Kirchlich heiraten, wenn man nicht konfirmiert ist?

4 Antworten

Ich komme zwar aus der Schweiz und weiss deshalb nicht, wie es in Deitschland genau ist, gehe aber davon aus, dass es ähnlich sein wird.

Grundsätzlich ist es so, dass in der reformierten Kirche ein Ejepartner reformiert sein muss. Ebenso wie bei der Taufe von Kindern. Dass dein Partner dabei katolisch ist spielt keine Rolle. Es geht dabei nicht um die "Zulassung" zum Abendmahl. In der reformieten Kirche ist die Konfirmation nicht die Zulassung zum Abendmahl, sondern lediglich die Bestätigung der Taufe (confirmare ist Latein und bedeutet so viel wie bekräftigen, bestätigen). Mit deiner Konfirmation wirst du zum vollwertigen Mitglied der Kirchgemeinde, mit allen Rechten (Eheschliessun, Taufe, Begräbnis auf dem Friedhof) und Pflichten (in der Schweiz die Kirchensteuer, weiss nicht wie das in Deutschland ist). Zum Abendmahl darf jeder kommen.

In somma: Du must dich, um in der reformierten Kirche heiraten zu dürfen, Konfirmieren lassen. Hierfür solltest du mit dem ortsansässigen Pfarrer Kontakt aufnehmen und alles weitere klären. Ich hoffe ich habe dir etwas geholfen.

Zur evangelischen Trauung: Soweit ich weiß, wird in manchen Gegenden vorausgesetzt, dass der evangelische Partner zum Abendmahl zugelassen ist, also dass er konfirmiert ist. In anderen Gegenden scheint man darauf nicht so großen Wert zu legen. Eine evangelische Trauung mit einem Katholiken ist jedenfalls grundsätzlich möglich; nur die Frage mit der Konfirmation müsstet ihr mit dem örtlichen Pfarrer klären.

Zur katholischen Trauung: In manchen Ländern der Welt wird verlangt, dass der katholische Partner gefirmt ist. In Deutschland wird die Firmung zwar sehr empfohlen, aber erforderliche Voraussetzung ist sie nicht. Eine Trauung mit einem evangelischen Partner bedarf einer kirchlichen Erlaubnis; diese wird in Deutschland aber routinemäßig vom örtlichen Pfarrer erteilt.

Wenn ihr euch für eine evangelische Trauung entscheidet, könnt ihr trotzdem Kontakt mit dem katholischen Pfarrer aufnehmen. Er kann, wenn ihr möchtet, bei dem evangelischen Traugottesdienst mitwirken. Dann wird die Trauung auch als katholischer Sicht als gültig angesehen. Auch auch wenn er nicht an der Trauung mitwirken soll, kann er für euch eine Genehmigung einholen, die evangelische Trauung als aus katholischer Sicht gültige Eheschließungsform anzuerkennen und sie wie eine katholische Trauung in die katholischen Kirchenbücher einzutragen.

Eigentlich würde ich mich eher fragen, warum ihr überlegt euch kirchlich trauen wollt, wenn ihr anscheinend gar keinen Bezug dazu habt.... in einem schönen Ambiente zBsp. Burg oder Schloß kann man auch so heiraten...

Aber das war nicht deine Frage....

Wenn dein Freund katholisch ist, aber nicht gefirmt, könnt ihr katholisch heiraten, ein Partner muss katholisch sein und er sollte gefirmt sein, wenn aber kein andere Grund vorliegt, kann man eine Dispens/ eine Erlaubnis bekommen. Da ist es egal, welche Konfession der andere Partner hat.

Ich denke, die evangelische Kirche ist da noch weniger streng... also dass man auch dort ohne Konfirmation kirchlich heiraten kann...

hey du !

ja klar könnt ihr das, jedoch musst du dich vorher konfirmieren lassen. Bei meinem Papa war das zB so (kp ob das überall so ist) das er halt geräumige Zeit vor der hochzeit gesagt hat das er nicht konfirmiert ist. Dann musste er sich halt ein paar bücher (denke mal Biebel und Gesangbuch) kaufen,musste sich einen Konfirmationsspruch aussuchen, ist dann einen sonntag morgen in die kirche gegangen ,musste seinen glauben vor der gemeinde bekennen, sein spruch wurde aufgesagt und fertig :D jedoch war das auch 96' und ich weiß halt nicht ob das überall so "locker" geht. Und dazu mussan sagen das meine Eltern beide evangelisch sind.

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