Kolik Operation?

12 Antworten

So pauschal könnte ich das nicht sagen. Kolik ist ja auch nicht gleich Kolik. Manche können im Stall behandelt werden, bei manchen hat die OP einen relativ leichten Verlauf und dann gibt es noch die Art wo anschließende Aussichten nicht so toll sind!! Nur wie gravierend das ist, kann eine gute Klinik auch ungefähr einschätzen und einen darauf vorbereiten. Denn die Klinik überprüft selbst erstmal mit was sie es wirklich zu tun haben. Dann müssen schnelle Entscheidungen getroffen werden, Zeit ist da nicht mehr viel.

Geldmacherei finde ich das jetzt nicht. Man bringt ein krankes Pferd, bekommt eine Dienstleistung und heut zu Tage ist die Chance auf eine Genesung relativ hoch. Ob es jetzt rentabel ist oder nicht, wird man in einer guten Klinik vor der OP aufgeklärt.

Den Weg in die Klinik würde ich auf alle Fälle in Kauf nehmen. Wie es dann weiter geht, entscheide ich spontan. Auch während der OP wird man auf den laufenden gehalten, sobald es große Komplikationen gibt die sehr kostenspielig werden, bekommt man bescheid. Ein Abbruch der OP ist dann immernoch möglich. So kenne ich das zumindest.

Ich denke es mir halt so, ich habe mich für ein Pferd entschieden, also "versuche" ich mein bestmöglichstes. Bekomme ich eine Aussage wie höchstwahrscheinliche Spätfolgen, geringe Chancen einer Heilung oder irgendwelche Beschränkungen was das Wohlergehen des Pferdes und artgerechter Haltung auf Dauer nicht möglich macht, entscheide ich mich gegen eine Op. Ist ne Gefühlssache bei mir.

Aber ich weis, ich habe es probiert, weis genau über die Sachlage bescheid und habe nicht sofort aufgegeben. Selbst wenn ich 2000€ nur für ausgiebige Untersuchungen und klare Auskünfte ohne OP bezahle, ist mir das ehrlich gesagt vollkommen sowas von egal.

Ich habe ein Pferdekonto da sind min. 5000€ immer drauf. Das hört sich jetzt vielleicht blöd an, nen Geldscheisser hab ich auch nicht aber ist das Geld weg ist es eben weg, für solche Fälle hab ich das Konto.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reite seid über 30 Jahren, bin selbst Pferdebesitzer

Eine Kolik ist nicht gleich eine Kolik.

Oft reichen Medikamente und spazieren gehen.

Es kann aber auch sein, dass es schwerwiegender ist und das Pferd in die Klinik muss.

Bei dem einen Pferd kann man sich ziemlich sicher sein, dass es die Kolik Op überlebt und wieder auf die Beine kommt.

Bei einem anderen fall kann man da kritischer sein und man hat eine 50/50 Chance.

Wohingegen das eine Pferd es mit einer großen Wahrscheinlichkeit nicht überleben bzw. danach nicht wieder richtig auf die beine kommen wird.

Das sind alles Möglichkeiten und muss von Kolik zu Kolik beurteilt werden.

Wenn man einen kompetenten Ta hat und in eine kompetente Klinik fährt, werden sie dir auch ihre ehrliche Meinung sagen.

Den Brief brauchst du nicht schreiben, denn kein Ta bzw. keine Klinik schläfert ein Tier ein wenn der Besitzer nicht explizit diese Entscheidung getroffen hat.

Diese sogenannte Patienten Verfügung ging jetzt nicht hauptsächlich um das Einschläfern sondern auch, falls ich nicht vor Ort bin und das Tier in die Klinik muss und sofort operiert werden muss und die ihn einfach operieren und ich dann da sitze auf eine 5000 € Rechnung.

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@Nickita66

Auch da solltest du informiert werden.

Wenn du selbst nicht vor Ort seien kannst, wird man sich telefonisch mit dir in Kontakt setzen.

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ich denke, dass es je nach art der kolik gute bis sehr gute heilungschancen gibt.

bei erfolgreicher OP ist die rekonvaleszenz kürzer als bei den meisten beingeschichten beim pferd.

bei darmverschluss durch darmverschlingung oder einer verlegung des darms im anfangsbereich des blinddarms sind die heilungschancen bei einer OP bestens, während die übliche externe kolikbehandlung 100%ig erfolglos bleibt. nun gut... bei einem pferd, das beispielsweise 35 jahre alt ist, würde ich die OP nicht mehr durchführen lassen, weil die gefahr, an den folgen der narkose zu verenden die OP in kein verhältnis mit dem möglichen erfolg setzt.

bei einer schwerstkolik, bei der medikamente und manuelle therapie nicht helfen, wirst du sowieso angerufen und nach deinem entscheid gefragt, auch darf der tierarzt dein pferd bei einer kolik nicht einfach euthanasieren. das pferd wird so lange behandelt und am leben gelassen, bis man dich erreichen kann.

mit einem pauschalen schriftlichen entscheid unterschreibst du deinem pferd das todesurteil.

der erfolg einer OP bei beinverletzungen ist sehr viel zweifelhafter als der nach einer kolik-OP.

ich wäre wenn dann konsequent und würde bei notwendigen not-OPs direkt einen freifahrtsschein für die tötung des pferdes ausstellen. ist doch viel einfacher, als wenn man wegen jedem mist erst lange gefragt werden muss.

ist doch nett, eines tages zum stall zu kommen und dann erst zu erfahren "och, die von der tierkörperverwertung waren grad da und haben die leiche deines pferdes geholt. wenn du bitte so freundlich wärst, deinen spind und deinen sattelschrank zu räumen? der platz wird gebraucht..."

denk einfach noch mal drüber nach. die entscheidung liegt eh bei dir.

dein pferd scheint sowieso kolikgefährdet zu sein. es klingt in der frage, als wäre es nicht in einer aufzuchtgruppe, sondern schon bei dir, also in einem stall. vielleicht habe ich das falsch verstanden. pferde, die früh ihrer bewegungsfreiheit auf grossen flächen, auf denen sie sich geradeaus ausgaloppieren können beraubt werden, neigen früh zu darmproblemen und auch zu problemen mit dem bewegungsapparat.

bei den allermeisten OP-pflichtigen beinverletzungen kann die volle nutzbarkeit nicht mehr hergestellt werden.

Woher ich das weiß:Beruf – Sachgerechter Umgang ist aktiver Tierschutz!

Dein Stallbesitzer entscheidet da gar nichts, den Brief kannst Du Dir sparen. Eine Kolik-OP ist mitnichten "Geldmacherei", sondern damit wird versucht, das Leben des Pferdes zu retten. Was oft gelingt, manchmal aber eben auch nicht. Ich kenne einige Pferde, die nach einer Kolik-OP wieder fit sind. Klar ist es aufwendig, teuer, dauert lange. Ob man seinem Pferd diese Chance gibt, muss dann jeder selbst wissen.

Woher ich das weiß:Beruf – Pferdewirtschaftsmeister

Ich habe zwiei Pferde, der eine ist mitlerweile 30 Jahre alt und hatte schon 2 Koliken. ein davon musste operiert werden. ich habe auch schon überlegt ihn einzuschläfern, bin dann aber zu dem entschluss gekommen eine Op durchzuführn. Damas war er 20 Jahre alt. Niemend hätte gerechnet dass er mehr als 3 Jahre überlebt, aber hat er dann schließlich doch. Deshalb finde ich du musst einfach für dein Pferd da sein und dann kannst du sagen ob er wingeschläfert werden soll. Bei mir hat mein Bauchgefühl gesagt das die Op was bringt, hat sie dann auch und ich meine, mein Pferd galloppiert noch und springt durch die Luft. Ich kann dir nur ans Herz legen: lass dein Bauchgefühl entsscheiden!

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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