Leistung von 1KWh Strom und 1 KWh Wärme?

5 Antworten

Ich denke nicht, daß man das problemlos umrechnen kann. Die unterschiedlichen Systeme werden einen unterschiedlichen Wirkungsgrad haben. Auch eine Parallelschaltung von inzwischen verbotenen Glühbirnen kann problemlos 1kWh verbrauchen und wird auch ziemlich warm. Als Heizung taugt die Installation dennoch nicht besonders gut. Zudem wird die Wärme verschiedener Heizungssysteme ganz unterschiedlich empfunden: Ein Kachelofen muß weniger Heizleistung abgeben als eine elektrische Fußbodenheizung und wird dennoch als behaglicher empfunden.

11

Wir haben eine Hargassner 70 KW Heizungsanlage und heizen ca 500 quadratmeter

Ich meine wenn jetzt wer elektrisch ein Haus mit 100m² heizt und verbraucht (ich nehne jetzt eine Zahl) 1000 KWh würde er mit einer Hackgutanlage genausoviel oder weniger oder mehr KW Verbrauchen...

Wir heizen ein altes haus mit dicken steinmauern wo drei wohnungen drinen sind. die mittlere wohung brauch am wenigsten die anderen beiden äusseren verbrauchten in ca drei wochen zwischen 1700 und 1200 KWh. Styropor ist aussen keines drauf nur neue Fenster.

0
11

ut danke für deine Antwort.

Ist schön zu beobachten. wir heizen ein Haus mit drei Wohungen. Das Haus besteht aus dicken Steinmauern aussen keine Isolierung aber neue Fenster.

Die mittlere Wohung verbrauchte bis jetzt ca 650 KWh die ausseren zwei 1700 und 1200 kwh.

diese mit 1700 kwh hat mehr heizkörper und ist generell schwerer zu heizen und etwas größer als die anderen.

Das das so schnell geht und man soviel verbraucht hätt ich mir nicht gedacht.

0

"Womit wirds wärmer: Mit 1 KWh Strom oder 1 KWh Wärme aus der Hackgutheizung?"

Ich verstehe die Frage so, dass Dir per Wärmezähler die tatsächliche Wärme aus der Hackgutheizung berechnet wird. Wenn Dir der zugeführte Brennwert der Hackschnitzel berechnet würde, dann wäre die Berechnung kompliziert, weil der Wirkungsgrad der Anlage von vielen Details abhängig ist. Dann hättest Du auch keinen Wärmezähler. Wenn Dir dagegen, wie ich vermute, die von der Anlage abgegebene und Dir zugeführte Wärme berechnet wird, ist das ganz einfach:

1 kWh Wärme bleibt immer 1 kWh Wärme, gleichgültig wie sie erzeugt wird. Wenn Dir z.B. für 1 kWh aus der Hackgutheizung 0,12 € berechnet werden, dann zahlst Du etwa die Hälfte im Vergleich zur Elektroheizung beim üblichen Haushaltstarif von 0,24 €/kWh.

Damit haben sich hoffentlich die ganzen komplizierten Grübeleien anderer Antwortgeber zur Wirkungsgradberechnung erledigt.

Gut, daß du solche Überlegungen anstellst. Die zukunftsweisenden Energiekosten sind durch die Anschaffung eurer Heizanlage geringer als mit einer anderen. Die benötigte Wärme für dein Gebäude ist ja immer die gleiche bei gleichem Heiz und Lüftungsverhalten der Bewohner, es sei denn du isolierst zusätzlich. Wenn an deinen Wärmemengenzählern eine Wärmemenge in einem bestimmten Zeitraum abfließt, wäre die bei einer anderen Energiequelle genau so hoch. Nun mußt du Rückwärts rechnen. Hast du einen 20 jahre alten Niedertemperaturkessel und blauen Engel(alt) mit einem feuerungstechnischen Wirkungsgrad von 96%, dann ist dein Anlagenwirkungsgrad bei 60%. Auch Jahresnutzungsgrad genannt. D.h. deine Wärmemenge aller Wärmezähler mal 100geteilt durch 60 wäre dein Gasverbrauch mit diesem Kessel. (hab so einen und rechne über Wärmemengenzähler ab). Bei Strom hättest du vielleicht nahezu 100%, mußt aber ein vielfaches für den Einkauf bezahlen, da die Wandlungsverluste (Kohlekraftwerk) beim Erzeuger liegen. Erst mal war deine Entscheidung mit Hackschnitzel richtig. Und jetzt kommt es. Der Jahresheizverbrauch liegt hauptsächlich im Winter. Der Oktober lag in meiner Region mit 6,47°C leicht über dem Jahresdurchschnitt von 4°C im Jahresmittel. D.h. diesen Oktober mal 12 ist dein Jahresheizverbrauch. Bei -10°C geht es dann richtig an die Reserven, wobei deine Anlage dann wirtschaftlich läuft. (bei mir 70% Anlagenwirkungsgrad). Im Sommer sparst du dann eine Menge und relativierst deinen Jahresverbrauch wieder. Dabei sinkt der Anlagenwirkungsgrad (nicht FTW ! ) beträchtlich, da nur Warmwasser bereitet wird. Solltest du vermieten und mit deiner neuen Heizung neu abrechnen bis Jahresende, kommt es zu Nachzahlungen, da die Jahreshauptheizzeit mehr verbraucht, als was an Abschlägen gezahlt wird. Das Ansparen der Heizkosten in den Sommermonaten wo nichts verbraucht wird ist somit weggefallen. Nun zum stark unterschiedlichen Verbrauch deiner Wohnungen. Rede mit deinem Abrechnungsdienst um evtl. VOR Beginn der neuen Abrechnungsperiode den Abrechnungsschlüssel entgegen der HKV auf 50/50 zu legen (schriftlich den Mietern anzeigen, wozu du verpflichtet bist) um deine schlechten Außenwohnungen zu entlasten und deine Mieter zu halten! Im Oktober 2012 habe ich mit 2 Wohnungen (2x70m²)(die dritte steht noch leer) 1027kwh reinen Heizverbrauch am Wärmezähler gehabt ohne Warmwasser, Gebäude Bj 32 mit 24cm starken Ziegelwänden, welche so isolieren wie 65cm Starke Steinmauern. Sehe zu daß kein Schimmel auftritt und rede nicht über Heizkosten. Wenn deine Mieter das sparen anfangen wird es interessant für die Gebäudesubstanz und der Teufelskreis geht los durch die dichten Fenster.

Was möchtest Du wissen?