Lügende Menschen - Umgang?

17 Antworten

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Ich nehme ebenfalls Abstand von notorischen Lügnern. Richtig schlimm sind die schlechten Lügner, da kann man ja nicht anders, als auf die Unwahrheit hinzuweisen. Manche werden sogar stinkwütend und laut, wenn eine Lüge aufgedeckt wird. Leider bin ich da ziemlich gnaden- und rücksichtslos. Häufig ist es sogar so, dass ein Mensch soviel lügt, dass er sich an seine Lügen nicht erinnert und dann behauptet, er habe "so etwas" nie gesagt. Und dann gibt es noch die krankhaften Lügner, die sich das, was sie da zusammengelogen haben, selbst glauben.

Nee, Danke. Ich nehme Abstand, ohne Kilometergeld zu verlangen.

So erlebe ich es auch immer wieder :(

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@Nachtflug

ja aber was macht man, wenn es die eigenen eltern sind , die erst lügen und später es nicht gesagt haben wollen ?die kann man nicht so einfach verlassen. im übrigen halte ich es auch so,ich kann lügner nicht ausstehen und kläre anschuldigungen und lügen eigendlich sofort wenn ich sie erfahre .deswegen habe ich wahrscheinlich nicht viele freunde .

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Es gibt Lügen und solche Lügen und noch andere Lügen. Ich würde nach dem Motiv dahinter urteilen.

Jeder übertreibt einmal, vor allem, wenn es darum geht, gut da zu stehen. So lange er keine Grenze überschreitet, im Rahmen des erträglichen bleibt und niemandem schadet, ist das wohl noch Flunkern. Zu oft und zu prahlerisch darf es aber nicht werden.

Kinder bis 10 etwa flunkern manchmal, übertreiben, die Fantasie geht mit ihnen durch. Dann muss man das relativieren, zu dem Punkt kommen, dass beiden klar ist, hier wurde geflunkert.

Es gibt krankhafte Lügner, das sind dann Pseudologen. Die können sehr interessante Lügen erzählen, die sich zu gut anhören, um erfunden sein zu können. Die dichten ich ihr Fantasieleben zusammen, a la Hochstapler.

Dann gibt es das Lügen als Selbstschutz, meistens um eigene Feigheit zu überdecken.

Wenn die Lügerei zu viel wird, vor allem über andere gelogen wird, dann muss man Tacheles reden. So etwas darf man auf keinen Fall durchgehen lassen, denn wann wird man wohl selbst Opfer solchen Rufmordes werden.

Wer das Lügen trotzdem nicht lassen kann, der kann in den Wind schießen.

Ich denke, es genügt dem Lügner zu sagen, dass man ihm nicht glaubt und die Lüge bemerkt hat. Weiter braucht man meiner Meinung nach nicht drauf eingehen. Wenn man merkt, dass der Lügner sich bedrückt fühlt und sich definitiv scheut, die Wahrheit zu sagen, z.B. bei persönlichen Dingen die einem nichts angehen oder wenn diese Person aufgrund mangelnden Vertrauen lügt, sollte man, falls man diese Person kennt oder ihr Vertrauen gewinnen möchte, dafür sorgen, dass sich diese Person wohl fühlt. Kennt man den Lügner nicht oder nur flüchtig, sollte man sich nichts anmerken lassen. Meine Meinung.

Blöd ist nur, dass Lügner oft mit vielen Worten versuchen, sich glaubhaft zu machen, wenn man einfach sagt. "Das glaube ich Dir nicht". Sie lassen das Thema nicht einfach so stehen und nerven mit fruchtlosen Diskussionen, auch wenn sie keine Chance mehr haben, ihre Worte halbwegs glaubhaft zu machen. Die reden sich um Kopf und Kragen und langweilen ihre Mitmenschen noch damit.

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@Nachtflug

Da kommt es immer auf die Situation an. Möchte man private Dinge besprechen, kann man versuchen seinem Gegenüber zu erklären, dass man nicht darüber diskutieren möchte, ob Lüge oder nicht, sondern wissen möchte ob und wieso diese Person einem nicht vertraut. Dabei sollte man dann nicht versuchen, die Wahrheit herauszuquetschen, sondern das eigentliche Thema erst einmal in den Hintergrund zu stellen und versuchen das Vertrauen des Gegenübers zu gewinnen. Wenn diese Person dann sagt, sie möchte es nicht erzählen ist es das beste, nicht weiter zu hinterfragen und vorerst das Thema zu wechseln, bis sich eine Gelegenheit ergibt, zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu fragen. Ein anderer Fall wäre, wenn der Schüler den Lehrer eiskalt anlügt und versucht, die Lüge zu vertuschen. Der Lehrer sollte einfach nur sagen, dass er dem Schüler die Geschichte nicht glaubt und einfach durchziehen, um eine Diskussion zu vermeiden.

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@xYuji

Es ist demnach anscheinend mein Problem, dass ich diese "Kommt-drauf-an-Situationen" nicht immer richtig einschätzen kann und dann vielleicht falsch reagiere. Ich denke gerade an einen Fall, in dem ich ganz genau wusste, dass besagte Person mich anlügt. Und sie hat über einen mir sehr nahe stehenden Menschen diese Lügen verbreitet. Beim ersten Mal habe ich nichts gesagt und mir nichts anmerken lassen. Beim zweiten und dritten Mal musste ich mich schwer beherrschen. Beim vierten Mal habe ich Andeutungen gemacht in Bezug auf die Glaubwürdigkeit. Beim fünften Mal habe ich gesagt, dass ich weiß, dass es eine Lüge ist und dass ich es auch beweisen kann. Beim sechsten Mal habe ich es bewiesen! Und trotzdem wurde dann noch alles abgestritten!

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Kann man so pauschal nicht sagen. Allerdings lügt jeder Mensch täglich - schon aus gesellschaftlicher Konvention heraus. Denn die brutale Wahrheit wird oft als unhöflich und unpassend empfunden ("Natürlich steht Dir das Kleid nicht, dafür bist Du zu fett.").

Wir lügen auch, um andere zu schonen oder um unser Gesicht zu wahren. "Ich bin ein ehrlicher Typ" ist daher wahrscheinlich selbst schon eine Lüge und unterstellt allen anderen, die vielleicht nur höflich sein wollen, unlautere Absichten.

Was Du hier ansprichst, habe ich auch im ersten Teil meiner Frage so beschrieben. Ich meine hier aber nicht die gesellschaftsfähigen Floskellügen und dergleichen, sondern die brutale freche und bewusste Lüge - oft auch, um andere schlecht darzustellen oder sogar schaden zu wollen bzw. sich besser dastehen zu lassen.

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Ist schwer zu beurteilen. Du müsstest ein paar Beispiele nennen. Es gibt ja Lügen und Lügen. Dass zum Beispiel Menschen bei Geschichten, die sie erzählen häufig hoffnungslos übertreiben und prahlen kommt recht häufig vor. Kann nervig sein, aber würde ich als nicht besonders schlimm empfinden, denn diese Menschen machen das nicht aus böser Absicht heraus, sondern einerseits weil jeder Mensch Aufmerksamkeit braucht und wie heißt es so schön "ungelobte Kinder holen sich ihre Aufmerksamkeit auf anderen Wegen". Menschen, die oft übertreiben, sind meistens sehr unzufriedene Menschen, die sich ungemocht fühlen und so nach Anerkennung haschen.

Dann kommt noch der psychologische Aspekt hinzu, dass diese Menschen oft gar nicht mehr wissen, wie es wirklich passiert ist. Wenn man häufig Fantasie und Erinnerung vermischt kann man es bald nicht mehr auseinander halten und glaubt selbst daran. Ein bisschen geht es jedem so. Das beste Beispiel sind Zeugenaussagen, fragt man X Leute zum selben Geschehen hat man X Varianten und jeder denkt genauso war es. Dabei stimmen oft sogar die Anzahl der Täter, Geschlecht oder Farbe der Kleidung nicht überein. Menschen sind furchtbar schlechte Beobachter.

Dann gibt es natürlich das Lügen in böser Absicht, um Menschen absichtlich schlecht zu machen oder zu schaden. Das ist natürlich zu verurteilen. Bei solchen Geschichten ist es gut den Betroffenen anzusprechen oder ihm aus dem Weg zu gehen.

Jeder Mensch lügt, jeden Tag. Das ausschlaggebende für mich ist, ob man damit jemandem schadet oder nicht. Wenn es nicht schadet finde ich es weniger schlimm. Man kann sich ja seine Freunde meistens aussuchen und unangenehme Menschen meiden. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Zum Umgang kann ich nur sagen Gelassenheit und Humor sind mir die liebsten Begleiter. Alles Gute!

Ich meine diese Sorte:

Dann gibt es natürlich das Lügen in böser Absicht, um Menschen absichtlich schlecht zu machen oder zu schaden.

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@EinNetterMensch

Hmm...und wieso willst du den Umgang mit so jemandem lernen? Ich würde den Kontakt komplett abbrechen. Man muss nicht alles tolerieren. Und man kann auch nicht alles ändern. Also fern bleiben als letzte Option. Oder musst du mit der Person klar kommen? Arbeitskollege oder so?

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