Meine Hund erleichtert sich in der Wohnung, wenn Besuch da ist

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein Stress ist das nicht, das ist Protest!!!

Deine Hündin protestiert dagegen, dass ein Fremder ihre ganzen Signale die sie aussendet - also ihre Sprache sozusagen - nicht beachtet und ihr Territorium nicht wieder verlässt. Sondern sich auch noch dauerhaft "einnistet"

Also markiert sie mit einem Häufchen und zieht eine Grenze... Das bedeutet deine Hündin ist territorial stark instinktiv veranlagt.

Das Gegenteil von den bisherigen Maßnahmen solltet ihr machen! Nicht den Hund ständig betütteln und auch bedrängen - gerade nicht der Besuch. Das das bisher funktioniert hat liegt daran, dass deine Hündin DIR ZULIEBE sich so verhält wie du es in der Frage schilderst.

Der Besuch soll sich dem Hund gegenüber zurückhalten und sich wie ein Gast im Haus bewegen und nicht als ob er schon immer hier wohnen würde.

Tipp: Wenn du Besuch bekommst geht zuerst Gemeinsam mit der Hündin spazieren - also der Besuch mit dabei. Das bedeutet Kennen lernen auf neutralem Gelände. Danach betritt man GEMEINSAM das Haus und Territorium der inneren Familie mit dem Gast...

Der Hund wird das einfacher akzeptieren. Den Hund nicht vom Besuch bedrängen lassen und dem Hund die Entscheidung überlassen wann er den Besuch kennen lernen möchte...

Du wirst sehen das Protestverhalten und Häufchen setzen zum Grenzen ziehen (genau das sagt dieses Verhalten aus) wird aufhören und deine Hündin wird lockerer mit Gästen umgehen...

Frage: Ist dein Mädel vlt. ein Herdenschutzhund??? Oder eine Mischung davon? Es kommt mir fast so vor!!!

HG YarlungTsangpo

"Der Hund wird das einfacher akzeptieren. Den Hund nicht vom Besuch bedrängen lassen und dem Hund die Entscheidung überlassen wann er den Besuch kennen lernen möchte..."

Das entscheidet sie jedes Mal. Meine Gäste können sich vor ihrem Interesse gar nicht retten :) Ich glaube kaum, dass sie es mir zu Liebe macht, da ich ihre Freudebekundungen häufig unterbrechen muss, um meinen Gästen zwischendurch Luft zu verschaffen. Die beleckt sie nämlich hingebungsvoll und sobald ich sie mal ein wenig zur Ruhe rufe, kommt sie mit einem Spielzeug an. Außerdem kennt sie meine Freunde, speziell diese Freunde, von anfang an - insofern ist Kennenlernen schon abgeschlossen. Aber das habe ich in der Beschreibung noch nicht so genau geschrieben, daher sind diese Gedankengänge durchaus nachvollziehbar.

Das mit dem dauerhaft "einnisten" und Grenzmarkieren klingt hingegen recht plausibel.

Sie ist übrigens ein Golden Retriever/Schäferhundmix.

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@Okamitono

Jetzt kann man es noch besser beurteilen :-D Das Putzen von deinen Bekannten ist eine Handlung deiner Hündin bei welcher sie die Gäste auf liebevolle Weise dominiert Auch beim Spielzeug bringen versucht sie sich mit der aktiven Rolle in die dominierende Position zu bringen.

Das Beste ist deine Gäste ignorieren in Zukunft diese Aufdringlichkeiten und DU bringst deiner Hündin bei akkurat auch im Haus Platz zu machen. Immer wenn sie es nun übertreibt bringst du sie an eine Stelle - aber mit dabei mit den Gästen - wo du sie ins Platz ablegst... Denke dran DU hebst das Kommando auf - nicht der Hund! Erlöse sie nach ca. 10 Minuten und lasse sie wieder herumlaufen. Beginnt sie wieder mit dem Belecken und Bedrängen wiederholst du die Übung für deine Hündin, solange bis sie sich nach einer kurzen Begrüßung der Gäste nicht mehr aufdringlich benimmt!

Nebenbei lernt die Hündin, dass du ihr Vorgesetzter bist. Sie ist in einer Rolle als quasi Haushaltsvorstand weil du ihr zu wenig Vorgesetzter bist. Diese Rolle aber möchte sie nur seeeehr freundlich wahrnehmen und sie ist dafür auch eigentlich gar nicht geeignet...(!)

Das bringt sie in Gewissensnöte, weil all ihre Sprache um die Gäste zu dominieren bei einer Übernachtung absolut NIX gebracht haben - sie will aber nicht böse werden müssen...

Also protestiert sie deutlich und grenzt die Gäste im Haus ab - sie zieht die Territoriumsgrenzen indem sie Häufchen setzt!

Alles Schimpfen und in flagranti erwischen wird nichts nutzen. Und weil sie so eine liebe Hündin ist und immer in so einen Stress gerät solltest du mir ihr eine Hundeschule besuchen. Sie soll lernen dass du die Rolle des Haushaltsvorstandes übernimmst aber ohne nur zu Exerzieren oder Kommandos zu befolgen... Guck einmal hier das System wäre genau richtig: http://www.animal-learn.de

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Ich denke sie ist eifersüchtig. Kümmerst du dich um sie wenn Besuch da ist? Oder verhälst du dich anders? Das ist jetzt absolut nicht böse gemeint. Ist nur so ne Frage. Ist sie sozial? Oder vorallem mit anderen Leuten zusammen, wenn Besuch da ist? Liebe Grüsse

Kann gut sein. Sicher verhalte ich mich anders, wenn jemand da ist als wenn ich, bzw. mein Freund und ich, allein zu Hause sind. Natürlich kann sie auch nicht die ganze Aufmerksamkeit haben, wenn Leute da sind, aber ich ignoriere sie auch nicht und meine Gäste mögen sie eh recht gern und wechseln sich damit ab mit ihr zu spielen. Sozial ist sie sicher, sie freut sich über jeden, der uns besucht, begrüßt überschwänglich und verträgt sich auch mit allen anderen Hunden, sogar mit Kleintieren wie Ratten und Kaninchen. Trotz allem muss sie lernen, dass meine Aufmerksamkeit nicht ausschließlich auf sie gerichtet sein kann, ich weiß allerdings nicht wie ich ihr das am besten beibnringen kann.

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@Okamitono

Ja das ist ganz klar, dass sie lernen muss, dass es auch andere Sachen beziehungsweise andere Personen wie z.B den Besuch usw. gibt. Frage vielleicht mal dein Tierarzt, der kann dir ganz sicher hilfreiche Tipps geben und er kennt ja auch dein Hund. Tut mir leid, leider kann ich dir nicht weiterhelfen. Aber das kriegt ihr schon in den Griff. Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und viel Spass mit deiner Hündin. Liebe Grüsse

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Dein Hund ist noch jung und in der Lernphase. Man kann sie vergleichen, mit einem Kindergartenkind, dass in sein Spiel vertieft ist und aus versehen in die Hose macht.

Die Aufregung und die Action wenn Besuch da ist, regen einfach den Stoffwechsel vermehrt an und dann passierts halt.

Putz es weg und mach nicht so viel Aufhebens davon, dass verunsichert einen sensiblen Hund nur. Das nächste Mal denkst DU einfach daran und lässt sie rechtzeitig raus. Habt ihr keine Terrassentür (Garten) wo du sie zwischendurch mal rauslassen kannst? So handhabe ich es, denn wenn bei uns Besuch da ist, hecheln meine vor Aufregung und Freude, trinken dann mehr und was vorne reinkommt muss halt hinten wieder raus ;-))

Zu Deiner Frage nach der evt. anderen Ursache: Ein Hund hat kein so kompliziertes und hinterhältiges Denkvermögen wie ein Mensch: Rache gibt es in der Hundeseele nicht!

Erstmal vorneweg: Rache würd ich ihr auch nicht unterstellen, eher Überforderung mit der Situation.

"Putz es weg und mach nicht so viel Aufhebens davon, dass verunsichert einen sensiblen Hund nur. Das nächste Mal denkst DU einfach daran und lässt sie rechtzeitig raus."

Sie war ja vorher draußen, nämlich um zwölf. Danach geht sie sonst schlafen und schläft problemlos bis mittags durch. Insofern muss die Ursache schon woanders liegen, zumal sie nicht angezeigt hat, dass sie raus muss. Deine These, dass sie im Spiel vertieft war, liegt denke ich recht nah an der Wahrheit. Schließlich ist sie doch noch recht jung, aber wenn eine andere Ursache vorliegen könnte, möcht ich halt beizeiten etwas dagegen tun.

(Wohnung im obersten Stockwerk und am Balkon schätz ich ihre Häufchen nicht so sehr...)

Danke für die Antwort!

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