Mein Pferd muss eingeschläfert werden, wie gehe ich damit um?

5 Antworten

Ich kann gut verstehen, wie Du Dich in dieser Situation fühlst, da ich vor knapp einem Jahr in derselben bzw einer ähnlichen Situation war. Das schwerste für mich war, dass ich in dieser Zeit nicht bei meiner Dicken (war ein Pflegepferd, aber ich hab mich um alles gekümmert, also Schmied, Tierarzt, Futter, Versicherung... der Besitzer hat eben gezahlt und war 1x die Woche da, da er zeitlich leider überhaupt keine Zeit hatte) sein konnte, da ich 200km entfernt gewohnt habe und sozusagen nur das Wochenende für einen Abschied hatte und den Tag, als sie eingeschläfert wurde.

Ich hab versucht, in der Woche vor dem Termin einfach nicht daran zu denken und wenn ich doch an sie denken musste, hab ich mir immer wieder ins Gedächtnis gerufen, dass ihre Schmerzen bald eine Ende haben, denn ich habe ja die offensichtlichen Schmerzen gesehen! Ich hab mir dann ins Gedächtnis gerufen, dass wir ja eine wunderschöne und auch lange Zeit (8 Jahre) miteinander hatten und dass sie es in dieser Zeit vor allem sehr gut hatte! Wir waren ein Team und haben immer so gehandelt, dass jeder zufrieden und glücklich war und in diesem Moment musste ich eben die richtige Entscheidung treffen und lernen loszulassen, da es für das Tier am besten war. Das ist zwar sehr schwer zu akzeptieren, aber man muss eben echt daran denken, dass man nur das Beste für das Tier, das jahrelang so treu an der eigenen Seite war, will. Man will das Pferd ja nicht unnötig quälen.

Diese Zeit vor dem Termin war meiner Meinung nach die schlimmste Zeit.

Als ich dann an dem Tag bei der Stute war, bzw auch davor, war ich recht ruhig und war froh, dass ich zu ihr gegangen bin, um sie in der letzten Zeit zu begleiten. Ich hatte damals vor allem vor dem Einschläfern selbst Angst, aber die war in meinen Augen unbegründet. Ich war dann an dem Tag im Stall, hab sie noch gestreichelt, hab sie so versorgt wie immer (wichtig ist eben auch eine Ruhe, damit das Tier sich nicht unnötig aufregt) und als dann die Tierärztin kam, hat die sich extra viel Zeit genommen. Sie hat mir Zeit gelassen, hat mir dann alles erklärt, hat mich die Stute am Halfter halten lassen und hat ihr dann die Spritzen gesetzt. Sie ist dann ganz ruhig eingeschlafen. Ich hab sie dann zugedeckt und hab noch einige Zeit mit den anderen im Stall verbracht um über die alten Zeiten zu reden. Vor allem der Zusammenhalt und die Erinnerungen die wir geteilt haben haben mir damals sehr viel Kraft gegeben. Selbst die Tierärztin ist noch geblieben und hat sich zu uns gesetzt.

Also im Normalfall sind die Tierärzte in solchen Situationen sehr verständnisvoll (natürlich gibt es auch da Ausnahmen) und geben einem auch die Zeit, die man benötigt. Außerdem erklären sie einem, wie das Ganze funktioniert. Ich finde, unsere Tierärztin hat es damals sehr gut gemacht, da sie den Termin auf abends gelegt hat und dann eben selbst jede Menge Zeit hatte.

Wichtig ist vor allem, dass man an das Wohl des Tieres denkt und die eigenen Wünsche zurückstellt. Außerdem sollte man die Zeit die einem noch bleibt echt intensiv nutzen. Du solltest auch überlegen, was mit den ganzen Pferdesachen passiert und wann sie geholt werden etc. Ich selbst hab diese ganzen Dinge an dem Tag mit nach Hause genommen, da ich es einfach nicht übers Herz gebracht habe, nochmal in den Stall zu kommen.

Die Trauer selbst verarbeitet aber jeder auf seine Weise und da solltest Du einfach in Dich reinhören um zu schauen, was am besten für Dich ist. Und lass Dir bloß von niemandem einreden, dass du "falsch" trauerst! In der Trauer gibt es kein falsch oder richtig. Jeder trauert auf seine Weise.

Aus deiner Schilderung kann man erkennen, dass das Tier sich mittlerweile offenbar quält. Daher könntest du bedenken, dass es gut ist, wenn diese Qual bald vobei ist.

Weiterhin kannst du dir sicher sagen, dass es das Pferd bis zum Ende gut bei dir hatte. Trotz aller Trauer kannst du irgendwie darauf stolz und beruhigt sein.

Pferde fühlen wahrscheinlich eine ganze Menge der Emotionen eines Menschen. Und ich denke, du solltest versuchen, ihm in dieser Zeit Ruhe auszustrahlen, bei ihm sitzen und Abschied nehmen. Aber ohne Panik und Furcht.

Bei solchen Sachen fühlt man sich immer schlimm & ich glaube kaum dass dir diese Internetseite dabei hilft, aber denke immer daran, dass es das beste für das Pferd ist, weil es dadurch ja auch Schmerzen hat und das Leben würde ich nicht mehr als Lebenswert bezeichnen, wenn man als Pferd weder liegen, noch laufen kann.

Die nächsten Tage solltest du noch so viel Zeit wie möglich mit deinem Pferd verbringen wie es geht.

Die Menschen haben allerdings verschiedene Methoden solche Dinge zu verkraften, einige gehen ins Kino und gucken sich einen Film an, andere liegen nur im Bett und stehen nicht auf.

Ich würde dir empfehlen, wie ich schon oben gesagt hab, dass du noch viel Zeit mit dem Pferd verbringst, dich aber auch mit Freunden triffst und über die Sache redest, die werden dir sicher auch weiter helfen können. Vergiss aber nicht, dass du das Tier damit erlöst, da ein Leben in Schmerz nicht sehr schön ist und diese Lösung, so schmerzhaft sie noch für dich sein mag, das beste für das Tier ist.

Hund einschläfern - Entscheidet Tierarzt oder Besitzer?

Mein Hund ist jetzt 13 Jahre alt, bekommt seit Jahren Schmerzmittel wegen seinem Rücken (metacam) und hat jetzt in den letzten Wochen und Monaten stark abgebaut - ich muss ihn die Treppe rauf und runter tragen, das Aufstehen fällt ihm immer schwerer, das Gassi gehen hat sich auf 3 x 20 Minuten am Tag reduziert, da er nicht weiter kann ( oder will), neuerdings kann er das Wasser nicht mehr richtig halten und ich frage mich, ob es nicht besser für ihn ist, ihn ein zu schläfern. Ich gehe am Montag zum Tierarzt und will seine Meinung dazu, aber jetzt meine Frage bzw. meine Bedenken: kann ich zum Tierarzt gehen und sagen respektive darauf Bestehen, das er eingeschläfert wird oder kann der Tierarzt sagen, das ziehen wir raus bis es nicht mehr geht? Ich liebe meinen Hund und will ihm Leid ersparen, ich will nicht, das er wie ein Mensch künstlich am Leben gehalten wird - aber wer darf das entscheiden? Hat der Tierarzt das letzte Wort? Ich rede von einem kranken, alten Hund, kein junger Welpe, sondern von einem Hund der mir sehr viel Freude bereitet hat und es verdient hat schmerzfrei von dieser Welt zu gehen.

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Katze eingeschläfert, neue Katze... Verrat?

BITTE LESEN Hallo Leute, vor einigen Jahren (Ende Kindheit - Anfang Jugend) war ich im Tierheim und hatte mir 2 Kater zugelegt einer, dem es früher wahrscheinlich nicht so gut ergang und der nach einer Weile auch starb und einen sehr zutraulichen Schmusekater. Beide waren etwas älter und das sie früher oder später sterben musste ich wissen. Nachdem mein Schmusekater anfangs noch etwas verspielter war wurde er dann ein bisschen ruhiger und der Tod seines Katzenfreundes war ihm auch nicht leicht gefallen. Dennoch kam er immer zu mir ins Bett, kuschelte und war für mich da. Er war mein bester Freund und meine engste Bezugsperson. Immer wenn es mir schlecht ging war er für mich da.

Die letzten Tage wurde er richtig schwach, konnte sich kaum noch auf den Beinen halten und blieb den ganzen Tag im Bett, er bepinkelte sich sogar selbst und verletzte sich das er eine blutende Stelle mit offener Haut hatte. In den letzten 2-3 Tagen veränderte er sich so stark... er roch tot und er sah schon fast tot aus... Er zog sich komplett zurück, wahrscheinlich um wie mein erster Kater alleine zu sterben. Ich Machte ihm im Flur einen Warmen Platz mit Decken, Handtüchern (falls er sich wieder bepinkelt) und einer Wärmeflasche. Um ihm große Laufwege zu ersparen stellte ich auch Wasser + Futter und seine Katzentoilette dort hin. Ich glaube er aß nichts mehr, hat aber in der Nacht die ich durchgeweint hatte (ich hätte selbst nicht gedacht das es mir so nah geht) noch ein paar mal getrunken.

Heute warn wir dann beim Arzt und haben in einschläfern lassen. Das war für mich eine schwere moralische Entscheidung, denn ich will eigentlich nicht über Leben und Tod entscheiden. Ich wollte ihn natürlich von seinem Leiden erlösen, doch der Tod ist undefinierbar, und woher weiß ich das er besser ist als das irdische Leiden. Aber ihm zuzusehen wie er immer mehr zerfällt konnte ich auch nicht.

Er ist jetzt seit ungefähr 12.15 Uhr fort und eins steht für mich fest er kann niemals ersetzt werden. Und dennoch habe ich dieses innere Bedürfnis sofort einen Ersatz anzuschaffen, oder was meint Ersatz? Ich will nicht allein sein, und denke mir das mir eine neue Katze eventuell bei der Trauerbewältigung hilf. In Internetforen laß ich nun sehr oft das für Personen, die sich sofort ein neues Tier anschaffen, das alte Tier nie Teil der Familie war... Das trifft auf mich nicht zu, er war/ist meine Familie.

Vorhin war ich auf Tierheimseiten, doch es fühlt sich nach Verrat an, sofort nach einem neuen Tier zu suchen, wo mein Kater doch erst vor einigen Stunden starb. Wie kann ich nur? Ich weiß es selbst nicht, ist es Verrat oder einfach nur eine extreme Art der Trauerbewältigung? Ich bitte euch einfach mal um eure Meinungen // Erfahrungen // oder euren Moralischen Standpunkt.Ich habe dauerhaft das Gefühl das mein Kater von oben auf mich schaut und Enttäuscht ist und wer weiß ob ich diese neue Katze dann selbst wirklich aufnehmen und akzeptieren kann?

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