Umgang mit Menschen mit mangelnder Selbstreflexion?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

  • Zunächst einmal: Diese pseudo-psychologische Diagnosen a la "mangelnde Selbstreflektion" finde ich absurd und irreführend.
  • Es gibt unzählige Gründe dafür, warum man eigene Fehler nicht zugibt oder einsieht. Manchen ist es einfach peinlich, manche haben es in der Erziehung so gelernt, manche sind stur, manche vielleicht wirklich uneinsichtig und manchmal kann man auch wirklich zwei Meinungen zum Thema haben. Manchen fällt es schwer, sich zu entschuldigen, für manche sind eigene Fehler tragisch und so weiter und so fort. 
  • Aber ausgerechnet "mangelnde Selbstreflektion" diagnostizieren? Ich glaube, das geht in der überwältigenden Mehrheit der Fälle von "nicht einsehen wollen" ganz weit am Ziel vorbei. Innerlich wissen die allermeisten schon sehr gut, wenn sie etwas falsch gemacht habe -- sie wollen oder können es nur nicht zugeben oder eingestehen.
  • Umgekehrt ist aber auch die Frage interessant, warum man für jeden Fehler zu Boden kriechen muss. Ganz oft wissen beide Beteiligten, dass da was schiefgelaufen ist und fertig. Muss dafür ein Stuhlkreis gebildet werden? Wohl kaum.
  • Jetzt aber doch noch eine konkrete Antwort auf die Titelfrage für den Fall, dass jemand wirklich einen Fehler nicht als solchen erkennt (was wie gesgat selten ist): Am besten über neutrale Vergleichsfälle sprechen, einfach mit Wohlwollen und Phantasie einfache Fälle ausdenken und gemeinsam ausmalen, wie man sich in welchen Situationen verhält und was jeweils gut oder schlecht wäre und warum. Dann kann man am ehesten erkennen, ob der andere einfach eine andere Meinung zum Thema hat (was öfter vorkommt, als man sich vorstellen kann) oder ob er wirklich nur sein eigenes Verhalten nicht ausreichend überdacht hatte.
Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo!

Solche Menschen bezeichnet man auch als "beratungsresistent" & so schwer es einem auch fallen möge, sollte man sie nicht ernstnehmen und einfach reden lassen -----> wenn sie ihre Fehler nicht einsehen können oder wollen bzw. nicht in der Lage sind, sich selbst einzuschätzen sollte man sich weder drüber aufregen noch versuchen sie zu "korrigieren".. das ist alles zwecklos & wenn man sich zurücknimmt und solche Menschen für sich neutralisiert ist es am besten!

Hoffe ich konnte dir helfen :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei Zeit könnte man ev. mal darüber reden - zusammen etwas trinken gehen -zusammen spazieren gehen... 

Je nachdem wie gut es gerade passt könnte man versuchen über relevante Themen zu sprechen... und gemeinsam über eine möglichst faire Lösung nachdenken, die für beide Seiten annehmbar sein kann.

Man schadet sich ja auch selber damit, wenn man so tut als ob man fehlerfrei wäre und immer alles richtig machen würde... man setzt sich dabei unter Druck und wenn andere einem drauf kommen und man da aber lügt, weiß das ja jeder, dass es nicht so ist wie die Person sagt. Stellt sich die Frage, warum die Person darüber lügt? Was ist das Problem?

Dass einem hin und wieder ein Fehler passiert ist doch etwas eher normales - weil ja kein Mensch perfekt ist... Es gibt erfahrene, geübte Leute, die ihre Arbeit über lange Zeit sehr gut machen aber auch die können mal was übersehen oder sich bei etwas irren... 

Ein guter konstruktiver Umgang mit Fehlern wäre sehr wichtig. Wenn etwas schief läuft, kann man das ja normal ansprechen und wenn gut Zeit ist setzt man sich mal zusammen und spricht darüber und auch darüber wie man in Zukunft eine Wiederholung möglichst vermeiden können will. Es gibt kleine Fehler - die sind nicht so tragisch (nicht der Rede wert)... und es gibt größere Fehler (existenziell), die schon eher bedenklich sind und wo man wirklich gemeinsam darüber nachdenken sollte, wie man das abstellen kann... 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?