Kuhmilch abkochen?

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Hallo, es geht doch nichts über frische Milch direkt vom Bauernhof. Also sofort trinken ohne diese vorher abzukochen. Gesetzlich vorgeschrieben ist für die Industrie aber das Abkochen. Wenn du die Milch vom Bauer nimmst und selbst entscheidest wie du sie trinken willst, musst du sie nicht abkochen. Allerdings birgt es natürlich auch ein Risiko. In der Molkerei wird jede Milchlieferung auf Verunreinigung ( übermäßig viele Keime ) getestet, und die Milch im Zweifelsfalle entsorgt. Diese Möglichkeit hast du zuhause nicht. Ein Restrisiko bleibt also bestehen, wenn im Stall noch unentdeckte Krankheiten lauern. Aber im Normalfall weiß der Bauer davon und verkauft die Milch dieser Kühe nicht. Die Milch, die du gestern geholt hast, heute aber auf jeden Fall besser abkochen - sicher ist sicher - Viele Grüße!

Beneidenswert, wenn jemand die Möglichkeit hat.

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Wenn sie ganz frisch ist, ist es okay. Aber wenn sie schon ein paar Stunden alt ist oder am nächsten Tag - da solltest Du sie abkochen, weil sich Bakterien, die sich z.B. am Euter befunden haben, in der Zeit ordentlich vermehren und evtl. dann eine Infektion bei Euch auslösen können.

Grundsätzlich würde ich die frische Milch der Keime wegen abkochen! Ich habe sie früher zwar auch direkt aus der Milchkanne getrunken und es ging alles gut, aber wir wußten es auch damals nicht besser!

Für uns aber ist nur unsere Muttermilch gesund und was kikkerl geschrieben hat, ist der allergrößte Blödsinn! Muttermilch hat eine ganz andere Zusammensetzung. Z.B. hat sie dreihundertmal weniger Kasein als Kuhmilch. Kasein ist der Gerinnungsstoff in der Milch und wird für die Entwicklung großer Knochen gebraucht! (Aus Kasein besteht auch der Tapetenkleister) In unserem Magen gerinnt das Kasein durch die Magensäure und bildet schwerverdauliche große, zähe, quarkartige Klumpen. Das Prinzip der Käseherstellung. Das 4-Magensystem eines Rindes kommt damit klar, denn auf dessen Stoffwechselsystem ist deren Milch ja ausgelegt, aber nicht auf das 1-Magensystem des Menschen. Diese schwerverdaulichen Quarkklumpen werden durch den Darm gedrückt und verkleben die wichtigen Darmzotten, die für die Aufspaltung des Nahrungsbreis verantwortlich sind! Je mehr dieser Zotten verklebt sind, desto höher das Risiko für Allergien, Mittelohrentzündung, Osteopherose, usw. usw!

Für die Verdauung und den Abbau der Milch werden die Enzyme Lactase und Rennin benötigt. Die aber sind ab dem 3. Lebensjahr nicht mehr vorhanden Die viel wichtigere (Haupt)-Aufgabe des Kalzium ist die Neutralisierung von Säuren in unserem Körper. ( Säuren- / Basen-Haushalt ) Da Milch und Milchprodukte säurebildent sind ( außer Butter ) wird vermehrt Kalzium verbraucht, mehr als wie mit der Milch oder Milchprodukten zugeführt wird. Also wer glaubt, mit der Zuführung von Milch-/Produkten etwas Gutes für seine Knochen getan zu haben, glaubt falsch und den falschen Leuten. Wer Angst hat unter Kalziummangel zu leiden, was unter normalen Umständen und einiger Maßen gesunder Ernährung nicht möglich ist, kann sich zusätzlich mit rohen Sesamsamen, Nüssen, Seetang, grünen Salaten, getrockneten Datteln, Feigen, oder Pflaumen ernähren. Gleichzeitig ist dieses Kalzium von pflanzlicher Art, was für unseren Organismus das Gesündere ist. Eine Gesundheitsstudie aus Harvard an 75.000 Frauen zeigte, das daß Risiko für Knochenbrüche bei Milchkonsum sogar vermehrt wird. Eine weitere Studie in Australien bestätigte dies.

Auch ist es egal von welcher Kuh, ob von Müller oder Landliebe, ob Bio oder nicht, die Milch kommt, sobald sie mit Magensäure in Verbindung kommt, gerinnt das Kasein. Für die Zweifler hier: nehmt ein Glas Milch und macht einen Tropfen Essig oder Zitronensaft hinein und schaut einen Tag später was passiert ist. Nur eins, Ihr würdet es nicht mehr trinken! Wer also seinen Kindern einen Gefallen tun möchte, dann gebt ihnen (Bio)-Soja-Milch mit Vanillegeschmack zu trinken! Schmeckt äusserst lecker und hat sehr viel pflanzliches Eiweis, wird also von unserem Körper besser verwertet und Kalzium ist auch drinn, falls man wegen Kalziummangel Angst haben sollte. Braucht man aber bei einer ausgewogenen Ernährung nicht! Denn: zuviel Kalzium ist auch nicht gut;

Aus Wikipedia: Gesundheitliche Risiken (bei zu viel Kalcium)

Neueren Studien zufolge könnte das Risiko für Arterienverkalkung mit häufigen und schwerwiegenden Folgen wie Demenz, Herzinfarkt und Schlaganfall infolge eines hohen Anteils an Kalcium und Vitamin D in der Nahrung höher sein als lange angenommen. So besteht laut zwei unabhängig voneinander durchgeführten Studien ein Zusammenhang zwischen dem Kalcium- und Vitamin-D-Gehalt im Körper und Schädigungen des Hirngewebes im Alter. Besonders bei älteren Menschen oder solchen mit Nierenschäden könnte die Gefahr bestehen, dass sich aufgenommenes Kalcium schädlich auswirkt.

Ernährungsempfehlungen: Risikogruppen für eine unzureichende Kalciumzufuhr sind junge Frauen, Schwangere, Stillende und Senioren.

Die empfohlene Tageszufuhr für Erwachsene liegt je nach Gesundheitsbehörde zwischen 450 und 1000 mg. Voraussetzung dafür, dass Kalcium in größeren Mengen vom Körper aufgenommen werden kann, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D3. Durch die gleichzeitige Zufuhr von Oxalsäure, Phytinsäure und Ballaststoffen wird die Kalciumaufnahme verringert. Ausgeschieden wird Kalcium über den Harn und über den Stuhl, wobei unter anderem eine hohe Zufuhr von Eiweiß, Speisesalz, Kaffee oder Alkohol die Kalciumausscheidung erhöht. Vor allem tierisches Eiweiß ist für eine erhöhte Kalciumausscheidung verantwortlich. Dies liegt daran, dass das tierische Eiweiß viele Aminosäuren enthält, in denen Schwefel enthalten ist.........Der Schwefel bildet im Stoffwechsel Säuren, die eine Ent-mineralisierung der Knochen auslösen..........

Habe ich aus Wikipedia herauskopiert! Man achte auf den letzten Satz!

Ich wiederhole: wer sich einigermaßen ausgewogen ernährt, braucht sich um Kalziummangel keine Gedanken zu machen! Die Kuh säuft auch keine Milch, hat keinen Kalziummangel, aber wesentlich mehr und schwerere Knochen als der Mensch! Sie holt sich das Kalzium das sie braucht, ganz natürlich aus dem Gras, das sie frisst!

Bei kleineren Kindern und Schwangereren würde ich es machen. Alternative zur Rohmilch ist die Vorzugsmilch. Nur gefiltert und fast frisch aus dem Euter.

Grund: Die frische Milch vom Bauern ist nicht erhitzt und enthält somit noch Bakterien, die bei Überempfindlichkeit nicht so gut sind. Diese wird wie die Rohmilch nur gefiltert und gekühlt. Der Unterschied: Vorzugsmilch stellt besondere Ansprüche an die Gewinnung, Lagerung und Beschaffenheit der Milch sowie an den Milcherzeugungsbetrieb. Mit der Abgabe von Vorzugsmilch darf erst nach Erteilung der behördlichen Genehmigung begonnen werden.

Man muss es nicht unbedingt, aber als ich diesen Sommer auf einer Sennerei war, haben die die Milch auch immer vorher einmal aufgekocht und dann erst serviert.
Aber so etwas kannst du doch auch den Bauern fragen!
Meine Persönliche Meinung: Nach dem Erhitzen schmeckt die Milch besser wie ganz frisch!

eben nicht. frisch schmeckt sie am besten ;-)

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