Mein Kind macht mich traurig?

18 Antworten

Zunächst mal hat mich etwas stutzig gemacht, dass hier die Rede von "Schizophrenie" war - wer hat das denn so in den Raum gestellt!? Bei Kindern
in diesem jungen Alter ist so eine Diagnose einfach sehr fragwürdig, in den allermeisten Fällen, weil sich die Persönlichkeit naturgemäß erst noch entwickelt!


Und zwar in einem ständigen Prozess. Und selbst bei Kindern (im Einzelfall ab etwa 10 Jahren) und Jugendlichen unterscheidet sich eine Schizophrenie in ihrer Erscheinungsform/Symptomatik noch sehr deutlich von der eines Erwachsenen.   Entsprechend darf man vermutlich eher davon ausgehen, dass sowohl bei deinem Sohn als auch bei dem besagten "schizophrenen" Jungen andere Ursachen für ihr Verhalten zugrunde liegen.


Wenn du und ihr nun bereits von einem Psychologen sowie der Schul-Sozialarbeiterin begleitet werdet, kann man jetzt doch immerhin hoffen und annehmen, dass sich die Situation zukünftig entspannt. Das wünsche ich euch sehr!


 Und um dir aber vielleicht darüber hinaus noch ein bisschen was unterstützend an die Hand zu geben, sei gesagt: Wut und Aggression ist, per se, KEIN "schlechtes Gefühl!

Oft genug sind wir als Erwachsene versucht, Kindern genau das zu vermitteln. Wenn man hier aber mal einen Perspektivwechsel vornimmt und die Aggression lediglich als ein Anzeichen dafür nimmt, dass es deinem/einem Kind schlichtweg grad nicht gut geht, dann spürt entsprechend auch das Kind: "Ich bin nicht verkehrt, so wie ich bin...".


Trotzdem kann und sollte man natürlich deutlich machen,
dass Gewalt gegen andere und das Zufügen von Schmerzen keinesfalls in Ordnung ist. Es geht wiederum beides, gleichzeitig und nebeneinander:
Verständnis haben (für das Kind) - sich positionieren (gegen Gewalt)


Wenn es gelingt, in dieser (etwas komplexeren) Form das Interesse an einem Kind zu zeigen, dann erlebt man doch häufig, dass die Situation sich anfängt zu entspannen. Weil dann nämlich auch neue (!) Erfahrungen ermöglicht werden; und zwar: für beide Seiten! Dein Junge, einerseits, darf erfahren, dass er nicht "falsch und schlecht" ist; und du, andererseits, wirst möglicherweise erleben, wie sich sein Verhalten beginnt zu verändern. 


 Das wird sicherlich nicht immer und in jedem Fall so
sein, immer (und jeder von uns kennt dies!) kann es "Rückfälle" in "alte Muster"
geben. Das gehört zu einem dynamischen Prozess einfach dazu.


In der Summe gesehen aber wird es nicht ohne Auswirkung bleiben, wenn man sich -als Mensch, Person und Charakter, der man ist- gesehen, wahr- und ernst genommen fühlt!  


Wünsche euch von Herzen, dass ihr -du und dein Sohn- das
gemeinsam erleben werdet.
Das hier (aus der Denkweise Jesper Juuls "entstanden") lass ich ebenfalls mal da - es beschreibt noch ein bisschen detaillierter, was ich meine:
 

https://youtube.com/watch?v=SaP18Xow3vM


 

Ich habe keine ähnliche Situation erlebt, und möchte zunächt mein Beileid aussprechen, da dieser Zustand sicherlich unheimlich belastend für die ganze Familie ist.

Ich würde meinen, dass Ihr Sohn in einer psychologischen Behandlung bestens aufgehoben ist, auch würde ich zu einem Arztbesuch raten, in dem geklärt wird ob er vielleicht eine Störrung hat oder entwickelt hat, die erst jetzt aufgetreten bzw aufgefallen ist, z.B, ADHS. Verhaltensauffälligkeiten können auch z.B, bei Frühchen auftreten, können aber auch andere Ursachen haben.

Neben den ärztlichen Behandlungen, würde ich meinen, dass Ihr Sohn vielleicht versucht, durch sein Verhalten wild, cool und anerkannt zu sein.

Das kann sein, weil er seinen neuen Freund beeindrucken möchte oder, selbst wenn Sie es nicht mitbekommen haben, in seiner Vergangenheit Probleme mit anderen Kindern, auch im Freundeskeis, die ihn geärgert haben und durch sein neues Verhalten, sich kein Kind mehr traut ihn zu ärgern und einen besonderen Status in der Klasse dadurch bekommen hat.
Dies scheint er zu genießen.

Vielleicht hat er in seinem Umfeld auch Gewalt erlebt, sei es real oder auch nur im Fernsehn gewesen, der Bösewicht hatte durch seine Gewalt einen Vorteil. Wobei ich persönlich dies nur in Betracht ziehen würde, wenn er dauernd von solchen Situationen umgeben ist.

Ich würde meinen Sohn überreden Sport zu betreiben und ihn angemessen für anständiges Verhalten loben. Aber eher in die Richtung, wenn er nicht in der Schule angestellt hat, dass man ihm sagt, Ich freue mich, dass du heute nichts Angestellt hast, das macht mich sehr stolz auf dich. ö.ä.

Keinenfalls würde ich ihn mit Materiellem Belohnen, da er sonst lernen könnte er würde immer Etwas erhalten, für ein Verhalten, was eigentlich standart ist.
Ebenso würde ich vermeiden, ihn einen Braven Jungen o.ä. zu nennen, weil er vielleicht genau das nicht möchte , ein braver Junge zu sein und dementsprechen sein Verhalten negativ bestärkt wird.

Ebenso würde ich versuchen ein Gespräch mit ihm zu führen, warum er denn den N... so gerne mag und so gerne mit ihm was unternimmt.
Versuchen Sie also hintenrum schlauer aus ihrem Sohn zu werden, ohne das Thema direkt anzusprechen.
Sie können auch das Thema direkt ansprechen, jedoch befürchrte ich hierbei, dass er abblocken wird oder sagen wird, ich weiß nicht, oder es macht Spaß, eben Antworten, von denen man nicht wirklich Schlau wird.

Bedenken Sie, es gibt für alles eine Lösung, ich bin nur eine außenstehende Person, auch kein ausgebildeter Psychologe, aber ich hoffe ich konnte Ihnen damit helfen und dass Sie bald eine Besserung erleben .

LG

Mein Sohn war früher ähnlich drauf. Wir waren inmitten der Kindergartenzeit umgezogen. Er suchte stets den Anschluss zu den älteren Kindergartenkindern, doch die mieden ihn. Auch in der Schule bekam er kaum Anschluss. Wenn  er von anderen Kindern geärgert wurde, ärgerte/ schubste/ schlug er zurück und traf auch mal Kinder, die eben nur drum herum standen, wenn man ihn geärgert hatte. Eine Erinnerung an damals: mein Sohn lag am Sonntag krank auf dem Sofa, als das Telefon klingelte. Eine Mutter schilderte mir einen Vorfall, in dem mein Sohn 2 Wochen zuvor verwickelt war und forderte allen Ernstes, dass ich meinen Sohn dafür bestrafen sollte. Ich antwortete der guten Frau, dass ich meinen Sohn nicht für etwas bestrafe, was so lang zurück liegt, weil da ja kein Zusammenhang mehr ersichtlich wäre. Die gute Dame hat geteufelt und mir eine halbe Woche später einen Brief geschrieben, der den Eindruck erweckte, von einem Anwalt verfasst worden zu sein. Na, meine Antwort an Sie war ein Schreiben vom Anwalt. Danach gab sie Ruhe.

Einmal wurde er beim Ärgern vom Schultektor festgehalten und mein Sohn schlug sogar ihn. Das hatte ein Gespräch mit dem Rektor, der Klassenlehrerin sowie einem  (Idioten) vom Jugendamt zur Folge. Der Typ vom Amt befürwortete sogar, dass ich meinen Sohn in die Psychiatrie stecken sollte, damit man ihn auf Ritalin einstellen  könnte. Das war für mich ein rotes Tuch. Mein Sohn besuchte danach regelmäßig einen Psychiologen und auch zu Haus wurde es besser. Als er zum Gym wechselte, sagte mir ein Lehrer, dass er gar nicht verstehen könnte, warum Jungs nicht mehr Jungs sein dürften. So ein Verhalten wäre in seinen Augen durchaus typisch Junge.

Inzwischen ist mein Sohn fast 22 Jahre alt und ich kann bezüglich deines Sozialverhaltens nichts negatives von ihm sagen. Zur Zeit kellnert er, bis er seine Ausbildung anfängt (hatte bis dato ein Studium begonnen, was doch nicht seinen Vorstellungen entsprach). Wenn wir gemeinsam kellnern, ist es eine Freude, mit ihm zu arbeiten!

Bitte gebe auch deinem Sohn die Chance, sich ohne Tabletten zu entwickeln!  Alles Gute und LG

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