen eigenen Tiefen, kannst du auch sehr klar unterscheiden, was auch für andere Geltung hat und was nicht. Und vor allem... Du hast dann kein Bedürfnis mehr recht haben zu wollen, es "besser" wissen zu wollen, jemanden von deiner Sicht überzeugen zu wollen...

Du kannst deine Meinung frei kundtun und es ist dir gleich-gültig, was andere davon halten, oder damit anfangen...

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Subjektivität lasst sich nicht abstufen oder steigern. Sie ist, was sie ist.

Eine eigene Meinung/eigener Standpunkt ist eine eigene Meinung/eigener Standpunkt, woraus immer sie/er resultiert.

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Jeder ist in seine Meinung verliebt, im Prinzip haben wir alle Recht, weil es außerhalb unseres Bewusstseins nichts gibt was uns Recht gibt.......!

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Eine völlig sinnlose Frage. Meinungen sind per se subjektiv und völlig unfassbar. Die Meinung an sich gibt es nicht. Selbst Juristen, die ja spezialisiert sind auf windige Aussagen, geben nichts auf Meinungen. Das ist ja die Grundlage aller Meinungsmacher- und Fragerei: Bedeutungslosigkeit.

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