Kirchensteuerpflicht erwerbslose Hausfrau (bzw. 450€ Job)?

11 Antworten

> Zusammenveranlagt

Dann wird so gerechnet, als ob jeder von Euch die Hälfte des gemeinsamen Einkommens (Minijob, sofern pauschalversteuert, fällt unter den Tisch) erzielt hätte. Entsprechend bekommt Dein Mann die Hälfte seiner Steuern (gilt gleichermaßen für Lohn- und Kirchensteuer und Soli) zurück und Du musst Steuern in dieser Höhe zahlen.

Wegen des Splitting-Vorteils dürftet er etwas mehr zurück bekommen als Du zahlen musst. Wird vom FA miteinander verrechnet, der Überschuss ausbezahlt.

Dass Du darüber nichts gefunden hast, liegt daran, dass das die normale Berechnung bei jeglicher Zusammenveranlagung ist, unabhängig von Kirchenzugehörigkeit und Einkommen.

Minijob in Steuerklasse V?

Gehirnamputierter geht es wahrlich nicht.

Dies führt nicht nur dazu, dass der Minijob mit fast den höchsten Abzügen belegt ist sondern auch, dass er in die Steuererklärung muss und zum gemeinsamen Einkommen gerechnet wird.

Das dürfte dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einer Einkommensteuer-Nachzahlung führen, so dass man fragen kann was unterm Strich für die Familie von 450,- € im Monat wahrlich bleibt.

Die Kirchensteuer ist da das geringste Problem. Wenn jedoch Lohnsteuern abgezogen werden vom Lohn, werden auch 8 bzw. 9% deren Höhe als Kirchensteuern erhoben.

Minijobs - wenn sie nicht die EINZIGEN Arbeitsverhältnisse eines Single-Menschen sind - sollten IMMER pauschal besteuert werden. Will der Arbeitgeber dies nicht, such dir einen anderen.

Man ist mehr oder weniger automatisch Steuerklasse 5, wenn man verheiratet ist und nicht arbeitet. Minijob zählt da nicht (der wird doch wohl kaum mit Steuerkarte sein, da man ja weit unter dem Freibetrag liegt?) Bei Zusammen-Veranlagung kommt es dann auch zu keiner Nachzahlung.

Bei Getrennt-Veranlagung schon, aber das wird dann quasi dem Ehemann "gutgeschrieben"...

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@Blindi56

Dass Minijobs pauschal laufen ist eigentlich die Regel. Leider sehe ich einen Trend, dass immer mehr Arbeitgeberkollegen, scheinbar doch nach ELStAM abrechnen.

Dass dies für den Arbeitnehmer besonders wenn der Minijob dann über die V oder VI läuft Kappes ist, scheint nicht klar zu sein oder eben ziemlich egal.

Die Frage mit dem Hinweis auf Klasse V suggeriert, dass dies hier geschehen ist.

Wer kein Einkommen hat, bzw. keines aus nichtselbständiger Arbeit hat grundsätzlich auch keine Lohnsteuerklasse.

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Du bist schon zu kirchensteuer verpflichtet, diese wird allerdings von der bereits bezahlten Kirchensteuer deines Mannes genommen. Wenn ihr gemeinsam eine Einkommenssteuer macht, wird euer Einkommen (d.h. das deines Mannes, weil der 450 Euro Job ja nicht zählt) ja auf euch beide aufgeteilt. Die von deinem Mann bereits monatliche entrichtete Kirchensteuer wird dann zur Hälfte an seine Kirche, die evangelische Kirche gegeben und zur anderen Hälfte geht sie an deine Kirche, also die römisch katholische.  Zusätzlich zu zahlen ist für dich nichts mehr. 

Anders sieht es bei dem von dir im Internet gefundenen Fall aus. Zahlt der Alleinverdiener keine Kirchensteuer, weil er nicht in der Kirche ist und es wird eine gemeinsame Veranlagung gemacht, dann muss er für die Ehefrau, die Kirchenmitglied ist, nachzahlen. Als Beispiel, er verdient 40 000, sie nichts, dann fällt davon 20 000 auf die Ehefrau und diese muss dann hiervon Kirchensteuer entrichten. 

In deinem Fall hat dein Mann ja bereits Kirchensteuer auf die fiktiven 40 000 entrichtet und damit auch bereits auf deine 20 000.  

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