Kündigung trotz guter Arbeit?

Das Ergebnis basiert auf 5 Abstimmungen

Nein ist kein Grund (bleibt) 40%
Anderes 40%
So ähnlich mal passiert 20%
Ja ist ein Grund (Kündigen 0%
Noch nie passiert 0%

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Anderes

Es mag paradox erscheinen, aber in der Arbeitswelt ist es nicht ungewöhnlich, dass hochkompetente Mitarbeiter entweder zum Verlassen des Unternehmens gedrängt oder sogar entlassen werden. Diese scheinbar widersprüchliche Situation ist oft das Resultat unzureichender Führungsqualitäten. In vielen Fällen fühlen sich Führungskräfte von herausragenden Mitarbeitern bedroht. Lass mich dir die Dynamik genauer erklären:

Bedrohung des Status Quo: Sehr kompetente Mitarbeiter können den Status Quo in Frage stellen. Wenn sie Prozesse verbessern, Fehler aufdecken oder generell effizienter arbeiten, können sie unbeabsichtigt Schwächen in der bestehenden Arbeitsweise oder bei anderen Mitarbeitern, einschließlich Führungskräften, aufzeigen. Dies kann bei einigen Vorgesetzten zu Unsicherheit oder Bedrohungsgefühlen führen, besonders wenn sie ihre eigene Kompetenz oder Autorität in Frage gestellt sehen.

Furcht vor Machtverlust: Einige Führungskräfte könnten befürchten, dass sehr fähige Mitarbeiter ihren eigenen Einfluss oder ihre Position gefährden. Dies gilt besonders, wenn der Mitarbeiter hohe Anerkennung von Kollegen oder höheren Führungsebenen erhält. Es entsteht die Befürchtung, dass der Mitarbeiter nach einer höheren Position strebt oder die eigene Position der Führungskraft schwächen könnte.

Widerstand gegen Veränderungen: Veränderungen im Arbeitsumfeld sind oft schwierig zu managen. Sehr gute Mitarbeiter, die Veränderungen vorantreiben, stoßen möglicherweise auf Widerstand bei Führungskräften, die lieber am Bewährten festhalten möchten. Diese Führungskräfte könnten Veränderungen als bedrohlich empfinden, da sie neue Herausforderungen, Unbekanntes und möglicherweise mehr Arbeit bedeuten.

Neid und Konkurrenzdenken: Menschliche Emotionen spielen auch eine Rolle. Neid und Konkurrenzdenken können entstehen, wenn ein Mitarbeiter besonders hervorsticht. In einigen Fällen kann dies dazu führen, dass Führungskräfte versuchen, diesen Mitarbeiter zu unterminieren, um ihr eigenes Ansehen zu schützen.

Unzureichende Führungskompetenzen: Manchmal reflektiert diese Situation auch ein Defizit in den Führungskompetenzen. Eine effektive Führungskraft sollte in der Lage sein, die Stärken ihrer Teammitglieder zu erkennen und zu fördern, statt sich von ihnen bedroht zu fühlen. Führungskräfte, die sich von kompetenten Mitarbeitern bedroht fühlen, könnten in ihrer Fähigkeit eingeschränkt sein, ein positives und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen.

Unternehmenskultur: Die Unternehmenskultur spielt eine große Rolle dabei, wie mit solchen Situationen umgegangen wird. In einer Kultur, die Wettbewerb und individuelle Leistung über Teamarbeit und kollektiven Erfolg stellt, können Konflikte dieser Art häufiger auftreten.

Dieses Verhalten zeigt nicht nur die eigenen Schwächen der Führungskräfte auf, sondern haben auch weitreichende negative Auswirkungen auf das gesammte Unternehmen. Auswirkungen sind:

  • Reduzierte Mitarbeitermotivation und -engagement, was zusätzlich die Moral des gesamten Teams beeinflusst.
  • Hohe Mitarbeiterfluktuationen.
  • Beeinträchtigung der Innovation.
  • Negative Unternehmenskultur

Es ist wenig zielführend, lediglich mit dem Finger auf mangelhafte Führungskräfte zu zeigen und sie öffentlich zu tadeln. Stattdessen ist es wesentlich effektiver, ihre Beweggründe zu erforschen und zu begreifen, wie sich ein derartiges Verhalten überhaupt entwickeln kann, insbesondere angesichts der negativen Auswirkungen, die es haben kann:

  • Persönliche Unsicherheiten: Manche Führungskräfte fühlen sich unsicher in ihrer Rolle oder befürchten, von kompetenten Mitarbeitern übertroffen zu werden. Dies kann zu defensivem Verhalten führen.
  • Mangel an Führungsausbildung: Nicht jede Führungskraft hat eine formale Ausbildung in Mitarbeiterführung erhalten. Fehlendes Wissen über effektive Führungstechniken kann zu unangemessenen Verhaltensweisen führen.
  • Unternehmensdruck: Manchmal werden Führungskräfte durch den Druck des Unternehmens zu solchen Verhaltensweisen verleitet, besonders in Kulturen, die kurzfristige Ergebnisse über langfristige Entwicklung stellen.

Es wird deutlich, dass die Situation komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheint, und dass die Verantwortung nicht ausschließlich bei den Führungskräften liegt. Anhand dieses Beispiels lässt sich erkennen, dass ein erheblicher Teil der möglichen Ursachen – in einer vereinfachten Darstellung etwa ein Drittel – direkt auf die Unternehmensführung oder die Unternehmenskultur zurückgeführt werden kann. Daher könnte es für das Unternehmen vorteilhaft sein, diese Erkenntnis als Gelegenheit für Selbstreflexion und interne Weiterentwicklung zu nutzen.

Wie kann man nun selbst mit dieser Situation sinnvoll umgehen und gegebenenfalls das Problem langfristig lösen?

  • Offene Kommunikation: Es ist wichtig in solchen Fällen gegebenenfalls ein offenes Gespräch zu suchen und seine persönlichen Bedenken zu Äußern. Eine konstruktive kommunikation und Lösungsvorschläge können bereits viel bewirken. Manchmal sind sich Führungskräfte nicht bewusst, wie ihr Verhalten auf andere wirkt.
  • Grenzen setzen: Es ist wichtig klare Grenzen zu setzen und diese zu Verteidigen. Mache deutlich, was du bereit bist zu leisten, und weise auf unangemessenes Verhalten, Anforderungen oder Erwartungen hin.
  • Netzerken und Unterstützung suchen: Baue ein Netzwerk innerhalb des Unternehmens auf, das aus Kollegen, Mentoren und gegebenenfalls auch anderen Führungskräften besteht. Der Austausch mit anderen kann wertvolle Perspektiven und Unterstützung bieten.
  • Feedback geben und einholen: Gebe deiner Führungskraft regelmäßig Feedback zu deiner Arbeit und erbitte Rückmeldungen zu deiner Leistung. Dies fördert ein Klima der Offenheit und des gegenseitigen Respekts.
  • Dokumentation und Nachweisführung: Es ist wichtig in schwierigen Situationen mit Führungskräften alle wichtigen Vorgänge, berufliche Weiterentwicklung und deine eigenen Leistungen zu dokumentieren. Das kann in Gesprächen mit der Führungskraft oder in offiziellen Bewertungen hilfreich sein.
  • Professionelle Entwicklung fördern: Konzentriere dich auf deine eigene berufliche Weiterentwicklung. Nutze Ford- und Weiterbildungen um deine Fähigkeiten zu erweitern und Positionen zu stärken.
  • Gesundes Arbeitsumfeld fördern: Beteilige dich aktiv an der Schaffung eines gesunden Arbeitsumfeldes, indem du positive Verhaltensweisen förderst und an Teamaktivitäten teilnimmst.
  • Eskalationswege nutzen: Wenn direkte Gespräche keine Lösung bringen, sollten Eskalationswege genutzt werden, zum Beispiel durch das Einbeziehen von HR oder höheren Managementebenen.
  • Selbstfürsorge: Achte auf deine eigene Gesundheit und dein Wohlbefinden. Stressmanegement und Work-Life-Balance sind wichtig, um langfristig leistungsfähig und zufrieden im Beruf zu bleiben.

Danke für diese ausführliche antwort mit gründen und lösungen die mir sicher echt weiterhelfen, ich werd mir davon einiges merken wenn es geht und echt vielen dank für deine zeit für so eine antwort :D

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So ähnlich mal passiert

Hallo,

so ähnlich wars bei mir auch...nur da habe Ich die Firma verlassen, weils mich eben anko**te, dass man absolut nichts oder keine einzige Arbeit vernünftig und nach bestem Wissen und Gewissen erledigt werden konnte..die Kunden kritisierten einen, wobei die nicht wussten, dass der Meister/Chef hinter einigen Entscheidungen standen und man als Geselle diese nur ausführen musste..leider ist man immer Loyal gegenüber der Firma..und man steht quasi zwischen den Stühlen.

Wo ich andere Firma dann kennenlernte, alles lief wie am Schnürchen..man konnte endlich selbst entscheiden wegen Fehlmaterial sowie auszuführende Arbeiten erledigen, bestellen, etc..solange man dies begründen konnte, lief alles. So ging es allen gut: Zufriedene Kunden, zufriedener Chef, eigene innere Ruhe.

DIe Firma zu wechseln war die beste Entscheidung damals. Bereue ich bis heute nicht.

🤷‍♂️ Ich würde dir vorschlagen sich umzuschauen, neu orientieren..wirst es eben dann andere Seiten kennenlernen..

aber nochmal zu deiner Frage: NEIN, das ist kein direkter Grund einen zu entlassen. DIe Firma wird sich anderen Grund als "alibi" suchen, wenn diese es wollten.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Danke für die antwort und das du mir deine erfahrung teilst, ist gut zu wissen dass das mal passieren kann und man einfach ein besseres umfeld suchen muss, deine antwort hilft danke :)

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Anderes

Ich habe deine Beispiele jetzt nicht genau studiert (es ist echt unangenehm zu lesen so ganz ohne Satzzeiten oder Textgliederung), ist aber auch nicht entscheidend - denn eine betriebsbedingte Kündigung ist immer zulässig, völlig unabhängig von der Leistung des Mitarbeiters.

Selbst der beste, motivierteste, vorbildlichste Mitarbeiter der sich nie auch nur das Geringste zu Schulden kommen lassen hat kann gekündigt werden, wenn betriebliche Gründe dafür vorliegen (z.B. Einsparmaßnahmen, Schließung der Abteilung, etc.).

Rechtlich problematisch wird es nur, wenn ein falscher/unzutreffender Kündigungsgrund angegeben wird. Also ein Fehlverhalten angegeben wird obwohl eigentlich ein betrieblicher Grund vorliegt.

Hmm ja dann war es voll ajs betrieblichen Gründen danke für die Antwort

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Nein ist kein Grund (bleibt)

leider verstehe ich nur Bahnhof .. Wegen Guter Arbeit wurde bei uns zumindest noch niemand gekündigt.

Das man Aufträge nicht bekommt ist auch kein Kündigungsgrund wenn man sein bestes Natürlich dazu getan hat, wenn der Kunde kein Budget hat oder eine Politische Entscheidung getroffen wird wir bestellen nur da , da der Bruder meiner Frau xyz da arbeitet

dafür kannst du du ja nichts

Wichtig ist immer rede offen mit deinem Chef , viele verniedlichen halt das ganze oder kommen viel zu spät mit Problemen um die Ecke.

Ich sage immer am Anfang war es nur ein kleines Problem mit der Zeit wird ein grosses Daraus..

30 Vertrieb hinterlassen seine Spuren ;)

Danke für die Antwort und ja ist dann einfach irgendwie pech alle machen ja irgendwie fehler

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@Matthelp

wenn schreib mir mal dann können wir das besprechen wenn du möchtest.

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@HesslerITCon

Ist schon gut, danke für die Einsatz Bereitschaft :D ich denk mal dann das der Betrieb nichts für mich ist und arbeit findet man ja immer

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wenn du die Kündigung in der Probezeit bekommst, dann hast du keine Möglichkeit dagegen anzugehen, wenn du schon länger in der Firma tätig bist, und der Meinung bist das der Kündigungsgrund falsch ist, dann steht es dir frei den Rechtsweg zu bestreiten.

Leider in der Probezeit

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@Matthelp

sprich doch einfach noch einmal mit dem Chef, vielleicht kannst du noch etwas geradebiegen

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