L'amour fou- um eine Liebe kämpfen, die keinen Bestand hat?

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4 Antworten

Hallo herzenauspapier,

natürlich, jeder – sogar Dein Freund – hat vollstes Verständnis, wenn Du Dich endgültig trennst.

Ich will Dir aber auch sagen, dass ich mich an keinen Text erinnern kann, der in so eindrucksvoller Weise beschreibt, was Liebe ist!

Ich war schon von Deiner letzten Frage sehr beeindruckt und bin deshalb jetzt – viel zu spät – auf diese Frage gestoßen.

Ich kenne kaum eine schönere Aussage zur Liebe:

„… aber trotzdem war da immer diese Verbindung, die wir beide mit keinem Menschen zuvor teilten.“

Gut geschulte Fachleute mögen Dir die Pathologie Eurer Beziehung darlegen und klug begründen, warum sie keine Zukunft haben kann.

Das kann völlig richtig sein – aber auch völlig falsch!

Zweifellos sind die seelischen Irrwege Deines Freundes und dann wohl auch die psychiatrische Therapie und ihre Nebenwirkungen eine Belastung, die Deine Kräfte leicht übersteigt.

Dein Freund bräuchte wohl  auch eine psychotherapeutische Betreuung, die leider bei psychiatrischer Diagnose schwer zu bekommen ist.

Aber könnte es auch sein, dass er die größten Heilungsaussichten hätte, wenn ihr Euch gemeinsam beraten (therapieren) lassen würdet?

Du wurdest ja irgendwie in seine belasteten Familienbeziehungen  hineingezogen, solltest ausgleichen, was in seiner Familie verquer gelaufen ist.

Könntest Du die Kraft aufbringen, Dich auf eine „Paartherapie“ mit ihm einzulassen?

Die könnte  auch mit der end-, end-, endgültigen Trennung zum Abschluss kommen (oder auch nicht).-

Aber das sind natürlich vage Spekulationen eines Außenstehenden.

Zum Schluss nur noch dieses:

Liebe mag blind machen – paradoxerweise aber auch hellsichtig:

 Keiner kann die oft verborgenen Qualitäten, die liebenswerten Seiten Deines Freundes besser verstehen als Du.

Du hast Dich selbst zu seinem Geburtstag nicht gemeldet, was Euch beiden wehgetan hat.

Vielleicht ist jetzt ein direkter Kontakt auch wirklich nicht angesagt.

Vielleicht gibt es aber in der Klinik einen Arzt, zu dem Dein Freund Vertrauen hat. Dann könntest Du schriftlich Deinen Freund bitten, dass er einem Gespräch zwischen Dir und dem Arzt zustimmen möge.

Über weitere Möglichkeiten will ich nun wirklich nicht spekulieren.

Vertraue auf die Stimme Deines Herzens!

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Also... puh. Du schreibst sehr poetisch und überschwänglich, vielleicht auch dramatisch. Könnte ja sein, dass das einer der Gründe ist, wieso du mit so einer Beziehung "klarkommst", wenn es auf deinen Charakter auch zutrifft. Das meine ich übrigens keineswegs negativ. 

Du weißt rational, dass diese Beziehung schlecht und zerstörerisch ist und keine Zukunft hat, in der deine seelische und körperliche Sicherheit gewährleistet ist. Du weißt rational, dass du in aus deinem Leben werfen musst.

Ich kann es teilweise nachvollziehen, da ich lange Zeit in einer Beziehung mit einem Borderliner war. Es war eine dramatische, existentielle, unerklärliche, heftige und besessene Liebe. Und das lag allein an der Krankheit. Heute weiß ich, dass es eine Form der Co-Abhängigkeit ist, ähnlich wie bei Angehörigen von Alkoholikern. Es ist eine ungesunde Fixierung und verblendete Abhängigkeit, die einen glauben lässt es wäre die ultimative Liebe. Bei mir hat es erst aufgehört, als ich nicht mehr ignorieren konnte, wie schlimm es wirklich ist... ähnlich wie du jetzt. Nur, dass ich wütend war, irgendwann. 

Fast ein Jahr lang nach der Trennung war ich wie ein verzweifelter Junkie auf Entzug, bis endlich alles überwunden war und ich wieder klar und deutlich sehen konnte, dass die Trennung das beste war, was mir in meinem Leben passieren konnte.

Ich würde dir auch raten, dir psychologischen Beistand zu holen. Denn ja, du bist von etwas abhängig, was schlecht für dich ist und kommst nicht los davon. Selbstschädigende Liebe ist nicht gesund. Und es gibt Formen der Liebe, die man sogar unbedingt aufgeben muss, um sich nicht zugrunde zu richten. 

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, aus eigener Erfahrung, dass du den Absprung schaffst!

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an deiner Stelle würde ich schlichtweg mich selber an eine  Fachstelle wenden, die Angehörige/Freunde von psychisch Kranke berät. Es gibt ganz bestimmt auch in deinem Umfeld solche - und wenn es Selbsthilfegruppen sind - die dir viel besser weiterhelfen können, als wir das hier könnten. Wenn dein Bekannter in Psychotherapie ist, kannst du auch dort expilizit nach Hilfe für Angehörige/Betroffene fragen. Auch bei Psychotherapeuten kann man nach Adressen fragen.


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Ich zögere jetzt etwas... liest Du aus einem Buch vor oder schreibst Du von Deiner Trennung?

Französisch... tolle Sprache. habe ich nach 1,5 Jahren abgewählt, weil ich bestimmte Wörter nicht ausprechen konnte.

Du schreibst, das er Dir weh getan hat. ... Ich kann auch zwischen den Zeilen lesen :-)

Du musst ihn nicht fallen lassen. Aber Dein Leben darf durch diesen Menschen nicht zerstört werden.

Es gibt genügend Männer mit denen man ein glückliches Leben haben kann.

Spaß, Freude, viele Erlebnisse.

Lasse Dir das Durch einen guten Feund, das ist er wohl, nicht kaput machen!!!

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