Lebt man bei einer Organspende noch?

...komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Wenn das Herz Kreislauf System funktioniert ist man doch noch nicht tot oder?

Das kommt darauf an, wie man "tot" definiert.

Der Hirntod ist der unumkehrbaren Ausfall aller Hirnfunktionen. Da ist also niemand mehr im Kopf, der noch irgend etwas denkt oder empfindet. Quasi wie ein Computer, bei dem der Prozessor vollständig durchgebrannt ist. Ob sich da noch eine Festplatte oder ein Lüfter dreht, ist egal. Aber Rechnen tut da nichts mehr.


Guter Vergleich und toll erklärt! Kompliment!

0

wow - wusste noch gar nicht, dass ein Computer einen Blutkreislauf hat, atmet, denkt, fühlt, schwitzt, Freude, Glück, Trauer und Schmerzen empfindet ... Naja, ich lerne ja immer gerne dazu.

Magst Du mir das bitte genauer erklären? Denn das ist für mich wirklich neu.

Mir war bisher sowas bekannt, was zum Beispiel Roberto Rotondo in diesem Vortrag berichtet:

Wie tot ist hirntot?
http://www.untot.info/210-0-WIE-TOT-IST-HIRNTOT.html

Nach wenigen Minuten zeigt er die Untersuchung von zwei sogenannten
"Hirntoten", die als tot gelten. - Stell Dir doch mal vor, Du würdest so daliegen und würdest verglichen werden mit einem Computer. - Aber naja, vielleicht hast Du ja recht, und ich bin nur so blöde, dass ich es nicht verstehe.

Roberto Rotondo ist Diplom-Psychologe und im Erstberuf Krankenpfleger.
Seit 1996 ist er freiberuflich als Supervisor, Teamberater, in der
Krisenintervention und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung im
Gesundheitswesen tätig. Er arbeitete bis 1996 mehrere Jahre als
Krankenpfleger auf einer Intensivstation und pflegte "Hirntote".

0
@cyracus

Magst Du mir das bitte genauer erklären?

Nein, das mag ich Dir nicht erklären.

Ich habe lediglich nach einem Beispiel gesucht, wie ich mir die Formulierung "unumkehrbaren Ausfall aller Hirnfunktionen" vorstellen könnte.

Umumkehrbar bedeutet, daß es nicht mehr rückgängig zu machen ist. Und es geht dabei einzig und allein um Hirnfunktionen. Wir brauchen hier nicht darüber diskutieren, ob und warum es körperliche Reaktionen auf Reize gibt, obwohl die Hirnfunktionen bereits endgültig ausgefallen sind. Diese von mir auch nicht geleugneten Reaktionen ändern nichts an der Tatsache, daß ein Mensch gemäß aktueller Definition mit dem "unumkehrbaren Ausfall aller Hirnfunktionen" als tot zu betrachten ist. Wir brauchen auch nicht darüber diskutieren, daß der Hirntod auch fälschlicherweise einmal festgestellt werden kann. Menschen sind vor Fehlern nicht gefeit. Darüber hinaus bleibt es dem Gesetzgeber überlassen, den Begriff des Todes anders zu formulieren. Möglicherweise könnte das sogar passieren, wenn unser Verständnis der Medizin, der Anatomie und der Biochemie sich durch intensive Grundlagenforschung deutlich vom aktuellen Kenntnisstand entfernen sollte. Und ganz sicher wird es passieren, sobald es einem Arzt gelungen sein wird, einen nach heutiger Definition "hirntoten" Patienten zu reanimieren und ihm einen Auftritt im Fernsehen zu verschaffen. Aber bis dahin... Momentan steht Dir allerdings frei, Deine Organe nicht zu spenden. Und es ist gut, daß wir diese Wahl haben. Es gibt Länder, in denen hat man sie nicht.

1

Die Antwort ist nicht ganz einfach, weil die Organspende in unterschiedlichen Ländern ganz unterschiedlich geregelt ist.

In Deutschland muss der Ausfall des ganzen Gehirns festgestellt werden.

Am deutlichstens sieht man das, wenn einem Betroffenen eine leicht radioaktive Substanz ins Blut gespritzt wird. Wenn das Blut zirkuliert, kann man auf diese Weise durch eine Art Fotographie sehen, wo es überall zirkuliert. Beim Hirntod sieht auf diese Weise, dass kein Blut mehr im Gehirn zirkuliert und man weiß, dass sie das Gehirn dann nach sehr kurzer Zeit zu verflüssigen beginnt. Leider kann man den Ausfall des Gehirn meist nicht auf diese Weise nachweisen.
Nicht alle Krankenhäuser sind darauf eingerichtet, mit solchen radioaktiven Substanzen umzugehen. Und selbst wenn, müsste man einen schwerst verletzten Menschen irgendwie halbwegs heil in die entsprechende Abteilung bekommen.

Daher testen die Mediziner verschiedene Reflexe, die alle ausgefallen sein müssen, unter streng festgelegten Bedingungen (etwa, dass alle Schmerzmittel und alle narkotisierenden Medikamente genügend lange abgesetzt sein müssen und der Patient nicht unterkühlt sein darf).

Im Endeffekt geht es darum, dass das Gehirn so zerstört ist, dass es keine Möglichkeit mehr gibt, es wieder herzustellen.

Dazu muss auf jeden Fall das Atemzentrum ausgefallen sein. Wenn der Patient noch selber atmen kann, ist das Gehirn noch nicht völlig ausgefallen.

Das heißt: Der restliche Körper wird in jedem Fall durch künstliche Beatmung Leben erhalten - und durch zahlreiche weitere Maßnahmen, um den Kreislauf in Gang zu halten.

Da der Ausfall aller Funktionen des Gehirns ausgefallen ist, macht es keinen Sinn mehr, diese Maschinen weiter laufen zu lassen. Sofern keine Einverständniserklärung für eine Organspende vorliegt, werden die Maschinen abgeschaltet und auch der restliche Körper stirbt.

Daher wird der Sterbeprozess auf einem gewissen Niveau aufgehalten, bis er nach der Organentnahme einen sehr plötzlichen Verlauf nimmt.

In der Praxis ist es oft so, dass noch das Gehirn funktioniert, aber nicht der restliche Körper und der Kreislauf. Bei diesen Patienten wird es in Deutschland (Nieren etwa ausgenommen, weil man davon zwei hat) keine Organspende geben können. Irgendwann machen die Organe trotz künstlicher Beatmung und Intensivmedizin nicht mehr mit. Der Mensch stirbt - und damit dann auch das Gehirn. Wenn dann das Gehirn so weit ist, dass man seinen kompletten Ausfall feststellen könnte, kann man die Organe nicht mehr gebrauchen.

In anderen Ländern reicht es daher, wenn das Herz unter bestimmten Umständen eine gewisse Zeit (etwa 10 Minuten?) nicht mehr geschlagen hat, um den Tod festzustellen zu können. Dann wird die ganze Intensivmedizin wieder gestartet, damit die Organe entnommen werden können. Wer ins Ausland fährt und einen Organspendeausweis hat, sollte sich gut überlegen, ob er den Ausweis dorthin mitnimmt.

In Deutschland ist das, wie gesagt, undenkbar. Allerdings gibt es dadurch auch wenige Spenderorgane.

Übrigens sprechen die Ärzte seit kurzem in Deutschland wegen dieser Problematik auch nicht mehr von der Feststellung des Hirntods, sondern vom unwiederbringlichen Funktionsverlust des Gehirn.

Gute Informationen zu dieser Problematik (wenn auch nicht ganz leicht zu lesen) gibt es beim Deutschen Ethikrat:

http://www.ethikrat.org/publikationen/stellungnahmen/hirntod-und-entscheidung-zur-organspende

Einfach ausgedrückt: Ganz tot ist man erst, wenn Kreislauf eine Zeit lang ausgefallen ist. Aber wenn das Gehirn unwiderbringlich zerstört ist, ist der Sterbeprozess an einem Punkt angekommen, hinter den es kein zurück mehr gibt und es gerechtfertigt ist, Organe zu entnehmen, bevor der vollständige Tod eintritt.

Denkst du in Japan wäre das okay wenn ich meinen Organspendeausweis mitnehme?

0
@AlexsagtNein

Denkst du in Japan wäre das okay wenn ich meinen Organspendeausweis mitnehme?

Im Ausland bist Du mit deinem deutschen NICHT-Organspendeausweis
NICHT geschützt! In jedem Land gelten diesbezüglich die Länderrechte. Du musst also wissen, wie die diesbezüglichen Gesetze in Japan sind.

Wende Dich vor dem Auslandsaufenthalt am besten an die Institution

orgaNOs protection (Seite ist deutsch)

Googel so und klick die Überschrift an. Geh dann in der grünen Leiste
mit dem Mauszeiger auf

orgaNOs Global Protection Initiative

In dem, was dann aufgeht, klick auf

Unsere Schutz-Services

Du bekommst von orgaNOs die erforderlichen Unterlagen mit Deinen
Daten wie Name ... ausgefüllt, und man erklärt Dir genau, was Du dann
tun muss.

Im Ausland gilt das jeweilige Landesrecht, auch für Touristen /
Durchreisende.

In der Initiative orgaNOs arbeiten weltweit Ehrenamtliche mit, die für den
Schutz vor unfreiwilligem Ausschlachten mithelfen. Deshalb ist man dort
stets auf dem aktuellen gesetzlichen Stand. - Wenn Du einfach so im
Internet nachforschst, findest Du möglicherweise veraltete Gesetze zur
sogenannten "Organspende", die Dich dann nicht wirklich schützen.

Falls Du während Deiner Reise durch mehrere Länder fährst (manchmal
durchquert man auch nur eines kurzfristig, ist es empfehlenswert, für
jedes der Länder die Unterlagen bei orgaNOs anzufordern.

Weil dort alle ehrenamtlich arbeiten, dürfen die ja nicht auf entstehende
Kosten sitzenbleiben. Deshalb zahlt man für die Unterlagen eine kleine
Gebühr.

.

Eine Userin schrieb hier mal, ihre Eltern auf Mallorca hatten sie und ihren
Freund eingeladen. Ihr Freund war allerdings nur bereit mitzukommen,
wenn er für den Fall der Fälle vor unfreiwilliger Ausschlachtung geschützt
ist. Die Reise sollte in wenigen Tagen losgehen. - Sie nahm mit orgaNOs
Kontakt auf und schilderte die Eile. - Danach bekam ich von ihr eine
Erfolgsmeldung, dass sie die Unterlagen sehr schnell erhielt und alles
geklappt hat.

1
@cyracus

Ich finde an orgaNOs gut, dass über die rechtlichen Regeln gut aufgeklärt wird.

Ich finde katastrophal, wie Fakten über die Organspende aus dem Zusammenhang gerissen und falsch dargestellt werden.

Beispiel: Organentnahmen finden meist nachts statt.

Ja klar. Tagsüber gibt es ein enges Zeitfenster von meist geplanten und dann trotzdem vielen ungeplanten OPs.
Ich finde es völlig akzeptabel, wenn die Organentnahmen in Zeiten durchgeführt werden, in denen die OPs zu Verfügung stehen.

Beipiel: Die Angehörigen dürfen nicht dabei sein.

Ja klar: Welche Angehörige dürfen bei größeren OPs dabei sein? Aus gutem Grund.
Man sollte sich über alles informieren können. Aber man muss nicht alles selber gesehen haben.

Beispiele: Hirntote werden am OP-Tisch festgeschnallt und ihm werden Muskelrelaxantien gegeben. Das gilt quasi für jede größere OP, weil viele Bewegungen nicht nur vom Gehirn gesteuert werden, sondern über diverse Reflexe, die auch bei einem zerstörten Gehirn erfolgen. Frag mal einen Anästesisten, der noch die Zeit der OPs vor den Muskelrelaxantien kennt, als man diese Reflexe nur über das Narkosemittel steuern konnte, und der erzählen kann, wie viele Patienten es nicht überlebt haben, weil man dazu zu tief (und zu oft tödlich) dasiert hatte!

Ich finde es absolut wichtig, dass über alle diese Fragen seitens der zuständigen Organisationen unaufgefordert aufgeklärt wird.

Da hat sich in den letzten Jahren vieles zum Besseren gewendet, aber es bleibt noch viel zu tun.

Was mir in der Tat noch am meisten fehlt, sind saubere Infos über die Empfänger und deren Risiken. Auch da hat sich in den letzten Jahren viel getan. Aber es könnte noch viel mehr getan werden.

Wenn ich mal nachhake, heißt es gerne: "Sie müssen ja nicht alle Organe oder Gewebe spenden. Sie können ja auch welche ausnehmen!" Wunderbar. Und nach welchen Kriterien soll ich das entscheiden?

Aber diese Kritik bedeutet nicht, dass man betroffene Menschen, die ohne ein Spenderorgan nicht überleben können, im Stich lässt.

Und es bedeutet nicht, dass man seine Organe nach einer schwersten Hirnverletzung einfach vermodern lässt.

Was spricht dagegen, in einer Situation, in der aufgrund der Hirntoddiagnostik nur noch alle Apparate abgestellt werden können (weil es für diesen Menschen definitiv keinen Weg mehr zurück ins Leben gibt, selbst wenn man die Apparate weiter laufen lässt), diese noch ein Weilchen länger laufen zu lassen, bis mit den Spenderorganen anderen todgeweihten Menschen eine zusätzliche Lebensspanne ermöglicht wird?

Ich bin sehr für die deutsche Hirntodregelung.

Aber ich habe gute Bekannte in der Intensivmedizin, die etwa von einem ertrunkenen und reanimierten Baby erzählen, dessen Lunge so zerstört war, dass es keine Überlebenschance hatte. Aber zum Organspender konnte es nicht werden, weil erst nach dem Lungenversagen auch das Gehirn sterben würde. Das Baby war dem Tode geweiht, es hatte keinerlei Überlebenschance, es ist auch gestorben. Aber es wurde kein Organspender, weil es nach deutschem Recht zu keinem Zeitpunkt hirntot war.

Wer gleichzeitig Babys kennt, die mit diesen Organen hätten gerettet werden können, kann vielleicht verstehen, warum man in anderen Ländern auch auf den Herztod abstellt.

Trotzdem finde ich es gut, wenn sich das deutsche Recht darauf nicht einlässt.

Man könnte unendlich viel dazu schreiben. Dazu fehlen mir die Ressourcen. Aber ich finde es traurig, wenn mit unsachlichen Darstellungen Organspenden verhindert werden.

0
@nachdenklich30

Wenn Du etwas zitierst, mach doch bitte deutlich, welche Worte Du zitierst und woher Du das hast.

So wie Du hier geschrieben hast, ist das ein ziemliches Gewusel.

1
@cyracus

Du hast hier auf eine Organisation aufmerksam gemacht und ich habe gegoogelt und mir ihre Homepage angeschaut - und exemplarisch darauf reagiert, was man dort zur Organspende lesen kann.

Das ist in der Tat ein ziemliches Gewusel.

Aber der Hinweis darauf kam letztlich von Dir.
Vielleicht, wenn Du nicht von "Ausschlachtung" gesprochen hättest, hätte ich nicht mal nachgeschaut.

Ich finde es einfach schade, dass solide rechtliche Informationen offenbar nur bei Organspende-Gegnern zu finden sind - und dass im Gegensatz dazu deren Darstellung von Organspende alles andere als solide ist.

0
@nachdenklich30

Dass ich auf den gesamten Inhalt der Homepage von orgaNOs protection eingegangen sein soll, ist mir neu. - Da weißt Du offenbar mehr über das, was ich Deiner Meinung nach getan haben soll, als über das, was ich wirklich tat.

Vielleicht liest Du meinen Post nochmal!

Ich wies darauf hin, dass man bei orgaNOs protection Unterlagen beziehen kann, wie man sich in anderen Ländern gemäß deren Gesetze vor unfreiwilliger Organentnahme schützen kann.

Nicht mehr und nicht weniger.

Wer lesen und das Gelesene verstehen kann, ist echt im Vorteil.

.

Und was die Zitierfunktion auf gutefrage angeht: Was meinst Du denn,  wozu das Symbol der Sprechblase ist?

1
@cyracus

Also noch mal ganz langsam: Du empfiehlst orgaNos, weil es dort die bestens Auskünfte über rechtliche Regelungen gibt.

Dazu schrieb ich:

Ich finde an orgaNOs gut, dass über die rechtlichen Regeln gut aufgeklärt wird.

Ich finde katastrophal, wie Fakten über die Organspende aus dem Zusammenhang gerissen und falsch dargestellt werden.

Und dann folgen Beispiele von Behauptungen auf deren Homepage sowie Stellungnahmen meinerseits.

Wo ist das Problem?

Dein Anliegen, auf rechtlich sehr gute Hinweise hinzuweisen, teile ich ausdrücklich.

Das Anliegen jener Homepage von orgNoS (wessen Homepage wohl sonst?), vor Organspende insgesamt zu warnen, teile ich hingegen nicht und mache das an Beispielen deutlich.

Du wäscht hier Deine Hände in Unschuld und tust so, als hättest Du mit den Inhalten dort nichts zu tun.

Ob Du Dich mit der dortigen ablehnenden Haltung identifizierst, machst Du mit der Formulierung "unfreiwilliger Ausschlachtung" deutlich. Jemand mit einer neutralen Haltung (der zudem derart auf Form und Formatierung besteht wie Du) würde das mindestens in Anführungszeichen setzen  - wenn er diese Formulierung überhaupt verwenden würde.

Sag doch einfach Deine Meinung zur Sache. Auf Genörgel über Formfragen kann ich verzichten.

Wenn Du Dich aber auch bei allgemeinen Formulierungen (die nicht auf Dich formuliert und auch nicht auf Dich gemeint waren) sofort persönlich ansprochen fühlt, wirst Du wohl wissen, warum.

Was ich mir als Vorwurf ("Gewusel") aber in der Tat anziehe:

Nach meiner Formulierung (mit einem "e" zu viel in "Beispiele") ...

"Beispiele: Hirntote werden am OP-Tisch festgeschnallt und ihm werden Muskelrelaxantien gegeben."

... fehlt ein Absatz/eine Leerzeile. Daher wird nicht sofort deutlich, dass danach mein Kommentar beginnt. Sinnentstellend muss angenommen werden, dass der Kommentar noch zum Beispiel gehört. Sorry.

Was die Sprechblasenfunktion betrifft: Sie hakt leider außerordentlich, wenn ich versuche, sie zu benutzen. Wenn ich mein letztes Zitat damit markieren möchte, wird gleich der ganze Text markiert. Das könnte mit dem Touchscreen zusammen hängen. Jedenfalls funktioniert es nicht. Ist so. 

0
@nachdenklich30

Wo ist das Problem?

Das Problem ist, dass Du Dich nicht auf das beziehst, das ich in meinem Kommentar geschrieben habe. Ich habe empfohlen, sich vor Auslandsreisen aktuelle Schutzunterlagen von orgaNOs zu besorgen.

Du dagegen hast bei orgaNOs diverses gelesen und mir all das als meine Meinung und zusätzlich als meine Empfehlung untergeschoben.

Du wäscht hier Deine Hände in Unschuld und tust so, als hättest Du mit den Inhalten dort nichts zu tun.

Das ist doch Quatsch!

Ich empfehle hier auf Gutefrage (GF) auch einzelne Beiträge = Fragen + Antworten von Usern. Damit schreibe ich aber nicht, dass ich hinter allen hier geschriebenen Beiträgen stehe und diese empfehle - wäre ja auch Blödsinn.

Ob Du Dich mit der dortigen ablehnenden Haltung identifizierst, machst Du mit der Formulierung "unfreiwilliger Ausschlachtung" deutlich.

Dass ich gegen die sogenannte "Organspende" bin und davor warne, sich als potentiellen "Organspender" zur Verfügung stelle, mache ich immer deutlich. Dass es Menschen gibt, die 100%ig dagegen sind, damit wirst Du leben müssen.

Jemand mit einer neutralen Haltung (der zudem derart auf Form und Formatierung besteht wie Du) würde das mindestens in Anführungszeichen setzen  - wenn er diese Formulierung überhaupt verwenden würde.

Bei diesem Thema bin ich nicht neutral. - Und: Eine Ausschlachtung ist eine Ausschlachtung, wie hier Professor Linus Geisler schildert:

Hirntod

http://www.initiative-kao.de/handzettel-zu-organspende-hirntod.pdf

Da gibt es für mich keinen Grund, das zu beschönigen, zu verharmlosen, abzumildern und das in Anführungsstriche zu setzen. - Übrigens: Prof. Geisler ist kein "nativer Blödling", falls Du davon ausgehst:

http://www.linus-geisler.de/autor/autor.html

In Anführungsstriche setze ich Begriffe wie "Organspende", "Organspender", "Hirntod" ...

Wenn Du Dich aber auch bei allgemeinen Formulierungen (die nicht auf Dich formuliert und auch nicht auf Dich gemeint waren) sofort persönlich ansprochen fühlt, wirst Du wohl wissen, warum.

Wenn Du mir Meinungen unterstellst und zudem auch noch, dass ich all das anderen so empfehle, fühle ich mich selbstverständlich persönlich angesprochen, und zwar von Dir.

Anstatt Deinen Fantasien zu folgen, indem Du auf einen meiner Kommentare eingehst, konzentriere Dich bitte auf das, was ich geschrieben habe.

.

Was ich mir als Vorwurf ("Gewusel") aber in der Tat anziehe: ...

Du hast eine Menge zitiert und jeweils etwas dazu geschrieben, ohne kenntlich zu machen, was Zitat ist und was nicht. - Das meinte ich mit "Gewusel", und das ist es auch. - Irgend ein "e" zuviel und irgendeine fehlende Zeile war mir in dem Gewusel gar nicht aufgefallen.

.

Was die Sprechblasenfunktion betrifft: Sie hakt leider außerordentlich, wenn ich versuche, sie zu benutzen.

Der Editor auf GF ist so programmiert, dass er oftmals seltsam reagiert. Man muss diesbezüglich also nur wissen, wie man am besten vorgeht:

Zuerst Sprechblase anklicken, dann den Text markieren, der zitiert werden soll, diesen kopieren und neben die ersten " einfügen.


1
@cyracus

Also:
Ich habe Dir zunächst einmal überhaupt nichts unterstellt.

Du hast für rechtliche Fragen auf eine Organisation verwiesen und ich fand das ok.

Auf Aussagen dieser Organisation auf deren Homepage habe ich reagiert. Keine diese Aussagen fand sich in Deiner Antwort, insoweit hoffe ich, dass jedem klar ist, dass sie sich auf Aussagen dieser Organisation beziehen. Einen Formatierungsfehler in diesem Teil meiner Reaktion nehme ich auf meine Kappe.
Ich habe Dir da nichts unterstellt. Ich wollte Dir da auch nichts unterstellt. Du hast gereizt reagiert. Mir ist immer noch nicht klar, warum.

Dass Menschen anderer Meinung sind, ist normal. Ich vertrete hier meine Meinung, Du Deine. Wo ist das Problem?

Wobei mir wichtig ist: Meinungen sind das eine, Begründungen für diese Meinungen sind das andere. Einen großen Teil der Begründungen etwa von KAO halte ich für nicht stichhaltig oder sogar für falsch.

Dir habe ich gar nichts unterstellt. Du bist für das, was und wie Du es geschrieben hast, selbst verantwortlich. Und jetzt stellt sich auch heraus, dass ich es völlig sachgemäß interpretiert habe.

Im Übrigen werde ich mir weder von Dir noch von jemand anderem vorschreiben lasse, worauf ich mich beziehe oder nicht.

Du schreibst für Dich, ich schreibe für mich. So einfach ist das.

Glaubst Du wirklich, Du hast das Recht, im Rahmen eines solchen Diskussionsbaums zu verlangen, dass weitere Beiträge sich nur auf Dich und das, was Du geschrieben hast, beziehen zu dürfen?
Was für eine Überheblichkeit!

Zur Sprechblase: Ich würde erwarten, dass die Sprechblase so funktioniert. Sie funktioniert auf meinem Rechner aber nicht so. Es gibt Schwierigkeiten bei längeren Texten, wenn das Sprechblasensymbol und die Stelle an der eingefügt werden soll, nicht mehr gleichzeitig auf dem Monitor dargestellt werden.

Schließlich:

Ich habe mir vorgenommen, auf diesen Teil der Diskussion nicht mehr zu reagieren.

Dazu ist mir das Thema Organspende zu wichtig.

0
@nachdenklich30

Also:
Ich habe Dir zunächst einmal überhaupt nichts unterstellt.

Dein Name ist doch nachdenklich30, dann denke doch bitte darüber nach, was Du mir geschrieben hast.

Auf Aussagen dieser Organisation auf deren Homepage habe ich reagiert. Keine diese Aussagen fand sich in Deiner Antwort, insoweit hoffe ich, dass jedem klar ist, dass sie sich auf Aussagen dieser Organisation beziehen.

Ach was, Du hattest diverse Textstellen von orgaNOs zitiert und dazu mir geschrieben:

Du wäscht hier Deine Hände in Unschuld und tust so, als hättest Du mit den Inhalten dort nichts zu tun.

(...)

Ich habe Dir da nichts unterstellt. Ich wollte Dir da auch nichts unterstellt. Du hast gereizt reagiert. Mir ist immer noch nicht klar, warum.

Wenn wir etwas lesen, lesen wir das ja mit unserem eigenen inneren Ton. - Dass ich beim Schreiben "gereizt" gewesen sei, da täuschst Du Dich. Beim Schreiben war/ bin ich ruhig und konzentriert.

Dass Menschen anderer Meinung sind, ist normal. Ich vertrete hier meine Meinung, Du Deine. Wo ist das Problem?

Was fragst Du mich, wo das Problem sei - wenn doch Du daraus ein Problem machst ...

Wobei mir wichtig ist: Meinungen sind das eine, Begründungen für diese Meinungen sind das andere. Einen großen Teil der Begründungen etwa von KAO halte ich für nicht stichhaltig oder sogar für falsch.

Diese Ansicht kann ich Dir gerne lassen.

Dir habe ich gar nichts unterstellt. Du bist für das, was und wie Du es geschrieben hast, selbst verantwortlich. Und jetzt stellt sich auch heraus, dass ich es völlig sachgemäß interpretiert habe.

... ohne Worte ...

Im Übrigen werde ich mir weder von Dir noch von jemand anderem vorschreiben lasse, worauf ich mich beziehe oder nicht.

Selbstverständlich kann ich von Dir verlangen, auf meine Worte einzugehen, wenn Du etwas von mir Geschriebenes kommentierst, anstatt Dich dabei auf Wolkenkuckucksheim zu beziehen.

Du schreibst für Dich, ich schreibe für mich. So einfach ist das.

Falsch! - Wenn wir unter einer Frage antworten und kommentieren, steht stets der Fragende und die Frage im Focus.

Für diejenigen, die eigene Nabelschau betreiben wollen, ist hier auf GF das Forum da.

Glaubst Du wirklich, Du hast das Recht, im Rahmen eines solchen Diskussionsbaums zu verlangen, dass weitere Beiträge sich nur auf Dich und das, was Du geschrieben hast, beziehen zu dürfen?
Was für eine Überheblichkeit!

Warum so aggressiv?

Nochmal: Kommentierst Du Beiträge, beziehen sich Deine Worte auf den Beitrag, den Du kommentierst. - Selbstverständlich kann ich dann verlangen, dass Du nicht abschweifst und mir dabei alles mögliche an Worten andererer Leute unterstellst und mich dafür verantwortlich machst.

Ich habe mir vorgenommen, auf diesen Teil der Diskussion nicht mehr zu reagieren.

Prima - ist auch gut so.

1

dass wenn ein Hirntod eintritt

Sobald der Hirntod festgestellt wird ist das der Zeitpunkt an dem aktuell in die Dokumente der Todeszeitpunkt eingetragen wird.

Organe sind nichts weiter als biologische Maschinen. Du kannst ein Herz aus dem Körper nehmen und sobald du es unter Strom setzt, wird es schlagen.

Der Hirntod ist (bislang) das unumkehrbare Ende aller Gehirnaktivitäten.

Das Herzkreislaufsystem kann man durch entsprechende Maschinen am Laufen halten, der Patient ist dann trotzdem tot.

Und bekommt von eteaiigen Organentnahmen auch nichts mehr mit, da sein Bewusstsein bereits vor dem entdültigen Hirntod erlöscht.

In Experimenten konnte man aber bereits als hirntot diagnostizierte Ratten wiedererwecken, bin gespannt was die ersten Experimente an Menschen für Ergebnisse erzielen.

Was möchtest Du wissen?