Mein Arbeitgeber möchte mein Führungszeugnis sehen, leider bin ich "nicht ganz" unbescholten, was soll ich tun?

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21 Antworten

Davon abgesehen,das du entweder schlecht verteidigt wurdest oder nicht die Wahrheit sagst,musst Du das Zeugnis vorlegen.Denn ,wenn Du unbedarft und gutgläubig mit einem nur scheinbar reifen Mädchen Sex hast,Du nicht erkennen konntest,das diese jünger ist,so ist das  straflos.Wenn es sich um eine Jugendstrafe handelt,oder die Tat länger zurück liegt,so kannst drauf hoffen,das es nicht im Führungszeugnis steht.Also,das Zeugnis anfordern und schauen.Es könnte sich anbieten,ein Gespräch zu vereinbaren und nicht nur das Zeugnis zusenden.Ja,ein Führungszeugnis wird heute fast immer verlangt.Wenn von dem Führungszeugnis keine Rede war,auch im Vorstellungsgespräch nicht die Frage der "Unbescholtenheit" gestellt wurde,könnte es so sein,das Du einen Schadenersatzanspruch hast.Hierzu könntest Du Dich mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten,falls der Vertrag gelöst wird,wegen dem Eintrag im Führungszeugnis.Einen anderen Weg gibt es nicht.In der Regel wird im Bewerbungsverfahren das Führungszeugnis verlangt und nicht nach Vertragsabschluß.Allerdings können Vorbehalte gemacht werden.Üblich sind,bestehen einer Prüfung,wenn man sich bewirbt und die Prüfung für die Stellenbeschreibung / Qualifikation noch ansteht.Auch ein einwandfreies Führungszeugnis,ein Gesundheitscheck kann dazu gehören.Viel Glück.Es kommt auf Deinen Auftritt an und natürlich auf die Einstellung der Entscheider.

Ich denke es gibt nur einen Weg .. das Thema selber ansprechen, Abgabe verweigern führt nur ziemlich sicher zur Kündigung, eine für den Job nicht relevante Strafe sollte eher unbedenklich sein. 

Wenn ich ihnen das Führungszeugnis vorlege, wie werden sie reagieren? Mich in der Probezeit feuern oder darüber hinweg sehen und mir eine 2. Chance geben?

Wenn sie streng sind, werden sie auf das Führungszeugnis bestehen, legst Du es nicht vor, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie Dich kündigen.

Beantrage das polizeiliche Führungszeugnis und dann schaue erst mal rein, ob da etwas negatives steht.

Ich weiß, das manche Sachen nach einiger Zeit gelöscht werden, aber auch welche die nicht gelöscht werden, vielleicht werden bei Jugendrecht aber mache Sachen doch nach einiger Zeit gelöscht.

Familiengerd 27.04.2017, 23:23

Wenn sie streng sind, werden sie auf das Führungszeugnis bestehen

Verlangen kann das der Arbeitgeber aber nur, wenn er ein berechtigtes Interesse daran nachweisen kann - für eine Tätigkeit im Bereich des Controllings dürfte das aber der Fall sein.

Andererseits dürfte eine Weigerung selbst dann, wenn der Arbeitgeber keinen Anspruch hätte, für den Job-Bewerber "prekär" sein.

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Dein Arbeitgeber will sicherlich nur das einfache Führungszeugnis haben, dieses musste ich auch schon bei drei Arbeitgebern vorlegen, natürlich gegen Erstattung der Gebühren. 

Wann war denn die "Affäre"? Wie hoch war die Bewährungsstrafe? Außerdem hat eine Bewährungsstrafe nichts mit den 90 Tagessätzen zu tun. Bei max. 90 Tagesätze an Strafzahlung ist man nicht vorbestraft aber mit einer Bewährungsstrafe sicherlich schon. 

Deine Bewährungsstrafe läuft ja sicherlich auch unter "Kindesmisbrauch" bzw. Misbrauch von Minderjähringen oder?

Beantrage doch erst einmal dieses Führungszeugnis, dann wirst du schon sehen ob deine Bewährungsstrafe dort aufgeführt wurde oder nicht.

Es gibt genügend Firmen die so ein Führungszeugnis sehen wollen, wenn es um Sicherheit (z.B. Flughafen, technische Entwicklung bzw. Abwicklung von z.B. Kernkraftwerken) oder wie in deinem Fall bei dem es um Geld geht (Bestechnung, Vorteilsnahme).

Du solltest das Führungszeugnis in der vom Arbeitgeber genannten Frist vorlegen. Wenn du es nicht machst, kann sich jeder denken, das etwas drin steht und geht vielleicht von schlimmeren Straftaten aus. Ehrlichkeit gegenüber dem Arbeitgeber ist da noch am besten, also innerhalb der geforderten Frist abgeben und die Situation erklären. 

Hey Du.

Was wird von Dir verlangt?

Ein Führungszeugnis, ein polizeiliches Führungszeugnis oder das erweiterte Führungszeugnis?

Will ich nicht wissen, was bei Dir dazumal losgewesen ist, aber wenn das 10 Jahre her ist und kein aktueller Fall, wird das sicherlich auch im FZ anders aussehen.

Wenn Du beim Sicherheitsdienst oder so arbeiten möchtest, ist zum Beispiel ein erweitertes Führungszeugnis als Nachweis erstmal Pflicht. Dort steht alles drin, was je vorgefallen ist - soweit mir bekannt ist.

Die Abgabe eines Führungszeugnisses ist in vielen Firmen Vorraussetzung für die Einstellung überhaupt - unabhängig vom schon unterzeichneten Arbeitsvertrag. Also nicht ungewöhnlich.

Soweit erstmal

LG

melman86c 27.04.2017, 23:05

In vielen Firmen also?

Aber das bestimmte Fragen erstmal unzulässig sind, ist dir bekannt? Dazu gehört auch die Frage nach Straftaten, welche nicht mit der Ausübung des Jobs zu tun haben.

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ChloeSLaurent 27.04.2017, 23:09
@melman86c

Stopp!

Fahr mal runter bitte!

Es wird nicht gefragt, sondern es wird das Führungszeugnis verlangt!

LG

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melman86c 28.04.2017, 09:25
@ChloeSLaurent

Gar keinem. Genau so wenig wie der AG des Fragestellers.

Es geht darum, dass die Nachfrage nach Straftaten in das Persönlichkeitsrecht des Fragestellers eingreift.

Das Verlangen eines Führungszeugnisses ist nur da um diese unzulässigen Fragen zu umgehen. Deshalb ist es erstmal grundsätzlich auch unzulässig.

Es ist auch unzulässig zu fragen, ob jemand schwanger ist. Da kann man dann auch nicht als Alternative eine Hormonmessung verlangen.

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Hacker48 28.04.2017, 11:19
@melman86c

@CloeSLaurent

Wenn ich dir einen sehr guten Ratschlag nach fast 8 Jahren auf dieser Plattform geben darf. Lass dich nicht auf eine Diskussion mit diesem Typen ein. Das ist die Sorte Mensch, die eigentlich gar keine Lösung erreichen möchte, selbst auch keine eigene Antwort schreibt, aber alle anderen Antworten kiritisiert. Die eine Diskussion führt, nicht um Meinungen auszutauschen und den eigenen Horizont zu erweitern, sondern nur um zu diskutieren. Die auch eigene Fehler oder Irrtümer nicht einsehen wird, sondern sicn entweder rausredet oder ab dem Zeitpunkt einfach nicht mehr antwortet ...

Weiter oben kommt der sogar mit dem Arbeitsgericht. Auch eine typische Verhaltensweise solcher Typen, dass sie immer direkt mit Autoritätsargumenten kommen, wenn ihnen nichts besseres einfällt.

Es spielt doch keine Rolle, was zulässig oder unzulässig ist. Der Arbeitgeber bittet darum ein Führungszeugnis vorzulegen. Warum er das tut, weiß ich nicht. Würde ich das tun? Vielleicht. Wenn ich nicht dazu berechtigt bin, würde ich es vermutlich nicht tun. Aber wenn ich es tun würde bzw. getan hätte würde ich auch erwarten, dass es vorgelegt wird. Und wenn es dann nicht vorgelegt wird, würde ich höchstwahrscheinlich in der Probezeit kündigen. Und dieses Recht habe ich. Zwar nicht mit der Begründung. Aber ich brauche keine Begründung. Der Fragesteller sitzt also so oder so am kürzeren Hebel. Also wozu die Diskussion, um Dinge, die hier irrelevant sind?

Na ja, wie auch immer. Schönen Tag noch. :-)

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melman86c 29.04.2017, 17:31
@Hacker48

Warum sollte man auch nicht diskutieren? 9/10 Antworten die auf GF gegeben werden sind komplett falsch.

Klar kann ich auch einfach eine Antwort geben wie : "Entweder legst du eins vor und er kündigt dich zu 80% wegen des Sexualverbrechens oder du legst es nicht vor und er kündigt dich zu 85% ohne Angabe von Gründen."

Ich selbst würde in der Situation einfach das mit dem Führungszeugnis ein wenig raus zögern und schon mal so einen guten Eindruck machen. Und vielleicht ist der AG ja nicht so ein Depp der sofort feuert wenn er den Eintrag sieht.

Und ja, es wäre auch eine Antwort möglich i.S.v " Wenn du dich nicht gläsern machen willst, dann arbeite dort nicht". Prinzipiell zu sagen man "müsse" und "wenn man nichts zu verbergen hat" sind einfach Unsinn.

Der absolut dürftige Informationsgehalt diverser Fragen auf GF gehören ja auch zum Standard hier.

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ChloeSLaurent 29.04.2017, 19:51
@melman86c

Vielen Dank für deine Rückmeldung.

Bedenke bitte auch, daß Meinungen grundlegend verschieden sein können. Es muß sich dabei auch nicht immer auf die Meinung allein und selbst beziehen, sondern es können Erfahrungswerte drin enthalten sein.

Nur um die Diskussion zu entschärfen letztendlich - Der Fragesteller hat seine Frage schließlich in diese für Ihn relevante Richtung gestellt, hat Angaben zu einem Fehler gemacht, meinetwegen auch einen unbewußten Fehler - lassen wir bitte auch so stehen. Passieren kann einem Vieles. Daß Er jetzt natürlich dadurch einen Konflikt mit sich herumträgt, erscheint logisch.

Meine Erfahrung lediglich ist, daß es Arbeitgeber gibt, die auf nem FZ bestehen, unabhängig vom schon geschlossenen Arbeitsvertrag. Es kommt am Ende aber auch auf die auszuführende Tätigkeit an, ob ein gewisser Eintrag im FZ für die Arbeit relevant ist. Bitte versteh, wie ich das meine.

In diesem Zusammenhang kommt es auf alle Arbeitgeber-Beteiligten an, sowie auch auf das Handeln des zukünftigen Arbeitnehmers, dessen Art und Weise etc. Wenn die Kommunikation in Ordnung und gesund ist, könnte es sein, daß ein noch vorhandener Eintrag, wie Jugendsünde meinetwegen, niemals zum Thema wird.

Es gibt auch Arbeitgeber, die gezwungen sind, sogar bestimmte Fachkräfte nicht einstellen zu dürfen, wenn ein bestimmter Eintrag im FZ vorhanden ist. Das ist leider nicht von der Hand zu weisen.

Ich denke, daß es hierbei auch immer auf die Einzelsituation, in und aus jeglicher Blickrichtung gedacht, ankommt.

LG

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Hallo!

Die Frage ist, wie lange dieser Eintrag zurückliegt ----> ich glaube, dass das nach gewisser Zeit jeweils gelöscht wird?! Kann es aber nicht genau sagen!

Ansonsten würde ich das Thema ganz einfach in aller Ehrlichkeit erklären. Wenn ein Personaler nicht mit sich reden lässt und wegen solcher alten Geschichten, die auch noch offenbar plausibel begründbar sind, aufs Ganze geht hat er mMn nicht verstanden, worum dass es eigentlich geht.

Denke dir: Ehrlich währt am längsten. Du wirst nicht drum herum kommen das Zeugnis einzureichen ----> mache es und beziehe Stellung dazu, kläre diese Geschichte auf & stehe dazu.

Alles Gute :)

Eidolon150 28.04.2017, 07:37

Der "Eintrag" im Führungszeugnis sollte nicht gravierend sein, das wäre etwas anderes, wenn der Bewerber den Eintrag wegen Betrugs oder Diebstahls bekommen hätte. Trotzdem muss das Führungszeugnis vorgelegt werden. Wenn die Angelegenheit schon lange her ist, wird das vermutlich stillschweigend zur Kenntnis genommen werden, ohne irgendwelche Konsequenzen.

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Beantrage mal eines und schaue was drinn ist ,also lass es zuerst an Dich schicken ,ggf ist der Vorwurf schon getilgt.

Wenn nicht ,kannst Du diesen ggf löschen lassen , od Dich dann mal informieren ob es an den Arbeitgeber zwingend weitergeleitet werden muss, bzw welche Möglichkeiten Du hast ?

Ich befürchte du kommst an der Vorlage des Führungszeugnisses nicht vorbei. 

Ich würde es abgeben und die Daumen drücken das du auf Verständnis stößt. 

Wie lange war denn die Bewährung? Es kommen nur (Erst-) Verurteilungen ab 3 Monaten Freiheitsstrafe ins polizeiliche Führungszeugnis. 

Es gibt bestimmte Berufe (bspw. Beamter) für die man oftmals ein Führungszeugnis vorlegen muss, allerdings darf ansonsten nur nach Vorstrafen gefragt werden, die für das Arbeitsverhältnis relevant sind. Grundsätzlich muss der Arbeitnehmer aber auch relevante Informationen nicht offenbaren.

Mit deinem Eintrag würde ich Dir dringend empfehlen, von deinem Persönlichkeitsrecht gebrauch zu machen und das Führungszeugnis nicht vorzuzeigen...

Hier ist ein sehr interessanter Kommentar zu dem Thema:

http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/102786-pflicht-zur-vorlage-eines-fuehrungszeugnisses-beim-arbeitgeber

Ich hoffe, das konnte Dir helfen.

Familiengerd 27.04.2017, 23:40

von deinem Persönlichkeitsrecht gebrauch zu machen und das Führungszeugnis nicht vorzuzeigen...

Der Arbeitgeber hat aber ein Recht auf Vorlage eines Führungszeugnisses, wenn er ein berechtigtes Interesse daran nachweisen kann; bei einer Bewerbung für eine Tätigkeit im Bereich des Controllings dürfte das gegeben sein.

Außerdem kannst Du Dir die Chancen eines Bewerbers "an 5 Fingern ausrechnen", wenn er ein solches Begehren des Arbeitgebers zu Recht ablehnen würde, wenn der kein Interesse an der Vorlage eines Führungszeugnisses nachweisen könnte.

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In der Probezeit kann von beiden Seiten ohne Begründung gekündigt werden.

Da ist es egal, ob du mal eine Bewährungsstrafe bekommen hattest oder nicht.

Jaja, immer diese 13-Jährigen, die aussehen wie 16 ...

- Nein, können sie nicht. Du kannst dir aber sicher vorstellen, welchen Einfluss es auf das Arbeitsklima hast, wenn du diese Vorlage verweigerst.

- Ja, sie könnten dich in der Probezeit problemlos feuern.

- Und nein, wir haben keine Glaskugel und können daher nicht abschätzen, ob sie das tun werden oder, ob sie dir eine zweite Chance einräumen.

Wer nichts zu verbergen hat wird sein Führungszeugnis abgeben, wenn du also die Abgabe "verweigerst" kann sich der Personalchef denken, dass du nicht ganz sauber bist. Also steh lieber zu deinen Taten und gibt das Führungszeugnis ab.

In der Probezeit können die dich jederzeit kündigen. Ob sie das auch machen kann dir hier niemand sagen.

Wie lange ist dass den Herr mit der Affäre?

melman86c 27.04.2017, 23:02

Wenn man Rechte hat, warum sollte man sie nicht wahr nehmen? Das Führungszeugnis zu verlangen ist nur eine Methode um unzulässige Fragen zu umgehen. Also auch unzulässig.

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Hacker48 28.04.2017, 11:22
@melman86c

Weil man in dem Fall am kürzeren Hebel sitzt, deshalb. :-)

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Familiengerd 28.04.2017, 12:59
@Hacker48

Der "kürzere Hebel" ist zwar Fakt, aber als Argument, auch unberechtigten Forderungen des Arbeitgebers nachzukommen (ganz allgemein formuliert, nicht auf den Fall hier bezogen), genau so untauglich wie das "Wer nichts zu verbergen hat ..."!!

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Hacker48 28.04.2017, 13:43
@Familiengerd

Hm, doch, eigentlich schon. :-)

- Ein Mensch möchte eine Stelle bei dem AG. Dafür hat er Gründe.

- Der AG stellt Forderungen.

Die Frage ist nun, ist es mir der Job wert, diese Forderungen zu erfüllen? Dabe spielt es im Grunde überhaupt keine Rolle, ob die Forderungen unberechtigt sind. Eine Rolle würde es spielen, wenn man die Forderungen umgehen kann.

Beispiel:

Ein AG fragt, ob man später mal Kinder haben möchte. Diese Frage ist unberechtigt. UND man kann sie umgehen, indem man z.B. lügt. Das heißt, hier kann man darüber diskutieren, ob und wie man die Forderungen umgeht. Aber wenn man die Forderungen nicht umgehen kann, weil entweder man legt ein solches Zeugnis vor oder eben nicht, dann kommt es durchaus darauf an, wer am längeren Hebel sitzt. Arbeitet man z.B. bereits 10 Jahre in der Firma, sind die Hebel relativ ausgeglichen und man kann sich überlegen, ob es einem der vermutlich folgende Rechtsstreit wert ist. Aber da man eine realistische Chance ist, diesen zu gewinnen, ist es okay.

Aber in dem Fall hat der AN überhaupt keinen Hebel, also stellt sich eine einzige Frage. Ist der Job dem AN so wichtig, dass er sich den Forderungen beugt oder nicht. Völlig egal, ob berechtigt oder unberechtigt. Denn wenn er sich nicht beugt, hat er den Job nicht.

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Familiengerd 27.04.2017, 23:28

Wer nichts zu verbergen hat wird sein Führungszeugnis abgeben

Das alleine ist als Argument selbstverständlich Unsinn!

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Klar können sie dich zwingen. Zwar nicht direkt, aber wenn du das nicht bringst, dann wissen sie du hast was zu verbergen und feuern dich direkt wieder. Sei lieber ehrlich, gib das Zeugnis ab und falls gefragt wird, antworte ehrlich und direkt. Wer lügt, verliert!

Jugendstrafen auf Bewährung von nicht mehr als zwei Jahren finden in einem privaten Führungszeugnis keinen Niederschlag.

Guckst du hier:

https://www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/Inland/FAQ_node.html#faq5504784

Es sollte also vermutlich keinen Nachteil für dich geben.

Hacker48 27.04.2017, 22:32

Woher weißt du, dass er zum Tatzeitpunkt noch jugendlich war?

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michi57319 27.04.2017, 22:38
@Hacker48

Da hab ich wohl was falsch gelesen. Du hast ja nicht angegeben, wann dieser Vorfall war, ich wähnte dich daher noch jugendlich, als es passierte.

Zu Sexualstraftaten ist der Link ja auch eindeutig.

Beantrage ein Zeugnis und lies es dir durch. Lege dir eine Argumentation zurecht und hoffe auf das Verständnis des AG.

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melman86c 27.04.2017, 23:04
@michi57319

Warum sollte der AG Verständnis haben? Der AG sollte lieber glücklich sein, dass die Bewerber und seine Mitarbeiter bis jetzt Verständnis mit ihm hatten.

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michi57319 27.04.2017, 23:08
@melman86c

So was wird von den meisten Menschen gebrandmarkt. Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit, Alkoholfahrten, geschenkt. Aber Vorfälle mit Minderjährigen, hier sogar mit einem Kind, sind eine völlig andere Hausnummer.

Für den Job als Controller ist dieser Vorfall überhaupt nicht relevant, aber für den menschlichen Aspekt in der Zusammenarbeit im Unternehmen.

Daher kann ich die Sorgen des Fragestellers absolut nachvollziehen.

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Jetzt mal abgesehen von allen Umständen... Wenn du dein Führungszeugnis nicht abgibst, werden die sich zusammenreimen können, dass da was drin steht. Das könnte im schlimmsten Fall zu einer Kündigung führen.

Hacker48 27.04.2017, 22:32

Das wird mit Sicherheit zu einer Kündigung führen. In der Phantasie ist alles immer schlimmer als in der Realität, zweitens können sie ein berechtigtes Interesse anführen, da es ein verantwortungsvoller Job ist und drittens brauchen sie in der Probezeit eh keinen Grund. :)

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melman86c 27.04.2017, 23:03
@Hacker48

Er kann sich das ja schriftlich geben lassen, das sie das Zeugnis wollen, mal sehen wer dann vor dem Arbeitsgericht das Nachsehen hat.

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jangre24 27.04.2017, 23:35
@melman86c

Das klingt nach einem guten Start in ein ausgewogenes Beschäftigungsverhältnis...

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Familiengerd 27.04.2017, 23:36
@Hacker48

Das wird mit Sicherheit zu einer Kündigung führen.

Das ist Unsinn!

Erstens geht es hier um eine Bewerbung - und da wäre dann allerdings eine Weigerung, selbst wenn der Arbeitgeber kein berechtigtes Interesse nachweisen könnte, "unvorteilhaft".

Zweitens dürfte der Arbeitgeber aus diesem Grund keinen Grund zu einer Kündigung während des Arbeitsverhältnisses haben, wenn er das Führungszeugnis - berechtigt - nicht schon in Zusammenhang mit der Bewerbung und der Prüfung der Eignung des Bewerbers  verlangt hat.

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Hacker48 28.04.2017, 11:22
@melman86c

@melman86c

Ich weiß nicht, was dein Problem ist. Aber zu einen würde der AG sich im Vorhinein informieren, ob das rechtens ist und falls ja, diese Forderung schriftlich formulieren. Und falls nein, würde er sich zurück ziehen, ein paar Wochen ins Land ziehen lassen und dann während der Probezeit entspannt kündigen. Was hat der AN gewonnen?

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Hacker48 28.04.2017, 13:47
@Familiengerd

Sorry, aber geht das noch mal in langsam? Der AG will das Führungszeugnis. Wieso will man ein Führungszeugnis? Um festzustellen, ob der Bewerber vertrauenswürdig ist. Zwar seltsam, dass das im Nachgang verlangt wurde, vielleicht hat irgendetwas den AG stutzig gemacht, was weiß ich. Tatsache ist, dass ein Bewerber, der diesem Wunsch dann nicht nachkommt, sich noch verdächtiger macht. Und da der AG den Bewerber während der Probezeit ohne Angabe eines Grundes kicken kann, wird er das vermutlich auch tun.

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Wie hoch war denn deine Strafe genau. Alles bis
 einschl. 90 Tagen/Tagessätzen wird nämlich nicht ins Zeugnis eingetragen.

Brauchst dir eigentlich keine Sorgen zu machen, Noten sind heutzutage das einzige was zählt, und da hast du wohl gepunktet, als ob die dich dann wieder rauswerfen würden.

mach dir mal keinen kopf das fällt unter jugendsünden und interessiert kein schwein

Geh ehrlich an die Sache ran. Erklär es ihm genau und wenn er dich dann etwas gegen dich hat, hat er dich auch nicht verdient. Weil jeder macht mal Fehler und jeder kann sich ändern!

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