Mein Hund rammelt alle Besucher?

8 Antworten

Auch wenn das hier in der Überzahl genannt wird, so gibt es kein Dominanzverhalten von einem Hund einem Menschen gegenüber. 

Dafür gibt es eine Menge Gegenargumente die man auch mit wissenschaftlichen Studien untermauern kann. 

1. Ein Hund ist kein Mensch und das wissen Hunde

2. Bildet sich eine Hierarchie nur unter artgleichen aus, wie in 1 ist ein Mensch kein Hund und kein Hund ein Mensch

3. Eine lineare Rangordnung bildet sich schon in keiner Wolfsfamilie aus, woher also sollte der Hund der ja eine genetisch abgespeckte Version eines Wolfes ist, das dann haben... 

4. Nennt sich das ganze Übersprungsverhalten, das bedeutet der Hund ist in einem inneren Konflikt, solch Konfliktverhalten kann durch starken Stress entstehen. Stell Dir einen Redner vor der erstmalig auf einer Bühne steht und eine Rede halten soll, oftmals kann man dann ein über die Haare streichen, Jacke zurecht rücken, an der Hose rumzupfen oder ähnliche Handlungen erkennen, auch das sind Übersprungshandlungen die in selbigem Kontext auftreten wie bei Deinem Hund, nämlich bedingt eines starken Arousals (erhöhtes Erregungslevel vereinfach ausgedrückt). 

5. Ein Hund der einem Besuch gegenüber Dominanz zeigen würde, würde wohl Deine Position als Rudelführer in Frage stellen, denn Du müßtest ja eigentlich alles regeln für ihn, wenn er aber Deine Position als Rudelführer in Frage stellt, warum rammelt er denn dann nicht bei Dir, schließlich muß er doch erst einmal dafür sorgen, das Du nicht mehr die Position des Rudelführers einnimmst. Ergo kann das ganze schon mit ein wenig logischem Menschenverstand kein Dominanzverhalten sein. Denn der Rudelführer steht sicher höher als alle anderen Personen nicht umsonst nennt man ihn ja das Alpha-Tier, falls es denn eines geben würde. 

Problematisch Dir jetzt einen guten Rat zu geben, denn man sieht die Situation nicht und weiß nicht genau warum und wie das ganze zu Stande kommt und warum Dein Hund so stresst. Vermutlich aus Unsicherheit/Angst. oder aber überschwengliche Freude. Beides kann zu stark erregenden Stresszuständen führen, die das Verhalten verstärken. 

Somit ist es wichtig, den Hund runter zu kriegen. Das kann man indem man den Hund z.B. aktiv entspannt mit isometrischen Übungen die aber vorhergehend aufgebaut sein wollen. In dem Moment wo dann der Besuch kommt, kann man solch ein Hand auflegen anwenden und der Hund fährt runter. Bedenken sollte man dabei aber auch, das Entspannung kein Dauerzustand ist und man im Auge behalten muß, das der Hund nun nicht wieder zu hoch fährt, sonst wird er vermutlich wieder rammeln und das gilt es ja zu verhindern. 

Man könnte ihm auch beibringen ein Kuscheltier zu tragen und das den Besuchern zu bringen, Bewegung in stressenden Momenten kann immer gut helfen und würde direkt eine nette Alternative für den Hund darstellen. 

Alles in allem ist aber oder sollte nach den Ausführungen oben klar sein, das es sicher kein Dominanzverhalten sein wird und ich gehe auch ganz stark davon aus, das der Hund nicht schwul ist sondern nur durch Männer vorrangig gestresster reagiert. 

Oh Shit! Du hast einen schwulen Hund! Das passiert eben. Da kann man nix machen.

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Nein, im Ernst: Das hat NULL mit "Dominanz" zu tun. Dein Hund ist schlicht vom Besuch "gestresst". Er ist aufgeregt und weiß nicht, wie er richtig mit seiner Aufregung umgehen soll, weil du ihm nie gezeigt hast, wie er sich richtig verhalten kann. Deshalb versucht er, den Stress loszuwerden, indem er "rammelt" (oder "aufreitet"). 

Übe mit ihm das richtige Begrüßen von Besuch, dann findet auch sein Stress und damit das "Rammeln" schon bald ein Ende.      

Dein Hund zeigt dem Besuch, wer hier der Herr im Haus ist. Das Positive ist, dass er es nicht bei Dir macht.Das zeigt, dass er zu Dir eine gute Bindung hat und Dich nicht dominieren will. 

Kastrieren bringt gar nichts!

Wenn er es wieder macht, muss ihn der Betroffene mit den Händen wegschieben und nein sagen. Du schickst ihn dann auf seinen Platz. Da kann er dann durchaus mal 15 Minuten liegen bleiben. Er steht erst wieder auf, wenn Du es ihm erlaubst.

Sei konsequent, dann wird das schon.

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